Film Daten

Titel:
Caligula
Originaltitel:
Caligula
Land & Jahr:
USA/Italien 1980
Laufzeit ca.: ?
156 Min.
Regie:
Tinto Brass
Darsteller:
Malcolm McDowell
Teresa Ann Savoy
Helen Mirren
Peter O'Toole
John Steiner
Guido Mannari
Paolo Bonacelli
Leopoldo Trieste
Giancarlo Badessi
Mirella D'Angelo
Anneka Di Lorenzo
Lori Wagner
Adriana Asti
John Gielgud
Bruno Brive
Alternativtitel:
• Caligula, my Son
• Io, Caligula
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Image Entertainment
Label:
Image Entertainment
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Untertitel:
-
Extras:
  • Making-Of
  • Penthouse Werbe-DVD

Caligula

Review

Caligula

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Galius Caligula wird nach dem gewaltsamen Tod seines Großvaters Tiberius zum römischen Herrscher ernannt. Statt sich um sein Reich zu kümmern, lebt er lieber in einer Inzest-Beziehung mit seiner Schwester Drusilla und heiratet die Hure Cesonia. Durch sein neurotisches Verhalten zieht er sich immer mehr die Wut seiner Gefolgsleute auf sich, da er, wenn es ihm danach beliebt, seine besten Männern in den Tod schickt oder gleich exekutiert. Er demütigt seine Leute, entjungfert eine frischgebackene Ehefrau vor den Augen ihres Mannes und knallt den Mann gleich hinterher. Der Gipfel ist erreicht, als er sämtliche Senatorenfrauen und Töchter auf einer, zu einem Riesenbordell umfunktionierten Galeere als Huren arbeiten läßt. In seinem Wahn befehligt er den Angriff auf England, was sich später als banale Attacke auf eine See-Insel darstellt. Er und seine Familie werden von seinen eigenen Leuten hingerichtet.

Den Film mit den üblichen Mitteln zu beschreiben schlägt ziemlich fehl. Die obige Inhaltsangabe ist eher als loses Handlungsgerüst zu verstehen, da der Film aus vielen einzelnen Handlungen besteht. Es sind vielmehr Episoden und Höhepunkte aus Caligulas Leben, die lose verknüpft worden sind. Das alleine wäre ja noch nicht so schlimm, aber was einem in diesem Film geboten wird ist kaum zu beschreiben. Caligula wird auch häufig als der teuerste Pornofilm aller Zeiten bezeichnet und das paßt auch irgendwie. Hier bekommt man alles geboten: Vom "normalen" bis zum Hardcore-Sex, Lesbenspielchen, Massenorgien, Inzest... Einige Goreszenen fehlen dabei natürlich auch nicht. Eines der krasssesten Beispiele kommt schon gleich zu Beginn, als Tiberius einem Soldaten den Penis abschnüren läßt, so daß dieser nicht mehr urinieren kann. Danach läßt er ihn gewaltsam etliche Liter Wein trinken und schneidet ihm dann den Bauch auf. Sick... Der Film schwankt dabei noch zwischen allen Extremen. Sind einge Szenen wirklich gut inszeniert worden, so gibt es auch ziemlich langweilige und sogar etwas lächerliche Passagen. Caligulas nackter Gang im Regen mit dem hochgestrecktem Daumen sieht einfach nur albern aus.

Nach Fertigstellung des Films wurden vom Produzenten Bob Guccione noch einige Hardcore-Szenen gedreht und nachträglich eingefügt, die sich auch alle auf der unrated-Version der DVD finden. Die Bildqualität dieses über zweieinhalbstündigen (!!) Werkes ist allerdings nicht so gut geworden. Auch wenn der Film schon knapp zwanzig Jahre alt ist, so ist das Bild stellenweise etwas körnig, aber immer noch weit besser als jede Videokassette. Zusätzlich befindet sich noch eine fast einstündige Dokumentation mit Interviews auf der DVD. Als Bonus zur unrated DVD (eine R-rated DVD gibt es auch von dem Film, nur ist die mindestens eine halbe Stunde kürzer!) gibt es eine Werbe-DVD vom Penthouse Verlag, die auch diese DVD veröffentlicht haben. Da sieht man erst mal, daß es doch einen deutlichen Unterschied zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Penthouse gibt...

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 26.01.2000

Leser-Kommentare

11.04.2008, 09:19:08 Oskar ( Email schreiben )

leider habe ich den Film nur einmal gesehen, finde die darstellungen und Abläufe der Zeit realistisch und den Film deshalb toll, würde gern den Penthosue -Original kaufen, leider bis jetzt nicht geklappt

30.06.2005, 10:21:03 Poet

Ich finde den Film trotz recht krasser Szenen durchaus gelungen. Ich bin kein Historiker, aber nach allem was ich über die Römerzeit gelesen haben finde ich, dass dieser Film die Dekadenz und lasterhaftigkeit der höheren Schicht in dieser Zeit hervorragend darstellt.

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