Film Daten

Titel:
Reborn From Hell: Samurai Armageddon
Originaltitel:
Makai Tensho: The Armegeddon
Land & Jahr:
Japan 1996
Laufzeit ca.: ?
83 Min.
Regie:
Kazumasa Shirai
Darsteller:
Hiroyuki Watanabe
Tomorowo Taguchi
Yuko Moriyama
Hitomi Shimizu
Hiroshi Miyauchi
Kôtarô Yoshida
Toshiya Wazaki
Nobuyuki Ishida
Shôhei Yamamoto
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Tokyo Shock
Label:
Tokyo Shock
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Japanisch - DD 1.0
Englisch - DD 1.0
Untertitel:
Englisch
Extras:
  • Liner Notes
  • Trailer zu 3 anderen Filmen

Reborn From Hell: Samurai Armageddon

Review

Reborn From Hell: Samurai Armageddon - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Japan irgendwann vor ein paar hundert Jahren: Der finstere Magier Shosetsu Minbunosuke Yui bedient sich dämonischer Beschwörungen um einen toten Samurai-Helden wieder auferstehen zu lassen. Mit diesem und anderen fast unbesiegbaren untoten Kriegern will er die Herrschaft über Japan und die Welt erlangen (was auch sonst... gähn...). Sein alter Feind, der aufrechte Jubei Yagyu ist das erste Ziel der Angriffe. Nebenbei reanimiert er noch weitere Samurais, sowie eine legendäre Konkubine. Insgesamt 5 wiederbelebte Dämonen hat er schon unter seiner Macht. Für jeder der Beschwörungen brauchte er Jungfrauen, die er aus den umliegenden Ortschaften entführen ließ. Jubei erfährt davon, sieht sich aber schon bald dem ersten untoten Gegner gegenüber. Nur durch einen beherzte Köpfung des Zombies kann er ihn besiegen.

Reborn From Hell: Samurai Armageddon - ScreenshotReborn From Hell: Samurai Armageddon - Screenshot

Als Shosetsu ein weiteres Mädchen entführen läßt, wird dies von einem von Jubeis Kriegern beobachtet. Bei seinem Versuch einzugreifen wird er tödlich verletzt. Ohiro, dessen Tochter, schwört Rache und Jubei begleitet sie auf ihrer Reise. Sie geraten in einen Hinterhalt und Jubei wird dabei schwer verletzt und Ohiro entführt. Shosetsu will noch drei weitere Krieger reanimieren, darunter auch Jubei, aber dafür muß der erstmal sterben. Nachdem Jubei in einem Versteck wieder gesund gepflegt wurde, zieht er weiter um gegen die Untoten zu kämpfen. Dabei sind die aber schon auf dem Weg zu ihm und er muß sich von einem zum anderen durchkämpfen...

Hört man zuerst die grobe Inhaltsangabe, Magier beschwört tote berühmte Samurais aus dem Jenseits um sie für sich kämpfen zu lassen, ist man dem Film gegenüber noch sehr aufgeschlossen. Man wartet vielleicht nicht gerade einen superfett produzierten Film, aber einen Streifen der auf seine Art und Weise Spaß macht. Tja, weit gefehlt. Der Film ist so langweilig, daß ich bei zweimaligem Anschauen jedesmal mit der Müdigkeit zu kämpfen hatte. Zuerst einmal ist der Film ganz deutlich als Trashfilm bzw. B-Movie einzuordnen, was ja auch nicht weiter schlimm ist. Allerdings macht er stellenweise den Eindruck, daß man es mit einem Amateurstreifen zu tun hat, denn alles wirkt ein wenig roh und billig, die Kameraarbeit und schauspielerische Leistungen sind allenfalls gerade mal Durchschnitt. Dabei fängt der Film eigentlich noch recht atmosphärisch an, mit einem Rückblick auf die blutigen Kriege der Samurai die sich damals wirklich nichts geschenkt haben.

Reborn From Hell: Samurai Armageddon - ScreenshotReborn From Hell: Samurai Armageddon - Screenshot

Zudem ist der Plot teilweise ein wenig konfus und bringt Nebenhandlungen, die mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun haben. So greift Jubei ein, als ein aggressiver Schwertkämpfer über eine alte Dame herfällt und hat aus lauter Dank ihre Tochter an den Hacken, nur um sie später bei einer anderen Person wieder unterzubringen. Und das steht in keinster Weise irgendwie mit dem Magier in Verbindung. Auch das mehr als abrupte Ende vermittelt eher das Gefühl, es hier mehr mit einem Pilotfilm einer Serie zu tun zu haben und nicht mit einem abendfüllenden Spielfilm. Jubei kämpft gegen einen der untoten Krieger, danach gibt es einen möchtegern-mystischen Spruch von dem Magier und dann ist Schluß. Die beiden standen sich während des ganzen Films nicht einmal gegenüber! Höchst seltsam das ganze. Die Schwertkämpfe machen den Gesamteindruck des Films dann auch nicht mehr wett, denn die können schon gar nicht mit dem Standard im Martial Arts Genre mithalten, wobei sie eigentlich fast noch das beste an diesem Film sind.

Aus den USA kommt eine DVD von Tokyo Shock, die den Film in seinem korrekten Format 1.85:1 wiedergibt, allerdings nicht anamorph. Der Ton liegt im japanischen Original sowie in einer weniger gelungenen englischen Synchronisation vor. Englische Untertitel gibt es auch noch. Als Bonusmaterial gibt es Liner Notes, die ein wenig Informationen über die einzelnen im Film auftauchenden Krieger vermitteln, da die Charaktere im Film auf historischen Personen basieren. Zusätzlich noch drei Trailer zu anderen Filmen, die aber alle ähnlich trashig-schlecht aussehen: Ricky-Oh (aka Story of Ricky), Zero-Woman und Prisoner Maria.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 19.08.2001

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