Film Daten

Titel:
Blood for Dracula
Originaltitel:
Blood for Dracula
Land & Jahr:
Frankreich/Italien 1974
Laufzeit ca.: ?
99 Min.
Regie:
Paul Morrissey
Darsteller:
Joe Dallesandro
Udo Kier
Arno Juerging
Maxime McKendry
Milena Vukotic
Dominique Darel
Stefania Casini
Silvia Dionisio
Gil Cagne
Emi Califri
Eleonora Zani
Vittorio de Sica
Alternativtitel:
• Andy Warhol's Dracula
• Andy Warhols Young Dracula
• Young Dracula
• Dracula Cerca Sangue di Vergine e... Morti di Sete
• Dracula Vuole Vivere: Cerca Sangue die Vergina
• du Sang pour Dracula
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Criterion
Label:
Criterion
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Untertitel:
-
Extras:
  • Audio-Kommentar von Paul Morrissey, Udo Kier, Maurice Yacowar (Filmhistoriker)

Blood for Dracula

Review

Blood for Dracula

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Graf Dracula braucht für sich und seine Schwester dringend das Blut einer Jungfrau zum Überleben. Da es mit den Jungfrauen in Rumänien wohl nicht mehr so ernst genommen wird, überzeugt Draculas Diener ihn, nach Italien zu reisen und sich dort eine Frau zu suchen. Die Italiener sind ja bekannt für ihre erzkatholische Erziehung. Trotz starker Bedenken willigt Dracula ein, und in Italien finden sie bald eine verarmte Adelsfamilie, die noch vier unverheiratete Töchter hat. Dracula wird dort mit offenen Armen von den Eltern empfangen, da er in ihren Augen der Ausweg aus ihrer finanziellen Misere zu sein scheint. Dracula nimmt sich dann Tochter für Tochter vor, nur um festzustellen, das sie alle doch nicht so tugendhaft sind, wie sie behaupten. Als er dann endlich das Blut einer Jungfrau in sich aufnehmen kann, wird seine wahre Gestalt erkannt, und er wird vom Hausdiener hingerichtet.

In Andy Warhols Dracula bestimmt nicht so sehr der Horroraspekt das Geschehen, sondern irgendwie scheint das ganze nur Rahmenhandlung zu sein, um die beiden ältesten Töchter häufig genug nackt zu zeigen. Die beiden haben in den seltensten Fällen mal alle Klamotten an und vergnügen sich meistens mit dem Hausdiener. Man sieht den Grafen nur zweimal richtig zubeißen, allerdings kotzt er das Blut dann sofort wieder aus, weil es doch nicht das erhoffte Jungfrauenelixier war. Die Szene, wo er sich in die Badewanne hinein übergibt, wurde dann auch richtig schön in die Länge gezogen. Er windet sich in Krämpfen und spuckt Blut. Danke, darauf hatte ich den ganzen Film über gewartet. Zum Schluß wird's noch einmal etwas heftiger, wo Dracula vom Hausdiener verfolgt wird und in bester 'Ritter der Kokosnuß'-Manier erst beide Arme, ein Bein und schließlich den kompletten Unterkörper abgehackt bekommt. Bis dahin droht man aber des öfteren während des Films einzuschlafen. Zudem bricht der Film mit einigen Vampirtraditionen. Dracula kann bei Tageslicht existieren, auch wenn er dabei seine Augen abdecken muß, und er kann ohne zu verbrennen ein Kruzifix anpacken. Udo Kier macht sich gut in der Rolle des Vampirs, einer Rolle, die er 25 Jahre später in Blade wiederholt. Was jetzt der amerikanische Künstler Andy Warhol mit dem Film zu tun hat, bleibt mir ein Rätsel.

Die DVD von Criterion ist ein ganz feines Ding. Schon das stimmungsvoll gemachte Menü macht Spaß auf den Film. Zudem findet sich noch eine Photo & Stills Gallerie auf der Scheibe, die eine Art Diashow von Produktionsfotos ist, unterlegt mit dem schönen Soundtrack. Der Audio-Kommentar wird vom Regisseur Paul Morrissey and the Master himself, Udo Kier gesprochen.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 24.01.1999
Letzte Textänderung: 27.04.2004

Leser-Kommentare

31.01.2005, 14:41:20 andreas frank (16), saarland ( Email schreiben )

Info am Rande: Andy Warhol hat die Schauspieler für den Film rekrutiert. So bei Udo Kier zufällig im Flugzeug geschehen, der spontan von Andy Warhol gefragt wurde, was er denn so machen würde ...

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