Film Daten

Titel:
French Connection II
Originaltitel:
French Connection II
Land & Jahr:
USA 1975
Laufzeit ca.: ?
113 Min.
Regie:
John Frankenheimer
Darsteller:
Gene Hackman
Fernando Rey
Bernard Fresson
Jean-Pierre Castaldi
Charles Millot
Cathleen Nesbitt
Pierre Collet
Alexandre Fabre
Philippe Léotard
Jacques Dynam
Raoul Delfosse
Patrick Floersheim
André Penvern
Ed Lauter
Daniel Vérité
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

French Connection II

Review

French Connection II

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Jimmy "Popeye" Doyle hat diesmal den alleinigen Auftrag, den Drogendealer Alain Charnier in Marseille zu fassen, der ihm in New York durch die Lappen ging (siehe French Connection). In Marseille soll er als Beobachter den örtlichen Behörden helfen, was ihm und seinen französischen Kollegen beidermaßen nicht paßt. Durch seine Schuld verliert auch schon in der ersten Nacht ein Undercover-Cop sein Leben. Doyle versucht mehr oder weniger auf eigene Faust was herauszufinden, aber er wird von Charnier zuerst gefunden. Der Dealerboß läßt ihn entführen und pumpt ihn mit Drogen voll, so daß Doyle innerhalb weniger Tage zum Junkie wird. Man läßt ihn nach einigen Tagen endlich laufen, da die nach Doyle suchenden Polizisten Charnier bei seinen dunklen Geschäften stören. Allerdings geben sie ihm kurz vorher noch den goldenen Schuß. In einer Notoperation gelingt es so gerade, Doyle das Leben zu retten. Was nun folgt, ist die reinste Hölle. Sein französischer Kollege schickt ihn nicht zu einem Arzt, denn der würde einen Bericht machen und das würde zur sofortigen Suspendierung Doyles führen. Stattdessen wird Doyle in eine kleine Kammer gesperrt, wo er den Entzug auf die harte Tour durchmachen muß. Nach ein paar Wochen kann Doyle wieder unter die Leute gelassen werden. Jetzt setzt er alles daran Charnier endlich zu schnappen...

War der erste Teil noch ein reinrassiger Action-Krimi, so wich ein Großteil der Action zugunsten eines düsteren Polizeithriller-Plots. Doyles Probleme mit den örtlichen Behörden, seine Drogenabhängigkeit, wo er zu dem geworden ist, was er eigentlich zu bekämpfen hat, sowie sein schwerer Entzug machen die Film nicht gerade zu einem leichtverdaulichen Vergnügen. Doyle hat sich zwischendurch schon selber aufgegeben, bittet Charnier sogar um seinen nächsten Schuß. Die Actionszenen sind aber gewohnt vom feinsten. Zwar wird diesmal keine Autoverfolgung geboten, dafür gipfelt die Schießerei in der Schiffswerft, die in einer Reparaturschleuse stattfindet, in der Flutung der Schleuse, wo Doyle und sein Kollege Glück haben nicht von herunterfallenden Gegenständen getroffen zu werden. Besser hat man es in Bond-Filmen auch nicht gesehen. Ein würdiger zweiter Teil, genauso empfehlenswert wie der Vorgänger.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 08.07.1999

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