Film Daten

Titel:
Run, Man, Run
Originaltitel:
Corri, Uomo, Corri!
Land & Jahr:
Italien 1968
Laufzeit ca.: ?
121 Min.
Regie:
Sergio Sollima
Darsteller:
Tomas Milian
Donal O'Brien
John Ireland
Linda Veras
Chelo Alonso
José Torres
Luciano Rossi
Marco Guglielmi
Gianni Rizzo
Alternativtitel:
• Lauf um Dein Leben
• Big Gundown 2
• Saludos Hombre
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Blue Underground
Label:
Blue Underground
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 2.0
Italienisch - DD 2.0
Untertitel:
Englisch
Extras:
  • "Run Man Run: 35 Years Running" - Interviews mit Sergio Sollima und Tomas Milian
  • "Western Italian Style" - Dokumentation aus den 60er Jahren
  • Italienische Anfangssequenz
  • Fotogallerie
  • Biographien
  • Trailer
  • Booklet
  • Hidden Feature: Trailer zu "Django", "Django, Kill!" und "Mannaja"
  • Hidden Feature: weiterer Interviewausschnitt

DVD Daten

DVD Cover - Koch Media
Label:
Koch Media
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / 120:40
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 2.0
Italienisch - DD 2.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Extras:
  • Featurette "Sergio Sollima - Face To Face"
  • Kinotrailer (dt./amerik.)
  • englischer Vorspann
  • Bildergalerie
  • Drehorte (damals & heute)
  • 5 weitere Italowestern-Trailer

Run, Man, Run

Review

Run, Man, Run - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Der Mexikanische Dieb und Herumtreiber Cuchillo (Tomas Milian) kehrt nach einigen Monaten wieder in seine Heimatstadt zurück. Dort wird er nicht nur von seiner heißblütigen und stinksauren Freundin Dolores (Chelo Alonso) empfangen, sondern auch noch festgenommen und in eine Zelle zu dem Poeten und Revolluzer Ramirez (José Torres) gesteckt. Der bietet ihm 100 Dollar, wenn Cuchillo ihm hilft aus dem Gefängnis zu fliehen. Das Geschäft läßt sich Cuchillo natürlich nicht entgehen und sorgt durch einen Trick dafür, dass sie aus dem Gefängnis flüchten können.

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Er folgt Ramirez in ein kleines Dorf nahe der Grenze zu Texas. Dort wird Ramirez von den Einwohnern wie ein heiliger empfangen. Die Ruhe währt aber nur kurz, denn schon bald taucht der Bandit Riza (Nello Pazzafini) auf, der aus Ramirez das Versteck eines Goldschatzes erpressen will und dabei auch über Leichen geht. Versehentlich erschießt er Ramirez, als der die Einwohner schützen will. Da wird dann plötzlich von einer anderen Partei das Feuer eröffnet. Ramirez kann Cuchillo noch einen Hinweis auf das Gold geben, bevor er stirbt. Von nun an sind nicht nur die Banditen hinter Cuchillo her, sondern auch der ehemalige Sheriff Cassidy (Donal O'Brien), mexikanische Freiheitskämpfer, die von der Regierung geschickten Agenten Jean-Paul (Lucioano Rossi) und Michel (Marco Guglielmi) und seine Freundin Dolores, die ihn durch eine Heirat endgültig an sich binden will.

Run Man Run ist im Gegensatz zu den meisten früher gedrehten Italo-Western wie Teile der Dollar-Trilogie, Django oder Django, Kill! ein eher leichter und weniger ernsthafter Vertreter seines Genres. Die Grimmigkeit der genannten Filme wird hier durch eine gute Prise Humor ersetzt. Cuchillo ist zwar ein Dieb, aber eine Person mit Herz die sehr gut zwischen gut und böse zu unterscheiden weiß. Durch seine Art gelingt es ihm aber immer wieder von einer misslichen Lage in die nächste zu stolpern. Schon der Anfang des Films ist bezeichnend, als er sich gedankenverloren plötzlich einen Exekutionskommando gegenüber sieht und die Beine in die Hand nehmen muss. Die Flucht nimmt überhaupt einen großen Teil seines Lebens ein, denn Cuchillo ist immer irgendwie vor irgendwem auf der Flucht.

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Getragen wird die abwechslungsreiche Abenteuerkomödie unter anderem auch durch die vielen skurrilen Nebencharaktere. Cassidy ist zwar auch hinter dem Gold her, aber kein gandenloser Killer. Dolores denkt als einzige nicht an das Gold, sondern daran wie sie es schaffen kann, Cuchillo unter die Haube zu bugsieren. Die coolste weibliche Rolle hat aber Linda Veras als christliche Missionarin Jenny inne, auf die Cuchillo im Laufe seines Abenteuers stößt. Da er sich als neuer Assistent für ihre Missionsfahrt anbieten, ihr alter Assistent schied kurz zuvor dahin, macht sie ihm auch richtig Beine und zeigt ihm, wie sich ein wahrer Christ zu verhalten hat. Zum Schluß sind da noch die französischen Agenten, die Cuchillo auch schon mal an die Flügel einer Windmühle fesseln (!!), um mehr über das Goldversteck zu erfahren.

Allerdings muss ich sagen, dass der Film mit seinen 121 Minuten ein wenig zu lang geraten ist und sich ab und zu kleinere Längen einschleichen. Trotzdem bekommt der Zuschauer eine recht nette Mischung aus Western, Abenteuerkrimi und Gaunerkomödie geboten, die zum Glück nicht ganz so albern daherkommt wie z. B. die Terence Hill/Bud Spencer Western-Komödien. Man sollte also keinen harten Western mit viel Action und Blut erwarten, sondern eher eine gute abwechslungsreiche und humorvolle Abenteuergeschichte mit einem trotteligen, aber sympathischen Titelhelden.

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Regisseur Sergio Sollima brachte nach La Resa dei Conti (Der Gehetzte der Sierra Madre) zum zweiten Mal Tomas Milian in der Hauptrolle als Cuchillo unter. Sollima drehte insgesamt drei Italo-Western, sein erster war Faccia a Faccia (Von Angesicht zu Angesicht) in dem auch Milian die Hauptrolle spielte. Ansonsten drehte er auch einige Thriller und Historienfilme sowie Miniserien fürs italienische Fernsehen. Neben der Regie arbeitete er für Run, Man, Run noch am Drehbuch und produzierte den Film. Als Kamermann fungiert hier Guglielmo Mancori, der ein paar wirklich schöne Bilder eingefangen hat. Mancori arbeitete später unter anderem auch bei Filmen wie Nella stretta morsa del ragno (Dracula im Schloß des Schreckens), Emanuelle nera No. 2 (Black Emnauelle 2) oder auch für Lucio Fulci (Manhattan Baby)).

Zu Tomas Milian habe ich mich größtenteils schon im Text zu Django, Kill! ausgelassen. Erwähnenswert ist vielleicht noch der Fakt, dass der Titelsong des Films von ihm persönlich gesungen wurde und das er wirklich an die Windmühlenflügel gefesselt wurde, trotz seiner Höhenangst! Für Donal O'Brien war die Rolle des Cassidy seine erste Arbeit in Italien, nachdem er schon für John Frankenheimer in The Train (Der Zug) vor der Kamera stand, wenn auch in einer kleinen Mini-Rolle. Es folgten etliche Rollen in italienischen Exploitationfilmen, darunter der Fulci Western I Quattro dell'Apocalisse (Four of the Apocalypse / Verdammt zu leben - verdammt zu sterben!), Joe D'Amatos Emanuelle e gli ultimi cannibali (Emanuelle und die letzten Kannibalen) oder auch Zombie Holocaust. Immerhin schaffte er es auch noch mal in größere Produktionen wie Der Name der Rose. Den Kanadier John Ireland, der hier den Revolutionsführer Santillana spielt, begann bereits 1945 seine Schauspielkarriere. Ihn zog es durch so ziemlich jedes Filmgenre und war neben italienischen B-Movies auch in amerikanischen Independet-Produktionen wie Incubus oder Waxwork 2 - Lost in Time zu sehen.

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Die Karriere der weiblichen Hauptdarstellerinnen Linda Veras und Chelo Alonso war in beiden Fällen recht kurz. Während Veras größtenteils in anderen Italo-Western in Erscheinung trat (Faccia a faccia (Von Angesicht zu Angesicht), Sabata), war Alonso zuerst in vielen Historienschinken vertreten. José Torres, der hier den schmierigen Banditen Riza zum besten gibt, war ebenfalls größtenteils in Historienfilmen oder Western vertreten. In einer Nebenrolle ist hier Gianni Rizzo zu sehen, der auch schon in Sabata und seinem Nachfolger Adios Sabata eine gute Figur machte.

Run, Man, Run wurde von Blue Underground als Teil seiner Spaghetti-Wester Collection veröffentlicht, ist aber auch als Einzel-DVD erhältlich. Wie auch bei den anderen Filmen ist die Bildqualität phänomenal gut und läßt kaum Ansätze zum Meckern übrig. Das Material wurde gut restauriert und nur selten lassen sich noch kleinere Macken ausmachen. Ebenfalls gibt es neben der (halbwegs ertragbaren) englischen Synchronisation den italienischen Originalton zu hören, zu dem englische Untertitel zuschaltbar sind.

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Der Bonusbereich beginnt wie bei allen DVDs dieser Collection mit einem Interview. Diese Featurette nennt sich hier "Run Man Run: 35 Years Running" und geht gute 17 Minuten. Hier erzählen Regisseur Sollima und Hauptdarsteller Tomas Milian, der übrigens super sympathisch rüberkommt, vom Film und den Dreharbeiten. Interessant ist z. B., dass sich Sollima bei der Entwicklung des Cuchillo Charakters an Toshiro Mifune Die sieben Samurai orientierte und nicht an einem amerikanischen Darsteller. Amüsant ist Milians Kommentar zu einem Interviewsatz, den Sollima mal in einem Buch übers italienische Kino über ihn ausgelassen hat: "That's one thing in my life that I'm sure: I am fucking talented!" Aber auch über die anderen Schauspieler, die immerhin einen wichtigen Teil zum Genuss des Films beitragen, wird sich kurz ausgelassen.

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"Western, Italian Style" ist eine 38-minütige Dokumentation, die Ende der 60er Jahre entstand. Sie befasst sich mit dem Phänomen Italo-Western und seinen Einfluss auf die Filmindustrie. In dieser Doku gibt es neben vielen kurzen Ausschnitten aus bekannten Italo-Western auch interessantes Behind-the-Scenes Material von Sergio Corbuccis Il Grande Silenzio (Leichen pflastern seinen Weg) und Sergios Leones C'era una volta il West (Spiel mir das Lied vom Tod). Daneben gibt es auch kurze Interview mit Enoz G. Castellari, Sergio Corbucci und Sergio Sollima. Interessant sind die Ausschnitte von Run Man Run, die man hier zu sehen bekommt. Denn teilweise zeigen die eine andere Perspektive, als man sie aus dem Film gewöhnt ist und werden auch Open Matte gezeigt, also ohne schwarze Balken oben und unten.

Als weiteres Bonusmaterial gibt es den obligatorischen Trailer, der recht lang geraten ist. Danach gibt es die italiensiche Anfangssequenz, die nicht nur den Originaltitel zeigt, sondern auch von fabrlichen Design etwas anders gestaltet wurde als in der englischsprachigen Version. Die Fotogallerie präsentiert wieder zahlreiche Poster und Video Artworks aus vielen Ländern. Abgeschlossen wird der Bonusteil wieder mit Biographien, hier von Sergio Sollima und Tomas Milian. Auch auf dieser DVD gibt es als Hidden Feature Trailer zu den anderen drei Filmen der Spaghetti Wester Collection, sowie ein kurzer Ausschnitt aus dem Milian-Interview, in dem er eine kleine Anekdote aus der damaligen Zeit zum besten gibt.

Update 08.04.2005

Dann nun also zur ersten DVD aus der just erschienen Sergio Sollima-Box von Koch Media, in der sich mit Der Gehetzte der Sierra Madre (La Resa dei Conti, 1966), Von Angesicht zu Angesicht (Faccia a Faccia, 1967) und dem hier besprochenen Run Man Run aka Lauf um Dein Leben (Corri, Uomo, Corri, 1968) die komplette Italowestern-Trilogie von Sollima findet. Die 4-Disc-Edition kommt im noblen Schuber, der neben dem aufwändigen Digipack mit den drei Filmen plus Bonus-DVD auch noch eine abgespeckte Version von Ulrich P. Bruckners Italwestern-Lexikon Für ein paar Leichen mehr enthält. Aber dazu gleich mehr. Alles in allem auf jeden Fall ein superschickes Package!

Qualitativ kann die DVD zu Lauf um Dein Leben auch überzeugen. Die Bildqualität ist durchaus mit der der Blue Underground-Veröffentlichung zu vergleichen, was die Vermutung nahelegt, dass auf das gleiche Master zurückgegriffen wurde. Beim Ton hat man die Wahl zwischen der recht gelungenen deutschen Synchronfassung (Milians Stimme ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig) und dem italienischen Originalton, optional mit deutschen oder englischen Untertiteln. Da allerdings die hier enthaltenen ungekürzte Version nie zuvor in Deutschland erschienen ist, gibt es keine durchgängige deutsche Synchro. Auch diese zusätzlichen Szenen lassen sich wahlweise mit und ohne deutsche Untertitel anschauen (für diejenigen unter Euch, denen ein bißchen italienisch nix ausmachen sollte). Beide Tonspuren liegen gut verständlich in Dolby Digital 2.0 vor, wobei der italienische Ton etwas dumpfer ausfällt als die deutsche Fassung. Insgesamt lässt sich aber meiner Ansicht nach mit Bild und Ton sehr gut leben. Einziger Wehmutstropfen der DVD: Das schlichte Menü wurde relativ lieblos und optisch ungünstig zusammengeklotzt. Ein animierter Hintergrund ist eben nicht alles, man sollte schon noch die Menüpunkte davor lesen bzw. erkennen können - und das ist bei der verwendeten blassgelben Schrift kaum der Fall. Schade. So wirkt die Veröffentlichung hier leider nicht so edel wie sie es eigentlich verdient hätte.

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Auf der Film-DVD selbst findet sich als Extra lediglich der deutsche Originalkinotrailer, aber dafür liegt der Box ja noch eine Bonus-Disc mit reichlich Material zu allen drei Filmen bei. Da wäre zum einen die ausführliche Featurette Sergio Sollima - Face To Face. Diese 56-minütige Doku, die von Koch Media exklusiv für diese Box produziert wurde, setzt sich aus einem sehr aufschlussreichen Interview zusammen, in dem Regisseur Sollima sehr ausführlich über seine Einflüsse, den (Italo-)Western generell und natürlich die Entstehungsgeschichte der drei Filme spricht. Ergänzt werden seine Ausführungen jeweils durch entsprechende Filmausschnitte sowie Set- und Szenenfotos.

Hinzu kommt jeweils ein Untermenü mit speziellem Bonusmaterial zu jedem der drei Filme, das im Kern aus Trailern, einer Bildergalerie und Fotos von den Drehorten besteht. Die extensiven Bildergalerien präsentieren sich als nett dynamisch gestaltete Dia-Shows bestehend aus deutsch und internationalen Plakatmotiven, Aushangfotos, Plattencovern und Programmheften. Und da das Ganze außerdem sehr stimmungsvoll vom Soundtrack untermalt wird, bekommt man ganz nebenbei noch fast den kompletten Score mitgeliefert. Hinter dem Menüpunkt "Drehorte" verbergen sich Gegenüberstellungen aktueller Aufnahmen der damaligen Drehorte mit entsprechenden alten Szenenfotos. Wiederum sehr schön montiert und mit Musik unterlegt. Selten haben Bildergalerien so viel Spaß gemacht!

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Das Bonusmaterial fällt im Fall von Lauf um Dein Leben zwar etwas weniger reichhaltig aus als bei den anderen beiden Filmen, aber auch hier findet man neben einem Trailerbereich mit dem deutschem und amerikanischen Trailer sowie dem englischsprachigen Vorspann eine ausgiebige Bildergalerie und die beschriebenen Drehort-Fotos. Damit schneidet die Koch Media-Scheibe diesbezüglich zwar etwas schwächer als die Blue Underground-Veröffentlichung ab, aber der Gesamteindruck der Sollima-Box macht dieses kleine Manko locker wieder wett.

Schön, dass es nun endlich auch hierzulande eine DVD gibt, die Sollimas Film in ungekürzter Form anbietet. Dabei bezogen sich die Kürzungen der bisherigen deutschen Fassungen, wie ausführlich im Versionsvergleich von Video-/Kino- und TV-Fassung im 30-seitigen Booklet nachzulesen ist, kaum auf Gewaltdarstellungen (sogar die Uncut-Fassung hat eine FSK 12 bekommen), sondern eher auf Szenen, die mit der politischen Rahmenhandlung zusammenhängen. Vermutlich um die relativ komplexe Handlung zu vereinfachen und publikumsverträglich zu straffen - so wurde in der Videofassung die Bedeutung von einigen Protagonisten einfach zusammengestrichen oder in der Kinofassung die Bezüge zur Revolution entfernt.

Wie bereits angesprochen enthält die Box neben dem Digipack mit den Filmen auch noch eine abgespeckte Version von Bruckners Für ein paar Leichen mehr. Die Rezensionen sind in diesem gebundenen(!) Kompaktbüchlein zwar knapper gehalten, aber dafür finden sich hier reichlich farbige Abbildungen, während die Filmplakate und Fotos in der Originalausgabe in s/w gehalten waren. Die Dreingabe dieses praktischen Nachschlagewerkes, das gemeinsam mit Christian Kesslers Willkommen in der Hölle in den Bücherschrank jedes Italowestern-Freundes gehört, ist umso erfreulicher, weil die Erstauflage derzeit vergriffen ist und die angekündigte Zweitauflage seit längerem auf sich warten läßt.

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Als kleines zusätzliches Sahnehäubchen und Werbung in eigener Sache befinden sich auf der Bonus-DVD außerdem noch fünf Trailer zu weiteren Italowestern-Veröffentlichungen des Labels. Neben den bekannten Filmchen zu und Django - Ich will ihn tot auch die zu den brandaktuellen Veröffentlichungen Django - Unbarmherzig wie die Sonne und Blindman sowie dem offensichtlich demnächst zu erwartenden Django - Melodie in Blei. Das macht Lust auf mehr...

Mit der Sergio Sollima-Box hat Koch Media die Latte für Italowestern-Veröffentlichungen jenseits von Leone und Corbucci ganz schön hoch gelegt. Wer hätte gedacht, dass Herrn Sollima gerade bei uns eine so würdige digitale Aufbereitung zu Teil werden würde?! Das Preisleistungsverhältnis ist mit etwa 50 Euro wirklich klasse, so dass man hier ohne Einschränkung eine echte Kaufempfehlung aussprechen darf. Die Auflage mag mit 5000 Exemplaren zwar nicht so stark limitiert sein, dass sie direkt ausverkauft sein wird, aber dennoch sollten Liebhaber des italienischen Westerns nicht zu lange warten, sich eines dieser Schätzchen zu sichern.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 01.03.2003
Letzte Textänderung: 24.08.2006

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