Endless Light (2016) - ein Review von Rasi

O'Brother: Endless Light - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock Progressive Rock, Alternative Rock
Werbung


Rasi Avatar
08.10.2017 23:19

Bei O'Brother handelt es sich um eine Band aus Atlanta, Georgia, welche in ihrer jetzigen Besetzung seit 2008
besteht und bereits 1 EP, sowie 3 Alben veröffentlicht haben. "Endless Light" wurde 2016 herausgebracht.
Ich hätte jedes Album dieser Band nehmen können, da es sich bei O'Brother schlichtweg um eine allgemein
großartige Band handelt. "Endless Light" ist jedoch das zugänglichste Werk der Jungs.
Während auf den ersten beiden Alben noch einige Sludge Elemente zu finden waren, ist von diesen hier nicht mehr
viel übrig geblieben. Die Songs sind insgesamt einfacher, jedoch schaffen es O'Brother trotzdem durchgehende
Spannung zu erzeugen.
Bricht man den Sound runter auf die Melodien ist "Endless Light" geradezu simpel. Strophe, Melodie, Strophe, vorgetragen von der Äußerst
ausdrucksstarken Stimme von Sänger Tanner Merritt (der nicht ganz zu unrecht des Ófteren mit Jeff Buckley verglichen
wurde). Auch die Gitarrenarbeit ist nicht besonders komplex, gleiches gilt für die Drums.
Und doch schaffen es O'Brother eine sehr einnehmende Atmosphäre aufzubauen, die fast schon etwas hypnotisches hat, vielleicht
in ihrer Dringlichkeit sogar dem Soul verinnerlicht hat.
Die Grundstimmung ist bei O'Brother von jeher sehr melancholisch, "Endless Light" schafft es aber erstmals, das vorgetragene
in einen Sound zu verpacken, der dynamisch und beinahe "live" wirkt. Besonders der leichte Hall in den Vocals gibt dem
ganzen das gewisse etwas. Highlights sind ganz sicher das fantastische "Burn", welches zum Ende hin die Sludge Einflüsse
zumindest erahnen lassen, welche vorige Releases der Band ausmachten.
So einfach der Aufbau der Songs auf diesem Album auch sein mag, der Sog, den die Band aufzubauen in der Lage ist, bleibt úber
die gesamte Spielzeit erhalten.
Alles in allem ist "Endless Light" ein großartiges Album, welches sich hervorragend als Einstieg in die Diskographie von O'Brother
eignet. Während die älteren Alben komplexer waren, kann das vorliegende Werk durch einen Live-Sound punkten, der sofort Lust
auf ein Konzert macht. Die Chance auf ein solches ist nur leider sehr gering, zuletzt war die Band meines Wissens 2013 hier auf Tour.
Fazit: Wer mit Oceansize und evtl späteren Thrice etwas anfangen kann, ist hier gut bedient!

Punkte: 9 / 10


Werbung
Login
×