Film Daten

Titel:
Strangeland
Originaltitel:
Strangeland
Land & Jahr:
USA 1998
Laufzeit ca.: ?
85 Min.
Regie:
John Peiplow
Darsteller:
Kevin Gage
Elizabeth Pena
Brett Harrelson
Robert Englund
Linda Cardellini
Tucker Smallwood
Ivonne Coll
Amy Smart
Dee Snider
Amal Rhoe
Robert LaSardo
Andrew Cooper
Archie Smith
Lois Hicks
Carey Westbrook
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Artisan
Label:
Artisan
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Untertitel:
-
Extras:
  • Audiokommentar von Dee Snider
  • Production Notes
  • Trailer
  • Musikvideo

Strangeland

Review

Strangeland

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Dee Snider (Sänger der Kultband Twisted Sister) spielt den Psychopathen Carleton Hendricks der durch Piercings und andere "Körpererfahrungen" die Welt des Schmerzes zu erforschen und "auf die andere Seite hinüberzutreten" versucht. Nebenbei sucht er sich in Internet-Chats mit dem Pseudonym Capt. Howdy (gleichzeit der Titel eines alten Twisted Sister Hits) junge Teenager, die alle ein bestimmtes Profil erfüllen, wie z.B. Alter, Hobbies, etc. Er lädt sie zu sich nach Hause ein, da ja dort gerade eine große Party steigen soll. Aber alle Kiddies die in seine Klauen geraten bekommen die volle Erfahrung in Sachen Schmerz zu spüren. Ein Detektiv kommt ihm schließlich auf die Schliche, überführt ihn und Hendricks kommt in eine psychatrische Anstalt. 4 Jahre später wird er als geheilt entlassen, kann aber trotzdem kein normales Leben führen. Langsam kehrt Capt. Howdy wieder zurück...

Schweigen der Lämmer trifft auf Hellraiser. Das war mein erster Gedanke nach diesem Film. Es ist kein Horrorfilm im Sinne von übernatürlichen Mächten und Dämonen, sondern eher der Horror vor dem sich jedes Elternpaar fürchtet: das eigene Kind in der Gewalt anderer. Dee Snider hatte die Idee zu dem Film schon seit Jahren, es dauerte allerdings sehr lange bis er die Gelegenheit bekam diese Geschichte zu realisieren. Aber die lange Wartezeit hat sich gelohnt. Der ganze Film hat eine sehr düstere Atmosphäre und ist optisch auch sehr gut gemacht worden. Für einen amerikanischen Film ist Strangeland auch verdammt mutig. Bei den ganzen Szenen, wo nackte Menschen in seltsamen Folterapparaturen stecken und als die Tochter bei der Webcam-Konferenz eine Nadel durch den Busen gejagt bekommt, kann ich mir gut vorstellen, das der Film in Amerika nicht überall lief und wahrscheinlich auch heftige Reaktionen hervorrief. Bleibt abzuwarten, ob der in Deutschland im Kino läuft und wenn ja mit welchen Schnitten. Mir hat er jedenfalls sehr gut gefallen. Er ist von der Machart etwas untypischer als vergleichbare Filme, aber zuzuschauen, wie Scream-Blagen mal so richtig behandelt werden macht doch eine Menge Spaß ;-) Ein guter Insider-Witz ist außerdem Robert "Freddy Krueger" Englund als Jackson Roth mal auf der Seite der Opfer und nicht der Täter zu sehen. Als Negativpunkt ist allerdings anzumerken, das die Charakterzeichnung sehr vernachlässigt wurde, z. B. hätte man aus der Person des Detektivs Mike Cage mehr machen können.

Der Soundtrack zu dem Film liest sich wie ein Who-is-Who des modernen Metals, wie z.B. Soulfly, Megadeth, Anthrax usw. Spötter werden natürlich sagen "typisch: Metalmusik und brutaler Film", aber da hört man ja schon lange nicht mehr drauf.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 02.05.1999

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