Film Daten

Titel:
Evil Dead Trap 2
Originaltitel:
Shiro no Wana 2: Hideki
Land & Jahr:
Japan 1991
Laufzeit ca.: ?
95 Min.
Regie:
Izo Hashimoto
Darsteller:
Shoko Nakajima
Rie Kondoh
Shino Ikenami
Shiro Sano
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Japan Shock Video
Label:
Japan Shock Video
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Japanisch - DD 2.0
Untertitel:
Englisch
Extras:
  • Trailer

Evil Dead Trap 2

Review

Evil Dead Trap 2

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Die nicht gerade attraktive und übergewichtige Aki (Shouko Nakajima) arbeitet als Filmvorführerin in einem Kino. Einen Freund hat sie nicht. Ihre einzige Freundin ist die Fernsehreporterin Eimi (Rie Kondou), die ein Verhältnis mit dem verheirateten Kurohashi (Sano Shirou) hat. Allerdings leidet Aki auch unter ihrem ganz persönlichen Wahnsinn. Nachts zieht sie durch die Gegend und bringt Frauen auf bestialische Weise um. In letzter Zeit sieht sie zudem einen Jungen namens Hideki an allen möglichen und unmöglichen Plätzen auftauchen. Es scheint ein Geist zu sein, der sie verfolgt, denn außer ihr bemerkt anscheinend niemand den Jungen...

Evil Dead Trap 2 ist keine direkte Nachfolge zu Evil Dead Trap. Hideki, der Junge, der am Schluß des ersten Teils geboren wird, kommt hier zwar vor, allerdings rückt er ziemlich in den Hintergrund, taucht nur als eine Art Geist auf. Die Handlung konzentriert sich mehr auf Aki und ihr größtenteils ödes Leben. Erfolg bei Männern hat sie keinen. Einmal gibt sie sich ganz billig irgendwelchen Pennern hin und versucht so wenigstens etwas sexuelle Erfüllung zu bekommen.

Das ihre beste Freundin ihren Freund dazu anspitzt, Aki zu verführen, bringt sie endgültig in Rage, was sich in einem furiosen und enorm blutigen Finale äußert. Hier hat Regisseur Izo Hasimoto sämtliche Register gezogen. Dabei meint man sogar etwas europäische Einflüsse zu erkennen, denn vieles in dem Finale erinnert an die Glanzstücke Dario Argentos. So landen beide in einem unterspülten Raum voll dreckigem Wasser das sich im Laufe des Kampfes mit dem Blut der beiden Furien vermischt. Hier werden Erinnerungen an Argentos Phenomena wach, wo Jennifer Connelly am Schluß in einer Wassergrube voller schwimmender Leichenteile badet. Die Morde vorher sind allerdings schon nicht von schlechten Eltern. Eines der Opfer kann sich noch ein paar Meter weiterschleifen, ihre Innereien hinter sich her ziehend...

Leider zieht sich die erste Stunde des Films hin wie Kaugummi. Hier wurde viel Wert auf Charakterentwicklung gelegt, was sich zwar in Laufe des Films in eine recht bedrohliche Atmosphäre unterstützt, aber man ist des öfteren versucht vorzuspulen. Allerdings sind die schauspielerischen Leistungen sehr gut, allen voran Shouko Nakajima als mollige Aki beweist stellenweise Mut zur Häßlichkeit und bietet dadurch eine recht glaubenswürdige Darstellung.

Die DVD von Japan Shock bietet zwar eine geringfügig bessere Bildqualität als deren DVD vom ersten Teil, dafür lassen sich die Untertitel auch hier nicht ausblenden. Das einzige Bonusmaterial besteht aus dem Trailer. Regisseur Izo Hashimoto hat übrigens an dem Drehbuch des wohl bekanntesten Animes überhaupt, Akira, mitgearbeitet.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 01.10.2000

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