Film Daten

Titel:
High Tension
Originaltitel:
Haute Tension
Land & Jahr:
Frankreich 2003
Laufzeit ca.: ?
87 Min.
Regie:
Alexandre Aja
Darsteller:
Cécile De France
Maïwenn Le Besco
Philippe Nahon
Franck Khalfoun
Andrei Finti
Oana Pellea
Marco Claudiu Pascu
Jean-Claude de Goros
Bogdan Uritescu
Gabriel Spahiu
Alternativtitel:
Switchblade Romance
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - McOne
Label:
McOne
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / 86:24
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 5.1
Französisch - DD 5.1
Englisch - DD 5.1
Untertitel:
Deutsch
Extras:
-

DVD Daten

DVD Cover - McOne
Label:
McOne
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / 85:17
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 5.1
Deutsch - Headphone Surround
Französisch - DD 5.1
Englisch - DD 5.1
Untertitel:
Deutsch
Extras:
  • 2 Trailer
  • Biographien
  • 18 Trailer zu weiteren Filmen

DVD Daten

DVD Cover - McOne
Label:
McOne
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / 84:12
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 5.1
Deutsch - Headphone Surround
Französisch - DD 5.1
Englisch - DD 5.1
Untertitel:
Deutsch
Extras:
  • Making-Of
  • 4 Interviews
  • Artwork-Galerie
  • 2 Trailer
  • Biographien
  • 18 Trailer zu weiteren Filmen

High Tension

Review

High Tension - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Marnie (Cécile De France) und Alex (Maïwenn Le Besco) fahren zu Alex Eltern, um dort für Studienprüfungen zu büffeln. Aber bereits in der ersten Nacht dringt ein Fremder (Philippe Nahon) ins Haus ein, der Alex' Familie brutal ermordet und Alex gefangen nimmt. Marnie verfolgt den Fremden um Alex aus dessen Gewalt zu befreien...

High Tension - ScreenshotHigh Tension - Screenshot

Frankreich war bislang nicht unbedingt als Herkunft für sehr harte Horrorfilme bekannt. Zwar gab es in der Vergangenheit durchaus einige gute Beiträge zum Horrorgenre aus dem Land, aber die meisten Filme, insbesondere Slasher, konnten sich doch nicht gegen die amerikanische oder südeuropäische Konkurrenz durchsetzen. Mit High Tension schien sich das zu ändern, denn zusammen mit dem Film baute sich auch ein enormer Hype auf, der die Fans des ernsthaften Horrorfilms auf den Streifen aufmerksam machte. Das der Film so viele Horrorfans anspricht ist auch kein Wunder, denn Regisseur Alexandre Aja ist selbst ein Horrorfan und insbesondere der Werke aus den 70er und 80er Jahren.

Erzählt wird die Geschichte zweier Mädchen, Marnie und Alex. Beide sind bestens miteinander befreundet und reden offen miteinander. Allerdings unterscheiden sie sich in ihrem Sexleben, Alex ist recht aktiv und wechselt häufig ihre Liebhaber, Marnie hingegen hält sich eher zurück und hatte schon lange keinen Freund mehr. Kurze Zeit später wird auch klar wieso, denn im Geheimen steht Marnie auf Alex. Schon der Anblick der nackten Alex unter der Dusche erregt sie so sehr, dass sie sich für einige Minuten mit sich selber beschäftigt. Weiter kann sich die Schwärmerei aber nicht mehr entwickeln, denn dann geht es in dem Haus bereits sehr blutig zu. Der Fremde ist ein Mann ohne Kompromisse, sein Gesicht kaum zu sehen und seine Taten sind grausam und werden mit einer kaltschnäuzigen Konsequenz durchgeführt. Nur mit Glück kann sich Marnie verstecken, folgt ihm und gerät des öfteren in Lebensgefahr.

High Tension - ScreenshotHigh Tension - Screenshot

Inhaltlich unterscheidet sich der Film also kaum von anderen typischen Vertretern des Genres. Allerdings hat man selten einen so kaltblütig agierenden Killer gesehen, der selbst Jason Voorhees alt aussehen läßt. Da werden Komoden in Verbindung mit einem Treppengeländer zu Köpfungsmaschinen, die Mutter wie ein Tier abgeschlachtet und selbst der kleine Bruder von Alex bleibt nicht verschont (wenn auch Off-Screen). Der Film baut dabei eine sehr düstere und kalte Atmosphäre auf, neben den Tötungen schafft dies alleine schon für ein Gefühl der Unruhe und Unbehaglichkeit. Dazu trägt auch der wirklich gute Soundtrack bei, der zwar nicht unbedingt im Ohr hängen bleibt, aber den Film wirkungsvoll unterstützt. Es gibt keine schwarzhumorigen Elemente, keine Ironie, High Tension ist ein durch und durch ernster, ja schon grimmiger Horrorfilm ohne Rücksicht auf Verluste.

Da reine Slasher heutzutage, mögen sie technisch noch so gut umgesetzt sein, kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervorlocken, dürfte niemanden verwundern. Daher musste in High Tension, wie es derzeit ja modern ist, ein Plot-Twist eingebaut werden, der die Dinge in ein etwas anderes Licht rückt. Dieser Twist stößt aber im allgemeinen auf recht konträre Reaktionen. Während es auf der einen Seite dem Film durchaus etwas mehr Spinn gibt und manche Dinge ins richtige Licht stellt, die vorher etwas seltsam anmuteten, so fühlten sich auf der anderen Seite auch viele Zuschauer um ihren Filmspaß betrogen, denn irgendwo erscheint dies auch wie an den Haaren herbeigezogen. Denn durch den Twist wird quasi alles was sich vorher abspielte komplett unlogisch. (Ich persönlich musste sogar laut loslachen als der Twist kam und war nicht, wie es wohl eigentlich sein sollte, überrascht davon.) Zwar könnte man das auf eine gewisse Art und Weise interpretieren, dass es wieder passt (mehr zu erzählen würde leider zuviel vom weiteren Handlungsverlauf verraten), aber diese Erklärungen erscheinen irgendwo zu erzwungen, zu verkrampft, um den Film doch noch sowas wie einen Sinn zu geben. Hier liegt es an jedem einzelnen Zuschauer, ob er die Wendung akzeptieren kann oder nicht.

High Tension - ScreenshotHigh Tension - Screenshot

Davon einmal abgesehen ist High Tension trotz des Plot-Twists fürchterlich unoriginell. Der Handlungsverlauf ist bis zum Twist vorhersehbar, danach ebenfalls, nur in einer etwas anderen Form. Bei einem Zwischenstop an einer Tankstelle wird zudem fast 1:1 die bekannten Toiletten-Szene aus William Lustigs Maniac (ein insgesamt besserer Psychokiller-Film) kopiert. Außerdem macht diese Sequenz storytechnisch auch nicht sehr viel Sinn, sondern zieht den Film nur noch ein bißchen in die Länge. Die Charakterisierung der einzelnen Personen ist extrem oberflächlich, selbst von den Hauptpersonen Marnie und Alex erfährt man wirklich nur das allernötigste. Bei alten Klassikern wie den original The Texas Chain Saw Massacre gab es zwar auch keine bessere Darstellung der Charaktere, aber dieser Film war auch zu einer komplett anderen Zeit entstanden. Von einem modernen Horrorthriller erwartet man da eigentlicht mehr, da er sich von den alten Bekannten schon ein wenig abheben sollte.

Den hohen Erwartungen wird High Tension durch den geschürten Hype nicht unbedingt gerecht. Als anspruchsloser Horrorfilm für zwischendurch mit morbider Atmosphäre geht er aber voll in Ordnung und versteht es so auch zu unterhalten. Auch wer an einen Horrorfilm im Stile der Achtziger in einem modernen Gewand Interesse hat, kann ruhig einen Blick riskieren. Ob es ein Film für die Ewigkeit bleibt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen, dagegen spricht aber seine Substanzlosigkeit. Wäre dieser Film vor mindestens 25 Jahren rausgekommen, hätte er ja vielleicht noch was reißen können. Heutzutage ist er einfach "nur" einer von vielen, der seinen Vorbildern Hommage zollt, aber deren Klasse bei weitem nicht erreicht. Vergleichbar wäre evtl. Wrong Turn. Inszenatorisch und inhaltlich unterscheiden sie sich komplett, aber Wrong Turn ist ebenfalls ein Slasher, der nicht unbedingt zimperlich in seinen Gewaltszenen ist. Der zieht aber im Gegensatz zu High Tension einfach sein Ding ohne Schnörkel durch - und macht dadurch irgendwie etwas mehr Spaß.

High Tension - ScreenshotHigh Tension - Screenshot

Gedreht wurde High Tension nicht nur in Frankreich, sondern auch für zwei Monate in Rumänien, wahrscheinlich aus Budget-Gründen. Das besondere an den Dreharbeiten war aber, dass Alexander Aja die Szenen zum größten Teil in ihrer chronologischen Reihenfolge drehte, was den Schauspielern natürlich half, den immer weiter fortschreitenden Zustand ihrer Charaktere langsam aufzubauen und nicht von einer Gemütslage in die nächste springen zu müssen. Der noch recht junge Alexandre Aja (Geburtsjahr 1978) drehte im Jahre 2000 seinen ersten Spielfilm, das Science-Fiction Drama Furia. Danach folgte 2002 das Drehbuch für Entre chiens et loups (Break of Dawn) und schließlich 2003 High Tension. Er führte nicht nur bei allen Filmen Regie, sondern schrieb auch die Drehbücher. Durch High Tension wurde schließlich auch Hollywood auf den jungen Mann aufmerksam und wird als ein möglicher Regisseur für das geplante Remake von Wes Cravens The Hills Have Eyes (Hügel der blutigen Augen) gehandelt.

Die gebürtige Belgierin Cecile De France wurde einem größeren Publikum durch den Film L'Auberge espagnole (Barcelona für ein Jahr) bekannt, der als erster ihrer Filme auch in deutschen Kinos lief. Danach folgten ein paar Dramen und Romanzen, bis sie in High Tension in einem völlig anderen Genre auftauchte. Internationale Erfahrungen sammelte sie durch ihre Nebenrolle in dem von Frank Coraci inszenierten Around the World in 80 Days, in dem Jackie Chan die Hauptrolle spielt. Maïwenn Le Besco war in einer Rolle am Theater tätig, wo sie von Alexandre Aja entdeckt und für High Tension angeworben wurde. Zu den bekanntesten Werken in ihrer Filmographie gehören Leon der Profi und The Fifth Element (Das fünfte Element), in letzterem spielte sie die Diva Plavalaguna. Philippe Nahon kennt man zumeist als den Menschenfeind.

High Tension - ScreenshotHigh Tension - Screenshot

Im deutschsprachigen Raum gibt es gleich drei DVD-Veröffentlichungen von McOne. Zuerst kam die Verleih-DVD, die schon um einige Sekunden erleichtert wurde. Dann erschienen parallel die offizielle deutsche Kauf-Version, gekürzt um gut zweieinhalb Minuten (also so gut wie alle härteren Szenen), sowie die ungekürzte Fassung in Österreich. Technisch unterscheiden sich die Versionen kaum voneinander. Das Bild ist trotz des größtenteils im Dunkeln spielenden Films sehr gut, hat eine hervorragende Schärfe und gibt die bewußt in dunklen Tönen gehaltene Farbgebung des Films ordentlich wieder. So richtig rockt aber der Ton. Der weiß so richtig zu begeistern durch seine Dynamik und die gute Ausnutzung aller Kanäle. Musik wie auch Effekte kommen druckvoll aus den Boxen, die Dialoge sind trotz allem sauber herauszuhören.

Während die Uncut-DVD gar keine Extras bietet, so hat die Verleih-DVD immerhin noch 2 Trailer, Biographien und Trailer zu weiteren McOne-DVDs. Dies gilt ebenso für die erste DVD der Kauf-Version. Die hat aber als einzige noch eine zweite DVD dabei, auf der sich ein Making-Of, vier Interviews und eine Artwork-Galerie befinden. Zudem wird die Kaufversion als Digipack im Pappschuber verkauft. Je kürzer also der Film, um so mehr Extras gibt es. Das Making-Of geht knapp über 36 Minuten und ist mehr ein langes Interview mit Regisseur Alexandre Aja und Drehbuch-Mitschreiber Grégory Levasseur mit Ausschnitten aus dem Film und einigen Aufnahmen von den Dreharbeiten. Ironischerweise sind hier in den Filmausschnitten Szenen enthalten, die im Hauptfilm der Schere zum Opfer fielen.

High Tension - ScreenshotHigh Tension - Screenshot

Die Interviews beginnen mit Cecile de France (21 Min.). Sie erzählt einiges von den Dreharbeiten und den Vorbereitungen, die sie in ihre Rolle gesteckt hat. Danach erzählt Maïwenn Le Besco in fünfeinhalb Minuten, wie sie überhaupt an die Rolle kam, was sie dazu bewog sie anzunehmen und ein paar Anekdoten vom Dreh. In dem fünfminütigen Interview mit Philip Nahon erzählt er zunächst, dass er seine Rolle erst gar nicht spielen wollte, weil er auf die typische Rollen des Filmbösewichts keine Lust mehr hatte. Das letzte Interview wurde mit dem Special Effects Künstler Giannetto De Rossi geführt und geht knapp über sieben Minuten. Dabei erzählt er aber nicht nur von der Arbeit an High Tension, sondern hat sogar eine amüsante Anekdote von den Dreharbeiten zu Zombi 2 (Woodoo - Schreckensinsel der Zombies) zu bieten. Abschließend gibt es noch eine Artwork Galerie.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 28.01.2005
Letzte Textänderung: 24.03.2006

Leser-Kommentare

01.11.2006, 14:20:25 Florian Kuhn ( Email schreiben )

Wow. Super Psychospiel, das den Zuschauer in seinen Bann zieht und ihn nicht mehr los lässt. Wer gepflegten Nervenkitzel mit einer Überdosis Blut und heftigen Todesszenen sucht ist mit diesem Streifen bestens bedient. Tja. Ein typisch französischer Film. Einfach anders und sehr speziell.

23.08.2006, 20:35:28 Zappelfry ( Email schreiben )

Als absoluter Fan der Splatter- und Slasherfilme der späten 70er und frühen 80er kann ich sagen, dass ich schon sehr lange Zeit keinen so guten Film wie High Tension gesehen habe, zumindest was dieses Genre betrifft.
High Tension bietet alles, eine von Anfang an fesselnde Handlung, derbste Splattereffekte vom Altmeister Giannetto De Rossi, grandiose Musik und eine sehr genau durchdachte Story!!!!
Dies behaupte ich bewußt, da ich ständig lese und höre, wie unlogisch der plötzliche Plot-Twist wäre.
Ich muss gestehen, dass mir nach dem ersten Anschauen auch so manches unklar und unlogisch erschien, aber eine der ganz großen Stärken des Films ist aus meiner Sicht, dass man sich mit ihm beschäftigt und ihm immer und immer wieder ansehen kann, ohne dass er von seiner Faszination einbüßt.
Spätestens beim zweiten Durchlauf bemerkt man dann auch immer wieder zahlreiche Anspielungen und Hinweise auf den weiteren Verlauf der Story, wie etwa der Alptraum zu beginn ("Hat Dich ein Kerl verfolgt?" "Nein, ich glaube ich habe mich selbst verfolgt!").
*Spoiler*
Der Film beginnt mit den Worten: "Also gut, nehmen Sie es auf!" gesprochen von der psychisch kranken Mörderin, welche anschließend die Story erzählt. D.h. der gesamte Film schildert die Taten aus der,wohlgemerkt gestörten, Wahrnehmung der Mörderin heraus. Natürlich kann sich diese beispielsweise nicht selbst in einem zweiten Pkw verfolgen, aber genauso sicher ist, dass ein krankes Hirn die Situation so wahrnehmen, bzw. sie sich so ausmalen könnte!
*Spoiler Ende*
So läßt sich nicht nur absolut jede Handlung im Film erklären, sie läßt sich auch absolut glaubwürdig nachvollziehen, ohne dass man auch nur irgendetwas an den Haaren verbeiziehen müsste, abgesehen davon, dass viele Szenen notwendig waren, um die Spannung aufrecht zu erhalten.
So gut mir Filme wie "Wrong Turn" und "TCM-Remake" gefallen haben, so können sie meiner Meinung nach High Tension nicht im entferntesten das Wasser reichen. Bei mir hat High Tension seinen Platz im DVD-Regal neben meinen Fulci-Klassikern und Maniac gefunden und da gehört er auch hin.
Für mich hat Alexandre Aja ein absolutes Highlight des Horrorfilms erschaffen, dass ich auch in 20 oder 30 Jahren noch gerne und oft anschauen werde. Endlich mal wieder ein Film, der die düstere Atmosphäre und kompromisslose Härte der 70/80er wiederbringt, mit De Rossi Effekten, die den Vergleich zu keinem anderen Splatterfilm scheuen brauchen und ich habe so gut wie alles schon gesehen.
An dieser Stelle nochmal ein hoch auf "Stokely", denn er hat absolut Recht, der Twist und alles andere ist definitiv nicht unlogisch, da hilft wirklich nur mehrfaches Ansehen und dem von mir geschilderten Aspekt!

15.08.2006, 14:28:48 *BUNNY*

Also das ist meiner Meinung nach ein absolut gut gelungener horrorfilm...schon mal die Schauspieler....Wow.und da ist es jawohl echt egal wie unlogisch einen die Handlung zum Schluss vorkommt.Dieser Film übertrifft den ganzen "sream" und Helloween shit!Spannend bis zum Schluss so gefallen mir die Movies ehrlich gesagt am besten...und da kann man über die Fehler auch drüber hinweg sehen oder nicht?
Cécile de France is übrigens sehr sexy.... ;-)

10.03.2006, 19:17:04 Stokely ( Email schreiben )

Also, so durchwachsen eure Statement auch sein mögen,
aber....
...............hat sich einer von euch, den Film auch wirklich "richtig" angeschaut?

Bei allen Schwärmereien von kompromissloser Gewalt
und allen Nörgeleien des Plot-Twist halber,
hat noch nicht einer hier den eigentlichen Sinn und die prägnante Kernaussage des Film widergegeben!

Was ist bitte schön an diesem Twist unlogisch?

Marie sitz doch zu Anfang in einer Psychiatrie.....
.....und was tut sie da???

Na, klingelts? Also Disc nochma in den Player und schon von Anfang an nachdenken!

17.10.2005, 18:28:51 tetsu ( Email schreiben )

Also den Vergleich von High Tension mit Wrong Turn find ich schon sehr gewagt. Da spielt High Tension schon in einer ungleich höheren Liga ? wenn der Film nicht gleich eine ganz andere Sportart darstellt.
Und mag der strittige Plottwist auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen und die ganze Story ein wenig hanebüchen erscheinen ? das macht die düstere Atmosphäre, die der Film in jeder Sekunde verströmt, die kalte Optik und die großartigen Schauspieler (allen voran der ?erratische Block? Phillipe Nahon ? seit Robert Mitchum-selig hat wohl keiner mit so stoischer Mimik derart ausdrucksstark und mitreißend einen Film tragen können // siehe auch P.N. in Gaspar Noas beklemmenden Drama ?Menschenfeind //).
Außerdem tut es gut, endlich wieder einmal einen gänzlich spaßbefreiten, zumindest formal erstklassigen "Horrorfilm" anzuschauen, weil die, ähm, "ironisch gebrochenen" Teen-Slasher Marke "Scream" nerven ausnahmslos. Und wie.

06.06.2005, 21:27:29 Rago ( Email schreiben )

Sauspannender Film, wenngleich der Plot-Twist erst mal verdaut werden muss. In der Tat muss man sich hernach ein paar Dinge im vorangegangenen Handlungsverlauf 'zurecht lügen', damit es wieder passt.
Aber um nochmal auf die oben erwähnte Tankstellenszene einzugehen: Die hat schon einen Sinn, finde ich. Ist halt der Dreh um dem Zuschauer den Plot-Twist unterzujubeln. Durch die Polizisten, die sich das Band der Überwachungskamera anschauen, die den Mord gefilmt hat. Wobei der Zuschauer dann seinen aha-Effekt hat. Die Morde sind finster und schockierend, die Atmosphäre ab dem Zeitpunkt, da sie das Haus verlassen nicht mehr.

24.02.2005, 17:00:00 montana ( Email schreiben )

also ich muss sagen, dass selten ein film bei mir einen so bleibenden eindruck hinterlassen hat, wie haute tension. die ganze atmosphäre des films lassen einen ständig mitfiebern,man wird hineingezogen in diesen strudel aus gewalt und wahnsinn und gefesselt von der ausweglosen situation der protagonisten.den humor vermisst man bei diesem film überhaupt nicht, im gegenteil, gehen mir doch diese ach-so-lustigen-sprüche der amerikanischen slasherfilme ziemlich auf die nerven und wirken oft deplatziert. die kompromisslosigkeit mit der hier vorgegangen wird und der wirklich klasse leistung der darsteller,lassen einen mit heruntergeklappter kinnlade verharren und man kann die augen keine sekunde vom bildschirm nehmen,wobei man sich des öfteren ertappt, auf seinen fingenägeln zu kauen.
die tötungsszenen sind schon heftig und für menschen der "scream-filme-generation"sicher zu hart, dennoch ist dieser film kein schlachtfest und die deutlichkeit der morde sind notwendig, denn sie tragen zur kaltblütigkeit des täters bei, sodass man das gefühl hat, mit dieser person nicht verhandeln zu können und die situation dadurch unerträglich wird, wobei der mord an dem kleinen jungen, obwohl dieser nicht zu sehen ist, am härtesten rüberkommt und es einem der atem stockt, bei dieser unmenschlichkeit!
kleinere logikfehler werden natürlich mit der wendung des films zum schluss aufgeworfen,jedoch sehe ich diese nicht als so gravierend an, da die geschichte von anfang an aus der sicht des killers geschildert wird und wer erwartet schon von einem kranken gehirn eine durch und durch logische handlung?
klar,wrong turn bleibt seiner linie treu,aber dennoch schaut man ihn sich 1-2 mal an und vergisst ihn wieder(obwohl er ja auch sehr gut ist),doch über haute tension denkt man lange nach und diskutiert, zeigt er doch ein interessantes und verstörendes psychogramm des täters.und wenn man wie ich in dem besitz der ungeschnittenen fassung ist, sind einem 87 minuten hochspannung garantiert. alles in allem einer der besten horror-beiträge der letzten jahre und das aus frankreich!!!mehr davon!!!

02.02.2005, 16:28:24 HerbertWest

wow das war echt heftig
ich hab zwar schon so einige filme gesehen aber ich würde sagen das war mit das heftigste.
und auch sonst hat er mir sehr gut gefallen.selbst die erwähnte storywendung hat mir gefallen, aussser dass durch selbige einige vorhergehende szenen völlig unlogisch werden.
überhaupt ist die handlung eher mittelmässig und nicht durchdacht. mit etwas mehr logik hätte man da weit mehr rausholen können. so gefällt mir zwar die idee der wendung ( das gabs zwar auch schon) aber an der umetzung haperts sehr stark, was die ganzen fehler seher deutlich machen
dennoch hat mir das ganze auf grund der atmosphere und der konsequenten ernsthaftigkeit wirklich gut gefallen.
aber auf keinen fall is das alles was für schwache nerven ( in der uncut version jedenfall)

© 1998 - 2017: Sense of View / Carsten Henkelmann