Aria Of Vernal Tombs (2015) - ein Review von Vinterland

Obsequiae: Aria Of Vernal Tombs - Cover
1
Review
4
Ratings
7.88
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal
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Vinterland Avatar
08.08.2017 21:47

Wir befinden uns mitten in den 1990er Jahren... No Fashion Records bringt eine Scheibe nach der anderen auf den Markt, die man blind kaufen kann, nur aufgrund des No Fashion Logos! Viele dieser Bands (z.B. Dissection, Unanimated, Vinterland, Katatonia ... und noch einige mehr) haben in dieser Zeit Brillanten des Black / Death Metal veröffentlicht. Was das mit mit "Aria Of Vernal Tombs" zu tun hat?

Nun, "Aria Of Vernal Tombs" könnte aus dieser Zeit stammen, eventuell sogar eine No Fashion Scheibe sein! (Wenngleich die Musik etwas anders ist, wie bei den oben genannten Bands.)
Könnte... denn die Scheibe hat 2015 das Licht der Welt erblickt, etwa 20 Jahre nach dieser "goldenen Zeit" des Black / Death Metal, wie ich das Jahr 95/96 gerne nenne. Vielleicht etwas verklärt, aber ja, das war meine Zeit... Musikalisch gesehen... ;-)

Nun aber zurück zu dem Review:
Die Amis spielen auf "Aria Of Vernal Tombs" atmosphärischen, "mittelalterlichen" Black Metal der höchsten Schule.
Ich bitte in diesem Zusammenhang "mittelalterlich" nicht mit irgendwelchen billigen Pagen/Black Metal Mischmasch, der vor Pathos trieft, wie eine fettige Schweinshaxe in der Grillbude von nebenan. Denn dies ist es, was mich eigentlich an vielen Black Metal Bands mit mittelalterlichen Einflüssen stört...
"Aria Of Vernal Tombs" hat damit nicht....N I C H T S zu tun! :-)
Die Melodien sind mittelalterlich, ineinander verschlungen wie dornige Rosen und stets erhaben, anders, als alles was man so als "typisch" mittelalterlich zu kennen glaubt.
Die Vokals (wie auch die Gitarren), mit ordentlich Hall unterlegt, erinnern mich an frühe Sacramentum (Far Away From The Sun), auch die Gitarren klingen recht kalt, aber dennoch liegt in der Musik mehr wärme, als z.B. in genanntem Album von Sacramentum.
Zwischen den Stücken sind immer wieder kurze Harfen (!!) Instrumentale eingebaut, auch diese wirken auf mich nicht kitschig, sondern passen hervorragend zum restlichen Album. Die Geschwindigkeit auf dieser Scheibe, ist eher im Midtempo angesiedelt, wobei auch mal auf das Gas getreten wird und die double base ordentlich poltert, wobei sich diese leider etwas künstlich und getriggert anhört, wobei das jammern auf hohem Niveau ist... und außerdem dürfen 1990er Jahr Scheiben das... ;-)

Tips zum anspielen:
Anlace and Heart
Orphic Rites of the Mystic

Ich liebe diese Scheibe einfach...

Punkte: 9.5 / 10


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Tracklist:

  1. Ay que por muy gran fremosura (Instrumental)
  2. Autumnal pyre
  3. Until all ages fall
  4. L'amour dont sui espris (Instrumental)
  5. Pools of a vernal Paradise
  6. Anlage and heart
  7. The anchoress's orison (Instrumental)
  8. In the absence of light
  9. Wil wearthunga
  10. Des oge mais quér' éu trobar (Instrumental)
  11. Orphic rites of the mystic
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