Film Daten

Titel:
The Abyss
Originaltitel:
The Abyss
Land & Jahr:
USA 1989
Laufzeit ca.: ?
164 Min.
Regie:
James Cameron
Darsteller:
Ed Harris
Mary Elizabeth Mastrantonio
Michael Biehn
Leo Burmester
Todd Graff
John Bedford Lloyd
J.C. Quinn
Kimberly Scott
Captain Kidd Brewer Jr.
George Robert Klek
Christopher Murphy
Adam Nelson
Dick Warlock
Jimmie Ray Weeks
J. Kenneth Campbell
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - 20th Century Fox
Label:
20th Century Fox
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Englisch - DD 5.1
Untertitel:
Englisch, Spanisch
Extras:
  • Text-Kommentar während des Films
  • 12-seitiges Booklet
  • 60-minütige Dokumentation: "Under Pressure: Making The Abyss"
  • Kamerawinkelfunktion für bestimmte Szenen
  • Storyboard und Original-Entwürfe
  • Cast & Crew Informationen
  • 3 DVD-ROM Spiele
  • mehrere Trailer zu anderen Filmen

The Abyss

Review

The Abyss

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Ein mit Atombomben bestücktes Atom-U-Boot der US-Navy verschwindet in 600 Metern Tiefe auf mysteriöse Weise. Die Navy vermutet natürlich zuerst einen Anschlag von den Russen und schickt ein Expertenteam los, das die Sache untersuchen soll. Dabei wird die Besatzung einer zivilen Unterwasserstation unfreiwillig beteiligt, denn mit der mobilen Station liegen sie am näher an der Unglückstelle, als jedes andere Boot der Navy. Die Mannschaft unter der Leitung von Virgil Brigman beugt sich nur ungerne dem harschen Ton des Navy Lieutenants Coffrey. Mit den Marines kam auch Lindsey Brigman, Virgils Ex-Frau und Entwicklerin der Station an Bord, was Virgil noch zusätzliche Probleme bereitet.

Als sie das gesunkene U-Boot finden und es im inneren erforschen, finden sie unzählige Leichen. Was aber von den zivilen Tauchern keiner ahnt: Coffrey soll nebenbei noch einen Atomsprengkopf aus dem U-Boot holen. Einer der Taucher beginnt aus unbekannten Gründen in dem U-Boot zu hyperventilieren und kann nur noch bewußtlos zurück zur Station gebracht werden. Während seines Anfalls versagte zudem in allen umliegenden Systemen die Stromversorgung und Lindsey erkennt in den Untiefen des Meeres etwas seltsames, was sie nicht einzuordnen vermag.

An der Wasseroberfläche zieht sich mittlerweile ein handfestes Unwetter zusammen, das sich in einen ausgewachsenen Orkan entwickelt. Die Station ist über dicke Kabel immer noch mit einem Schiff verbunden. Der Kran, der die Kabel trägt, kann bei dem Unwetter der Belastung aber nicht mehr standhalten, löst sich vom Schiff und sinkt genau auf die Station zu. Er verfehlt sie nur knapp, kippt dafür aber in einen tiefen Abgrund und zieht dabei die Station fast mit hinunter. Jetzt müssen die Leute erstmal alles daran setzen, sich von dem Kran zu befreien, bevor die Station endgültig hinunterkippt. Dabei hat dann Lindsey ein denkwürdiges Erlebnis: Bei Außenarbeiten versagt wieder einmal der Strom, aber aus dem Abgrund nähert sich ihr ein unbekanntes, aber in bunten Farben leuchtendes Wesen, das scheinbar eine außerirdische Intelligenz zu sein scheint. Sie erzählt mit Begeisterung von ihrem Erlebnis, das bei dem militärisch denkenden Coffrey die Alarmglocken schrillen läßt. Er sieht darin eine Bedrohung und beginnt die Mannschaft unter Druck zu setzen und die Atombombe startklar zu machen. Die Situation eskaliert schließlich, als ein Wesen sich in Form einer stabilen Wassermasse den Menschen erkenntlich zeigt. Coffrey dreht endgültig ab, sperrt die restliche Mannschaft ein und startet eine kleine U-Boot-Drone mit der Atombombe. Trotzdem gelingt es den Zivilisten sich zu befreien und Virgil startet einen Versuch die Atombombe noch zu erwischen und taucht dabei mit Hilfe neuerer Navy-Techniken in den Abgrund hinab. Und dort erlebt er etwas unglaubliches...

The Abyss ist einer der beeindruckensten Unterwasserfilme die je gedreht wurden. Die Spannungen innerhalb der Mannschaft, die auf engstem Raum längere Zeit leben müssen, werden hier gekonnt dargestellt. Das empfindliche Gleichgewicht wird durch die Ankunft der Navy Soldaten massiv gestört, da diese sich auf dem Schiff benehmen, als wäre es ihr eigenes. Die Action-Handlung macht mehr und mehr philosophischeren Aspekten Platz, da nach der Existenz und der Herkunft der unglaublichen Wasserwesen gefragt wird, die sogar zum Schluß hin ihre Existenz auf der Wasseroberfläche in Form von riesigen Flutwellen bekannt geben.

Jeder, der sich für den Film interessiert, sollte die alte 135 Minuten Fassung meiden, da hier vieles weggelassen wurde. Erst der um über 30 Minuten längere Director´s Cut beantwortet viele Fragen, die bei der kürzeren Fassung auftreten. Zudem werden hier die fremden Wesen besser dargestellt und sind nicht nur schmückendes Beiwerk.

Die US-Doppel-DVD ist ein echter Oberhammer geworden. Gleich zwei DVDs werden einem präsentiert. Auf der ersten ist der Film in seiner kurzen Version und in dem Director's Cut enthalten. Natürlich in einer sehr guten Bildqualität. Die zweite DVD ist dann vollgestopft mit unzähligen Extras und Informationstexten. Es gibt interessante Dokumentationen, viele Trailer (auch versteckte Trailer von anderen Filmen, wer sucht, der findet...), vorher-nachher-Vergleiche, und und und... Alles kann ich gar nicht aufzählen. Für jeden Fan des Films ein Muß!

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 15.05.2000

Leser-Kommentare

07.09.2005, 17:35:27 Dietmar Kesten ( Email schreiben )

James CAMERON präsentiert eine naive Heilsgeschichte mit aneinandergereihten religiösen Versatzstücken. Die Geschichte ist keine originelle und gehört nach wenigen Minuten eigentlich schon der Vergessenheit an. Die Mannschaft einer Ölbohrinsel schickt sich an, ein U-Boot voller Atomsprengköpfe, das in Meerestiefe abgestürzt ist, zu suchen. Die Begegnung gipfelt in dem plötzlichen Auftauchen von 'außerirdischen Intelligenzen'. Innere Spannung und Handlungslogik sucht man vergebens. Allenfalls streut CAMERON einige ökologische Ansätze, die jedoch im Ansatz verpuffen.

15.09.2003, 17:11:08 Georg Gruber ( Email schreiben Homepage )

vor allem die 60 minuten doku über die dreharbeiten "unter wasser" sind wohl das aufregenste making-of, das ich je gesehen habe.

vor allem die sprühenden witze von James Cameron sind göttlich...

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