Film Daten

Titel:
Predator
Originaltitel:
Predator
Land & Jahr:
USA 1987
Laufzeit ca.: ?
107 Min.
Regie:
John McTiernan
Darsteller:
Arnold Schwarzenegger
Carl Weathers
Elpidia Carrillo
Bill Duke
Jesse Ventura
Sonny Landham
Richard Chaves
R.G. Armstrong
Shane Black
Kevin Peter Hall
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - 20th Century Fox
Label:
20th Century Fox
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 5.1
Englisch - DD 5.1
Spanisch - DD 5.1
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch
Extras:
  • Trailer

DVD Daten

DVD Cover - 20th Century Fox
Label:
20th Century Fox
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 5.1
Englisch - DTS
Untertitel:
Dänisch, Finnisch, Hebräisch, Holländisch, Isländisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch
Extras:
  • Audiokommentar von John McTiernan
  • Textkommentar als Untertitelspur
  • "If it bleeds we can kill it!" - Making of Predator
  • Featurette "Classified Action"
  • Featurette "The Unseen Arnold"
  • Featurette "Old Painless"
  • Featurette "The Life Inside"
  • Featurette "Camouflage"
  • Featurette "Welcome to the Jungle"
  • Featurette "Character Design"
  • Predator Special-Effects
  • Deleted Scene
  • Outtakes
  • Fotogalerie
  • DVD-ROM: Demo des PC-Spiels "Alien vs. Predator"
  • Hidden Feature: "Don't drink the water"

Predator

Review

Predator - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Major Dutch Schaefer (Arnold Schwarzenegger) ist der Anführer einer Elite-Spezialeinheit, die auf Rettungsaktionen spezialisiert ist. Sie werden in den zentralamerikanischen Dschungel geschickt, in dem ein Minister abgestürzt ist und sich nun vermutlich in der Gewalt von Guerillas befindet. Den Auftrag bekommt Dutch von seinem alten Kollegen Dillon (Carl Weathers), der sich der Gruppe anschließt, auch wenn Dutch das gar nicht gefällt. Im Dschungel finden sie dann auch bald den Helikopter des Ministers, vermutlich durch eine Hitzerakte abgeschossen. Wie gefährlich die Lage zu sein scheint, finden sie heraus, als sie die Leichen von Green Berets finden, die kopfüber von Bäumen hängen und gehäutet wurden.

Predator - ScreenshotPredator - Screenshot

Das Lager der Guerillas haben sie dann auch bald gefunden und greifen mit voller Waffenkraft an. Schnell haben sie unter den Feinden aufgeräumt, allerdings kein Minister weit und breit. Dutch entdeckt schließlich, daß Dillon nur hinter irgendwelchen Papieren her war, die für ihn und den CIA enorm wichtig erscheinen. Er ist davon alles andere als begeistert, denn schließlich ist seine Truppe nur für Rettungsaktionen da, und nicht für militärische Angriffe. Er beschließt mit seinen Jungs dorthin zu gehen, wo sie nach Plan wieder aufgesammelt werden sollen.

Auf ihrem Weg zurück geraten sie allerdings an einen unbekannten Gegner, mit dem sie nicht gerechnet haben. Der Indianer Billy (Sonny Landham) vermutet irgendwas im Dschungel, kann seine Wahrnehmungen aber nicht definieren. Dann erwischt es Hawkins (Shane Black), von dem nur ein paar blutige Teile zurückbleiben. Anna (Elpidia Carrillo), eine Gefangene aus dem Lager, stammelt nur was davon, daß der Dschungel zu ihm gekommen sei und ihn umgebracht hätte. Als zweites muß Blain (Jess Ventura) dran glauben. Sein Freund Mac (Bill Duke) kann noch was schemenhaftes, ja fast unsichtbares in den Büschen erkennen und ballert voller Panik den Wald nieder. Die Gruppe schlägt ihr Lager auf und Mac bleibt auf zur Wache. Trotzdem holt sich der Gegner in der Nacht Blains Leichnam. Am nächsten Tag stellen sie dann einige Fallen auf, um den unsichtbaren Gegner zu erwischen. Aber der ist schlauer und stärker und die Gruppe wird immer kleiner...

Predator - ScreenshotPredator - Screenshot

Predator gehört zu dieser Sorte von Filmen, die normalerweise durch ihre Einfachheit und Vorhersehbarkeit kaum zur Kenntnis genommen werden, wenn da nicht doch noch was wäre, was den Film ein bißchen von ähnlich gelagerten Filmen unterscheidet. Im Grunde genommen ist der Film recht simpel. Elite-Einheit trabt in den Dschungel, mäht alles ohne nennenswerte Verluste nieder und trabt wieder raus, durch das Lügengeflecht mit dem verschollenen Minister wird noch ein wenig der moralische Zeigefinger erhoben und fertig. Tiefschürfende Charakterstudien ist ein Fremdwort. Wenn da allerdings nicht die anfängliche unbekannte Komponente der gehäuteten Leichen wäre, die seltsame Sicht durch eine Infrarotlinse und das Erscheinen des übermächtigen Predators zur Hälfte des Films, hätte man diesen Streifen wohl schnell wieder vergessen.

Zitat

You're hit, you're bleeding man.
I ain't got time to bleed...

Trotz allem bleibt er aber ein reinrassiger Actionfilm. Über die Vergangenheit der einzelnen Personen ist nichts weiter bekannt, außer das Dutch und Dillon schon früher zusammen gearbeitet haben. Hier geht es wirklich nur um den Kampf, Mensch gegen Mensch und Mensch gegen Alien. Gerade in der ersten halben Stunde ballern sich Arnie und seine Jungs durch den Dschungel, als ob sie den Auftrag haben ihn komplett abzuroden. Die einzige Person, die wirklich etwas tiefer dargestellt wird, ist Blains Kumpel Mac, der nicht nur einen Kollegen, sondern auch einen Freund verliert und danach nur noch an Rache denkt. Die sparsamen, aber effektiv eingesetzten Special-FX lassen den Predator wirklich wie ein übermächtiges Wesen erscheinen, dem nichts entgegenzusetzen ist. Dabei wurde der Schauspieler Kevin Peter Hall in ein rotes Kostüm gesteckt, mit dem er die Rolle des Predators im unsichtbaren Zustand spielte. Hinterher wurden dann auf die roten Flächen die dazu passenden Ausschnitte des Hintergrundes projeziert, so daß man wohl ahnen kann, daß sich dort etwas bewegt, genau erkennen kann man es dennoch kaum. Eindeutiges Highlight ist aber meiner Meinung nach das fast halbstündige Finale, das atmosphärisch sehr gut eingefangen wurde, da es in einem nebelverhangenen Flußtal spielt.

Predator - ScreenshotPredator - Screenshot

Alles in allem ist Predator anspruchsloses und teilweise auch recht brutales Actionkino, das aber gut zu unterhalten weiß. Der Predator ist wahrlich ein beeindruckender Gegner, von dem eine enorme Faszination ausgeht. Auch wenn er eigentlich der Hauptdarsteller des Filmes ist, kommen hier leider die Motive und Eigenarten des außerirdischen Kopfjägers nicht so zur Geltung. Zum Beispiel wird gar nicht erklärt, warum er seinen Opfern die Wirbelsäule und den Schädel entnimmt. Das wird erst im 4 Jahre später entstandenen Predator 2 klarer oder in den Comics aus dem Hause Dark Horse, die nach dem Erfolg des Films auf den Markt kamen. Die Comics sind dabei gar nicht mal so schlecht. Die ersten waren sogar richtig gut, dann gab es einige durchweg gute Alien vs. Predator Crossover, während danach dann die Storys ein wenig langweilig wurden. Recht witzig sind auch die anderen Crossover-Bände, z.B. Batman vs. Predator. Wer möchte, kann sich ja mal die Cover anschauen:

Für Regisseur John McTiernan brachte Predator aber den Durchbruch als Action-Regisseur. Ein Jahr später drehte er mit Bruce Willis den ersten Teil der erfolgreichen Die Hard / Stirb langsam Trilogie. Es folgten noch Erfolge wie Hunt for Red October / Jagd auf Roter Oktober, Last Action Hero und 13th Warrior / Der 13. Krieger. Schwarzenegger manifestierte seinen Status als Hau-Drauf-Actionheld, den er mit Terminator und Conan der Barbar aufgebaut hat. Kevin Peter Hall stand im zweiten Teil ebenfalls als der Predator vor der Kamera und spielte sonst unter anderem in der SF-Serie Misfits of Science / Die Spezialisten unterwegs mit. Außerdem war er auch der liebestolle Bigfoot aus Bigfoot und die Hendersons. An der Seite von Sylvester Stallone sah man Carl Weathers in den ersten 4 Rocky-Filmen, bevor er dann langsam aber sicher mit Filmen wie Action Jackson zu einem B-Movie-Actionstar wurde.

Predator - ScreenshotPredator - Screenshot

In Deutschland gab es den Film trotz einer "ab 18" Freigabe nur gekürzt zu sehen. Um so überraschender die Tatsache, daß der Film auf DVD in seiner ungekürzten Form auf den Markt kam und das sogar noch in einer recht guten Qualität. Zwar gibt es außer dem Trailer nichts an Extras zu bewundern, dafür ist das Bild recht gut, auch wenn sich hier und da ein leichtes Rauschen bemerkbar macht. Aber es handelt sich ja auch schließlich nicht um einen aktuellen Blockbuster. Der Ton ist ebenfalls gut abgemischt, allerdings kann ich jetzt keine Vergleiche zwischen deutscher und englischer Tonspur ziehen, da ich mir den Film nur auf Englisch angeschaut habe. Selbst die amerikanische DVD scheint insgesamt kaum besser zu sein, außer das sie statt zusätzlicher Sprachen noch einen DTS-Track spendiert bekommen hat.

Zitat

There is something out there, waiting for us - and it ain't no man!

Update (27.06.2002):

Mittlerweile ist endlich weltweit eine Special Edition erschienen. Zwar ist der Bildtransfer der gleiche geblieben, hier wurden also keine Veränderungen vorgenommen, aber dafür wurde ein großer Batzen an Bonusmaterial hinzugefügt. Und zwar soviel, dass gleich ein Doppel-DVD-Set daraus gemacht wurde. Auf Disk 1 ist jetzt für den Film noch ein Audio-Kommentar von Regisseur John McTiernan dazugekommen, der einige nette Details zum Film zu erzählen weiß. Vor allem erzählt er einiges über die Probleme, die damals auftraten, da es sich um seine erste richtig große Regiearbeit handelte und er noch nicht so viele Erfahrungen gemacht hatte. Seine Aussprache könnte allerdings etwas deutlicher sein, manchmal nuschelt er etwas. Leider war Arnold Schwarzenegger an der Produktion des Bonusmaterials nicht beteiligt gewesen, über eine weitere Kommentarspur von ihm hätte ich mich sehr gefreut. Aber weiter zu Disk 2:

Hier ist als erstes die 28-minütige Making-Of Dokumentation "If it bleeds we can kill it" zu nennen, die sich als Mixtur aus aktuellen Interviews und Behind-the-Scenes Material von den damaligen Dreharbeiten präsentiert. Vor allem Jesse Ventura kommt durch seine Art zu erzählen wie der große toughe Guy rüber, allerdings mit einem gewissen Augenzwinkern versehen. Kaum zu glauben, dass der es mittlerweile schon zum Governeur irgendeines US-Bundesstaates gebracht hat. Die dickste Anekdote wird allerdings über Sonny Landham erzählt, der den indianische Scout des Teams spielt. Als er für den Film gecastet wurde, verlangte die Versicherung, dass extra für ihn ein Bodyguard angeheuert wird. Aber nicht um ihn vor anderen zu schützen, sondern das Team vor Sonny zu schützen! Interessant sind auch die Aufnahmen vom allerersten Predator-Kostüm, dass wirklich schrecklich aussieht und mehr an die naiven SF-Movies aus den 50er Jahren erinnert.

Predator - ScreenshotPredator - Screenshot

Als weiteres Bonusmaterial finden sich unter dem Punkt "Inside the Predator" 7 kurze Featurettes, die alle verschiedene Aspekte der Dreharbeiten abdecken, sogar eine extra für "Old Painless", die Gattling Gun, womit Jesse Ventura die Landschaft plattballert. Dann gibt es noch eine kurze Doku über die eingesetzten Special Effects und eine über die verschiedenen Waffen des Predators und ihre Funktionsweise. Schlußendlich gibt es dann noch eine Fotogallerie. Wer Lust hat, kann sich auch auf die suche nach insgesamt 4 Hidden Features machen, die auf den Disks zu finden sind. Eine befindet sich auf Disk 1, der Rest auf der 2. DVD. Diese Hidden Features sind auch nur kurze Dokus, die allerdings die amüsante Seite der Dreharbeiten hervorheben. So erzählt Stan Wintson (Special Effects) z. B. davon, dass er eines Tages Frösche in seiner Dusche gefunden hatte. Da er dachte, dass Arnie ihm diesen Scherz gespielt hatte, wies er sein Team an, alle Frösche in dessen Bett zu verstecken. Das gelang ihnen auch, Arnie hat aber nie darüber ein Wort verloren. Erst 10 Jahre später stellte sich heraus, dass es gar nicht Arnold gewesen ist, der ihm die Frösche in die Dusche gepackt hatte, sondern sein eigenes Team! Und ausgerechnet die hat er auch noch angewiesen die Frösche zu Arnie zu bringen und niemand hat ein Wort dazu gesagt. Dreharbeiten können manchmal schon ganz schön seltsam sein...

In Deutschland ist die Special Edition wieder mal nur in einer handelsüblichen Amaray-Hülle gepackt worden. Wer auf den deutschen Ton verzichten kann, für den ist vielleicht der fette und richtig schick aussehende Digipack aus England interessant. Ausstattungstechnisch sind beide identisch, da gibt es keine Unterschiede.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 07.10.2001
Letzte Textänderung: 27.06.2002

Leser-Kommentare

23.05.2008, 23:30:12 Syncro

hab ich es überlesen, oder wird alan silvestris überirrdischer soundtrack gar nicht erwähnt? der film lebt ja praktisch von der musik!

13.12.2005, 18:48:26 The-Spiral ( Email schreiben )

Yeah,Predator 3 wäre der Hammer aber ich glaub so schnell wirds den nicht geben...aber wer weiß.
Ich kenne keine andere Geschichte die mich immer und immer wieder fasziniert,und,stimmt,auch der erste Teil wirkt immer noch authentisch und echt trotz des alters.Ist heute so genial wie damals!
Also hoffen wir mal das es doch mal weitergeht!!!

02.01.2005, 04:17:12 Capoccia ( Email schreiben )

Ich finde die beiden Teile von Predator einfach Klasse wobei ich sagen muß das der zweite Teil bischen weniger gut geworden ist weil vielleicht ein Schwarzenegger besser rein gepasst hätte als Danny Glover. Auch Alien vs Predator ist für mich sehr gelungen gewesen und warte nur noch endlich auf Predator 3 !!!! Ich denke da ist noch viel Stoff für ne Fortsetzung da ;)

11.08.2004, 18:20:13 Holger ( Email schreiben )

Predator 1 & 2 sind schon der Hit. Ich hoffe das Alien vs. Predator der vorraussichlich im November anläuft, ebenso gut wird. Wo bekommt man solche Kostüme? Alien / Predator?

01.07.2004, 15:18:30 Django

Echt klasse Film, vor Allem die Wandlung vom reinrassigen Actionfilm zur Sci-Fi ist recht gut gemacht!
@Insane: schau mal auf der Kabel1 Homepage...

21.06.2004, 17:47:27 Sven Krahl ( Email schreiben )

also der Film is riesengeil die specialefekte sind der Hammer im ersten sowie im 2 Teil. aber könnte mir mal jemand sagen wo ich das kostüm herbekomme ?? will das unbedingt haben das is der Hammer überhaupt. sowas gibts kein zweites mal

21.06.2004, 15:02:00 Degget ( Email schreiben )

Der Film ist gut, alleine schon wegen Schwarzenegger,
er ist soetwas wie ein Güte und Qualitätssiegel für Actionfilme !!!

21.06.2004, 00:09:47 Insane ( Email schreiben )

Weiß jemand wo man die deutschen synchronsprecher rausfinden kann? besonders den von jesse ventura???

15.02.2004, 02:57:59 Hicki

Die Spezial Effekte wirken auch heute noch absolut perfekt, der Film ist atmosphärisch dicht, die Actionszenen sind sehr blutig (zumindest in der Special Edition) und der Predator an sich ist einfach nur Kult - obwohl man den nicht gerade häufig zu Gesicht bekommt (vielleicht ja gerade deshalb;).

04.02.2004, 06:18:26 Itchy ( Email schreiben )

Schwarzenegger at it´s best! Als Fan erster Stunde kann ich diesen Film nur loben, er ist einfach gut. Beklemmend, klaustrophobisch, gespickt mit einer Portion (oder auch zwei) Testosteron und viel äktschn... Man fiebert geradezu mit den Protagonisten mit, ihren Verfolger endlich zu stellen und ihm zu zeigen, wer hier Herr im Dschungel ist und ihm seinen Arsch voll Blei zu Pumpen. Neben T2 und Total Recall der Beste Schwareznegger-Film, wie ich finde...

© 1998 - 2017: Sense of View / Carsten Henkelmann