Film Daten

Titel:
The Omen
Originaltitel:
The Omen
Land & Jahr:
USA 1976
Laufzeit ca.: ?
111 Min.
Regie:
Richard Donner
Darsteller:
Gregory Peck
Lee Remick
David Warner
Billie Whitelaw
Harvey Stephens
Patrick Troughton
Martin Benson
Robert Rietty
Tommy Duggan
John Stride
Anthony Nicholls
Holly Palance
Roy Boyd
Freda Dowie
Sheila Raynor
Alternativtitel:
Das Omen
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - 20th Century Fox
Label:
20th Century Fox
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Englisch - DD 2.0
Spanisch - DD 1.0
Untertitel:
Englisch, Spanisch
Extras:
  • Audiokommentar von Regisseur Richard Donner und Editor Stuart Baird
  • 46-minütige Dokumentation 666: The Omen Revealed
  • Jerry Goldsmiths Kommentar über 4 seiner Musikstücke
  • 6-minütige Featurette Curse or Coincidence
  • Trailer

The Omen

Review

The Omen - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Das Kind des US-Botschafters Robert Thorne (Gregory Peck) kommt in einem Krankenhaus in Rom zur Welt. Es stirbt allerdings bei der Geburt, wovon seine Frau Katherine (Lee Remick) aber nichts erfährt. Er läßt sich auf ein seltsames Tauschgeschäft ein, denn der Priester Spiletto (Martin Benson) bietet ihm das Kind einer Frau an, die genau zum gleichen Zeitpunkt wie Thornes Kind bei der Geburt gestorben ist. Throne geht auf das Geschäft ein, um seiner Frau nicht das Herz zu brechen, erzählt ihr allerdings nichts davon.

The Omen - ScreenshotThe Omen - Screenshot

Sie verbringen einige glückliche Jahre miteinander. Thorne wurde mittlerweile nach London versetzt. Aber der 5. Geburtstag seines Sohnes Damien (Harvey Stephens) ist ein schreckliches Datum. Ab da an passieren unheimliche Dinge in ihrer Umgebung. Es beginnt an dem besagten Geburtstag mit dem Selbstmord von Damiens Kindermädchen vor den Augen aller Gäste. Die seltsame Mrs. Baylock (Billie Whitelaw) erscheint darauf einige Tage später und stellt sich als neues Kindermädchen vor. Thorne bekommt Besuch durch einen Priester aus Italien. Dieser behauptet zu wissen, was in der Nacht von Damiens Geburt in dem Krankenhaus passiert ist. Thorne will davon aber nichts hören, denn der Priester erzählt ihm wirres Zeug und zitiert Verse aus der Bibel. Erst bei einem späterem Treffen offenbart ihm der Priester, daß er Damien für den Sohn Satans hält, den Antichristen und gibt Thorn Hinweise, woran er das erkennen kann. Thron hält das alles für Blödsinn, aber noch am gleichen Abend nach dem Treffen stirbt der Priester durch einen seltsamen Unfall und der Fotograf Jennings (David Warner) zeigt Thorne noch weitere mysteriöse Dinge. Thornes Zweifel schwinden allmählich und er sieht seine Frau in Lebensgefahr schweben...

Omen wird heutzutage als moderner Klassiker des Horrorgenres gesehen, auf einer Stufe mit dem Exorzisten. Bei seiner Premiere 1976 wurde er hingegen wegen seiner wenigen, aber fürs damalige Mainstreamkino heftigen Effekte scharf kritisiert. Die ersten drei Omen-Filme kamen sogar auf den Index der indizierten Filme, ein Urteil, was mittlerweile aufgehoben wurde.

The Omen - ScreenshotThe Omen - Screenshot

Aber kommen wir zum eigentlichen Film. Ähnlich wie der Exorzist, der auch das Böse in den scheinbar harmlosen Körper eines Kindes versteckt und eine Horrorgeschichte mit religiösem Background erzählt, wird bei Omen die Spannung ganz langsam aufgebaut. Begleitet von dem fabulösen Soundtrack Jerry Goldsmiths verstand es Regisseur Donner eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Unterstützt wird dies noch von den guten Leistungen der Schauspieler, die ihre Rollen überzeugend rüberbringen. Mit dem Jungen Harvey Stephens hatte Donner auch einen Glücksgriff, denn der kleine wirkt nicht wie andere 5-jährige, die fröhlich spielend den Tag verbringen. Er spielt natürlich auch, allerdings haftet ihm stets eine Ernsthaftigkeit an, die für Kinder dieses Alter recht ungewöhnlich ist. Auch wenn der Film ein paar kleine Fehler hat (Thorn kann einen guten Wachhund hereinlegen, der eigentlich dessen Versteck hätte erschnuppern müssen), so überwiegt doch der Gänsehautfaktor.

Ein weiterer Pluspunkt sind die gut ausgewählten Locations und die teilweise mit einem morbiden Touch versehenen Studiokulissen. Der späteren Friedhofsszene haftet eine Atmosphäre an, die sich ungefähr mit denen der Klassiker der Hammer-Film-Studios vergleichen läßt und vor allem mit der Sherlock Holmes Verfilmung Der Hund von Baskerville. Die hervorragende Kameraarbeit Gilbert Taylors tut ihr übriges dazu bei. Auch wenn viel auf Atmosphäre und Gänsehaut gesetzt wird, brachte Regisseur Donner doch ein paar, für damalige Verhältnisse im amerikanischen Mainstreamkino harte Effekte ein, die auch heute noch nichts von ihrer Wirkung verloren haben. Regisseur Richard Donner ist auch heutzutage noch gut im Geschäft. Direkt nach Omen drehte er den ersten Superman Film und ist vor allem durch seine 4 Lethal Weapon Teile bekannt. Kameramann Gilbert Taylor saß danach hinter der Linse für den Megaerfolg Star Wars und war auch am Nachfolger Damien: Omen II beteiligt.

The Omen - ScreenshotThe Omen - Screenshot

Die komplette Omen-Trilogie gibt es schon seit geraumer Zeit in den USA auf DVD, aber bald auch in Deutschland. Die Filme kann man entweder einzeln kaufen, oder in einer Sammelbox, in der noch zusätzlich der inoffizielle vierte Teil enthalten ist, der aber gegenüber den anderen drei Teilen deutlich abfällt. Der Audio-Kommentar von Regisseur Donner und Editor Baird ist teilweise schon interessant, manchmal aber auch ein bißchen langweilig. Da ist die dreiviertelstündige Dokumentation schon weitaus interessanter, denn hier wird der ganze Prozeß von den ersten Drehbuchentwürfen (die von Warner Bros. abgelehnt wurden! Die dürften sich danach wohl ziemlich geärgert haben...), über das Casting bis zu den Dreharbeiten abgedeckt. Komponist Jerry Goldsmith erzählt dann in einer eigenen Featurette noch etwas zu seinen Musikstücken und der kurze Curse or Coincidence-Bericht beschreibt die angeblich mysteriösen Unfälle während der Dreharbeiten. Ein etwas alberner Versuch, dem Film so etwas wie einen Mythos a lá Der Exorzist anzudrehen, bei dem es ja auch angeblich diverse seltsame Vorfälle gegeben hat. Die Bildqualität ist selbst für einen 25 Jahre alten Film sehr gut.

Wem der vierte Teil nicht wichtig ist, der könnte ruhig warten, bis es in Deutschland die Omen-Box zu kaufen gibt. Als einzelnen Film soll hier nur der erste Teil erhältlich sein, die zwei Nachfolger nur in der Box. Alternativ ist die ebenfalls bald erscheinende australische Box auch sehr interessant, denn dabei handelt es sich um eine Art Falt-Digipack, der ausgefaltet ein großes Kreuz darstellt, auf dem Querbalken sind dann die DVDs befestigt. Allerdings muß man auch hier dann auf den deutschen Ton verzichten.

The Omen - ScreenshotThe Omen - Screenshot
Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 15.04.2001
Letzte Textänderung: 22.01.2004

Leser-Kommentare

01.10.2005, 15:32:42 Sunny ( Email schreiben Homepage )

Dieser Film ist Atmosphäre und Anspannung pur! Die Friedhofsszene mit ihrem "Aha"-Effekt für mich eine der besten Szenen überhaupt. Ein Klassiker, den man mindestens einmal in seinem Leben gesehen haben sollte!

17.11.2004, 12:40:51 HerbertWest

das ist mal wirklich ein klassiker der mich auch heute noch vollkommen überzeugt.
die atmosphere ist einfach unglaublich und die wenigen splattereffekte sind keines wegs lächerlich wie in so manchen film der später veröffentlicht wurde, aber auch nicht schockierend( aber wen schokckiert sowas heute noch?).
für mich einfach grandios

29.08.2004, 17:42:56 Godfather ( Email schreiben )

Toller Film.
Ist zwar schon lange her das ich den Film gesehen habe,
aber schon damals fand ich die Splatter szenen ziehmlich lustig.
Der kommt auch manchmal im Fehrnsehen.

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