Film Daten

Titel:
Fong Sai Yuk
Originaltitel:
Fong Shi Yu
Land & Jahr:
Hongkong 1993
Laufzeit ca.: ?
101 Min.
Regie:
Corey Yuen
Darsteller:
Jet Li
Michelle Reis
Lung Chan
Adam Cheng
Sung Young Chen
Man Cheuk Chiu
Kong Chu
Sibelle Hu
Tom Konkle
Josephine Siao
Alternativtitel:
• Der Vollstrecker
• Iron Tiger
• The Legend
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Universe
Label:
Universe
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.78:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Kantonesisch - DD 5.1
Mandarin - DD 5.1
Untertitel:
Englisch, Chinesisch, Chinesisch (vereinfacht)
Extras:
  • Infos über Jet Li
  • Trailer zu Fong Sai Yuk
  • Trailer zu Fong Sai Yuk II
  • Trailer zu Tai-Chi Master

Fong Sai Yuk

Review

Fong Sai Yuk - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Der derzeitige Herrscher Chinas leidet unter Alpträumen, in den immer wieder der Anführer der Rebellengruppe "Red Flower Society" vorkommt. Also schickt er seinen kampffähigsten Gouverneur (Man Cheuk Chiu) aus um den Anführer zu finden. Seine erste Spur führt ihn zu einem Schmied, der in Besitz einer Liste war, in der alle Mitglieder der Rebellengruppen stehen.

Fong Sai Yuk - ScreenshotFong Sai Yuk - Screenshot

Der junge Fong Sai Yuk (Jet Li) lernt bei einer Sportveranstaltung Ting Ting (Michelle Reis) kennen, der er aufdringliche Kerle vom Leib hält. Leider bleibt es nicht aus, daß die anderen eine Schlägerei anfangen und es werden einfach alle Beteiligten von der Polizei verhaftet und dadurch verlieren die beiden sich aus den Augen. Fong sai Yuk weiß nichts davon, daß Ting Ting die Tochter des derzeit amtierenden Stadtherrschers Tiger Lu (Sung Young Chen) ist. Der veranstaltet ein Kung Fu Turnier um beim Volk besser dazustehen. Derjenige, der gegen seine Frau, eine Kung Fu Meisterin gewinnt, soll seine Tochter zur Frau bekommen. Ting Ting ist davon natürlich gar nicht begeistert und verschwindet während des Turniers. Fong Sai Yuk erscheint erst nach ihrem Verschwinden und gewinnt auch fast den Kampf gegen ihre Mutter. Aber er sieht vorher noch die häßliche Dienerin Ting Tings, die schnell an deren Stelle die Rolle der Tochter aufgedrückt wurde. Das raubt ihm natürlich jegliche Motivation und er verliert freiwillig. Von seiner Niederlage erfährt seine resolute Mutter (Josephine Siao), die seinen Namen verteidigen will, sich verkleidet und dann schließlich als sein Bruder beim Turnier auftritt. Sie kämpft gegen Ting Tings Mutter und schafft es dabei sogar noch, daß diese sich in sie, bzw. Fongs Bruder, verliebt. Den Kampf gewinnt sie, lehnt aber Tiger Lus Tochter ab. Dieser läßt das aber natürlich nicht zu und läßt Fong Sai Yuk und seine Mutter später festnehmen...

Fong Sai Yuk ist einer der Filme, der zeigt, warum Jet Li zu den beliebtesten Martial Arts Schauspielern aus dem asiatischen Raum gehört. Seine spitzbübige Art macht ihn auf der Leinwand (bzw. auf dem Fernseher) zu einem sympathischen Burschen, der es versteht, das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Er spielt hier den netten aufrichtigen Jungen von nebenan, der es allerdings faustdick hinter den Ohren hat. Der Humor in diesem Film, ist gegenüber dem häufig auftretenden Slapstick Marke Hongkong erfreulicherweise gut erträglich. Überhaupt werden hier einige Genres bunt vermischt, sei es furiose Kampfsportaction, Drama, Romanze oder eben halt Komödie, es paßt alles zusammen.

Fong Sai Yuk - ScreenshotFong Sai Yuk - Screenshot

Ein wesentlicher Bestandteil sind natürlich die Kampfszenen und die haben es in sich. Zwar merkt man manchmal schon, daß einiges nur durch gekonnt eingesetzte Schnitte funktioniert und bei diversen Fights, z.B. auf einem Pferd oder mit einem umgeschnallten Leichnam auf dem Rücken, sieht man auch deutlich, das Attrappen eingesetzt wurden. Trotzdem ist der Rest exzellent choreographiert und manches muß man sich echt in Zeitlupe anschauen um überhaupt mitzukommen. Natürlich wurde auch viel mit Bindfäden gearbeitet, aber gerade diese übertriebene Art ist es ja, was diese Filme so spaßig macht.

Aus Hongkong gibt es schon diverse DVDs dieses Films. Die älteren zeichneten sich allerdings durch eine unterdurchschnittliche Bildqualität und feste Untertitel aus. Meine DVD kommt von dem Label Universe und obwohl es sich nur um eine DVD-5 handelt (eine Seite, eine Schicht) ist die Bildqualität recht gut. Zwar keine Referenz gegenüber DVDs von aktuellen Hollywoodstreifen, aber gegenüber der alten Version eine deutliche Verbesserung. Zudem sind die Untertitel endlich wahlweise ein- und ausschaltbar. Wenn man mal davon absieht, daß sich in den englischen Untertiteln einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben ("death friends" statt "dear friends"). Außerdem gibt es noch ein paar Trailer sowie ein paar Infos über Jet Li. Alles in allem nicht sonderlich spektakulär, aber da die DVD gerade mal 30 DM kostet, voll okay. Die alten Auflagen (daran zu erkenne, daß die Cover links und unten einen weißen Rand haben, während die neuen Coverbilder flächenfüllend sind) werden im Versand für ungefähr den halben Preis verhökert, sofern die überhaupt noch jemand hat. Aus Amerika gibt es noch eine DVD unter dem dortigen Titel The Legend, allerdings liegen mir darüber keine weiteren Informationen vor. Ob in Deutschland mal was in absehbarer Zeit in digitaler Form geben wird, erscheint mir sehr unwahrscheinlich.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 21.03.2001

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