Film Daten

Titel:
Originaltitel:
Dr. Phibes rises again
Land & Jahr:
England 1972
NTSC-Laufzeit:
88:52
Regie:
Robert Fuest
Darsteller:
Vincent Price
Robert Quarry
Valli Kemp
Hugh Griffith
John Thaw
Keith Buckley
Lewis Fiander
Gerald Sim
Milton Reid
Peter Jeffrey
John Cater
Peter Cushing
Beryl Reid
Terry-Thomas
Fiona Lewis
Alternativtitel:
Im Bund mit dem Teufel
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - MGM
Label:
MGM
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / 88:52
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Französisch - DD 1.0
Spanisch - DD 1.0
Untertitel:
Französisch, Spanisch
Extras:
  • Trailer

Review

 - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Nach drei Jahren erwacht Anton Phibes (Vincent Price) aus seinem künstlichen Schlaf um endlich mit seiner toten geliebten Frau nach Ägypten zu reisen und ihr ewiges Leben schenken zu können. Seine Pläne werden aber schon sofort durchkreuzt, da mittlerweile sein Haus nur noch eine Ruine ist und eine wichtige Karte entwendet wurde. Die befindet sich im Besitz des Archäologens Darius Biederbeck (Robert Quarry), der ebenfalls von dem Mythos des ewigen Lebens fasziniert ist. Phibes kann sich zwar die Karte zurückholen, aber trotzdem reisen beide nach Agypten, wo sich Phibes in eins schon vor Jahren vorbereitetes Versteck zurückzieht, während Biederbeck Grabungen ganz in der Nähe leitet. Als Biederbeck erneut Phibes in die Quere kommt, beginnt Phibes wieder mit ausgefallenen Tötungsmethoden das Grabungsteam zu dezimieren...

 - Screenshot - Screenshot

Ein Jahr nach dem schon fast als Klassiker anzusehenden Abominable Dr. Phibes (Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes) kam dessen Nachfolger in die Kinos. Die Handlung wird aus dem vernebelten London in das sonnige Ägypten verlegt, aber alle anderen Erfolgselemente des ersten Teils sind auch im Nachfolger vorhanden: obskure Tötungsmethoden, Phibes Pfiffigkeit und Hinterlist, wehrlose Opfer die ihrem Schicksal nicht entrinnen können und der immer zwei Schritte hinterhinkende Scotland Yard Inspector Trout (Peter Jeffrey). Phibes Methoden zu töten sind diesmal nicht inspiriert durch biblische Prophezeiungen, sondern Eigenkreationen seines kranken Geistes.

Somit hat man es mal mit einem Sequel zu tun, das zwar nicht viel neues bietet, aber dafür auch qualitativ nicht so stark abfällt wie das so häufig der Fall ist. Allerdings muss man schon sagen, dass der erste Teil eine dichtere Atmosphäre besitzt. Außerdem nimmt dieser Film auch einige unlogische Lücken in Kauf um die Geschichte voranzutreiben. Zum Beispiel findet Phibes ziemlich schnell heraus, wer ihm den Papyrus geklaut hat. Wie und woher erfährt man nicht. Wie kann es sein, dass Vulvania im ersten Teil durch Säure stirbt und hier wieder wie neu erneut mit von der Partie ist? Und aus welcher Steckdose kommt der Strom mit dem er mitten in der Wüste einen riesigen Ventilator antreibt??? Zwar stört dies den Filmgenuss nicht wirklich, weil der Film an sich trotzdem noch funktioniert und durch sein leicht surreales Setting sowieso mit harter Logik nicht zu verstehen ist. Ein wenig mehr Sorgfalt wäre aber trotzdem ganz schön gewesen.

 - Screenshot - Screenshot

Robert Quarry war in den zwei Jahren zuvor für die britischen Hammer Studios als Count Yorga, Vampire (Junges Blut für Dracula) tätig und stand neben Vincent Price und Peter Cushing in Madhouse (Das Schreckenshaus des Dr. Death) vor der Kamera. Peter Cushing hat einen extrem kurzen Gastauftritt als Schiffskapitän, das reicht nicht mal für eine gemeinsame Szene mit Vincent Price. Neben Peter Jeffrey als Scotland Yard Inspector Trout und John Cater als sein Vorgesetzter kommen auch Hugh Griffith und Terry-Thomas wieder zum Einsatz. Ersterer spielte im Vorgänger den Rabbi, der Trout die 10 Plagen erklärt und Terry-Thomas war der arme Mann, dem Phibes sämtliches Blut aussaugt.

Im Rahmen der "Midnite Movies" wurde auch dieser Film von MGM in den USA auf DVD veröffentlicht. Leider kann hier die Bildqualität nicht ganz so überzeugen. Ein dezentes Bildrauschen zieht sich durch den ganzen Film, was sich auch auf die Detailschärfe auswirkt. Die Farben sind okay, aber der Kontrast könnte einen Ticken besser sein. Außerdem fällt eine Szene qualitativ aus dem Rahmen. Und zwar als sich das Gespräch zwischen Peter Jeffrey (Trout) und Terry-Thomas (dem Chef der Kreuzfahrtlinie) dem Ende zuneigt und beide an der Tür stehen, wird das Bild deutlich unschärfer und erinnert mehr an ein besseres VHS-Bild. Nachdem der Schnitt zur darauffolgenden Szene erfolgt ist, wird die Qualität wieder schlagartig besser. Beim Ton ist dagegen alles wie gehabt: Englisch, Französisch und Spanisch in Mono. Untertitel gibt es nur in französisch und spanisch, an Extras leider wieder nur den Trailer. In Deutschland gibt es den Film auch auf DVD. Aber da ich, wie beim ersten Teil, schon länger die US-DVD besitze, habe ich mir die nicht zugelegt und kann somit keinen Vergleich anstellen.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 17.11.2003

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