Film Daten

Titel:
Cannibal Ferox
Originaltitel:
Cannibal Ferox
Land & Jahr:
Italien 1980
Laufzeit ca.: ?
93 Min.
Regie:
Umberto Lenzi
Darsteller:
Giovanni Lombardo Radice
Lorraine De Selle
Danilo Mattei
Zora Kerova
Walter Lucchini
Maria Fiamma Maglione
Robert Kerman
John Bartha
Venantino Venantini
Alternativtitel:
• Make Them Die Slowly
• Woman from Deep River
• Die Rache der Kannibalen
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Sazuma
Label:
Sazuma
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Holländisch, Schwedisch, Finnisch
Extras:
  • Trailer
  • 16-seitiges Booklet

Cannibal Ferox

Review

Cannibal Ferox

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Pat, Gloria und ihr Bruder Rudy, drei junge Studenten, unternehmen eine Exkursion in den kolumbianischen Dschungel. Gloria möchte den Beweis erbringen, daß es Kannibalismus in der heutigen mordernen Welt nicht mehr gibt, selbst bei südamerikanischen Ureinwohnern. Auf ihrem Weg zu einem Dorf im Dschungel versackt ihr Jeep und sie müssen zu Fuß weiterziehen. Unterwegs machen sie eine grausame Entdeckung: Zwei Eingeborene, die in eine tödliche Falle geraten sind. Dabei treffen sie auch noch auf Mike Logan und seinen verwundeten Freund. Sie erzählen ihnen, daß sie von einem Portugiesen durch den Dschungel geführt wurden und in die Hände von Kannibalen gerieten, die sie gequält und den Portugiesen sogar getötet haben. Fortan setzen sie ihren weg zu fünft fort und finden ein Eingeborenendorf, in dem zur Zeit nur alte Männer und Frauen leben. Die jungen Männer des Dorfes befinden sich momentan auf der Jagd. Die Eingeborenen machen einen sehr ängstlichen Eindruck auf die fünf Weißen, aber um dem verwundeten Freund von Mike helfen zu können, beziehen sie Quartier in zwei Hütten des Dorfes. Während Pat sich mit Mike vergnügt, erzählt Mikes Freund Gloria und Rudy kurz vor seinem Tod noch die wahre Geschichte:

Er und Mike haben über einen Eingeborenen von einer Stelle erfahren, an der sie viele Juwelen finden könnten. Sie lassen sich von ihm zu der Stelle führen und suchen dort ergebnislos nach Edelsteinen. Gefrustet und vollgedröhnt mit Drogen nimmt sich Mike den Eingeborenen vor und quält ihn auf grausame Weise. Als dieser nicht mit der Wahrheit rausrücken will, wo er schon Juwelen gefunden hat, foltert Mike sogar einen anderen Bewohner des Dorfes und tötet ihn. Die anderen Eingeborenen machen schließlich Jagd auf die beiden und bei ihrer Flucht sind sie dann auf die drei Studenten gestoßen.

Gloria und Rudy überlegen danach, wie sie Mike loswerden könnten, aber der ist ihnen bereits zuvor gekommen und hat zusammen mit Pat die Flucht ergriffen und alles lebensnotwendige mitgenommen. Gerade zu dem Zeitpunkt kehren die jungen Männer des Dorfes von ihrer Jagd zurück und sehen, was während ihrer Abwesenheit geschehen ist. Gloria und Rudy werden gefangengenommen und auch Mike und Pat werden von ihnen aufgegriffen. Sie sind jetzt völlig in der Gewalt der Eingeborenen, die sich auf ihre grausame Weise an den Weißen rächen.

Ganz nach dem erfolgreichen Vorbild Cannibal Holocaust von Ruggero Deodato, wollte Regisseur Umberto Lenzi mit seinem Kannibalenschocker den westlichen, zivilisierten Menschen als den eigentlichen Kannibalen darstellen, der ohne Rücksicht auf Verluste seine Ziele verfolgt. Dabei scheute er sich nicht, auf jedes noch so reißerische Mittelchen zurückzugreifen. Die Gore-Szenen sind recht heftig, das Wort "Hängetitten" bekommt hier sogar eine ganz neue Bedeutung. Leider kommt auch dieser Kannibalenfilm nicht ohne echte Tiertötungen aus, was den faden Beigeschmack noch bitterer macht. Schauspielerische Höchstleistungen sollte man hier sowieso nicht erwarten. Der Film als solches ist noch interessant, um zu sehen, was italienischen Regisseuren und Drehbuchschreibern damals alle so eingefallen ist. Einige Ideen sind schon sehr krank.

Die DVD von Sazuma bietet ein recht gutes Bild, aber ansonsten kaum Extras. Es gibt noch einen englischen Trailer und den herrlich reißerischen deutschen Trailer, der alle Effekte vorwegnimmt und natürlich mit wunderbar lächerlichen Kommentaren bestückt ist. Von Image Entertainment gibt es eine US-DVD des Films, die sogar einen Audio-Kommentar von Umberto Lenzi hat, sowie einige Extras mehr.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 21.04.2000

Leser-Kommentare

25.08.2006, 14:05:16 Cannibal

Ich finde dieser Film ist einfach ein Klassiker. Jeder Splatter-Fan sollte ihn einmal gesehen haben. Die Effekte sind wirklich sehr realitätsnah und blutig dargestellt. Die Rache der Kannibalen ist sicherlich einer der härtesten und besten Kannibalenfilme aller Zeiten. Ich persönlich liebe ihn. Für Freunde von Kannibalenfilmen ist er mit sicherheit ein absoluter muss.

12.07.2006, 07:49:14 Dietmar ( Email schreiben )

"Cannibal Ferox" oder auch "Die Rache der Kannibalen", so der eigentliche deutsche Titel und nicht "Make them die slowly", wie oben jemand meinte, ist der schlimmste seiner Art. Die Goreeffekte sind sehr realistisch in Szene gesetzt. Was allerdings nicht hätte sein müssen sind die ganzen Tiertötungen, denn diese sind leider nicht gestellt, sondern echt. Ich bin zwar kein Fan von Zensur und Bevormundung, aber die bundesweite Beschlagnahme ist bei diesem ultrabrutalen Machwerk durchaus gerechtfertigt. Wer allerdings Wert auf eine gut durchdachte und spannende Handlung legt, ist hier sicher fehl am Platz. Gore und Splatterfans werden dagegen mit CF ihre wahre Freude haben.

08.03.2006, 11:48:22 Horrorist ( Email schreiben )

Der Film ist Okay! Sicher gibt es einige die besser sind! Ich gestehe zu meiner Schande das ich "Cannibal Holocaust" nicht kenne, ich diesen aber noch unbedingt haben bzw. sehen will!
Cannibal Ferox bzw. Make them Die slowly, wie er in der Deutschen Fassung eigentlich heist, ist zwar zum Teil langwierig und zieht sich, aber wenn es einmal zur sache geht, muss ich immer etwas zu essen in der hand haben! :-)

13.11.2005, 19:21:07 Evil Wraith

Realistische Splattereffekte? Also, ich muss zugeben, die Szene mit den bereits erwähnten "Hängetitten" kommt verdammt derbe. Aber ansonsten kommt nichts, aber auch gar nichts in diesem Machwerk an Deodato's "Cannibal Holocaust" heran. Die stussige Story samt unsympathischen Haupdarstellern und die pseudosadistischen Gore-Einlagen verklumpen zusammen zu einem stinkenden Schlamm aus Blut und Kacke, den sich keiner antun sollte, der nicht gerade ein extremer Trash-Sammler ist. Ich bleibe lieber bei "Cannibal Holocaust" und meinen geliebten Miike-Sickos.

13.10.2005, 15:46:11 tetsu ( Email schreiben )

Im Gegensatz zu Deodatos letztendlich sehr stimmigen und be(ein)drückenden "Cannibal Holocaust" schafft es "Cannibal Ferox" nicht den Hauch einer Stimmung oder Atmosphäre zu verbreiten. Plumpes Rumgehacke und fades Gespläddere zum reinen Selbstzweck - und das ganze verpackt in eine fadenscheinige, langweilige Abenteuergeschichte.
Das mag ja für die Andreas Schnaase und Oliver Krekels dieser Welt genügen - aber letztendlich ist der Streifen - trotz aller Härte - a fade G?schicht, über- oder besser: untertroffen nur noch von Lenzis zweiten Menschenfresser-Epos "Mangiata vivi".

14.08.2005, 02:56:22 Splatterking

Der Film ist der absolute Hammer und jeder Splatterfan sollte dieses absolut blutrünstige Meisterwerk von Umberto Lenzi einmal gesehen haben.Die Goreeffekte sind ziemlich derb und die einfallsreichen Mordszenen sind wirklich gut und sehr realitätsnah umesetzt worden.
Für mich persönlich eindeutig einer der besten Kannibalenfilme aller Zeiten.

25.08.2004, 22:17:53 Daniel

Dìeser Film gehört zu meinen Lieblingsfilmen da er sehr derbe und ultra hart ist.So etwas bekommt man heute nicht mehr zu Gesicht ,was natürlich solche Filme einzigartig macht. Aber nur für Starke nerven,wer nur Halloween Grusel mag soll die Finger lieber davon lassen.

12.05.2004, 14:19:13 Elfin

Ich habe mir den Film angeschaut. Nunja, nicht ganz so schlimm wie Cannibal Holocaust, wenn ich das mal sagen darf und daher auch nicht sooo übel wie ich finde. Auf was für Ideen die Regisseure gekommen sind, was die blutigen Szenen angeht, ist schon sagenhaft. Gut, daß ich nicht solche blutige Phantasien habe *lol*

Nichts für schwache Nerven (hat sich nun jeder gedacht, oder?)

© 1998 - 2017: Sense of View / Carsten Henkelmann