Film Daten

Titel:
Evil Dead
Originaltitel:
Evil Dead
Land & Jahr:
USA 1982
Laufzeit ca.: ?
85 Min.
Regie:
Sam Raimi
Darsteller:
Bruce Campbell
Ellen Sandweiss
Hal Delrich
Betsy Baker
Theresa Tilly
Philip A. Gillis
Dorothy Tapert
Cheryl Guttridge
Barbara Carey
David Horton
Wendall Thomas
Don Long
Stu Smith
Kurt Rauf
Ted Raimi
Alternativtitel:
• Tanz der Teufel
• The Book of the Dead
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Anchor Bay Entertainment
Label:
Anchor Bay Entertainment
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Englisch - DD 5.1-EX
Englisch - DTS
Französisch - Dolby Surround
Französisch - DD 5.1
Untertitel:
-
Extras:
  • Audiokommentar von Sam Raimi und Robert Tapert
  • Audiokommentar von Bruce Campbell
  • Dokumentation: Fanalysis (26 min.)
  • Dokumentation: Discovering Evil Dead (13 min.)
  • Behind-the-Scenes & Outtakes (18 min.)
  • Poster und Foto Galerie
  • Biographien
  • TV-Spots
  • Trailer
  • Hidden Feature: Aufnahmen einer Interviewrunde nach einer Kinovorführung im Jahre 2001 (8 min.)
  • Hidden Feature: Alte Special Effects Tests (1 min.)

Evil Dead

Review

Evil Dead - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Ashley (Bruce Campbell) und seine Freunde Scott (Hal Delrich), Linda (Betsy Baker), Cheryl (Ellen Sandweiss) und Shelly (Sarah York) sind für einen kleinen Urlaub auf den Weg zu einer Waldhütte. Schon die Hinfahrt ist mit Nervenkitzel verbunden, als plötzlich das Lenkrad blockiert und später fast eine klapprige Brücke unter ihnen einbricht. Aber schließlich gelangen sie zu der einsamen Hütte im Wald, die einen recht heruntergekommen Eindruck macht. Trotzdem versuchen sie es sich so gemütlich wie möglich zu machen. Aber schon bald bemerkt Cheryl, dass etwas unheimliches um das Haus schwebt. Wie durch Geisterhand malt sie unter völligem Kontrollverlust ihrer Hand eine seltsame Zeichnung einer Fratze. Ash und Scott finden im Keller des Hauses alte Gegenstände, die von einem früheren Bewohner stammen müssen. Darunter auch ein Tonband, ein antiker Dolch, dessen Griff ein Totenschädel ziert, und ein seltsames Buch, dessen Vorderseite aussieht wie eine Dämonenfratze und mit höchst seltsamen Zeichnungen versehen ist.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Ash spielt das Band ab. Sie hören die Aufzeichnungen eines Professors, der wohl irgendwann mal in der Hütte mit seiner Frau gelebt hat. Der erzählt dort von dem Buch, in dem es um die Beschwörung von Dämonen geht. Cheryl will das alles nicht hören, aber die anderen sind neugierig. Dabei bekommen sie auch einen lateinischen Spruch zu hören, durch den, unbemerkt von den fünf, sich etwas draußen im Wald zu regen beginnt. Wieder ist es Cheryl, die etwas außerhalb des Hauses bemerkt und sich hinauswagt. Schon recht bald bekommt sie die erweckten bösen Kräfte zu spüren. Der Wald scheint plötzlich lebendig geworden zu sein und sie wird von den Ästen der Bäume gefesselt und durch eine unbekannte Kraft auch noch vergewaltigt.

Sie kann sich schließlich befreien und rennt zurück zur Hütte. In ihrer Panik will sie nur noch weg, während ihr die anderen nicht ganz glauben können, was sie ihnen erzählt. Ash erklärt sich bereit sie wegzubringen. Die beiden kommen aber nicht weit, da die Brücke plötzlich so gut wie nicht mehr existiert, sondern nur noch verbogene Stahlträger von ihr übrig sind. Zurück in der Hütte geht der Alptraum dann weiter. Ash beschäftigt sich weiter mit dem Tonband und bekommt zu hören, dass sich die Frau des Professors in einen Dämon verwandelt hat und ihren Mann töten wollte, der keine andere Lösung gefunden hat, als sie durch Zerstückelung umzubringen. Cheryl verwandelt sich schließlich auch in einen Dämon und geht auf ihre Freunde los. Sie verletzt Linda und kann nur mit Mühe von Scott und Ash im Keller eingesperrt werden. Als nächstes erwischt es Shelly und schließlich auch Linda und Scott. Ash bleibt gar nichts anderes übrig als gegen seine eigenen, von dämonischen Kräften besessenen Freunde zu kämpfen und sie zu töten...

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Evil Dead nimmt bei mir einen ganz besonderen Stellenwert ein, denn es war der erste "richtige" Splatterfilm den ich je gesehen habe. Das ich damals noch keine 18 Jahre alt war, lasse ich jetzt mal unkommentiert... Dadurch, dass er im Grunde genommen recht einfach gestrickt ist und schnell zur Sache kommt, fühlt man sich zu keiner Sekunde gelangweilt, im Gegenteil. Nach einem noch halbwegs ruhigen Anfang, der die unheimlichen Geschehnisse aber schon vorausahnen läßt, geht es Schlag auf Schlag. Sobald Cheryl von den bösen Dämonen besessen wurde, reiht sich eine Horrorsequenz an die andere. Zwischendurch wird mal ab und zu ein wenig das Tempo heruntergenommen um den Zuschauer wieder etwas Luft zu verschaffen, bis es dann furious und actionreich wieder weitergeht. Ash mutiert hier zu einem Held wieder Willen. Er sieht sich einer Macht gegenüber, die seine Freunde tötet und Besitz von ihnen ergreift, gibt aber nicht einfach so auf, sondern kämpft verbissen weiter. Das aber auch erst, als ihm nichts anderes mehr übrig bleibt. Zu Beginn des Terrors ist er noch recht feige und greift nicht mal ein, als sein Kumpel Scott von seiner zum Dämon mutierten Freundin angegriffen und verletzt wird. Scott scheint auch erst als der Held des Films zu wirken, da er etwas selbstbewußter und durchsetzungsfähiger rüberkommt, während Ash schon Probleme hat sich unter einem umgestürtzten Bücherregal zu befreien.

Unterstützt wird das Spektakel noch von den ausgefallenen Kameraeinstellungen und -fahrten, die teilweise wirklich originell sind und die Kamera zu einem Bestandteil des Geschehens machen. Zum Beispiel die Kamerafahrten durch den Wald, die die Perspektive des "Bösen" darstellen, hatte man bis zu diesem Film kaum gesehen und verschaffen dem Film ein gutes Maß an Tempo und Atmosphäre. Daneben sorgen auch die gut umgesetzten Special Effects für eine ordentliche Horrorstimmung, wie sie Filme aus der heutigen Zeit einfach nicht mehr erreichen. Hier werde keine Splattereffekte mit schlechten Computertricks verfälscht, sondern zeichnen sich durch die Handarbeit von Thomas Sullivan aus. Der war verantwortlich für alle Special FX, der Setdesigns und das Aussehen des antiken Dolches und des Buches. Ihm und dem Ideenreichtum von Sam Raimi und Bruce Campbell ist es zu verdanken, das Evil Dead zu den besten und wichtigsten modernen Horrorfilmen gehört.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Trotz des leicht durchschimmerndes schwarzen Humors an manchen Stellen, kann man trotzdem nicht so recht glauben, dass Sam Raimi und Bruce Campbell langjährige Fans der Three Stooges waren. Im zweiten Teil schimmert das dann schon sehr stark durch, aber hier dominiert doch größtenteils eher grimmige Ernsthaftigkeit, was den Streifen zu einem harten Horrorfilm für ein erwachsenes Publikum macht. Ein wenig Klamauk kommt dann noch bei den Soundeffekten und den teilweise recht originellen Kameraeinstellungen. Die Kamerafahrt über Ashs Kopf quer durch den Raum ist da ein gutes Beispiel. Die Kamera sitzt über den Holzbalken der Decke und folgt dem darunter herlaufenden Ash. Und jedesmal wenn ein Balken dadurch quer durchs Bild schießt gibt es ein saftiges wusch... Auch wird Ashs Gesicht teilweise so nah an die Kamera geholt, dass es schon fast was Cartoon-artiges bekommt.

The Evil Dead ist das gemeinschaftliche Werk mehrerer Schulkollegen und Freunde, die einfach mal einen richtigen Film drehen wollten: Sam Raimi, Bruce Campbell, Scott Spiegel, Robert Tapert und Josh Becker. Sam Raimi hat schon in sehr jungen Jahren angefangen die 8mm Kamera seines Vaters für seine eigenen Filmchen auszuleihen. Seine Brüder Ted und Ivan machten auch mit und mit mehreren Freunden erstellten sie unzählige, aber kaum über mehrere Minuten gehende Kurzfilme. Unabhängig davon waren Bruce Campbell und Scott Spiegel ebenfalls mit diesem Hobby beschäftigt. Bruce begann seine Schauspielkarriere 1971 mit kleinen Rollen im örtlichen Theater und übernahm später auch fast immer eine Hauptrolle in den Filmen mit Scott, die teilweise unter der Regie von Josh Becker entstanden, der bei Evil Dead quasi das Mädchen für alles, der Production Assistent war. Durch seine Arbeit am Theater konnte Bruce sich immer passende Kostüme und andere Utensilien ausleihen, an die die Jungs sonst nie herangekommen wären. Sam Raimi lernte Robert Tapert 1974 kennen, Sams Bruder Ivan war Roberts Mitbewohner an der Michigan State University. Ein Jahr später lernten die beiden schließlich Bruce und Scott kennen und drehten fortan gemeinsam Kurzfilme. Irgendwann kamen sie dann auf die Idee, dass sie auch mal ein größeres Projekt an den Start bringen könnten. Ganz im Gegensatz zu ihren vorherigen Filmen entschieden sie sich dazu, in den Bereich der Horrorfilme vorzustoßen. Bis auf ein paar Filme (z. B. The Texas Chain Saw Massacre, Night of the Living Dead oder Halloween) kannten sie kaum etwas in der Richtung. Sam Raimi schaute sich aber ganz bewußt die Machart dieser Filme an, mit welchen Mitteln die Regisseure den Terror auf die Leinwand brachten. Die Generalprobe und Appetitanreger für zukünftige Investoren war dann der Streifen Within the Woods, der schon eine ähnliche Story wie The Evil Dead hatte, aber noch mit deutlich weniger Geld und Equipment fertiggestellt wurde.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Within the Woods erzählt die Geschichte von Bruce und Ellen (Bruce Campbell und Ellen Sandweiss, die hier ihre richtigen Namen benutzen), die sich einen schönen Tag in der Natur machen wollen und sich ausgerechnet einen alten Indianerfriedhof als gemütliches Picknickplätzchen aussuchen. Bruce erzählt ihr ein paar Stories darüber, dass man sich einen Fluch einhandelt, wenn man solch einen Friedhof schändet. Ellen mag es gar nicht, einen Nachmittag über den Leichen alter Indianer zu verbringen, aber trotzdem bleiben sie dort. Bruce findet sogar in der Erde einen alten Dolch, der angeblich für die verstorbenen Indianer als Beigabe für ihr nächstes Leben dienen gedacht war. Ellen schläft irgendwann ein. Als sie erwacht, ist Bruce verschwunden. Sie findet ihn schließlich kopfüber und übel zugrichtet an einem Baum hängend. In Panik rennt sie zu ihrem Haus, wo Scott (Spiegel) und ein weiteres Mädel ebenfalls wohnen. Dabei wird sie schon von einer bösen Macht aus dem Wald verfolgt. Scott macht sich auf die Suche nach Bruce, weil er vermutet das sich alles nur um ein Hirngespinst von Ellen handelt. Kaum ist er weg, erscheint der zu einem Zombie mutierte Bruce. Er macht Jagd auf die Mädchen und nur mit viel Müh und Not kann Ellen ihn am Ende umbringen.

Dieser knapp 32-minütige Kurzfilm diente Sam Raimi vor allem als Experimentierfeld mit der Kamera. Viele Ideen aus Within the Woods finden sich, wenn auch ausgereifter, in The Evil Dead und seinem Nachfolger wieder. Hier entdeckt man als erstes die vor dem Haus hin und her schwingende Bank. Bei Ellens Flucht ist die Perspektive des Bösen wieder knapp über dem Erdboden und kann sogar eine ähnliche Dynamik wie im späteren Hauptfilm vorweisen. Ellens verzweifelter Versuch die Haustür zu öffnen spielt sich haargenau wie in Evil Dead ab, nur dass es hier ihr eigenes Schlüsselbund ist, mit dem sie die Tür nicht aufbekommt. Bruce als Dämon spricht zum ersten Mal die signifikanten Worte "Join us!" aus. Auch eine Szene im Keller und das Abbeißen der messerhaltenden Hand wurde fast 1:1 in den späteren Film übernommen. Eine Sequenz findet man aber erst im Nachfolger Evil Dead 2 wieder, als Ellen hinter einer Tür kauert und versehentlich den falschen, nämlich Scott, ein Messer in den Bauch rammt und der auch noch in der Tür liegen bleibt, als sie die verschließen will. Der größte Unterschied ist dann aber, dass hier Bruce der Böse ist und Ellen sich gegen ihn zu wehren hat, während es ja bekanntlich in The Evil Dead genau umgekehrt ist. Erst im zweiten Teil darf Bruce für ein paar Szenen den Dämon herauslassen, dann finden sich auch wieder Parallelen zum Kurzfilm. Tom Sullivan arbeitete im übrigen schon hier mit den Jungs zusammen und war für alle Special Effects verantwortlich. Robert Tapert hatte zwar nicht soviel damit zu tun, taucht aber als "Rip Tapert" in den Credits auf, ein Joke von Sam Raimi. Ich würde gerne ein paar Screenshots aus Within the Woods präsentieren, aber die einzige Version die ich kenne ist ein qualitativ recht schlechtes MPEG, das mal im Internet kursierte. Das Ausgangsmaterial war schon in einem schlechten Zustand und die MPEG-Kodierung macht das ganze auch nicht gerade besser. (Bevor ich hier von Mailanfragen bombadiert werde: irgendwo im Forum von http://www.deadites.net wurde mal ein Link zu dieser Datei gepostet. Außerdem konnte man es auch über P2P-Netzwerke wie Kazaa bekommen.) Manchmal muss man schon erraten, was da eigentlich gerade passiert, weil es viele extrem dunkle Szenen gibt. Immerhin kamen aber die Jungs damit soweit, dass Within the Woods in einem lokalen Kino ab und zu als Vorfilm für die Rocky Horror Picture Show gezeigt und vom Publikum sogar einigermaßen angenommen wurde. Das Vorhaben einen richtigen Film zu drehen wuchs und sie schafften es, genug Geld von verschiedenen Investoren zusammenzubekommen, so dass sie nach einigen Vorbereitungen im Oktober 1979 in Tennessee mit den Dreharbeiten beginnen konnten.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Anmerkung zwischendurch: Auf der Neuauflage der deutschen Dragon DVD von Scott Spiegels 1988er Werk Intruder findet man im Bonusmaterial zwei weitere Kurzfilme. Der erste, Torra Torra Torra zeigt in aller Deutlichkeit die komödiantische Seite des Teams, als sich ein Rasenmäher selbstständig macht und für einiges Chaos in der Umgebung sorgt. Zwar gibt es hier nicht soviele Ideen zu erkennen, die später in Evil Dead Verwendung fanden, aber immerhin gibt es z. B. schon mal eine Kamerafahrt aus der Sicht des Rasenmähers, also quasi das "Böse" in diesem Film. Bruce Campbell hat hier gleich mehrere Rollen inne und insgesamt ist dies Filmchen reiner Slapstick in bester Three Stooges Manier. Der zweite Kurzfilm auf der DVD läßt schon am Titel erahnen, um was es geht: Attack of the Helping Hand. Hier wird eine junge Hausfrau von einer "Helfenden Hand", eine Art Werbemaskottchen, tracktiert, die ihr eigentlich beim Kochen helfen soll. Einige Ideen, die dann später in Evil Dead 2 Verwendung fanden, wurden hier bereits umgesetzt. Das Ertränken der Hand im Spülbecken, das Überstülpen des Eimers über die Hand oder die Mittelfingergeste des liderlichen Körperteils.

Jetzt aber wieder zurück zu Evil Dead. Die Dreharbeiten dauerten viel länger als eigentlich geplant war. Da ja fast alle Beteiligten mehr oder weniger Frischlinge auf dem Gebiet waren, hielten sie sich an manchen Sachen zu lange auf und gerieten so an anderer Seite in Verzug. Sie hatten sich Tennessee als Drehort ausgesucht, weil es südlicher liegt als Michigan, der Heimatstadt von Sam, Bruce und Scott, und somit die Herbst/Winter Monate nicht ganz so kalt werden, wie in Michigan. Dummerweise gab es ausgerechnet in dem Jahr in Tennessee einen extrem kalten Winter, während der in Michigan außergewöhnlich mild ausfiel. Die Schauspieler hatten jedenfalls gut mit der Kälte zu kämpfen. Als sich dann auch noch abzeichnete, dass die Dreharbeiten viel länger dauern würden als vorgesehen, verließen nach und nach die meisten Leute den Set. Teilweise aus Frust, teilweise auch wegen anderen Verpflichtungen, so dass am Schluß nur noch 5 Leute ürbig blieben und weitere 6 Wochen in der Kälte drehten. Da ja bis auf Bruce alle Schauspieler nicht mehr zur Verfügung standen, mußten dann die anderen für die entsprechenden Rollen einspringen und mal diesen und mal jenen Charakter spielen (oder auch nur einen Körperteil davon). Dadurch kam dann auch der Ausdruck der "Fake Shemps" zustande, was wieder auf die Three Stooges zurückzuführen ist. Die Stooges drehten immer mehrere ihrer Filmchen gleichzeitig. Einer der Brüder, Shemp, verstarb während der letzten Dreharbeiten. So mußte dann immer jemand anderes Shemp spielen, aber möglichst so, dass das Gesicht nie zu sehen war. Die berühmteste Variante dieser Methode ist ja wohl der Kult-Trasher Plan 9 From Outer Space, wo ein anderer Schauspieler Bela Lugosi ersetzen mußte und immer seinen Umhang vors Gesicht hielt. So kam es dann auch, dass selbst Robert Tapert in Frauenkleidern als besessene Cheryl herhalten mußte. Ende Januar 1980 waren sie dann mit den Dreharbeiten fertig. Als sie nach Michigan zurückkehrten und mit dem Schnitt des Filmes begannen, merkten sie erst, dass noch einiges fehlte. Also kamen noch einige Wochen an Nachdrehs hinzu, die sie allerdings nicht in Tennessee drehten, sondern mal hier und mal da, je nachdem was sich besser anbot. Manche Szenen von Cheryls Vergewaltigung oder im Keller des Hauses entstanden in und um Sams Anwesen. Den endgültigen Schnitt gaben sie dann in professionelle Hände und so kam es, dass der zukünftige Regisseur Joel Coen als Assistent Film Editor in den Credits auftaucht. Er assistierte Edna Ruth Paul beim Schnitt und kam so auch in Kontakt mit Sam Raimi, der bei seinem nächsten Film Crimewave mit den Coen-Brüdern zusammenarbeiten sollte.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Die Premiere fand dann in Detroit, Michigan statt. Dort wurde der Film noch unter dem Titel Book of the Dead gezeigt. Das Publikum setzte sich aus den Investoren, Freunden und Verwandten, sowie einer Horde von ganz normalen Leuten zusammen. Die Reaktionen vielen recht gemischt aus, einige der Investoren waren sogar regelrecht geschockt, aber jeder mußte zugeben, dass der Film seine Wirkung auf das Publikum hatte. Danach begann die zeitintensive Suche nach einem Vertrieb und nur durch den schon lange im Geschäft tätigen Irvin Shapiro kam ein Deal mit New Line zustande, was dem Film dann endlich eine landesweite Aufführung bescherte. Shapiro war auch derjenige, der den Titelwechsel zu The Evil Dead vorschlug (nachdem schon teilweise sehr obskure Vorschläge wie "The Evil Dead Man and the Evil Dead Woman" oder "These Bitches are Witches" herangezogen wurden...). Trotz einiger Probleme in England und Deutschland (die langjährige Beschlagnahmung des Streifens ist ja sicherlich noch bekannt) und einem X-Rating in den USA (wonach er aber als Not Rated ins Kino gebracht wurde) hatte der Film einen einigermaßen beachtlichen Erfolg. Er spielte nicht das megagroße Geld ein, aber die Investoren bekamen ihr Geld sogar mit einem kleinen Gewinn zurück und Sam Raimi, Bruce Campbell, Scott Spiegel und Rob Tapert waren keine Unbekannten mehr in Hollywood. Wer sich noch mehr für die Hintergründe interessiert, dem sei das Buch The Evil Dead Companion von Bill Warren ans Herz gelegt, aus dem ich auch viele Informationen für diesen Text entnommen habe. Josh Becker war außerdem der einzige, der eine Art Tagebuch über die Dreharbeiten führte. Das Dokument kann man auf seiner Webseite http://www.beckerfilms.com/ unter dem Menüpunkt "Articles & Essays" finden: The Evil Dead Journal.

Über den weiteren Werdegang von Sam, Bruce, Scott und Robert werde ich mich noch in den Texten zu Evil Dead 2 und Army of Darkness auslassen. Bevor sie aber mit dem Nachfolger begannen, arbeitet sie fast alle am Crimewave Projekt mit, das leider durch falsche Studioentscheidungen ein ziemlicher Flop wurde. Die Karriere der anderen Evil Dead Schauspieler nahm einen mehr oder weniger erfolgreichen Verlauf. Betsy Baker tauchte nur noch für zwei Rollen in TV-Produktionen auf. Ellen Sandweiss gab nach Evil Dead die Schauspielerei auf. Allerdings nicht, weil sie die Schnauze voll davon hatte und sich etliche Blessuren während der Dreharbeiten zuzog, sondern weil sie eine Familie und einen anderweitig gut laufenden Job hatte, so dass für die Filmerei einfach keine Zeit mehr blieb. Erst vor kurzem stand sie für eine Produktion namens Satan's Playground wieder vor der Kamera. Eine "richtige" Schauspielkarriere hat eigentlich nur Bruce Campbell hinbekommen. Der Rest zog sich recht schnell aus dem Geschäft zurück und widmete sich anderen Aufgaben.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Aufgrund der Beliebtheit des Films war es natürlich nicht verwunderlich, dass er schnell seinen Weg auf das Medium DVD fand. In den USA gab es je eine Version von Elite Entertainment und von Anchor Bay. In Deutschland kam der Film von Astro auf den Markt. Jede DVD hatte immer irgendwo einen kleinen Vorteil gegenüber den anderen Versionen, eine definitive Fassung gab es also nicht. Da die US-DVDs allesamt schon etwas älter waren, hat Anchor Bay sich ein weiteres mal an die Arbeit gemacht und eine Special Edition ausgearbeitet, die in Punkto Bild- und Tonqualität alle anderen Versionen aussticht. Allerdings hat sie gegenüber früheren Veröffentlichungen ein sehr markantes Merkmal: der Film wurde Open Matte gedreht, also im 4:3 (1.33:1) Vollbild-Format und später für die Kinos auf 1.85:1 gematted (mit schwarzen Balken abgedeckt). Alle bisherigen DVDs haben den Film in der Open Matte Version gezeigt. Bei der neuen Version hat Anchor Bay den Film unter Aufsicht von Regisseur Sam Raimi in der gematteten 1.85:1 Fassung kodiert. Wer den Film also schon jahrelang in der Open Matte Version kennt, mag sich zuerst etwas betrogen fühlen, da altbekannte Bildinformationen oben und unten nun fehlen. Ich gebe zu, dass ich mich da auch erst daran gewöhnen mußte. Aber meiner Meinung nach schadet die Abdeckung dem Film nicht im geringsten und man bekommt immer noch alles wichtige zu sehen. Eigentlich erhält der Film durch das neue alte Format sogar mehr den Flair eines Kinofilms.

Da der Film ja eine ziemliche Low Budget Produktion war, erwartete ich auch nicht unbedingt eine grandiose Bildqualität wie bei dem wunderbar restaurierten Suspiria. Trotzdem war ich doch erstaunt, was noch aus dem alten Filmmaterial herausgeholt werden konnte. Natürlich ist eine gewisse Körnung vorhanden, allerdings nicht so schlimm wie man es von anderen Transfers von ähnlich produzierten Filmen gewohnt ist. Zwar kann man hier und da vereinzelte Defekte und Schäden am Ursprungsmaterial erkennen, aber alles in allem ist das Bild sehr stabil und mit dem richtigen Kontrast versehen. Nur an einigem Stellen kam es mir etwas unscharf vor, das mag aber auch am Originalmaterial gelegen haben und muß nicht unbedingt mit dem Transfer auf DVD zusammenhängen. Soundtechnisch hat Anchor Bay den alten Ton auf die modernen Formate Dolby Digital EX und DTS aufgebohrt, leider kann ich mangels passender Hardware nicht viel dazu sagen. Aber auch schon über eine normale Stereoanlage wumst es ganz gut. Der größte Clou ist aber die Verpackung der Limited Edition. Die wurde nämlich von Tom Sullivan höchst persönlich angefertigt und ist dem Book of the Dead nachempfunden. Allerdings hat die Verpackung mehr Ähnlichkeit mit dem Buch aus Evil Dead 2 als mit dem Buch in diesem Film. Gefertigt wurde die Verpackung aus einem Latex-ähnlichen Stoff, was quasi die Menschenhaut darstellen soll und zuerst ekelt man sich sogar ein wenig davor (und frisch ausgepackt stinkt es höllisch...). Klappt man es auf, findet man mehrere Seiten, die wirklich originalgetreue Nachdrucke der Seiten im Film sind. Auf der letzten Seite sitzt dann die DVD in einer Plastikhülle. Eine sehr ausgefallene Idee, aber ein beneidenswerter Hingucker für jedes Regal. Die Briten haben übrigens ihre DVD-Version ebenfalls in einer limitierten Auflage mit dieser Verpackung bekommen.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Das Bonusmaterial ist auch wieder einmal recht interessant geworden. Der erste Audio-Kommentar wird von Regisseur Sam Raimi und Produzent Robert Tapert gesprochen. Zwar ist der Kommentar etwas trocken geraten im Gegensatz zum zweiten Kommentar von Bruce Campbell, aber dafür erfährt man trotzdem noch eine Menge interessanter Dinge. Wer hätte zum Beispiel die beiden als die winkenden Einheimischen ganz am Anfang des Films erkannt? Robert Tapert sieht man dann außerdem nochmal kurze Zeit später, als das Auto gerade auf die Brücke fährt, etwas im Hintergrund rechts im Wald. Das ist mir vorher auch noch nie aufgefallen, aber nachdem man es im Kommentar gehört hat, sieht man immer wieder automatisch dorthin. Auch auf andere Kleinigkeiten wird man hingewiesen, die man sonst bislang übersehen hat. Wer genau darauf achtet, sieht noch die Hand, die die Luke beim gemeinsamen Abendessen aufstößt. Auch machen die Jungs auf einzelne Details aufmerksam, die ihre Einflüsse verraten. Das offensichtlichste sind noch die ganzen hängenden Werkzeuge und Ketten in der kleinen Werkhütte, ihr Tribut an The Texas Chain Saw Massacre. Und das Poster von The Hills Have Eyes im Keller wurde dort plaziert, weil in dem Film irgendwo ein Poster von Jaws (Der weiße Hai) zu sehen ist und sie die Idee recht cool fanden. Wes Craven dankte es ihnen, indem er Evil Dead auf einem Fernseher in seinem Gruselhit A Nightmare On Elm Street laufen ließ.

Der Kommentar von Bruce Campbell hat, wie immer, schon fast Party-Charakter. Mit Vergnügen erzählt er Anekdoten und verteilt Seitenhiebe ohne Ende an seine Kollegen, aber das jedesmal mit einem großen Augenzwinkern. Auch geht er auf einige Ideen ein, die aber nie umgesetzt wurden. So war es ursprünglich geplant, dass beim gemeinsamen Anhören des Tonbandes ein Joint die Runde machen sollte, aber das wurde dann schnell wieder verworfen. Faszinierend ist aber seine Erklärung, was der lateinisch klingende Beschwörungsspruch in Wirklichkeit war. Das "Samand Robeesa dar ees heiker dan zee roadza" war nichts anderes als der extrem verfremdete Hinweis "Sam and Robert are the hitchhikers on the road", also die beiden Gestalten auf der Straße am Anfang! Und so in der Art geht es über die ganze Länge des Films und sollte mindestens einmal angehört werden. Bruce Campbell lieferte zudem noch eine eigenproduzierte Dokumentation namens "Fanalysis" für diese DVD ab. Diese amüsante Doku spiegelt Bruces Blick auf Fans und Fanatiker wieder, mit denen er es zu genüge zu tun hat. Darin kommt auch Ted Raimi kurz zu Wort, der durch seine Rolle in den Fantasy Serien Hercules und Xena seinen eigene Fanschar aufbauen konnte. Bruce interviewte außerdem zahlreiche Fans. Am heftigsten ist die gute Dame, die von Xena so fasziniert ist, dass sie sich sogar plastischer Chirugie unterzogen hat, um ihren Idol ähnlicher zu werden. In der Featurette "Discovering Evil Dead" erzählen die Chefs des britischen Videolabels Palace von ihren Eindrücken als sie das erste Mal Evil Dead gesehen haben und ihren Problemen den Film in Großbritannien zu vertreiben, als die "Video Nasties" Kampagne dort losging. Bei den "Behind the Scenes Footage & Outtakes" handelt es sich um gute 18 Minuten an unkommentierten Aufnahmen von den Dreharbeiten. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die ganze Produktion und das die Leute auch wohl mächtig Spaß bei der Sache hatten. Der offizielle Teil wird zudem noch mit Trailer, TV-Spots, einer Fotogalerie und Biographien von Bruce, Sam und Robert abgeschlossen.

Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot

Es befinden sich aber noch zwei versteckte Features auf der DVD. Nummer eins ist eine Aufnahme von Tests von Spezialeffekten. Nummer zwei ist eine Aufnahme aus dem Jahre 2001, als Evil Dead in einem Kino vorgeführt wurde und Robert Tapert, Betsy Baker und Theresa Tilly/Sarah York danach dem Publikum Rede und Antwort stehen.

Wer sich für die natürlich etwas teurere limitierte Edition nicht so interessiert, kann auch zur normalen Version greifen, die Anchor Bay parallel dazu herausgebracht hat und bis auf die Verpackung identisch zur Limited Edition ist. In Großbritannien ist diese Version auch erschienen, zum ersten Mal dort ungekürzt. In Deutschland gibt es gleich mehrere Versionen von dem Film. Da ich mich meistens auf den amerikanischen Markt konzentriere, habe ich hier irgendwann den Durchblick verloren. Auf Anfrage in einem Forum bekam ich aber eine Auskunft über die ganzen verschiedenen Veröffentlichungen.

  • Da gibt es erstmal eine "Special Collector's Edition", das Label ist mir jetzt nicht bekannt. Die soll aber um 44 Sekunden gekürzt sein und sich insgesamt um eine technische Katastrophe handeln. Zwar gibt es hier die Open Matte Version zu sehen, das Bild soll aber recht unscharf sein und der Ton nur von unterer Qualität.
  • Von Astro gibt es eine uncut Version mit einem (zur Special Collector's Edition) besseren 4:3 Bild und Ton. Allerdings gibt es hier wohl keinen englischen Originalton (ein Muss bei diesem Film!) und das Bonusmaterial besteht gerade mal aus Biographien und einem Trailer.
  • Die "Necronomicon-Edition" ist die Uncut-Astro-DVD in einer Verpackung, die dem Necronomicon ähneln soll. Diese Edition war auf ca. 2000 Stück limitiert. Diese Version kam schon etwas länger vor der Anchor Bay DVD mit der Sonderverpackung raus, komischerweise kurz nachdem Anchor Bay ihre Version angekündigt hatten. Wer sich jetzt aber nun von wem hat inspirieren lassen, dürfte wohl nicht mehr eindeutig herauszufinden sein. Jedenfalls sieht die Necronomicon-Edition optisch schlechter aus als die Anchor Bay Version. Der einzige zusätzliche Bonus zu der Astro-DVD war noch ein Programmheft und ein Plakat und kostete damals ein Schweinegeld, dafür hätte man die Anchor Bay DVD fünfmal bekommen. Lohnt sich meines Erachtens nicht.
  • Und zum Schluß gibt es, ebenfalls von Astro, noch die "Ultimate Edition", quasi die deutsche Variante der Anchor Bay DVD, da das meiste von Anchor Bay lizensiert wurde und hier auch der gemattete 1.85:1 (anamorphe) Transfer enthalten ist. Die Audiokommentare sind ebenfalls drauf und das Behind-the-Scenes Material. Soll angeblich auf 2.500 Stück limitiert sein.
Evil Dead - ScreenshotEvil Dead - Screenshot
Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 01.10.2002
Letzte Textänderung: 24.03.2006

Leser-Kommentare

17.05.2008, 00:05:23 michael ( Email schreiben )

tja,was soll ich zu Tanz der Teufel sagen...heute wie damals für mich ein synonym für horrorfilme.was die jungs damals mit so einem geringen kapital auf die beine gestellt haben,sucht bis heute seines gleichen.ich schaue mir gerne horrorfilme an und alleine das make up der schauspieler haut mich um und ist meiner meinung nach nie getopt worden.der aufbau des spannungsbogen der einen guten film ausmacht finde ich glänzend umgesetzt.der schnitt ist ok und die sounds auch.für mich der beste film überhaupt.schön das es ihn mittlerweile wieder ungeschnitten gibt

09.09.2007, 16:23:14 Teuflischgut

Also auch ich bin ein absoluter Fan des ersten Teils. Für mich der Horror schlecht hin. Kann ich nur jedem empfehlen, natürlich Nachts bei schlechten Wetter und einfach mal auf die nicht ganz so Umfangreiche aber beklemmende Story einlassen.

Die machart finde ich hier sehr besonders. Die Extremen Kamera Winkel, Egotrips sowie diese Summende Musik im letzten Drittel des Films wo Ash sich allein glaubt.

Wirklich mal reinversetzen und geniesen.

19.03.2007, 18:56:14 knobi ( Email schreiben Homepage )

Natürlich zählt EVIL DEAD zu den ausnahme Klassikern des modernen Horrorfilms,hat mir aber damals schon 0 Angst eingejagt. Finde ihn aber trotzdem exellent und liebevoll insziniert von Leuten die viel Spass daran hatten. Und weiss auch wovon ich spreche,denn ich hatte die Ehre auf einer Convention in Münster 2005 die drei Hauptdarstellerinnen zu treffen und ein wenig mit ihn zu plauschen. Wirklich sehr nett. Trotzdem aber nichts für Kids!

09.03.2006, 08:48:28 Horrorist ( Email schreiben )

Der tollste Film! Der Klassiker!! Der Gott!!
Ich sah den Film zum ersten mal mit meinem grossen Bruder 1989 da war ich gerade 11 und er 14!
Ich kann mich noch erinnern das ich damals furchtbar gestresst und ein nervenbündel war! Der Haussegen hing sehr sehr schief! *lach*!
Aber sicherlich kann ich es wirklich verstehen wie ich damals darauf reagiert habe. Der Film ist heftig! Nicht mal so Blutig aber die Schockeffekte hauen einen echt vom Hocker! Wer den Film nicht kennt, braucht sich auch nichts anderes ansehen! Ein MUSS für echte Freaks! DIESER KOMMENTAR GILT AUCH FÜR TEIL 2!!! Klasse, Super, Spitze! Teil 3, Army of Darkness habe ich seperat bewertet und es ist nicht positiv!

13.11.2005, 16:52:23 Schneider ( Email schreiben Homepage )

Was will man zu Tanz der Teufel noch anderes sagen als das dieser Film mit ziemlicher Sicherheit einer der genialsten Horrorfilme der alten Schule ist!!! Es gibt Dawn of the Dead, The Texas Chainsaw Massacre oder auch die italo.Klassiker von Fulci und co. aber keiner hat das genre so revolutioniert wie Tanz der Teufel. Ein Meisterwerk nter den Klassikern

12.11.2005, 11:13:30 Dutschi666 ( Email schreiben )

Also für mich ist Evil Dead noch immer DER Horrorfilm, denn man gesehen haben muss und der eigentlich alles beinhaltet was ein Kultfilm braucht. Als ich mit 15 ne uncut VHS Kopie in die Finger bekam war der Tag erstma gelaufen. Der Film hat eine einzigartige bedrohliche Stimmung und die fiese Musik wummerte permanent in der Bauchgegend. Der Splatter war für damalige Verhältnisse echt derbe und als eine Videothek mit dem Spruch "Ein Dämon gibt es einer Gruppe junger Menschen so dermaßen, das es angeraten ist Kotztüten bereitzuhalten" warb, war mir und meinen Kumpels klar was abgeht ;-)
Für mich ist Evil Dead neben John Carpenter´s THE THING ganz oben in der Top Ten der besten Horrorfilme ever!

19.10.2005, 16:29:25 martin stickel ( Email schreiben )

die effekte sind veraltet....hmmmm. die story ist langweilig....hmmmm. kinder ihr habt keine ahnung. evil dead ist einer DER horrorfilme die man gesehen haben muß um mitreden zu können. natürlich wirkt er nach 20 jahren und der damit einhergehenden verrohung der sehgewohnheiten teilweise nicht mehr so wie damals aber ich hab mir beim ersten mal sehen zugegebenermaßen fast in die hosen geschissen. heute sehe ich ihn als herrliche komödie (jaaa!!!!) und als die pure essenz eines horrorfilms wie er sein sollte: spannend, blutig, überraschend, schockierend (und die baum szene, zerstückelungen und augenausdrücken sind das nach wie vor) und handwerklich gut gemacht. bleiben noch die wunderbaren kamerafahrten zu erwähnen, die damals wie heute sensationell sind. ein hoch auf einen film der auf einer stufe mit dawn und texas steht!!

06.05.2005, 11:55:16 seppel ( Email schreiben )

Tanz der Teufel ist auch für mich ein Kutl Film der Oldschool Klasse. Ich finde selten wurde eine stimmung so bedrückend dargestellt wie in diesem Film. Zu dem Zeitpunkt wo Ash alleine in dem Haus ist scheint ihm die Angst aufzufressen und es ist schön mit den Gräuschen und dem ständig zu hörenden grussligen Summen.
Ich finde den aller ersten Teil am Geilsten, Teil Zwei und Drei sind für mich nur die Versuche mit dem Guten Namen und Guten Schauspieler mehr Geld zu machen =P

Naja Arme der Finster ist Kult aber eben garnicht mehr so mein Geschmack =)

28.04.2005, 12:25:44 qwertz ( Email schreiben )

Ich habe mir Ultimate Edition von Astro geholt.
Bils und Ton sind, find ich, gut gelungen und die Version ist ja auch noch uncut. Ich hab gelesen, dass Astro "versehentlich" noch mehr als die 2.500 Exemplare veröffentlicht hat, die sind dann aber halt nicht durchnummeriert. War eigentlich auch noch sonderlich schwer zu finden und gar nicht mal teuer.

24.02.2005, 17:52:28 Savini ( Email schreiben )

Evil Dead ist einer der wenigen Filme die ihre Intensität beim heutigen Wiedersehn stark verloren haben.

Es war das non plus ultra meiner Jugend wie eine Mutprobe. Was du hast nicht Tanz der Teufel gesehn?

Der Gegensatz von guten bis sehr schlechten Effekten ist enorm und das diese grad am Ende von jedem polnischen Knetmännchen Kinderfilm aus dem DDR Fernsehen der 70er übertroffen werden ist schon krass.

Die Story selbst ist nicht die übelste die Schauspieler sind allesamt ganz gut und authentisch aber die Effekte eben sind so unterschiedlich gut/schlecht gemacht das man in ein Wechselbad kommt und wirklich hin und hergerissen wird zwischen Gänsehaut und Lachanfall.

Immernoch eine Horrorfilmperle der 80er aber heute schau ich echt lieber das Remake von 87 das Raimis Weg in den Mainstream kennzeichnet.

Von Tanz der Teufel zu seinen Xena RTL2 Serien. Achja dazwischen war noch Darkman....

Das beste an der Evil Dead Trilogie ist und bleibt Bruce Campbell und ich bezweifel den Erfolg ohne diesen klasse Darsteller.

Heute noch ne 8/10 und zu empfehlen ist die ASTRO UNCUT DVD !!!

23.11.2004, 17:21:11 Niko

Ich hab mir die Special Collectors Edition von "Best Entertainment" geholt und ich kann nur sagen: Finger weg!! Total geschnitten, die Schnitte sind einfach so dumm gemacht das der Ton springt. Holt euch lieber ne
ungeschnittene . Bild und Ton sind ebenfals schlecht. Ein
totaler Reinfall.

08.11.2004, 20:30:05 FarmerJoe

Also den gibts in uncut zu kaufen und ich hab ihn mir angeguckt und komm nun gar nicht mehr davon los.
Ich werde mir demnächst auch mal Cannibal Holocaust und maneater besorgen.
Ich finds genial, dass die alten FIlme nun alle neu auf DVD rauskommen, da ich von den neueren Streifen nicht sonderlich überzeugt bin. Vielleicht wär ein remake mit guten special effects mal ganz geil,aber Texas Chainsaw Massacre von Michael Bay war in Originialfassung auch atmosphärisch viel besser.

04.10.2004, 14:03:14 HerbertWest

evil dead ist einerseits extrem spannend unheimlich und bedrückend und auch irgendwie relativ hart, anderer seits hat er so miese effekte dass wenn man zuviel von ihnen sieht sie die sonst so grossartige atmosphere zusammenbrechen lassen.
finde ich sehr schade ohne die platilin-puppen wäre der film um so viel besser.

01.10.2004, 17:56:15 Lars Hellmann ( Email schreiben )

Ein wahrer Kult weist TANZ DER TEUFEL als spitzenmäßigen Schocker aus, dessen nervenaufreibende, virtuose Atmosphäre des ersten Drittels durch das bis dato beispielloses Schlachtfest im Restfilm im wahrsten Wortsinn zerstückelt wird. Der makabre Humor des Remakes TANZ DER TEUFEL 2 fehlt hier und läßt uns unverständig auf die ungeheuren Scheußlichkeiten (auf die ich nicht weiter eingehen mag) reagieren. Schält man die (dünnen) Story ab bleibt ein weitestgehend unmotivierter, reaktionärer Film übrig, in dem sich das Individuum gegen die Menschen, die er mag, gegen die Frau die er liebt, stellen muß weil diese sich 'verändert' haben. Einen anderen Ausweg als die finale Endlösung gibt es nicht: Reden ist hier nur Silber, zersägen ist Gold...

11.09.2004, 21:29:52 Hicki

Ja, ich habe jetzt die "Book of dead"-DVD ergattern können und kann die nur jedem Fan empfehlen. Die Qualitet ist so beeindruckend sowohl in Bild und Ton, dass keine andere VÖ der das Wasser reichen kann. Das Bild ist so genial, dass man wenn man möchte sogar die Bartstoppeln der Actoren zählen kann - nur leider im Widescreen-Format. Doch hat mich erst der DTS ES sound wirklich umgehauen - man ist einfach mittendrin - das ist Kino. Kaufen! Kaufen! Alleine schon wegen der Hülle.

25.07.2004, 11:59:51 Godfather ( Email schreiben )

Gestern habe ich den Film gesehen, hab mir die
uncut Engliscje version geholt. Das war der erste
Horrorfilm seit vielleicht 3 Jahren, der mich wirklich überzeugt hat. Die Schockeffekte waren zwar vorhesehbar, aber ich habe mich trotzdem 3 mal brutal
erschrocken. Und du da unten, warum sollen die Effekte denn veraltert sein? Ich fand die genial, eigentlich war der ganze Film ein Meisterwerk, weil er der einzige Horrorfilm seit vielleicht 200 Filmen war, der mich wirklich überzeugt hat ( ups, ich wiederhole mich ).

04.02.2004, 03:29:26 Itchy ( Email schreiben )

Der absolute Klassiker des Genres! Heute aufgrund der "veralteten Effekte" eher belächelt, damals eine Sensation aus Gewalt und Blut, wie man sie bis Dato noch nicht gesehen hatte. Hab den Film damals mit 16 zum ersten Mal gesehen, nachdem mir jeder erzählte, wie schrecklich der doch sei... Naja, Hellbound (Hellraiser 2) fand ich ehrlich gesagt gruseliger, aber trotzdem ein genialer Streifen...

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