Film Daten

Titel:
Haus des Schreckens
Originaltitel:
Theatre of Death
Land & Jahr:
England 1966
Laufzeit ca.: ?
91 Min.
Regie:
Samuel Gallu
Darsteller:
Christopher Lee
Julian Glover
Lelia Goldoni
Jenny Till
Evelyn Laye
Ivor Dean
Joseph Fürst
Betty Woolfe
Leslie Handford
Fraser Kerr
Dilys Watling
Steve Plytas
Miki Iveria
Terence Soall
Ester Anderson
Alternativtitel:
• Blood Fiend
• The Female Fiend
• Theater of Death
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Haus des Schreckens

Review

Haus des Schreckens

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Der Polizei-Pathologe Charles Marquis (Julian Glover) hat ein Auge auf die Schauspielerin Dani Gireaux (Lelia Goldoni) geworfen, die die Hauptrollen in den Stücken des exzentrischen Theaterregisseurs Philippe Darvas (Christopher Lee) spielt. Dieser demonstriert auf einer Party eindrucksvoll seine Hypnosekräfte, indem er Danis Freundin Nicole (Jenny Till) hypnotisiert und die Dani fast verletzt. Zur gleichen Zeit schleicht aber noch ein Mörder durch die Gassen von Paris. Allen Opfern wurde das Blut komplett abgesaugt und der Inspektor Micheaud (Ivor Dean) und Charles Marquis stehen vor einem Rätsel. Im direkten Verdacht steht aber Philippe Darvas...

Das Horrorkino der 1960er Jahre stand unter dem Schatten der mächtig erfolgreichen Hammer Studios und von diesem Erfolg wollten nicht nur andere Firmen wie Amicus oder Tigon mit profitieren. Auch weitere kleinere Studios sprangen auf den Horror-Filmzug auf und so entstand unter der Regie des eher unbekannten Samuel Gallu dieser durchaus unterhaltsame Mix aus Horrorfilm und klassischem Krimi. Christopher Lee ist als harscher Regisseur einfach eine Wucht, gegen dessen Präsenz Julian Glover schlichtweg erblasst. Außerdem erteilt Lee in einem grandiosen Monolog einer Frau eine so derbe Abfuhr, dass sich die meisten wahrscheinlich sofort von der nächsten Brücke gestürzt hätten. Aber auch ohne Lee kann Haus des Schreckens durchaus überzeugen. Er spielt geschickt mit bekannten Horrormotiven, begeht aber nie den Fehler wirklich übernatürliche Phänomene zu integrieren sondern gibt dem ganzen am Ende eine mehr oder weniger nachvollziehbare Erklärung. Die Krimihandlung ist dabei durchaus einigermaßen spannend und mit den nötigen Schuß des Mysteriösen ausgestattet. Ein grundsolider und schön ausgestatteter Film, der neben den großen britischen Horror- bzw. Thrillerklassikern nicht ganz bestehen kann, aber für 90 Minuten beste Unterhaltung bietet.

Regisseur Samuel Gallu hat neben einigen TV-Serienfolgen nur sehr wenige Spielfilme gedreht, darunter ...und Scotland Yard schweigt (The Man Outside, 1967). Für Christopher Lee entstand dieser Film in einer sehr produktiven Zeit, denn im gleichen Jahr drehte er noch (Dracula: Prince of Darkness, 1966), (Rasputin: The Mad Monk, 1966), Rätsel des silbernen Dreieck, Das (Circus of Fear, 1966) und Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu (The Brides of Fu Manchu, 1966). Für Julian Glover war dieser Film noch eine seiner früheren Rollen, danach folgten Werke wie Quatermass and the Pit (1967), Star Wars - Das Imperium schlägt zurück (1980) oder zuletzt Troja (Troy, 2004). Lelia Goldoni ist zwar bis zum heutigen Tage als Schauspielerin aktiv, hatte aber teilweise großen Pausen in ihrer Filmkarriere gemacht. Sie spielte unter anderem noch in Martin Scorseses Alice lebt hier nicht mehr (Alice Doesn't Live Here Anymore, 1974) oder Die Körperfresser kommen (Invasion of the Body Snatchers, 1978) mit.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 23.07.2007

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