Film Daten

Titel:
Alien: Resurrection
Originaltitel:
Alien: Resurrection
Land & Jahr:
USA 1997
Laufzeit ca.: ?
108 Min.
Regie:
Jean-Pierre Jeunet
Darsteller:
Sigourney Weaver
Winona Ryder
Dominique Pinon
Ron Perlman
Gary Dourdan
Michael Wincott
Kim Flowers
Dan Hedaya
J.E. Freeman
Brad Dourif
Raymond Cruz
Leland Orser
Carolyn Campbell
Marlene Bush
David St. James
Alternativtitel:
• Alien 4
• Alien - Die Wiedergeburt
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - 20th Century Fox
Label:
20th Century Fox
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Englisch - DD 5.1
Französisch - Dolby Surround
Untertitel:
Englisch, Spanisch
Extras:
  • Trailer
  • Behind-the-Scenes Featurette

Alien: Resurrection

Review

Alien: Resurrection

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

200 Jahre nach ihren Tod (siehe Alien 3) wird eine neue Ripley aus dem Genmaterial der Original-Ripley geklont. Bei der Genmanipulation wurden allerdings ihre Gene mit denen des Aliens vermischt. In ihrem Körper hat sie wieder eine Alien-Queen, die ihr aber schon sehr früh von Wissenschaftlern entnommen wird. Da der Klon wider Erwarten sich noch recht gut hält, wird er unter Beobachtung genommen, bis die neue Ripley schließlich erwacht. Eigentlich sollte sie keinerlei Erinnerungen der alten Ripley haben, aber trotzdem weiß sie über das Alien sehr gut Bescheid. Durch die Vermischung der Gene verfügt sie zudem über übermenschliche Kräfte.

Eine Gruppe von Schmugglern bringt den Wissenschaftlern menschliche Körper, die den Aliens als Brutkörper dienen sollen. Die Aliens nisten sich auch dort ein und später haben die Wissenschaftler mehrere Aliens unter ihrer Beobachtung. Aber leider unterschätzen auch sie die Intelligenz und die Kraft der Kreaturen und den Aliens gelingt es zu entkommen. Auf der ganzen Station herrscht Alarm und die meisten können über Raumkapseln flüchten, nur die Schmuggler, Ripley und der Leiter der Station mit einem Soldaten bleiben gefangen. Sie versuchen das Schiff der Schmuggler zu erreichen und einer nach dem anderen wird das Opfer der Aliens. Ripley, durch ihre Symbiose mit dem Alien empfänglich für die Empfindungen der Alien-Queen, wird von den Aliens geschnappt und zur Queen gebracht. Diese gebärt (!!) ein neues Alien, das eine Mischung aus Mensch und Alien ist und die Eigenarten beider Spezies in sich vereint. Es sieht in Ripley seine richtige Mutter, aber Ripley hat doch noch zuviel der alten Ripley in sich und vernichtet es wie die anderen Aliens auch.

Das kommt davon, wenn man eine erfolgreiche und eigentlich schon abgeschlossene Serie von Filmen unbedingt weiterführen will. Da Ripley im dritten Teil gestorben ist, mußte man sich ja was ausdenken um wieder mit der Identifikationsfigur der alten Filme arbeiten zu können und dabei kam dann dieser Blödsinn mit dem Klonen raus. Als Regisseur wurde diesmal Jean-Pierre Jeunet (Delicatessen, Die Stadt der verlorenen Kinder) gewählt, dessen Stil aus seinen früheren Filmen auch hier unübersehbar Einzug findet. Mit Dominique Pinon und Ron Perlman hat er auch zwei Schauspieler dabei, mit denen er schon früher zusammengearbeitet hat. Leider bringt er auch seinen typischen Humor mit in den Film, was meiner Ansicht in einen richtigen Alien-Film überhaupt nicht reingehört. So sehr ich auch seine früheren Filme schätze, aber Alien: Resurrection bricht mit vielen Gewohnheiten der ersten drei Teile, so daß bei mir der Spaß auf der Strecke blieb. Zu oft merkt man, daß mit diesem Film ein schneller Erfolg versucht wurde, was sich auch negativ auf die Schauspielerwahl auswirkt. Winona Ryder, hier ein Mitglied der Schmugglerbande, kann kaum mehr als ihre großen Augen noch weiter aufzureißen und ist für mich eine krasse Fehlbesetzung. Sorry, aber für mich ging der Film völlig daneben. Es passiert zwar einiges, aber weder bringt der Film die Atmosphäre des ersten und dritten Teils auf, noch ist er annähernd so actiongeladen wie der zweite Teil. Irgendwie rauscht der Film an einem vorbei und läßt den Zuschauer völlig kalt. Und über diesen Quatsch mit dem Alien-Mensch-Baby sage ich lieber gar nichts, denn damit hatte der Film dann endgültig bei mir verloren.

Vielleicht sind sich dessen die Studiobosse auch bewußt, denn die DVD des vierten Teils ist die am ärmsten ausgestattete DVD der ganzen Alien-Box. Es gibt nur die üblichen Trailer und eine sehr kurze Featurette, die eigentlich auch recht überflüssig ist und nichts wirklich informatives preisgibt.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 01.04.2000

Leser-Kommentare

28.01.2007, 18:29:07 knobi ( Email schreiben Homepage )

Tja,technisch ein absoluter Höhepunkt der special effect crew,aber die Handlung lässt doch ganz schön zu wünschen übrig.Wirkt eher wie ein comerzieller Nachschlag für anspruchlose Hirnis.Pupertierende Charaktere die sich gegenseitig einen vorcoolen.Dann diese Übermutter Ripley(Sigorney Weaver)die wohl 1000 Tode sterben kann,oder dieser immer wieder kehrende Anderoid(diesmal in Form einer Frau)der sogar noch menschlicher und verbitterter erscheint als seine flachen Mitstreiter.Nee nee,lieber schluss machen und sich was neues einfallen lassen.Es gibt so viele abgefahrene Science fiction Storys die es wirklich wert sind verfilmt zu werden.Vieleicht sollten die Produzenten ein paar Bücher wieder lesen.Tip:Stanislaw Lem.

03.08.2005, 02:05:23 Guderian

Also meines erachtens bricht der Film in zwei Teile. Vor dem Riesenbaby und nach dem Riesenbaby. Das alles nach der Geburt des hässlichen Balgs dämlicher Quatsch ist, der mit Alien nichts mehr zu tun hat, dürfte wohl jedem klar sein. Aber davor hat der Film durchaus seine Momente.

Dass sich der Computer der militärischen Forschungsstation mit "Vater" anreden lässt, ist ein nettes Zitat des Computers der Nostromo aus Alien 1, der von der Crew noch als "Mutter" befragt wurde. Auch das Detail "Säure als Blut" ist mit der Ausbruchszene intelligent und glaubwürdig umgesetzt worden. Die Aliens kommen sowohl clever als auch skrupellos rüber. Wenn die Computerstimme die Nummern der Käfige aufzählt die nichtmehr intakt sind geht eine schicke Aktionsequenz los, die mit der eher gescheiterten Evakuierung wieder abbricht.

Die Idee mit den Autonen (von Androiden geschaffene Androiden) ist gut und hätte eine tiefere Betrachtung verdient. Die schauspielerische Leistung von Wyona Ryder ist mitnichten so schlecht. Auch ohne neuen Bishop ist der Android diesmal eine tragende Rolle des Films.

Natürlich hat der Regisseur das Problem Ripley wiederbeleben zu müssen, um den Anschluss an den dritten Teil zu gewährleisten. Das ist ihm jedenfalls besser gelungen als der Bruch von Teil 2 zu Teil 3, der Meinermeinung nach der unnötigste war. Warum überlebt Ripley den Absturz aber die anderen beiden nicht? Warum ist sie plötzlich schwanger wenn ihre Kapsel doch intakt ist?

Die Idee des Wiederbelebens duch Klonen ist erstmal nicht die blödeste. Auch die neuen Fähigkeiten Ripleys erweitern den Charakter angenehm. Aber natürlich kann man eine Schwangerschaft nicht einfach mitklonen. Das sichaus der Schlacke auch noch eine Alienkönigin extrahieren lässt, mag ich noch einsehen aber spätestens mit dem Alienbaby das Ripley für seine Mama hält, wird der Klonunsinn abstruss. Bei Alien ging es immer um eine instinktgesteuerte gefühllose Bestie, die zu allem Unglück auch noch überlegene biologische Merkmale besitzt: Wachstumsgeschwindigkeit, Vermehrungszahl, Hyperressistenz, usw. die perfekte Bedrohung und auf einmal will man uns eine Mutter-Baby-Geschichte verkaufen. Grausam!!!

Schade ist auch das die wirtschaftliche Abhängigkeit von dem alles kontrollierenden Konsortium, die noch in Teil 1 und 2 das Universum geprägt hat, einfach aufgegeben wurde. Da ausschliesslich auf das Militär, als Ordnungsmacht gesetzt wurde, dieses aber den ganzen Film hindurch lächerlich gemacht wird, kann sich der Zuschauer keine schöne dunkle Welt vorstellen, wie es für einen SciFi-Film nötig wäre.

01.12.2004, 00:00:50 HIMBI ( Email schreiben )

Tja, sicherlich ist der vierte Teil nicht der beste, aber so schlecht habe ich ihn auch wieder nicht gefunden und mit ein paar Kritikpunkten stimmt ich nicht überein. Ich habe es nämlich so verstanden, dass Ripley nur deshalb geklont wurde, weil, als sie schon "schwanger" mit der Königin war, ihr vom Arzt auf dem Gefängnisplaneten Blut abgenommen wurde. Das "Schwangersein" wirkt sich offensichtlich auf den kompletten Körper aus, also auch aufs Blut. Sie sind nur hinter dem Alien her, weil es eine besonders gute Militärwaffe wäre, natürlich dressiert *haha* Nach geglückter Entfernung der Königin, ist man so gütig und lässt das Nebenprodukt, Ripley, leben.
Ja und das sie sarkastisch ist: naja ich weiss nicht, wie ich drauf wär, wenn ich schon gestorben und dann geklont worden wär.
So gesehen find ich das, für eine Hollywoodproduktion, schon für eine erstaunlich logische Erklärung, denn wenn man sich andere Filme ansieht sind viele Szenen oder Handlungsteile sehr unwahrscheinlich und nur noch blöd. Ja und von der Winona Ryder brauch ma gar nciht erst reden.
Wie gesagt, ich fand Alien 4 nicht so schlecht, aber von Alien vs Predator war ich mehr als enttäscht.
DAS hätten sich die Filmemacher von AvP wirklich sparen können. LG HIMBI

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