Film Daten

Titel:
Originaltitel:
Frusta e il corpo, La
Land & Jahr:
Italien 1963
Laufzeit ca.: ?
83 Min.
Regie:
Mario Bava
Darsteller:
Daliah Lavi
Christopher Lee
Tony Kendall
Ida Galli
Harriet Medin
Gustavo De Nardo
Luciano Pigozzi
Jacques Herlin
Alternativtitel:
• Mörder von Schloß Menliff, Der
• Whip and the Body, The
• What
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - VCI Home Video
Label:
VCI Home Video
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 / 86:35
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Italienisch - DD 1.0
Untertitel:
Englisch, Spanisch
Extras:
  • Audiokommentar von Tim Lucas
  • Amerikanische Opening Credits
  • Bonus Music Soundtrack
  • Fotogallerie
  • Cast & Crew Infos
  • 3 Trailer
  • Booklet mit Liner Notes von Jay Fenton

DVD Daten

DVD Cover - EMS
Label:
EMS
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / 83:13
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 1.0
Englisch - DD 1.0
Italienisch - DD 1.0
Untertitel:
Deutsch
Extras:
  • Audiokommentar von Tim Lucas
  • 3 Trailer
  • Deutscher VHS-Vorspann
  • Amerikanischer Vorspann
  • Bio- und Filmographien
  • Tim Lucas "All the Colors of the Dark" Werbeclip
  • Trailer: Blutige Seide / Laurin / Im Todesgriff der roten Maske
  • Booklet mit Liner Notes

Review

 - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Kurt Menliff (Christopher Lee) kehrt auf das Schloß seiner Familie zurück. Als Vorwand gibt er die Heirat zwischen seinem Bruder Christian (Tony Kendall) und Nevenka (Daliah Lavi) an, aber in Wirklichkeit ist er gekommen um dafür zu sorgen, dass er wieder als Erbe des Menliff-Vermögens eingesetzt wird. Seine Ankunft wird aber nicht gern gesehen. Giorgia (Herrit Medin), die Haushälterin, wünscht ihm den Tod, weil sie ihn für den Selbstmord ihrer Tochter Tanya verantwortlich macht. Sein Vater (Gustavo De Nardo) hat ihm wegen dem Vorfall damals verstoßen und ihm jeden Anspruch auf das Erbe entzogen. Und Nevenka war früher die angedachte Ehefrau für Kurt gewesen und fühlt sich nun wieder zu ihm hingezogen. Eine Nacht später wird Kurt ermordet vorgefunden, er starb genau wie Tanya durch einen Messerstich in den Hals. Bis auf den Vater haben alle ein Alibi, aber auch der wird in der darauffolgenden Nacht ermordet. Keiner kann es sich erklären, aber dann wird Nevenka von Kurts Geist heimgesucht...

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Einen ungewöhnlichen, aber um so bemerkenswerteren Film hat Mario Bava 1962/1963 mit Der Dämon und die Jungfrau geschaffen, der sogar ein wenig seiner Zeit voraus war. Dieser Film verbindet Elemente aus klassischen Krimis, Gialli, Mystery- bzw. Geisterfilmen und Psychothrillern zu einem höchst effektiv funktionierenden Werk, das sogar einen Schuss Erotik bietet. Allein die Konstellation der einzelnen Personen ist recht komplex. Tanya nahm sich aus einem weiter nicht erklärten Grund das Leben. Ihre Mutter Giorgia ist deswegen immer noch in Trauer und würde Kurt am liebsten umbringen. Der unterhielt früher mal eine Beziehung zu Nevenka, die aber jetzt mit seinem Bruder Christian verheiratet ist. Der hingegen ist auf die Heirat nur seines Vaters zuliebe eingegangen, sein Herz gehört aber eigentlich Giorgias zweiter Tochter Katia (Ida Galli), die ebenso für Christian empfindet.

Durch den Mord an Kurt und später dem Vater bekommt man es hier zunächst mit einer klassischen Krimihandlung zu tun. Denn verdächtig sind zunächst einmal alle und auch die Inszenierung des Films sorgt dafür, dass fast jede einzelne Person als Täter in Frage käme. Denn ein mehr oder weniger starkes Motiv für einen Mord haben fast alle. Sehr beliebt war Kurt ohnehin nicht und seine Anwesenheit wurde mehr geduldet als das man ihn wirklich willkommen heißen würde. Nach dem Tode Kurts wird dann der Film mit leichten Horrorelementen angereichert, wenn Nevenka Kurt hinter einem Fenster entdeckt oder sogar nachts von ihm in ihrem Zimmer aufgesucht wird. Auch sieht der Hausdiener Losat (Luciano Pigozzi) Licht hinter den Fenster der Kapelle, wo sich im Keller die Familiengruft und damit auch Kurts Grab befindet.

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Ganz besonders wird aber die Beziehung zwischen Kurt und Nevenka hervorgehoben. Und hier betrat Mario Bava für damalige Zeiten gewagte Pfade. Was früher zwischen den beiden ablief, wird nicht weiter ausgeführt. Man erkennt aber bei der Vorstellung der einzelnen Personen, dass zwischen ihnen etwas besonderes abgelaufen sein muss, denn Nevenka hält sich bei seiner Ankunft deutlich zurück und mustert ihn. Später als sie dann alleine am Strand ist, kommt es zur Eskalation. Kurt nähert sich ihr, sie fühlt sich sowohl zu ihm hingezogen, stößt ihn aber dann doch wieder von sich. Er antwortet mit ein paar starken Schlägen einer Pferdepeitsche. Nevenka wird auch schmerzhaft getroffen, aber danach gibt sie sich ihm dann komplett hin. Später, als Kurt als Geist in ihrem Zimmer auftaucht und sie ein weiteres Mal peitscht, wird deutlich, dass sie dies sogar trotz der Schmerzen - oder gerade dadurch - sexuell erregt.

Die sexuelle Hörigkeit Nevenkas, einer verheirateten Frau, und das auch noch verbunden mit sadomasochistischen Zügen, sorgte damals für einen kleinen Skandal. In seinem Heimatland wurde der Film sogar zu einem Fall für das Gericht, in anderen konservativen Ländern wie den USA verschwand der Film trotzdem ziemlich schnell wieder aus den Kinos. In England kam er unter dem Titel "Night Is The Phantom" nur in einer um 10 Minuten gekürzten Fassung heraus. Auch die deutsche Version ließ damals ein paar Filmschnipsel fallen um den sexuellen Inhalt zu entschärfen oder gar ganz zu entfernen. Die Auspeitschungen wurden zwar nicht geschnitten, aber dafür Nevenkas Reaktionen darauf. So entstand in den kürzeren Versionen der Eindruck, dass Kurt lediglich ein Sadist sei, der gerne Frauen auspeitscht. Die doppelseitigen Emotionen seitens Nevenka, Hass und Lust, wurden so gar nicht deutlich und die Fixierung auf Kurt, die Nevenka später an den Tag legt, wirkt so kaum nachvollziehbar.

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Die Geschichte wird in sehr ruhigen, schon fast erhabenen Bildern erzählt. Trotz des langsamen Erzähltempos passiert doch recht viel in dem Schloß der Menliffs. Aber wie auch in vielen seiner anderen bekannten Filme aus der Zeitperiode schaffte es Mario Bava durch seine bildgewaltige Inszenierung eine ungeheure Atmosphäre zu erschaffen. Wer Sei donne per l'assassino (Blutige Seide), I Tre volti della paura (Drei Gesichter der Furcht) oder Operazione paura (Die Toten Augen des Dr. Dracula) kennt, darf sich hier ebenfalls an einer farbintensiven und mit herrlichen Kameraeinstellungen versehenen Bildsprache erfreuen. Fast jede Einstellung könnte man sich als Bild an die Wand hängen, so herrlich kunstvoll wirken manche Szenen. Die typischen Merkmale in Bavas Stil sind deutlich zu erkennen, so zum Beispiel die Ausleuchtung der Kulissen mit verschiedenfarbigen Lichtquellen. Dabei verstand Bava es auch wieder, dies markante Gothic-Feeling einzubringen. Das Schloß an den Felsklippen, die entsprechende Inneneinrichtung, verborgene Geheimgänge hinter Kaminen - eine deutliche Anlehnung an La maschera del demonio (Black Sunday / Die Stunde wenn Dracula kommt) - und die obligatorische Familiengruft.

Überhaupt sind einige Parallelen zu Die Stunde wenn Dracula kommt erkennbar. Neben der Einsamkeit des Schloßes und den Geheimgängen sind es die beiden Adelsgeschlechter in den Filmen, die einige Ähnlichkeiten aufweisen. Wie die Vajdas in Die Stunde wenn Dracula kommt leben die letzten zwei Generationen der Menliffs für sich allein in dem Schloß. Die glanzvollsten Zeiten beider Familien liegen schon lange zurück, Kontakte nach draußen gibt es kaum, geliebt und geheiratet wird nur untereinander und über beiden schwebt ein Hauch von dekandenter Depression. Auch Barbara Steeles Asa und Daliah Lavis Nevenka sind sich vom Stil und Aussehen her ähnlich. Beide haben lange schwarze Haare, hervorgehobene Wangenknochen und verbreiten eine Aura von unterkühlter Erotik. Aber in der Verkörperung ihrer Charaktere sind sie doch recht unterschiedlich. Interessanterweise wurde Barbara Steele die Rolle der Nevenka angeboten, die aber ablehnte, weil sie nicht wieder in einem "Horrorfilm" mitspielen wollte.

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Da die Produzenten von Der Dämon und die Jungfrau damals ganz bewußt auf den internationalen und ganz besonders auf den amerikanischen Markt herausbringen wollten und sie sich bewußt waren, dass der Film ein (damals) kontroverses Thema behandelt, musste jede in den Credits genannten Darsteller und Crewmitglieder ein englisch klingendes Pseudonym annehmen, wodurch selbst in der italienischen Fassung Mario Bava hier als John M. Old auftaucht. Ein Pseudonym, das er aber noch öfter eingesetzt hat. Der Film wurde auch gleich in englisch gedreht, nur Tony Kendall sprach als einziger seine Dialoge in Italienisch. Allerdings wurden auch für die englischsprachige Exportfassung alle Schauspieler wieder von anderen Sprechern synchronisiert, so dass man in der englischen Synchronisation die Stimme von Christopher Lee vermisst. Einen anderen deutlichen Unterschied gibt es aber noch zwischen dem englischen und italienischen Ton. Wenn Kurt in seinem Zimmer sich gerade für die Nacht fertig machen will, ertönt im englischen (und auch deutschen) Ton ein dahingehauchtes "Kurt", was ihn neugierig nachforschen läßt, woher das kommt. Im italienischen Ton hört man hingegen nur ein lautes Geräusch und die Umgebungsgeräusche einer stürmischen Nacht, was atmosphärisch viel dichter wirkt.

Gedreht wurde der Film innerhalb von 7 Wochen, wobei die letzte Woche ausschließlich für Special-Effects-Aufnahmen genutzt wurde. Trotz seiner detaillierten Kulissen, der famosen Ausleuchtung und Stars wie Christopher Lee war das Budget für diesen Film sehr niedrig. Inhaltlich und optisch gehört dieser Film zu Bavas Meisterwerken, spielte aber selbst in seinem Heimatland Italien gerade mal die Hälfte der Produktionskosten ein und war damit Bavas erfolglosester Film. Nach der Auspeitschung Nevenkas in ihrem Zimmer und der Entdeckung des Mordes an dem Grafen Menliff gab es ursprünglich noch zwei Texttafeln, die das Ende des 1. Aktes und den Beginn des 2. Aktes ankündigten, wie das damals noch häufig der Fall war. Diese Tafeln wurden aber in den meisten Veröffentlichungen herausgenommen, mit ca. 83 Minuten ist der Film auch nicht so lang, dass eine Unterbrechung vonnöten wäre.

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Die schauspielerischen Leistungen sind insgesamt durchaus überzeugend. Vor allem stellt Daliah Lavi, die damals erst 23 Jahre alt war, die von ihren Gefühlen hin- und hergerissene Nevenka sehr glaubwürdig dar und sieht unglaublich gut aus. Daliah Lavi, gebürtige Israelin, beherrschte fünf oder sechs Sprachen und hat nach vier Jahren in der israelischen Armee in den Sechzigern in einer ganzen Reihe von Filmen mitgespielt. Nach der Filmkarriere folgten zehn Jahre als erfolgreiche (Schlager-)Sängerin. Christopher Lee, der einmal behauptet haben soll, daß Whip... sein bester italienischer Film sei, spielte kurz zuvor noch in anderen italienischen Produktionen wie La Maldición de los Karnstein (Ein Toter hing am Glockenseil), La Vergine di Norimberga (Schloß des Grauens) oder auch Bavas Ercole al centro della terra (Vampire gegen Herakles) mit.

Tony Kendall verkörperte des öfteren den Kommissar X, war aber auch unter anderem in El Ataque de los muertos sin ojos (Die Rückkehr der reitenden Leichen) zu sehen. Ida Galli arbeitete ebenfalls zuvor schon für Mario Bava in Ercole al centro della terra (Vampire gegen Herakles), für Luchino Visconti in Il Gattopardo (Der Leopard) und für Sergio Martino in La Coda dello scorpione (Der Schwanz des Skorpions). Die gebürtige Amerikanerin Harriet Medin war nach dem Ende des zweiten Weltkrieges eine der ersten überhaupt, die speziell für die Schauspielerei nach Italien gingen. Man sah sie in Riccardo Fredas L' Orribile segreto del Dr. Hichcock (The Horrible Dr. Hichcock), Bavas I tre volti della paura (Drei Gesichter der Furcht) und Sei donne per l'assassino (Blutige Seide) oder in den 1970ern sogar in Schlock (Schlock - Das Bananenmonster). Luciano Pigozzi wurde für viele Nebenrollen engagiert. So spielte er auch kleinere bis mittlere Rollen in Bavas Blutige Seide, Baron Blood und Hatchet for the Honeymoon und etlichen anderen Italo-Filmen. Die wunderbare Musik aus Der Dämon und die Jungfrau wurde von Carlo Rustichelli komponiert. Bava zeigte sich von seiner Arbeit so begeistert, dass er Teile des Soundtracks sogar noch in Blutige Seide und Die Toten Augen des Dr. Dracula verwendete.

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Die US-DVD von VCI war bei Erscheinen nicht unbedingt schlecht, vor allem weil es keine Alternativen gab, andererseits hat sie deutliche Nachteile. Die Bildqualität geht für einen Film dieses Alter noch gerade in Ordnung, wirklich gut wirkte es aber schon damals nicht. Deutliche Flecken und Filmschäden gibt es zwar so gut wie gar nicht zu sehen, allerdings wirkt das Bild insgesamt zu dunkel. Auch wirken die Farben nicht ganz so kräftig wie man es sich wünscht. Der englische Ton ist gegenüber dem italienischen Originalton, der erfreulicherweise mit drauf ist, nicht ganz so dumpf (beide in Mono), dafür wurden bei der englischen Synchronisation ein paar Sätze nicht übersetzt. Und zwar wird immer dann nichts gesagt, wenn auch der Sprecher nicht im Bild ist bzw. man nicht sehen kann, wenn er die Lippen bewegt. Das passiert an drei oder vier Stellen im Film. Ein umschalten auf den italienischen Ton bringt auch nicht viel. Dann hört man wohl, daß was gesagt wird, aber das bringt einem auch nichts, weil es dann auch keine englischen Untertitel gibt. Die Untertitel sind teilweise sowieso sehr seltsam. Mal gibt es sie gar nicht, mal sind sie so schnell wieder ausgeblendet, daß man kaum den Satz lesen kann und einmal gibt es schon ein paar Sätze zu lesen, Sekunden bevor sie überhaupt gesagt werden.

Deutliches Highlight des Bonusmaterials ist der Audiokommentar von Bava-Experte Tim Lucas, der viel Wissenswertes vermittelt. Daneben findet sich eine eigentlich unspektakuläre Fotogallerie, drei Trailer zu Whip and the Body, Blood and Black Lace und Planet of the Vampires, allesamt in eher schlechter Qualität. Zum Vergleichen gibt es den Vorspann der alten amerikanischen Version, der den Film schon zu Beginn extrem strafft. Die DVD beinhaltet dabei sogar noch ein Hidden Feature. Startet man den Vorspann der amerikanischen Version und drückt auf die "nächstes Kapitel"-Taste des Players, landet man in einer Deleted Scene, die über das Special Features Menü nicht erreichbar ist! Nach der Szene landet man dann in einem Menü, in dem man dann noch eine zweite Szene anwählen kann. Beide sind allerdings nur knapp 25 Sekunden lang. In dem Booklet findet man außerdem auch noch Liner Notes von Jay Fenton.

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Insgesamt ist die Absicht hinter diese DVD, den Film vollständig und in restaurierter Form zu veröffentlichen, sicherlich mehr als lobenswert und wer sich für diesen Film interessierte, kam zumindestens damals einfach um diese DVD nicht herum. Die Umsetzung ist unterm Strich nicht unbedingt gelungen, aber wenn man bedenkt, daß jede Videoversion gekürzt war, war man damals froh über diese DVD.

Die deutsche DVD von EMS degradiert die US-DVD von VCI aber nun in allen Belangen. EMS konnte auf ein ganz neues und ungekürztes Master zurückgreifen, so dass das Bild nicht nur schärfer wirkt, einen besseren Kontrast vorweisen kann und endlich auch in einer anamorphen Fassung vorliegt, sondern vor allem die Farben kommen hier viel deutlicher zur Geltung! Der Film gewinnt durch die bessere Qualität ungeheuer viel an Atmosphäre und Wirkung dazu und so man lernt man ihn erst richtig zu schätzen. Zwar sind hin und wieder kleinere Defekte oder minimale Verschmutzungen zu sehen, die Schärfe erreicht leider auch nicht ganz Referenzqualität, aber das kann man locker vernachlässigen. Zugrunde lag ein italienisches Master, weswegen der Originaltitel "La frusta e il corpo" hier im Vorspann zu sehen ist. Dies stellt die erste deutsche Veröffentlichung des Films in seiner ungekürzten Form dar!

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Entgegen den Angaben auf dem Cover gibt es hier neben dem deutschen und englischen Ton auch die italienische Sprachfassung. Alle drei Tonspuren haben zwar nicht unbedingt die allerbeste Qualität, aber das ist bei einem Film diesen Alters auch nicht unbedingt zu erwarten. Die deutsche Spur klingt im direkten Vergleich noch am klarsten, die englische klingt in hohen Spitzen leicht verzerrt, während die italienische Spur die dumpfeste der drei ist. Deutsche Untertitel gibt es sowohl komplett für den Film als auch nur für die in Deutschland nie synchronisierten Sätze, die dann in Englisch zu hören sind. Bei der zweiten Option fehlen aber seltsamerweise bei der längsten englischen Dialogszene die Untertitel, während alle anderen nicht-synchronisierten Szenen untertitelt sind. An dieser Stelle kann man aber auch gerade zur kompletten Untertitelspur wechseln, dort sind die Untertitel für diese Szene vorhanden.

Beim Bonusmaterial hat die EMS-DVD zwar nicht unbedingt mehr, aber dafür teilweise andere Extras zu bieten. Erfreulicherweise fand der Audiokommentar von Tim Lucas auch seinen Weg auf diese DVD, auch wenn 1-2 Aussagen zur DVD sich eigentlich auf die VCI-DVD beziehen, wofür der Kommentar mal ursprünglich aufgenommen wurde. Gute Englischkenntnisse sind allerdings nötig, denn Untertitel gibt es für diesen Audiokommentar leider nicht. An Trailern gibt es den deutschen, italienischen und französischen Trailer. Inhaltlich sind sie alle gleich, bis auf die eingeblendeten Texte in der jeweiligen Landessprache, aber es fällt auf, dass im italienischen und französischen Trailer nur Filmdialoge zu hören sind, während der deutsche Trailer noch mit der Stimme eines reißerischen Ansagers versehen wurde ("Ein meisterhafter Schocker!"). Desweiteren gibt es umfangreiche Bildergalerien mit Aushangfotos, Postermotiven, Pressematerial und diversen Motiven wie Videocover.

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Zwei Beispiele etwas freierer Titelübersetzungen gibt es mit den alternativen Vorspännen aus Deutschland ("Der Mörder von Schloss Menliff") und den USA ("What"). Letzterer unterschiedet sich übrigens ganz eklatant von dem Originalvorspann und zeigt nicht die Credits über rotem Samt, sondern legte sie über die Strandaufnahme in der Abenddämmerung zu Beginn des Films. Anschließend gibt es noch ausführliche Biographien von Christopher Lee, Daliah Lavi und Mario Bava, ein kurzer Werbeclip für die Mario Bava Biographie "All the Colors of the Dark" von Tim Lucas sowie Trailer zu Blutige Seide, Laurin und Im Todesgriff der roten Maske. In dem achtseitigen Booklet gibt es noch Liner Notes von Thomas Wagner, Betreiber der Mario Bava Fanseite http://www.mariobava.de.vu. Umschlossen wird die DVD-Hülle von einem schönen Pappschuber, Cover des Schubers wie auch der DVD zieren schöne alte Plakatmotive.

Abschließend hier noch ein Bildvergleich zwischen der VCI und EMS DVD: Bildvergleich VCI <-> EMS

Quellennachweis

Troy Howarth: The Haunted World of Mario Bava

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 16.05.2001
Letzte Textänderung: 07.08.2006

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