Film Daten

Titel:
Die Stadt der verlorenen Kinder
Originaltitel:
Land & Jahr:
Frankreich 1995
Laufzeit ca.: ?
112 Min.
Regie:
Marc Caro
Jean-Pierre Jeunet
Darsteller:
Ron Perlman
Daniel Emilfork
Judith Vittet
Dominique Pinon
Jean-Claude Dreyfus
Geneviève Brunet
Odile Mallet
Mireille Mossé
Serge Merlin
Rufus
Ticky Holgado
Joseph Lucien
Mapi Galán
Briac Barthelemy
Pierre-Quentin Faesch
Alternativtitel:
• The City of Lost Children
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Columbia Tristar
Label:
Columbia Tristar
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
1.33:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - Dolby Surround
Französisch - Dolby Surround
Spanisch - DD 2.0
Untertitel:
Englisch, Französisch, Spanisch
Extras:
  • Trailer
  • Audiokommentar von Regisseur Jean-Pierre Jeunet und Schauspieler Ron Perlman

Die Stadt der verlorenen Kinder

Review

Die Stadt der verlorenen Kinder

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Eine Stadt irgendwo an einer Küste, wo kaum die Sonne scheint: Auf bislang unerklärliche Weise verschwinden immer wieder Kinder spurlos. Es gibt keinen Anhaltspunkt, wo sie sein könnten. Dahinter steckt der Professor Krank. Er leidet darunter, daß er nicht träumen kann und entführt deswegen die Kinder, um ihnen ihre Träume zu stehlen. Der ehemalige Walfänger One reist als Jahrmarktattraktion als stärkster Mann der Welt gerade durch diese Stadt. Als sein kleiner Adoptivbruder von den Zyklopen entführt wird, jagt er hinterher, verliert aber die Spur. Dabei gerät er an eine Kinderbande, deren Anführer das Mädchen Miette ist. Sie wissen, wo sich die Zyklopen verstecken, aber als Gegenleistung soll One ihnen bei einem Diebstahl helfen. Nach zahlreichen Abenteuern, die alle aufzuzählen den Rahmen sprengen würden, werden die beiden dicke Freunde und gelangen schließlich zu Kranks Stützpunkt, ein Bohrinsel-ähnliches Gebilde draußen auf dem Meer. Dort muss es ihnen nun gelingen, Ones Bruder und die anderen Kinder zu befreien...

Wie soll man jetzt in Worte diesen Film beschreiben? Eigentlich fast unmöglich, man muß ihn schon selber gesehen haben. Aber ich versuche es trotzdem mal. Den beiden Regisseuren gelang es, wie in noch keinem anderen Film zuvor, eine Fantasywelt zu kreieren, die voller Ideen und Details steckt. Selbst deren Vorgängerfilm Delicatessen erreicht nur ein Bruchteil dessen. Die Charaktere sind fein ausgearbeitet und keiner davon als normal zu bezeichnen. Die Story bietet auch viel Abwechslung und skurille Ideen. In welchem Film würde sonst eine einzelne Träne als Ursache dafür dienen, daß ein Dampfer eine Hafenanlage rammt? Wie gesagt, man kommt nicht mal ansatzweise ran, den Film angemessen zu beschreiben. Schaut ihn euch einfach an und laßt euch verzaubern...

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 05.12.1999

Leser-Kommentare

09.12.2005, 02:18:46 stevie ( Email schreiben )

Auch so ein Film, den man entweder liebt oder vor lauter Reizüberflutung nicht verstanden hat. Ich persönlich mag Filme, die detaillverliebt, facettenreich, originell, ungewöhnlich und manchmal völlig durchgeknallt sind. Kaum ein anderer Film nutzt die Möglichkeiten des Mediums dermaßen intensiv aus.Gewaltige Bildersprache, tiefe Metaphorik, unendlicher Ideenreichtum und ein durchaus interessantes Thema.
Meiner Meinung nach Jeunets beste Arbeit!
Wie gesagt, ich bin begeistert davon, aber so etwas ist ganz klar nicht Jedermanns Sache.

29.01.2005, 20:15:51 Julian T. ( Email schreiben Homepage )

Mich hat dieser Film in der Tat verwirrt - jedoch ehrlich gesagt nicht auf äußerst postive Weise. Ich habe schon zuvor verstörende, verwirrende Filme gesehen, wie 'Lost Highway' von David Lynch oder 'The Blair Witch Project' z.B, aber da war es so, dass sie mich wirklich zum Nachdenken angeregt haben. Bei diesem Film ist das leider nicht möglich. Die Geschichte von 'Die Stadt der verlorenen Kinder' ist einfach ein wenig zu surreal ausgefallen. Desweiteren sind die, zwar super in Szene gesetzten Bilder, abstoßend und keinesfalls witzig. Mein Fazit: Der Film hat keinen Tiefgang und will uns nur schlimme Bilder zeigen. Es besteht ein ewiges hin und her zwischen den Szenen und die Charaktere sind ekelerregend, meiner Meinung in keinen Film gehörend. Nicht ansehen!

28.01.2004, 00:13:57 Darken ( Homepage )

Eine absolute Perle des französischen Kinos. Die starken Charaktere und vor allem die wunderschönen Sets fügen sich zu einem absolut überzeugenden Gesamtbild. Gegen die üblen Zyklopen mit ihren fantastischen Implantaten sehen selbst die Borg alt aus.

© 1998 - 2017: Sense of View / Carsten Henkelmann