Film Daten

Titel:
Event Horizon
Originaltitel:
Event Horizon
Land & Jahr:
USA 1997
Laufzeit ca.: ?
100 Min.
Regie:
Paul Anderson
Darsteller:
Laurence Fishburne
Sam Neill
Kathleen Quinlan
Joely Richardson
Richard T. Jones
Jack Noseworthy
Jason Isaacs
Sean Pertwee
Peter Marinker
Holley Chant
Barclay Wright
Noah Huntley
Robert Jezek
Alternativtitel:
• Event Horizon - Am Rande des Universums
• Punto di non ritorno
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Paramount
Label:
Paramount
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Englisch - DD 5.1
Französisch - Dolby Surround
Untertitel:
Englisch, Spanisch
Extras:
  • Trailer

Event Horizon

Review

Event Horizon

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

William Weir ist der Erbauer des Raumschiffs 'Event Horizon', das mit einem neuen revolutionären Antrieb ausgerüstet ist. Der Gravitationsantrieb im Schiffsinneren erzeugt ein schwarzes Loch und vermag dadurch den Raum zu falten. Das Raumschiff bricht im Jahre 2040 auf zu einem Flug an die Grenzen des bekannten Universums, verschwindet aber ohne jeglichen Anhaltspunkte.

Sieben Jahre später: Ein Signal wird aus der Neptun-Region empfangen und als Quelle wird die Event Horizon identifiziert. Weir und ein Trupp Marines unter der Leitung von Captain Miller brechen auf um das Schiff und eventuelle Überlebende zu bergen. Als sie dort ankommen finden sie bis auf ein paar Blutspuren und eine Leiche keine Anhaltspunkte über die Crew und deren Verbleib. Justin, der jüngste der Soldaten, betritt beim Erkunden des Schiffes den Raum mit dem gewaltigen Gravitationsantrieb. Er besteht aus einer riesigen Kugel, die von drei Metallreifen umkreist wird. Diese Metallreifen erzeugen gewaltige magnetische Felder und sollen für die Stabilität der schwarzen Lochs sorgen. Als Justin dem Gerät näherkommt bleiben plötzlich alle Komponenten stehen und das "Tor zu einer anderen Dimension", wie Weir es ausdrückt, öffnet sich. Der Soldat wird hineingezogen. Dadurch tritt eine gewaltige Reaktion in Kraft, die die Event Horizon und das Bergungsschiff in Mitleidenschaft zieht. Das Bergungsschiff wird sogar soweit beschädigt, das erst etliche Reparaturmaßnahmen notwendig sind um wieder zur Erde zurückkehren zu können. Justin kann aber gerettet werden und liegt fortan in völliger Katatonie auf der Krankenstation. Weir glaubt den Marines kein Wort, kann es doch eigentlich gar nicht passieren, daß das Tor sich von alleine öffnet. Aber auch er, sowie anderen Personen passieren seltsame Dinge. Er hat des öfteren Visionen von seiner vor Jahren verstorbenen Frau. Die Ärztin sieht ihren gehbehinderten Sohn auf dem Schiff und Captain Miller wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert: bei einem früheren Einsatz verlor er einen Kollegen, den er zurücklassen mußte, als ein Feuer in einem anderen Raumschiff ausbrach. Gewalt und Wahnsinn machen sich unter der Crew breit...

In Event Horizon wird die übliche Science-Fiction-Tradition gebrochen. Hier sind die bösen und furchtbaren Gegner keine Aliens sondern das Raumschiff selber, das durch subtilen Psycho-Terror die Leute an den Rande des Wahnsinns treibt. Weir selbst stellt dann am Schluß die größte Gefahr dar, hat er doch das Raumschiff erbaut und hat dadurch eine ganz persönliche Verbindung dazu. Das merkt man schon in den ersten Szenen wo die Crew die Event Horizon erreicht. Weir spricht niemals von dem oder das Raumschiff sondern von ihr oder sie, als sei es eine gute alte Freundin. Tricktechnisch wird der Film höchsten Ansprüchen gerecht. Die Kulissen sind überwältigend und die Computeranimationen gehören mit zu den Besten. Außerdem kommt der Horror nicht durch die teils sehr blutigen Schockeffekte, sondern sitzt tiefer. Durch den persönlichen Horror der in jedem Crewmitglied wohnt und diesen in krasser Deutlichkeit vorgeführt bekommt, baut sich eine düstere und äußerst bedrohliche Atmosphäre auf. Am härtesten trifft es Weir selber, als er in einer Vision den Selbstmord seiner Frau ganz nah miterleben darf. Wer sich für sehr gutgemachten Science-Fiction-Horror a lá Alien begeistern kann, kommt an diesem Film nicht vorbei. Ob die deutsche Version gekürzt ist, kann ich leider nicht sagen, da ich sie noch nicht gesehen habe. Die US-DVD bietet ein gutes Bild und ist natürlich ungekürzt, aber leider sind außer dem Trailer keine weiteren Extras drauf.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 09.02.1999

Leser-Kommentare

24.06.2007, 18:01:54 knobi ( Email schreiben Homepage )

Anfangs scheint der Streifen ein vielversprechendes Werk zu werden,doch so nach etwa 60 min.verläuft sich die Handlung dann in eine langweilige Zombie mache.Aber trotz des Mangels legt der Film eine technische Meisterleistung hin,die wohl seinerzeit auf dem neusten Stand der Technick war.Daher urteile ich pessimistischer weise nur auf MITELLMÄßIG.

13.05.2005, 16:09:27 Mac

Der Film ist einfach nur genial, leider aber gegenüber der Kinofassung etwas geschnitten (und damit meine ich die FSK16 DVD-Version). In der original-Kino-Version ist eine Szene, in der ein Video der Ereignisse auf dem Raumschiff vor seiner Entdeckung gezeigt wird, in der sich die Besatzung quasi gegenseitig umbringt. Davon fehlen einige Sekunden, speziell die Szene, in der eine Hand durch Mund und Augenhöhlen aus einem Kopf austritt. In der Kinofassung konnte man sehen, wie die Augen von hinten aus den Höhlen gedrückt werden und die Hand sich danach zu einer Faust zusammenballt. Ziemlich Gorig das Ganze. Schade das die Szene fehlt...

16.03.2005, 12:53:06 jason ( Email schreiben )

ich den film bis jetzt bestimmt schon an die sechs mal gesehen, und finde ihn immernoch recht gut.
Ab dem zweiten mal sehen, findet man aber den guten dr. weir(d) sowas von unerträglich, daß man es am liebsten captain miller und seiner crew (alle sehr sympathisch, AUßER justin das weichei) gleich tun würde und diesen dr.wierd...äh... wier auf den mond schießen will... OHNE seinen geliebten gravitationsantrieb.
ansonsten, wie gesagt sehr sehenswert, wenn man sich für das genre interessiert.
kleine bemerkung am rande: warum kommt das trauma von Jason Isaacs (dr. trauma ^^) nicht vor? oder hab ich nur was verpasst?
jason

03.05.2004, 20:43:08 Benf

Ich mag den Film recht gern. Die Sache mit den persönlichen Traumen ist zwar nicht sehr neu, doch das pure Böse vermag zu überzeugen. Gut zu wissen, daß die Hölle von Bosch und Bacon gemeinsam designt wurde. Trotzdem, übelste Stelle des Filmes ist, als Baby-Bär in dieser Luftschleuße einen Teil seines Gesichtes verliert und Mama-Bär nicht helfen kann. Achja, in der Hölle wird Latein gesprochen, also nur für Abiturienten.

10.04.2004, 19:27:40 tipisan ( Email schreiben )

...dieser film brachte mich zu den faszinierenden Überlegungen , wie man einen Gravitationsantrieb mit wenigen Mitteln realiseren könnte...alles noch in der Entwicklung...leider geht auf Grund der Relativitätstheorie ( die in diesem Film etwas umgangen wird ) keine Realisierung eines Raum-Zeit-Sprung-Generators ( was ja dieser im Film eigentlich ist.......

die Idee das ein Raumschiff den Raum so krümmt...das es durch eine Art WURMLOCH/SCHWARZES LOCH zu einem wohldefinierten anderen Punkt im Universum gelangen kann...gab es schon viel viel vorher...

siehe : CARLSEN COMIC VERLAG , Valerie und Veronique (Comicserie ) ...SEHR ZU EMPFHELNE..SAUGEIL GEZEICHNET !!!! MIT VIELEN VIELEN AUSSERIRDISCHEN LEBENSFORMEN...

04.02.2004, 05:57:21 Itchy ( Email schreiben )

Als ich zum ersten Mal etwas über den Film erfuhr und den Trailer sah dachte wow, dass hört sich aber gut an. Endlich mal wieder ein beklemmender und spannender Weltraum-Grusel. Herausgekommen ist zwar nicht umbedingt ein schlechter Film, dennoch aber wurden meine Hoffnungen, zumindest im Ansatz enttäuscht... Allein aus der Tatsache, dass die Event Horizon aus dem Paralleluniversum das absolut Böse mitgebracht hat, hätte man meines Erachtens mehr machen können. Zwar ist der Handlungsstrang düster, klaustrophobisch und vor allem atmosphärisch dicht, dennoch finde ich, fixiert sich der Film gen Ende zu sehr auf die Person Sam Neil und läßt das Übernatürliche etwas aus den Augen verlieren. Aber wie das immer so ist, ist dies natürlich Geschmackssache. Schlecht war der Film aber wie gesagt, auf keinen Fall...

© 1998 - 2017: Sense of View / Carsten Henkelmann