Film Daten

Titel:
Alice
Originaltitel:
Land & Jahr:
Frankreich 1976
Laufzeit ca.: ?
93 Min.
Regie:
Claude Chabrol
Darsteller:
Sylvia Kristel
Charles Vanel
André Dussollier
Fernand Ledoux
Thomas Chabrol
Bernard Rousselet
François Perrot
Jean Carmet
Catherine Drusy
Katia Romanoff
Jean Cherlian
Jean Le Boulbar
Noël Simsolo
Louise Rioton
Cécile Maistre
Alternativtitel:
• Alice or the last Escape
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Alice

Review

Alice

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Alice Carol fühlt sich nicht mehr zu ihrem Mann hingezogen, eher im Gegenteil. So beschließt sie, ihn zu verlassen. Mit einem gepackten Koffer setzt sie sich in ihr Auto und fährt ziellos durch die Gegend. In einer einsamen ländlichen Gegend fliegt ihr plötzlich was in die Windschutzscheibe und beschädigt diese. Da es bereits Nacht ist und sich keine Werkstatt weit und breit befindet, beschließt sie, durch das vor ihr liegende Tor zu fahren, um eventuell in dem Gebäude dahinter Unterschlupf für die Nacht zu finden. Sie fährt bis zu dem großen Landhaus und wird dort auch herzlich empfangen. Sie wird von dem älteren Henri Vergennes und seinem Diener Colas gut versorgt und ihr wird auch ein Zimmer für die Nacht angeboten. Aber bereits in der Nacht und am nächsten Tag bemerkt sie, daß etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Vergennes und Colas sind morgens nicht mehr zu finden und sie entscheidet sich weiterzufahren. Aber seltsamerweise findet sie das Tor nicht mehr, durch das sie nachts zuvor noch durchgefahren ist. Sie landet immer wieder vor dem Haus. Dann macht sie sich zu Fuß auf, einen Weg aus dem Gelände zu finden. Sie kommt bis an eine Mauer. Da ihr der Koffer zu schwer wird, läßt sie ihn einfach an der Mauer stehen und versucht eine Tür oder ähnliches zu finden. Aber nach einiger Zeit landet sie wieder bei ihrem Koffer! Es gibt keinen Weg hinaus! Es begegnet ihr ein junger Mann, der sich aber weigert ihr zu helfen und ihre Fragen zu beantworten. Sichtlich verwirrt trifft sie auf immer mehr Personen, die aber keine einzige ihrer Fragen beantworten wollen. Langsam wird ihr klar, daß etwas übersinnliches im Spiel sein muß. In der nächsten Nacht wartet sie den passenden Zeitpunkt ab, kämpft sich gegen eine unbekannte Macht nach draußen zu ihrem Auto und schafft es diesmal tatsächlich das Tor zu finden und wieder hinaus zu fahren. Außerhalb des Geländes trifft sie aber wieder auf komische Leute, die keine Fragen beantworten und nach längerer Fahrt ist sie wieder vor den Toren des Landsitzes. Resigniert fährt sie wieder hindurch und wird abermals von Vergennes und seinem Diener empfangen. Diesmal erzählt Vergennes ihr aber alles, was sich hinter den Ereignissen der letzten Tage verbirgt, und sie erkennt die schreckliche Wahrheit.

Ein äußerst beklemmender Mystery-Thriller, der einiges mit dem Gruselklassiker Carnival of Souls gemeinsam hat, was man auch an dem ähnlichen Schluß erkennt. Die leicht gothische Atmosphäre wird gut aufgebaut, und man ist genau wie Alice erst verwirrt durch die einzelnen Details, die sich aber am Schluß alle wie ein großes Puzzle zusammenfügen. Manche Szenen haben einen recht surrealen Touch. Und vor allem zeigt hier Sylvia Kristel in der Rolle der Alice, daß sie mehr kann als sie in den unzähligen Emmanuelle-Filmen gezeigt hat.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 14.05.1999

Leser-Kommentare

13.10.2004, 15:49:39 w. Hoffmann ( Email schreiben )

Düster-unheimliches Vexierspiel. Brilliante schaupielerische Leistung Sylvia Kristel`s. Verblüffendes Ende. Absolut sehenswert (insbes. Mystik-Genre-Fan`s).

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