Film Daten

Titel:
Requiem for a Vampire
Originaltitel:
Vierges et Vampires
Land & Jahr:
Frankreich 1971
Laufzeit ca.: ?
88 Min.
Regie:
Jean Rollin
Darsteller:
Marie-Pierre Castel
Mireille Dargent
Philippe Gasté
Dominique
Louise Dhour
Michel Delesalle
Antoine Mosin
Agnès Petit
Olivier François
Dominique Toussaint
Agnes Jacquet
Anne-Rose Kurra
Paul Bisciglia
Alternativtitel:
• Caged Vampires
• Caged Virgins
• The Crazed Vampires
• Dungeon of Terror
• Requiem pour un Vampir
• Sex Vampires
• Virgins and Vampires
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Image Entertainment
Label:
Image Entertainment
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.66:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Französisch - DD 1.0
Untertitel:
Englisch
Extras:
  • Fotogallerie
  • Jean Rollin Infos
  • Trailer

Requiem for a Vampire

Review

Requiem for a Vampire

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Zwei Mädchen, die gerade als Clowns verkleidet einen Raubüberfall begangen haben, fliehen mit ihrem Komplizen im Auto vor der Polizei. Sie können die Gesetzeshüter zwar abhängen, aber ihr Komplize wurde tödlich verwundet. In einer alten Schloßruine wollen sie die Nacht verbringen. Während der Nacht hören sie plötzlich Orgelmusik. Da sie die Burg für verlassen halten, versuchen sie herauszufinden, woher diese Musik kommt. In einer alten Kapelle finden sie ein paar Gestalten, die sich um einen Altar aufgebaut haben. Bei näherer Betrachtung erweisen sich diese Gestalten aber als als Skelette! Und der geheimnisvolle Orgelspieler entpuppt sich als weiblicher Vampir mit extrem langen Beißerchen. Die beiden Mädchen wollen fliehen, aber in der Burg hat sich eine ganze Gruppe von diesen Nachtgestalten breit gemacht...

Jean Rollin erschuf hier einen Mystery-/Gruselfilm der besonderen Sorte. Das stärkste Merkmal dürften wohl die kargen Dialoge sein. Es wird nur sehr wenig gesprochen, eigentlich nur auf das Wesentliche beschränkt. Auch ist gar keine Hintergrundmusik zu vernehmen, so daß die meiste Zeit über eine erdrückende Stille herrscht, die aber die Atmosphäre des Films wunderbar unterstützt. Dadurch erhält der Film eine surreale Note. Dazu kommt dann noch die sexuelle Komponente. Mit den beiden Mädels passiert nicht soviel, aber in einer Sequenz im Schloßkeller hat sich Rollin so richtig ausgelassen. Da sind die Frauen, frühere Opfer der Vampire, an Ketten gefesselt und können sich nicht gegen die teilweise doch sehr rohe Behandlung wehren. Diese Szene wird dann auch richtig schön in die Länge gezogen. Allerdings wirkt es auch ziemlich deplaziert, da es vorher und hinterher bei weitem nicht mehr so abgeht.

Wer mit Filmen dieser Art nicht so vertraut ist, wird den Film aufgrund der wenigen Dialoge evtl. schnell langweilig finden. Der Fan von Filmen abseits des Mainstreams kann aber ruhig mal einen Blick riskieren. In Deutschland wurde der Film, soweit ich weiß, nicht veröffentlicht. Vorsicht vor der US-Video-Fassung: die ist herbe geschnitten!

Salvation, ein britisches Label, daß seine US-DVDs unter dem bislang wahrscheinlich besser bekannten Namen Redemption veröffentlicht, brachte diesen Film, wie auch viele andere Rollin-Filme, in der französischen Originalfassung auf DVD. Außerdem gibt es auch noch alternativ die englisch Synchronspur. Die US-DVD ist uncut, die englische DVD (da wieder unter dem Salvation-Label) mußte leider gekürzt werden, dafür ist sie in PAL. Ich selber besitze die US-DVD und kann mich, was Bild- und Tonqualität angeht, nicht beklagen. Okay, man sieht dem Film durchaus sein Alter an, aber er wurde gut restauriert und abgetastet und ist somit jeder Videofassung vorzuziehen.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 07.08.2000

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