Film Daten

Titel:
Zardoz
Originaltitel:
Zardoz
Land & Jahr:
England 1973
Laufzeit ca.: ?
100 Min.
Regie:
John Boorman
Darsteller:
Sean Connery
Charlotte Rampling
Sara Kestelman
John Alderton
Sally Anne Newton
Niall Buggy
Bosco Hogan
Jessica Swift
Bairbre Dowling
Christopher Casson
Reginald Jarman
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Zardoz

Review

Zardoz

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Die Erde irgendwann in der Zukunft: Einige Menschen haben sich von dem mittlerweile herrschenden Elend bewußt abgegrenzt und leben abgeschlossen vor der Außenwelt in ihrer eigenen elitären Welt, dem "Vortex". Außerdem ist es ihnen gelungen, den Tod zu besiegen. Falls einer von ihnen stirbt, wird er kurze Zeit später durch die Vortex regeneriert und wiedergeboren. Die Außenwelt wird von gewalttätigen Kriegern beherrscht, die Jagd auf schwächere Menschen machen. Krieger und normale Menschen zusammen huldigen dem Gott Zardoz, der in Form eines fliegenden Kopfes Getreide von der Außenwelt einsammelt. Der fliegende Kopf, sowie der Gott Zardoz sind nur eine Erfindung der Elitemenschen, damit die anderen Menschen ihnen widerspruchslos dienen. Aber eines Tages versteckt sich unter dem Getreide der Krieger Zed und gelangt in die Welt der Ewiglebenden. Dort wird er zu einem Objekt der Wissenschaft. Er erstaunt die Menschen mit seinen Fähigkeiten und Eigenarten. Dadurch, daß die Bevölkerungszahl innerhalb des Vortex genau festgelegt ist und nicht in ein Ungleichgewicht gebracht werden darf, ist bei den Ewiglebenden das sexuelle Verlangen mittlerweile abgestorben. Zed bringt die Welt so aber so durcheinander, daß die Ewiglebenden ihn schließlich jagen und töten wollen...

Der Film ist recht harter Tobak. Man muß schon gut aufpassen, um hinter den Sinn der Symbolik des Films zu kommen. Die Kulissen des Films sind recht gelungen, aber teilweise wird vieles auch sehr abstrakt dargestellt, was den Film zu einem etwas zwiespältigen Vergnügen macht. Handwerklich kann man dem Film nichts vorwerfen, aber teilweise erscheint einiges zu überladen mit Symbolen und Metaphern. Dabei vereint der Film zwei bekannte Ansichten über die Zukunft. Einerseits die Außenwelt, die in einem Zustand zwischen Zivilisation und der Barbarei angelangt ist, und der Vortex, einer Welt, in der es dem Menschen so gut geht, das er kaum zu etwas produktiven fähig ist. Weniger wäre hier meiner Ansicht nach mehr gewesen. Aber trotz allem ein sehr außergewöhnlicher Film.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 05.12.1999

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