Film Daten

Titel:
Die Zeitmaschine
Originaltitel:
The Time Machine
Land & Jahr:
USA 1960
Laufzeit ca.: ?
92 Min.
Regie:
George Pal
Darsteller:
Rod Taylor
Alan Young
Yvette Mimieux
Sebastian Cabot
Tom Helmore
Whit Bissell
Doris Lloyd
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Die Zeitmaschine

Review

Die Zeitmaschine

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Die Freunde und Kollegen Filby, Hillyer, Kemp und Bridewell treffen im Hause von George ein, der sie zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen hat. Der Gastgeber selber läßt aber auf sich warten. Sie sind schon kurz vor dem Aufbruch, als George reichlich lädiert in seiner Wohnung erscheint. Er hat seinen Freunden eine unglaubliche Geschichte zu erzählen...

5 Tage früher: Es ist der Silvesterabend 1899. Alle haben sich bei George eingefunden und er führt ihnen seine neuste Erfindung vor. Er gibt vor eine Zeitmaschine entwickelt zu haben, mit der er beliebig in der Zeit vor und zurück reisen könnte. Die anderen glauben ihm natürlich nicht. Enttäuscht von seinen Freunden begibt er sich in sein Labor und wagt den entscheidenden Versuch, indem er sich selber in seine Zeitmaschine setzt. Sie funktioniert tatsächlich und nach einigen, teilweise waghalsigen, Zwischenstops landet er im Jahre 802701. Dort entdeckt er das Volk der Eloi, lebensfrohe und sorglose Menschen, die sich allerdings auch um nichts kümmern, sondern einfach nur in den Tag hineinleben. George entdeckt, dass unterirdisch das Volk der Morlocks lebt, die die Eloi füttern und mästen, um sie schließlich als ihre Nahrung irgendwann zu sich zu locken...

Mit dieser Umsetzung eines Romans von H. G. Wells ist George Pal einer der schönsten Science Fiction Klassiker überhaupt gelungen. Ausgestattet mit fetten Technicolor Farben und schönen Kulissen bietet dieser Film erstklassige Unterhaltung und macht auch nach dem 10. Anschauen immer noch Spaß. Yvette Mimieux, die Darstellerin der Weena, wurde eher aus reinem Zufall von George Pal entdeckt, nachdem sein Talentsucher sie eigentlich schon nach Hause schicken wollte. Sie gab außerdem damals vor schon 18 Jahre alt zu sein, was sich im Nachhinein als Lüge entpuppte. Mit unter 18-jährigen durfte damals nur ein paar Stunden am Tag gedreht werden, was zur zusätzlichen Hürde geworden wäre, da Pal nur 800.000 Dollar und 29 Tage zum Drehen zur Verfügung hatte. Auch die Wohnstätten der Eloi werden als halbverfallene Gebäude ohne Dach gezeigt. So konnte er das Sonnenlicht ausnutzen und mußte nicht die Szenen kompliziert ausleuchten, was ihm einige Dollars einsparte. Trotz allem ist Die Zeitmaschine einer der unumstrittensten Klassiker der Science Fiction und gehört in jede Sammlung.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 06.04.1999

Leser-Kommentare

05.04.2007, 18:51:06 knobi ( Email schreiben Homepage )

Meine Erinnerungen gehen in die frühen 70ziger Jahre zurück,als ich den Film als Kind im Sonntagnachmittagsprogramm sah. Man war der unheimlich. Und als dann noch die Morlocks um die Ecke kamen habe ich mich flügs untern Tisch verkrochen. Das war der Horror in seiner reinsten Form. Heute hingegen ist es nur noch schlappe Unterhaltung. Trotzdem schaue ich diesen Film gerne,auch wenn er zum xten mal im Wiederholungsprogramm läuft. Auf jeden Fall sehenswert.

18.12.2005, 19:48:30 Mack N. Tosh

Der Rezension kann ich mich nur anschließen; ich habe den Film zum erstenmal mit dreizehn gesehen (also vor rund einer Million Jahren!) und war sofort hin und weg von diesem liebevoll aufgemachten Mix aus Science-Fiction und Abenteuer. Was für eine charme- und reizfreie Zeitverschwendung ist dagegen dieses unsägliche "Remake"...!

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