Film Daten

Titel:
Jason X
Originaltitel:
Jason X
Land & Jahr:
USA 2001
Laufzeit ca.: ?
88 Min.
Regie:
James Isaac
Darsteller:
Kane Hodder
Lexa Doig
Chuck Campbell
Lisa Ryder
Peter Mensah
Melyssa Ade
Derwin Jordan
Jonathan Potts
Dov Tiefenbach
David Cronenberg
Boyd Banks
Melody Johnson
Kristi Angus
Phillip Williams
Yani Gellman
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Columbia Tristar
Label:
Columbia Tristar
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Spanisch - DD 5.1
Untertitel:
Englisch, Spanisch
Extras:
  • Interviews
  • Behind-the-Scenes
  • Cast & Crew Info
  • Filmographien
  • Trailer

Jason X

Review

Jason X - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Der gefährliche Massenmörder vom Crystal Lake, Jason Voorhees (Kane Hodder), ist einfach nicht totzukriegen. Alle Versuche ihn zu exekutieren sind fehlgeschlagen. Daher entschließt man sich ihn einfach einzufrieren und zumindestens so von der Öffentlichkeit fernzuhalten. Das ganze geschieht unter der Aufsicht von Rowan (Lexa Doig), die allerdings von Dr. Wimmer (David Cronenberg) übergangen wird, der Jason für Forschungszwecke haben will. Als er ihn in Begleitung von Militärs abholen will, nutzt Jason die Gelegenheit natürlich und mangelt alle platt. Rowan flüchtet in den Raum mit den Kühlkammern und schafft es tatsächlich ihn in eine der Kammern zu befördern und den Einfrierungsvorgang zu starten. Nur hat sie die Rechnung nicht ohne Jason gemacht, der ihr seine Machete noch durch die Hülle der Kammer in den Körper jagt, somit durch den Hüllenbruch einen Alarm auslöst und Rowan verletzt mit Jason zusammen eingefroren wird.

Jason X - ScreenshotJason X - Screenshot

Irgendwann in ferner Zukunft: Ein Trupp von Studenten treibt sich auf dem Gelände herum und entdeckt den Raum mit den Kühlkammern. Dort finden sie die eingefrorenen Körper von Jason und Rowan und nehmen beide mit auf ihr Schiff. Jason ist nach ihren Instrumenten tot, aber bei Rowan besteht eine gute Chance sie aus ihrem Kälteschlaf zu erwecken. Die Studenten erforschen unter der Leitung von Professor Lowe (Jonathan Potts) die mittlerweile unbewohnbare Erde. Der Reanimationsprozess mit Rowan gelingt. Als Lowe ihr erzählt, dass mittlerweile gut 455 Jahre vergangen sind, ist das natürlich erstmal ein Schock für sie, findet sich aber trotzdem schnell zurecht. Das Jason ebenfalls an Bord ist, gefällt ihr gar nicht. Als sie verlangt seinen Körper zu sehen, finden sie schon die erste Leiche, eine Studentin, die Jason untersucht hatte. Die Militärs auf dem Schiff machen mobil und versuchen Jason zu erwischen, der mittlerweile bereits das nächste Opfer gefunden hat. Und so beginnt ein Katz und Maus Spiel, bei dem einer nach dem anderen sein Leben lassen muss, während die Stundenten und Rowan verzweifelt versuchen Hilfe zu rufen und das Schiff zu verlassen...

Zitat

Guys, it's okay! He just wanted his machete back!

Also erstmal eins vorweg: Ich war nie ein richtiger Fan der Friday Filme. Der allererste war ja noch ganz nett und neben Halloween der Vorreiter der Slasherwelle Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre. Allerdings konnte ich mich mit den 8 Nachfolgern nicht so richtig anfreunden, da die teilweise wirklich haarsträubend dumm oder quasi-Remakes eines vorangegangenen Teils waren, mit der immer wieder gleichen Geschichte von herumpoppenden Teenagern, die einer nach dem anderen von Jason auf unterschiedlichste Art und Weise gekillt wurden. Originell waren da höchstens noch die Ideen, wie man Jason denn nun am besten reanimiert, da er ja immer im vorangegangenen Teil eigentlich gestorben ist bzw. irgendwie ausgeschaltet wurde. Lediglich mit Nummer 9, Jason goes to Hell, konnte ich wieder etwas mehr anfangen, da sich dieser Teil nicht so fürchterlich ernst nahm. Langjährige Fans der Serie sehen das aber teilweise schon wieder ganz anders und halten ihn für einen der schlechteren Teile. Wie dem auch sei, Jason X ist prinzipiell nicht großartig anders als seine Vorläufer. Allerdings steckt hier etwas mehr Budget und Technik hinter, was der Serie eigentlich zugute kommt, denn so wird dem ganzen ein moderner Anstrich verpasst und Jason ins neue Jahrtausend herübergerettet.

Jason X - ScreenshotJason X - Screenshot

Jason X ist aber trotzdem jetzt kein anspruchsvoller Eintrag ins Horrorgenre geworden, sondern krankt teilweise noch unter den selben Symptomen wie seine Vorgänger. Logische Brüche werden gerne mal in Kauf genommen, um den Film voranzubringen. Wie z. B. direkt zu Beginn, als Jason die Militärs niedermacht und dann plötzlich hinter Rowan im Flur steht. Um dort hinzugelangen hätte er sich durch die Wand beamen müssen oder was auch immer, denn Rowan steht an dem einzigen Ausgang aus dem Raum, so dass er unweigerlich an ihr hätte vorbeigehen müssen. Auch ist es natürlich zum Finale hin unmöglich den Kerl irgendwie loszuwerden, selbst das Vakuum des Weltalls scheint er mit Leichtigkeit überwinden zu können. Richtig cool dagegen wirkt Jason nach seinem versehentlichen "Facelifting" als ihn die moderne Medizintechnik nicht nur körperlich heilt, sondern gleich viel unbesiegbarer macht (ein weiterer unlogischer Punkt, denn normale Menschen werden auch nur geheilt und nicht verbessert).

Zitat

Why don't you just admit it? You want me.
I could never be with a girl whose balls are bigger than mine.

Wo dieser Teil aber seinen Vorgängern nichts nachsteht sind wieder mal die Art und Weisen wie Jason seine Opfer um die Ecke bringt. Allerdings wirken die hier wie aus einem Comic entsprungen und sind nicht ganz so selbstzweckhaft dargestellt, wie es früher sonst der Fall war. Seine bevorzugten Opfer, die Teenager, sind aber selbst in der fernen Zukunft immer noch so dumm und körperlich fixiert wie die aus den Siebzigern. Ironischerweise ist sein erstes Opfer auf der Raumstation die einzige Studentin, die sich nicht für irgendjemanden ausgezogen hat. Glücklicherweise wird dem Nervnasenstudent Azrael schnell das Licht ausgeblasen, bevor dieser Charakter als üblicher Trottel, der durch sein Ungeschick nur Probleme bereitet, weiter durch den Film nervt. Lustig, wenn auch etwas fehlplaziert, ist Jasons Ausflug an den Crystal Lake der 70er Jahre im Holodeck. Wie er dort die beiden Mädels aufmischt, das hat echt Stil. Der Film ist zwar heftig in seinen Mordszenen, aber nicht viel blutiger als das, was man in den letzten Jahren sonst so im Kino geboten bekommen hat, siehe zum Beispiel Starship Troopers.

Jason X - ScreenshotJason X - Screenshot

Insgesamt gesehen ist Jason X schon besser als die meisten seiner Vorgänger. Das liegt vor allem daran, dass sich dieser Streifen etwas losgelöster von den alten Filmen bewegt. Alleine schon durch sein Maniac-in-Space Szenario und einer grundlegenden, aber bitter nötigen Überarbeitung der Thematik. Gehobenere Horrorkost konnte man ab Teil 2 von den Filmen noch nie erwarten und der neuste Eintrag der Reihe macht da auch keine Ausnahme. Schaltet man aber das Gehirn aus und nimmt die unlogischen Stellen und dummen Standardcharaktere in Kauf, so funktioniert der Film noch gut als Partyfilm in einer größeren Runde von Zuschauern.

Der Film entstand in Zusammenarbeit mit einem alten Bekannten. Als Produzent fungierte unter anderem Sean S. Cunningham, der schon an Wes Craven Erstlingsschocker The Last House on the Left beteiligt war und auch den allerersten Friday the 13th produzierte. Regisseur James Isaac ist ein eher unbeschriebenes Blatt in diesem Beruf. Aber dafür arbeitete er unter anderem schon mit David Cronenberg an den Effekten für eXistenZ zusammen. Daher auch der kurze, aber amüsante Cameo-Auftritt von David Cronenberg als Dr. Wimmer. Kane Hodder spielt schon seit Teil 7 den Massenmörder Jason Voorhees, hat aber sonst nur kleinere Nebenrollen gehabt und arbeitet auch als Stuntman. Der Rest der Darsteller besteht eigentlich auch nur aus B-Movie Schauspielern, die kaum nennenswerte Einträge in ihren Filmographien vorweisen können. Lexa Doig und Lisa Ryder sind vielleicht noch aus der TV-Serie Andromeda bekannt.

Jason X - ScreenshotJason X - Screenshot

Da seltsamerweise die Spanier die ersten waren, die den Film im normalen Kinoprogramm begutachten konnten, ist auch dort die erste DVD-Veröffentlichung dieses Streifens auf den Markt gekommen. Da es sich ja um einen Film neueren Datums handelt, ist die Bild- und Tonqualität natürlich recht gut. Das Bonusmaterial ist allerdings nicht so spektakulär. Zuerst gibt es einige Interviews mit den wichtigsten Beteiligten des Films. Allerdings kommt hierbei nicht wirklich viel an Informationen rüber. Es ist lediglich nett mal Kane Hodder in Person zu sehen, ohne das er die übliche Mask auf hat. Den größten Teil nimmt die Behind-the-Scenes Doku ein, die knapp über 17 Minuten dauert. Hierbei handelt es sich wirklich um einen Blick hinter die Kulissen und zeigt unkommentiert einige interessante Aufnahmen von den Dreharbeiten. Für Herbst/Winter dieses Jahres ist allerdings in den USA eine Special Edition DVD angekündigt, die noch ein paar Extras mehr haben dürfte.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 14.08.2002

Leser-Kommentare

15.07.2004, 18:35:20 Florian Kuhn ( Email schreiben )

Viel hat der Film nicht mit Freitag der 13te zu tun, aber die Idee, dass Jason in der Zukunft aufgetaut wird ist an und für sich nicht dumm. Der Film überzeugt mit tollen Effekten und komischen Charakteren. Das Bonusmaterial ist etwas dürftig aber ganz interessant. Wer viele Hintergrundinformationen haben will der kauft sich lieber die Sammler-Edition von "Texas Chainsaw Massacre". Mein Fazit: Guter Horrorfilm mit tollen Effekten und gruseliger Atmosphäre.

08.07.2004, 23:35:44 Hicki

Der Film ist wie fast alle "Freitag der 13."Filme - Also durchgehend mittelmäßig. Die Idee mit der Hetzjagt in der Zukunft ist ja wirklich gut, aber leider nicht wirklich spannend umgesetzt. Jason auf jeden fall ist ganz der alte geblieben. Ein wenig wortkarg, hin und wieder etwas unbeholfen und fasst seinen weiblichen Opfern beim Tötungsprozess überdurchschnittlich oft an die Oberweite. Was soll man sagen? Wer die Erwartungen nicht zu hoch schraubt, wird dennoch gut unterhalten.

15.03.2004, 17:46:13 Ned ( Email schreiben Homepage )

Gewöhnungsbedürftig. Auf der einen Seite brauchte die Reihe frischen Wind, auf der anderen Seite hat dieser Film so ziemlich gar nix mehr mit den Kultteilen zu tun und schlägt einen völlig neuen weg für die Pop-Teenie-Gesellschaft von heute ein. Ob einem das gefällt, muss man selbst entscheiden, ich fand es nur m´äßig.

21.01.2004, 23:19:29 Renè ( Email schreiben )

Also ich finde, dass Jason im Weltraum gewöhnungsbedürftig ist. Die Spannung ist nicht mehr so gross, wie in den älteren Freitag - Teilen.

25.08.2003, 15:45:36 pordox ( Email schreiben Homepage )

"... ein weiterer unlogischer Punkt, denn normale Menschen werden auch nur geheilt und nicht verbessert..."

Jason wurde zerfetzt, der Computer suchte nach den Teilen die fehlten... da durch den Kampf das Labor ein wenig ramponiert wurde und dort die Metallteile nur so rumlagen baute der Comptuer halt diese ein. Eigendlich nicht sehr unlogisch...

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