Film Daten

Titel:
The Replacement Killers
Originaltitel:
The Replacement Killers
Land & Jahr:
USA 1998
Laufzeit ca.: ?
88 Min.
Regie:
Antoine Fuqua
Darsteller:
Yun-Fat Chow
Mira Sorvino
Michael Rooker
Kenneth Tsang
Jürgen Prochnow
Til Schweiger
Danny Trejo
Clifton Collins Jr.
Carlos Gómez
Frank Medrano
Leo Lee
Patrick Kilpatrick
Randall Duk Kim
Andrew J. Marton
Sydney Coberly
Alternativtitel:
• Die Ersatzkiller
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Columbia-Tristar
Label:
Columbia-Tristar
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / k.A.
1.33:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Englisch - DD 5.1
Französisch - DD 2.0
Spanisch - DD 2.0
Untertitel:
Englisch, Französisch, Spanisch
Extras:
  • kurze Featurette

The Replacement Killers

Review

The Replacement Killers

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Der Profi-Killer John Lee bekommt von dem chinesischen Triadenboß Terence Wei den Auftrag, einen Anschlag auf den Polizisten Stan Zedkov zu töten. Als Lee ihn aber beim spielen mit seinem Kind im Fadenkreuz hat, plagt ihn sein Gewissen und er drückt nicht ab. Dadurch macht er sich selber zur Zielscheibe von Wei, der seine Gegner nie direkt angreift, sondern stets dessen unschuldige Familienmitglieder töten läßt. John muß auf den schnellsten Wege nach China, um dort seine Familie in Sicherheit zu bringen. Dafür braucht er einen Ausweis, den er sich von der professionellen Fälscherin Meg Coburn holen will. Gerade als er dort ist, stürmen schon die ersten Killer hinter ihm her und er muß sich zusammen mit Meg den Weg freischießen. Die gerät ihrerseits nun auch ins Visier der Killer, da die eine Verbindung zwischen den beiden vermuten. Wei läßt zwei gefährliche Ersatzkiller einfliegen...

Replacement Killers war für zwei Schauspieler das US-Debüt. Zum einen Hauptdarsteller Chow Yun-Fat, der in Hongkong bereits Superstar-Status hat, und Deutschlands männliche Dumpfbacke Til Schweiger. Und das macht den Film auch sehr sympathisch: Schweiger taucht irgendwann als einer der Ersatzkiller auf, sagt während des Films kein einziges Wort und hat im zweiten Schußwechsel schon ein Loch im Kopf. Klasse!
Der Film an sich bietet die gewohnte banale Hollywoodaction. Die Story kennt man eh schon aus anderen Filmen und die Actionsequenzen sind solide inszeniert. Chow Yun-Fat kann noch ein bißchen seinen eigenen Stil reinbringen (und rutscht mal wieder auf dem Rücken, während beidhändig kräftig geballert wird), wobei die anderen Charaktere die üblichen platten Personen sind. Wahrlich kein origineller Film, aber für eine kurze Berieselung am Abend (gerade) noch gut geeignet.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 26.01.2000

Leser-Kommentare

23.05.2007, 16:40:10 Dietmar Kesten

THE REPLACEMENT KILLERS - DIE ERSATZKILLER

FRUSTRIEREND AUF ALLEN EBENEN

von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 23. MAI

2007.

Solche Filme sind wie Verbrennungsmotoren mit Fehlzündungen. Bei der Fülle der dargebotenen Action sind in der Zwischenzeit alle Handlungsmuster gleich, und die Abläufe signalisieren eher darauf, Menschen ins Kino zu locken, die Lust auf Zerstörung und bombastische Effekte haben. Die Toten, die bei den handelsüblichen Amokabläufen auf der Strecke bleiben (müssen), können nicht mehr gezählt werden. Unter dem Deckmantel der „Unterhaltung“ subsumiert sich das ganze Entsetzen, das die desolate und deformierte kalte bürgerliche Kino-Geschäftswelt hervorbringt.

Hier werden nicht Gefühle befreit, sondern Leiden entfesselt, hier gibt es keine Sehnsucht nach Bedürfnissen, sondern nur die irrsten Varianten einer Fehlemotionalisierung. Diesem Kino gelingt es schlicht und einfach nicht, eine Perspektive zu entwickeln. Mehr als 100 Jahre Film lassen in der Zwischenzeit ein Gegenland zu diesem Mythos vermissen, es fehlt an der eigentlichen Verwandlung, einem Zauber, der weit über den normalen Kino-Populismus hinauszugehen hätte.

Unterdessen geht das Spiel mit dem Feuer weiter. Die „Ersatzkiller“ treffen sich, um ein in Diensten der chinesischen Mafia stehenden Killer auszuschalten, der sich weigert einen Cop zu töten. Der Rest sollte eigentlich auch ohne dezidierte Filmkenntnisse bekannt sein. Jäger werden zu Gejagten. Und umgekehrt. Ein dumpfer Dialog wird von einem anderen abgelöst. Ein schneller Cut durch den nächsten ersetzt, ein bekanntes Filmgesicht durch ein unbekanntes usw.

Ob das heute wirklich noch von Interesse sein kann? Doch wer der Regression und Aggression im Kino verpflichtet ist, der wird weiter auf das Getöse setzen. Und mit jeder Salve, die aus Handfeuerwaffen abgefeuert wird, müsste sich Antoine Fuqua (Regie) eigentlich fragen, warum im überlauten Kugelhagel die „Ersatzkiller“ einen Scherbenhaufen nach dem anderen hinterlassen, der doch in diesem ambitionslosen Kino nun gar nicht mehr erstaunen kann. Und definitiv der Vergangenheit angehört.

01.10.2005, 15:22:34 Sunny ( Email schreiben Homepage )

Dieser Film ist für mich die perfekte Symbiose aus Hollywood meets Asia. Geniale Nonstop-JohnWoo-Action im Hollywood-Hochglanzlook (genau wie Corruptor). Für mich stimmt hier einfach alles und sogar Jürgen Prochnow gefällt mir hier als Bösewicht richtig gut. Sicher ist der Film kein anspruchsvolles Kinoerlebnis, aber das was der Film will, schafft er zu 100% - nämlich kurzweilige Action-Unterhaltung der Superlative bieten.

21.07.2004, 11:31:10 Kusanagi

Mehr als enttäuschendes Hollywooddebut von CHOW
YUN-FAT, was vor allem an der uninspirierten Regie liegt. Der Film ist leidlich spannend und die Action Fließbandware - hat man alles schon viel besser gesehen. Schade!

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