Film Daten

Titel:
The Sixth Sense
Originaltitel:
The Sixth Sense
Land & Jahr:
USA 1999
Laufzeit ca.: ?
106 Min.
Regie:
M. Night Shyamalan
Darsteller:
Bruce Willis
Haley Joel Osment
Toni Collette
Olivia Williams
Mischa Barton
Donnie Wahlberg
Peter Anthony Tambakis
Jeffrey Zubernis
Bruce Norris
Glenn Fitzgerald
Greg Wood
Trevor Morgan
Angelica Torn
Lisa Summerour
Firdous Bamji
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Buena Vista
Label:
Buena Vista
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 5.1
Französisch - DD 5.1
Untertitel:
-
Extras:
  • Vergleich Storyboard -> fertiger Film
  • Cast & Crew Information
  • Music and Sound Design
  • "Reaching the Audience"
  • Deleted Scenes
  • Interview mit Night Shyamalan
  • Trailer

The Sixth Sense

Review

The Sixth Sense

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Nachdem sich in seiner eigenen Wohnung ein Patient vor seinen Augen das Leben genommen hat, kümmert sich der Kinderpsychologe Malcom Crowe um den achtjährigen Cole Sear. Der leidet sehr darunter, daß sein Vater eines Tages abgehauen ist und ihn und seine Mutter allein gelassen hat. Malcolm gelingt es nur sehr langsam das Vertrauen Coles zu erlangen, aber an sein wirkliches Geheimnis, das Cole absolut nicht von sich preisgeben will, kommt er nicht ran. Seine Mutter hat es auch immer schwerer mit ihm. Auf einem Kindergeburtstag ärgern ihn zwei Mitschüler, indem sie ihn in eine kleine Kammer sperren, in der er einen klaustrophobischen Anfall erleidet. Im Krankenhaus sind die Ärzte schon kurz davor, Cole Mutter das Sorgerecht zu entziehen, da sie am Körper des Jungen Blessuren und Kratzspuren entdecken. Malcolm seinerseits hat Probleme in seiner Ehe, da er durch seine Arbeit seine Frau sehr vernachlässigt hat und sie eine Romanze mit einem Angestellten ihres Juweliergeschäfts beginnt. Als er deswegen schon fast Coles Fall abgeben will, ist dieser endlich bereit sein Geheimnis, das für ihn auch gleichzeitig ein Fluch ist, zu offenbaren...

Selten ist mir vor The Sixth Sense ein Film untergekommen, der so geschickt den Zuschauer an der Nase herumführt. Eigentlich wollte ich mir den Film auch gar nicht im Kino anschauen, weil mir der Hype darum, wie schon so häufig, wie viel Wirbel um nichts erschien. Aber schließlich war ich doch drin und wurde angenehm überrascht. Das dumme ist nur, ich darf nicht zuviel erzählen, da ich jemandem, der den Film noch nicht gesehen hat, sonst einiges im Voraus verraten könnte. Beim zweiten Anschauen auf DVD fallen einem dann noch viele Einzelheiten auf, die man vorher noch nicht so wahrgenommen hat. Extra dafür ist auch eine kleine Dokumentation auf der DVD, wo auf solche Einzelheiten nochmal extra eingegangen wird. Außerdem gibt es auch noch ein paar Deleted Scenes, die herausgenommen wurden, weil sie dem Zuschauer zu früh zuviel verraten hätten. Die deutsche DVD besitzt die gleichen Extras, für die sogar eine zweite DVD genutzt wird, weil noch ein paar überflüssigere Extras dazugepackt wurden. Einen Bericht des Fernsehsenders VIVA mit einer nervigen Moderatorin muß ja nun wirklich nicht auf eine DVD drauf...

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 21.04.2000

Leser-Kommentare

07.04.2007, 12:30:48 Dietmar Kesten

THE SIXTH SENSE

STAUBIGE BOTSCHAFTEN

von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 7.

APRIL 2007.

Der Wandersmann durch Raum und Zeit muss im grauen Alltag alle gehen lassen. Wie schön! Wenn er die Richtung nicht kennt und ohne Ziel umherirrt, stößt er bald an seine Grenzen. „The Sixth Sense“ von M. Night Shyamalan war 1999 der große überirdische Filmhit, eine Art „Geisterbeschreibung“, die seinerzeit das Publikum in seinen Bann zog.
„The Sixth Sense“ war nicht ein üblicher Schocker, sondern er arbeitete geschickt mit psychologischen Mitteln, wohlwissend, dass er so bestens das Publikum auf seine Seite ziehen kann. Was waren die Botschaften des Films, warum hatte er einen riesigen Zulauf (in den USA spielte der Film weit mehr als 370 Millionen $ ein, in Deutschland hatte der Film ca. 4 Millionen Besucher), und warum wurde er selbst in den großen Feuilletons gefeiert?

Der Kinderpsychologe Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) feiert mit seiner Frau Anna (Olivia Williams) eine Auszeichnung. Spät abends entdeckt Crowe eine eingeschlagene Fensterscheibe. Ein ehemaliger Patient, Vincent Gray (Donnie Wahlberg), steht vor ihm und macht dem Doktor heftige Vorwürfe: Er würde immer noch leiden, Crowe habe versagt und sei für seinen Zustand verantwortlich. Gray zieht eine Waffe, schießt auf Crowe und begeht dann Selbstmord.
Crowe, der den Anschlag überlebt, wird kurze Zeit später der Fall des neunjährigen Cole Sear (Haley Joel Osment) angetragen. Der Junge, der unter der Trennung der Eltern sehr leidet, ist traumatisiert. Gewinnt jedoch schnell die Aufmerksamkeit von Crowe, der auch eine Ähnlichkeit mit dem Fall Grays vermutet. Cole, so soll Crowe später feststellen, benimmt sich merkwürdig und wird von Ängsten getrieben. Schließlich offenbart er ihm, dass er mehr „sehen“ kann als andere, nämlich Tote. Und das ständig. Selbst sein Schulgebäude sei früher eine Hinrichtungsstätte gewesen. Nach einigen weiteren verwirrenden Szenen, geht es auch bald dem Ende entgegen. Für ihn und den Zuschauern kommt es zu einer schwerwiegenden Erkenntnis: Er wurde seinerzeit von Gray nicht angeschossen, sondern erschossen. Er ist also tot und Cole Sear kann ihn sehen.

Der Plot des Films, und das soll die Überraschung sein, ist eine andere Dimension, oder wird dorthin verrückt. Die Ghost-Jenseits Idee wird nun zur alles überragenden Geschichte. Der Film bedient sich einer Reihe von beliebigen Thematiken, die ihren Nährboden in Spiritualität, Parapsychologie und Übersinnlichkeit haben. „The Sixth Sense“ ist nicht einfach nur ein Film über paranoide Wahrnehmungen oder außersinnliche Erfahrungsbereiche, die mit dem Verstand und der Vernunft nicht zu erfassen sind, sondern schon fast ein Plädoyer für eine subjektivistisch-irrationale Denkströmung, die sich an Geisteshaltungen, die (tief) im gesellschaftlichen Leben verankert zu sein scheinen, anlehnt.
Shyamalan belebt damit einen gewissen Trend der neuzeitlichen Krisenphilosophie wieder, die heute fast wie selbstverständlich das Kino durchzieht.

Womöglich will er dem Kinogänger sogar plausibel machen, dass der (naturwissenschaftlichen) Erkenntnis Grenzen gesetzt sind, und dass die Frage nach dem Sinn des Lebens nur durch eine Synthese mit der Religion erklärbar ist.
In der Konsequenz führen seine verbratenen Theorien geradewegs in den Relativismus, in den Agnostizismus (der eigentliche Gegenstand der Erkenntnis ist unerkennbar) und zu weltanschaulichen Kompromissen mit der Religion. Dass sie dabei eine Aufwertung erfährt, ist für ihn scheinbar ganz normal. Shyamalan befindet sich auf dem Trip des Spiritualismus und der Geistererscheinungen mit Schaueffekten, die er in ein irrationales Licht hüllt.


I

21.08.2005, 19:54:54 Lea

Toller Film. Ich hätte das Ende nie errraten. Und deshalb musste ich es auch gleich nochmal gucken, nur um sicher zu gehen. Ich fand den Film einfach nur geil, würde ihn mir jederzeit wieder anschauen.

31.05.2005, 20:10:53 OnkelRoman ( Email schreiben )

Wenn es ein Film schafft, zugleich anrührend und spannend zu sein und ausserdem den Zuschauer fast bis zur letzten Minute an der Nase herum zu führen, kann man wohl nur sagen: rund herum gelungen... Ein bisschen schade, dass der Regiesseur nie wieder an die Klasse von "Sixth Sense" hat anknüpfen können...

09.09.2004, 18:17:31 Doreen ( Email schreiben )

Hallo,

ich finde den Film auch sehr gut gemacht, allerdings habe ich noch eine Frage offen, die ich mir selbst nicht beantworten kann: Als die Mutter von Cole am Schreibtisch, gegenüber dem Therapeuten sitzt und Cole hineinkommt, frage ich mich, wie es geht, dass die Mutter von Cole den Therapeuten sehen kann, wo er [***]. Sie sagt ihm dann noch, dass er eine Stunde hat. Kann mir jemand diese Frage beantworten, dann schickt bitte eine E-mail an mich.

Den ursprünglichen Text bei den Sternchen musste ich leider entfernen, da das Ende des Films verraten wurde. Sorry.

19.05.2004, 16:56:01 manuel ( Email schreiben )

ein total geiler film... die sicht auf die geschichte aendert sich radikal wenn man den schluss kennt. der unterschied zu anderen filmen die am ende noch eine wendung haben ist, dass sie hier total aufgeht. ich habe den film drei mal im kino gesehen. erstens hat der film keinen enzigen fehler in seiner story der mir aufgefallen ist und zweitens hat der film auch beim dritten mal noch immer eine sphaere bei der man eigentlich am liebsten das kino verlassen wuerde...
und da gibt es ja auch noch haley joel osment... einfach krass wie der kleine schauspielern kann. da kann macaulay culkin gleich einpacken

© 1998 - 2017: Sense of View / Carsten Henkelmann