Film Daten

Titel:
Teufels nacke Tochter, Des
Originaltitel:
Teufels nacke Tochter, Des
Land & Jahr:
Deutschland 1966
Regie:
Harry Reisch
Darsteller:
Ursula Dietz
Hildegard Plaisant
Udo Sigmund
Dieter Puhl
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Teufels nacke Tochter, Des

Review

Teufels nacke Tochter, Des

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Eine junge Frau vom Lande geht nach einer Vergewaltigung nach Hamburg, wo sie von einem Zuhälter aufgegabelt wird und arbeitet fortan als Prostituierte für ihn. Als sie ihn irgendwann tötet, flüchtet sie erst nach Rom und dann zwei Jahre später nach Istanbul, wo sie schließlich ihr Schicksal findet...

Heidewitzka! Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet aus Deutschland ein Film kommen kann, der wie eine europäische Form der trashigen Roughies von Harry Novak wirken kann. Die Geschichte der jungen Frau, die vom einfachen Landmädchen zur Prostituierten mutiert, ist so stümperhaft inszeniert und zusammengesetzt worden, dass es eine reine Freude ist. Die angeblich erste Co-Produktion zwischen Deutschland und der Türkei ist sich nicht zu schade, zahlreiche und völlig zusammenhanglose Stripeinlagen zu zeigen und Aufnahmen des istanbulers Straßenlebens mindestens fünfmal zu wiederholen. Dazu kommt eine manchmal doch arg komische deutsche Synchronisation und ein seltsamer Kerl, der immer eine Kasperlepuppe auf seiner Hand trägt, und fertig ist ein Zelluloiddelirium der trashigen Extraklasse. Außerdem bietet dieser Film wohl den arschcoolsten arabischen Assassinen, der mir je untergekommen ist. Diese Sonnenbrille schlägt einfach alles!

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 17.04.2005

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