Film Daten

Titel:
Nightmare Concert
Originaltitel:
Un Gatto Nel Cervello
Land & Jahr:
Italien 1990
Laufzeit ca.: ?
87 Min.
Regie:
Lucio Fulci
Darsteller:
Lucio Fulci
David L. Thompson
Jeoffrey Kennedy
Malisa Longo
Ria De Simone
Brett Halsey
Sacha Darwin
Robert Egon
Shillett Angel
Judy Morrow
Layla Frank
Georgia Moore
Paul Müller
Marco Di Stefano
Maurice Poli
Alternativtitel:
• A Cat in the Brain
• I Volti del Terrore
• Touch of Death
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Nightmare Concert

Review

Nightmare Concert

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Lucio Fulci spielt sich selber. Als Horrorregisseur holt ihn langsam seine Arbeit ein. Er kann nicht mehr richtig zwischen der Real- und der Filmwelt unterscheiden. Er hat Wahnvorstellungen von Kettensägen-schwingenden Gärtnern und herumwandernden Serienmördern. Er wendet sich an einen Psychiater, der über Hypnose versucht ihm zu helfen. Was Lucio dabei nicht mitbekommt ist, daß der sexuell frustriete Mann ihn für seine Machenschaften verantwortlich machen will. So passiert bald immer in der Nähe von Lucio ein brutaler Mord an wehrlosen Opfern. In seiner Verzweiflung wendet er sich an Inspektor Grimaldi, einem alten Freund von ihm. Dieser wird durch Lucios Erzählungen hellhörig und läßt ihn unbemerkt beobachten. Dabei können sie dann den Psychiater auf frischer Tat ertappen...

Also als Fan seiner Zombie-Meisterwerke sollte man sich eigentlich über diesen Film freuen, liefert er doch eine Schlachtplatte nach der anderen. Aber das ganze ist teilweise so lieblos zusammengestückelt, daß der Spaß schnell verfliegt. Im Grunde genommen handelt es sich um willkürlich zusammengesetzte Splatterszenen, die durch eine dünne Rahmenhandlung sowas wie einen Sinn ergeben sollen. Und die Effekte sind zudem teilweise noch sehr billig gemacht worden. Schon die Titelsequenz, wo eine Katze ein Gehirn zerrupft sieht ziemlich albern aus. Die Katze erinnert mehr an eine Handpuppe aus dem Kasperletheater als an ein Lebewesen. Zudem werden einige Effekte in Rückblenden wiederholt, was auch noch zu etwas gepflegter Langeweile führt. Die absolute Krönung ist aber die mehr als stümperhafte deutsche Synchronisation, die noch einen Schuß unfreiwilliger Komik beisteuert. Teilweise haben mehrere Personen den gleichen Synchronsprecher und bei meiner Fassung waren sogar noch Fragmente des italienischen Originaltons unter der Synchro zu hören! Ich weiß aber leider nicht, ob englische Fassungen des Films besser sind, da ich noch keine andere Fassung gesehen habe. Die alte deutsche Fassung gehört bestimmt zu den am meisten geschnittenen Filmen, seit es die FSK gibt. Es fehlen fast zwanzig (20!) Minuten! Astro brachte den Film natürlich uncut auf den Markt, aber ob man den Film unbedingt haben muß sei mal dahingestellt. Zur Vorsicht lieber vorher einmal ausleihen.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 25.07.1999

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