Film Daten

Titel:
Originaltitel:
Gojira no gyakushu
Land & Jahr:
Japan 1955
Laufzeit ca.: ?
81 Min.
Regie:
Motoyoshi Oda
Darsteller:
Hiroshi Koizumi
Setsuko Wakayama
Minoru Chiaki
Takashi Shimura
Masao Shimizu
Seijiro Onda
Sonosuke Sawamura
Yoshio Tsuchiya
Mayuri Mokusho
Minosuke Yamada
Yukio Kasama
Senkichi Omura
Ren Yamamoto
Shin Otomo
Takeo Oikawa
Alternativtitel:
• Counterattack of the Monsters
• Fire Monster
• Gigantis
• Gigantis the Fire Monster
• Godzilla Raids Again
• Godzilla's Counter Attack
• Gojira Strikes Again
• Gojira's Counterattack
• Return of Godzilla, The
• Volcano Monster, The
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Marketing
Label:
Marketing
Regionalcode / Norm:
0 / PAL
Bild / Zeit:
1.33:1 / 81:19
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 2.0
Deutsch - DD 5.1 (splitted)
Untertitel:
-
Extras:
  • Trailer
  • 7 Bildergalerien
  • Filmographien
  • Trailer: Godzilla und die Urweltraupen / Godzilla - Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster / Godzilla - Die Brut des Teufels / Godzilla - Die Rückkehr des Monsters / Godzilla der Urgigant / Godzilla - Kampf der Sauriermutanten / Godzilla - Duell der Megasaurier

Review

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(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Als der Pilot Kobayashi (Minoru Chiaki) in der Nähe einer Insel notlanden muss und ihm sein Freund und Kollege Tsukioka (Hiroshi Koizumi) zur Hilfe kommt, werden sie Zeuge wie Godzilla (im Kostüm: Haruo Nakajima) mit einem anderen Monster einen Kampf liefert. Sie alarmieren die Behörden und bereits wenige Tage später scheint es so, als ob sich Godzilla auf den Weg nach Osaka macht. Die Luftwaffe scheint zunächst mit Leuchtkanonen Godzilla von seinem Weg abbringen zu können, aber als durch einen Unfall eine Fabrik in hellen Flammen steht, steuert Godzilla wieder auf Osaka zu und geht dort an Land. Gleichzeitig ist auch Angilas, das zweite Monster, zur Stelle und als beide gegeneinander kämpfen wird halb Osaka dem Erdboden gleichgemacht...

 - Screenshot - Screenshot

Ein Jahr nachdem Ishirô Honda mit dem ersten Gojira (Godzilla) einen großen Erfolg verbuchen konnte, wurde Motoyoshi Oda engagiert um ein direktes Sequel zu inszenieren - es sollte auch sein einziger Film in der langen Filmreihe bleiben. Das Sequel kam bereits 6 Monate nach dem ersten Film in die Kinos und um den Einstieg zu erleichtern und eine direkte Verbindung zu dem ersten Film herzustellen, gibt es im Rahmen eines Vortrages während einer Militärsitzung diverse recycelte Szenen aus dem Honda Film von 1954 zu bewundern. Godzilla kehrt zurück ist ein recht einfach inszenierter Nachfolger mit einem weiteren neuen Monster, dem Angilas. Godzilla sieht hier aber ein wenig anders aus als in dem Original, ein wenig schlanker und nicht ganz so massiv. Dies hatte aber auch damit zu tun, dass das Originalkostüm während der damaligen Dreharbeiten zu stark beschädigt wurde. Während Godzilla, aus nicht weiter erklärten Gründen, Kurs auf Osaka nimmt, haben einige Menschen mit ihren eigenen Schicksalen zu kämpfen. Denn Godzilla bedroht die Gebäude eines Fischfabrikanten, was natürlich unzählige Arbeitsplätze bedroht, darunter auch die von Kobayashi und Tsukioka. Der Chef der Firma sieht seine komplette Existenz bedroht, blickt aber mit dem Optimismus eines Neuaufbaus in die Zukunft.

Dies ist der erste Film der Godzilla-Reihe, in der ein gegnerisches Monster erscheint und damit die wilden Kämpfe zwischen Godzilla und anderen Kreaturen initiiert, was später ein Hauptbestandteil der Filme werden sollte. Angilas sollte noch des öfteren in der Filmreihe auftauchen, so unter anderem in Kaijû sôshingeki (Frankenstein und die Monster aus dem All), Gojira-Minira-Gabara: Oru kaijû daishingeki (Godzilla´s Revenge), Chikyu kogeki meirei: Gojira tai Gaigan (Frankensteins Höllenbrut), Gojira tai Megaro (King Kong - Dämonen aus dem Weltall) und Gojira tai Mekagojira (King Kong gegen Godzilla), dort aber dann als Verbündeter Godzillas und nicht als sein Feind. Die Kämpfe von Godzilla und Angilas sind recht brachial inszeniert, sind aber an manchen Stellen mit einem höheren Tempo abgespielt worden, was die Bewegungsabläufe ein wenig befremdlich erscheinen lässt. Dies geschah allerdings nicht aus Absicht. Eine der Aufnahmekameras war statt auf Zeitlupe auf Zeitraffer eingestellt, aber dem damalige Regisseur der Spezialeffekte, Eiji Tsuburaya, gefiel das und forderte daher keinen Nachdreh an.

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Zwischen den beiden Haupt-Actionszenen, Godzillas und Angilas Kampf in Osaka und das Finale, passiert allerdings recht wenig. 20-25 Minuten vergehen mit den nicht gerade sehr interessant ausgefallenen Verläufen im Leben der Piloten und der Fabrik, dabei wird außerdem ein Verstreichen eines Zeitraumes von ca. einem halben Jahr angedeutet, da sich die Handlung dann, nach Kobayashis Versetzung an einen anderen Standort, plötzlich im Winter abspielt. Die Stadtkulissen und einige der Militärfahrzeuge sind natürlcih deutlich als Modelle zu erkennen, was zwar allen Godzilla-Filmen ihren ureigenen Charme verleiht, hier aber manchmal doch zu simpel umgesetzt wurde um wirklich überzeugen zu können. So fliegt einer der Piloten z.B. über eine Insel und entdeckt dort Godzilla. Der ist aus der danach folgenden Perspektive deutlich als ein simples Standmodell zu erkennen, dass nicht mal die kleines Bewegung ausführt.

Nach dem Erfolg des ersten Godzilla war das Sequel eine kleine Enttäuschung was die Besucherzahlen anging und für fast 10 Jahre drehten die Toho Studios keinen weiteren Godzilla Film mehr, dafür aber andere Monsterfilme (unter anderem Sora no daikaijû Radon (Die fliegenden Monster von Osaka)). Erst 1964 ging es mit Mosura tai Gojira (Godzilla und die Urweltraupen) weiter. In den USA kam der Film erst 1959 in einer abgeänderten Fassung als Gigantis, The Fire Monster raus. Die Handlung wurde mit einem unpassenden VoiceOver versehen, der nur alles wiedergab, was man ohnehin im Film selber sieht. Godzilla wird nie so genannt, sondern die Monster im Film werden als überlebende "Fire Monster" aus der Saurierzeit bezeichnet. Dies hatte aber wahrscheinlich rechtliche Gründe, da der Vertrieb wohl nicht die Lizenzen an den Namensrechten bezahlen wollte.

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Marketing hat dem Film nun seine digitale Premiere in Deutschland bereitet. Aufgrund des Alters des Filmes und mit dem Wissen, dass Toho nur gegen horrende Lizenzsummen die japanischen Tonspuren rausrückt, war nicht unbedingt mit einer beeindruckenden Qualität bei Bild und Ton zu rechnen. Das Bild, scheinbar von einer NTSC-Quelle gemastert, evtl. sogar die alten Toho-Laserdisks, leidet unter derben Nachzieheffekten bei Bewegungen, die die Konturen schon mal derbe verwischen lassen und auch für die Schärfe des Bildes nicht gut sind. Verschmutzungen und Defekte sind vorhanden, aber zum Glück nicht so stark, als das es stören würde. Die alte deutsche Kinosynchronisation konnte nicht mehr aufgetrieben werden, daher hat Marketing sich entschlossen eine neue deutsche Tonspur anfertigen zu lassen. Die ist allerdings einigermaßen passabel ausgefallen. Lippensynchronität ist aber aufgrund der anderen Artikulation der japanischen Sprache nicht immer gegeben und manchmal hört man den Sprecher noch, auch wenn sein dazugehöriger Charakter im Film bereits nicht mehr seinen Mund bewegt. Die 5.1 Abmischung kann man getrost als überflüssig ansehen, da hier nur der Monoton auf alle Kanäle verteilt wurde.

Die Extras bestehen leider zum größten Teil nur aus Slideshows, allerdings sind die sehr umfangreich in der Anzahl der Motive. Insgesamt gibt es sieben Galerien, die verschiedene Themen abdecken. Daneben gibt es noch von vier Schauspielern und Regisseur Motoyoshi Oda die Filmographien und die Trailer zu sieben weiteren Godzilla-Filmen von Marketing: Godzilla und die Urweltraupen, Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster, Godzilla - Die Brut des Teufels, Godzilla - Die Rückkehr des Monsters, Godzilla der Urgigant, Godzilla - Kampf der Sauriermutanten und Godzilla - Duell der Megasaurier. Dabei ist allerdings bemerkenswert, dass es sich dabei nicht um die deutschen Trailer handelt, sondern um die original japanischen Trailer, die sogar mit einem anamorphen Bild überraschen.

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Erhältlich ist die DVD entweder als einzelne Disk oder zusammen mit den sieben anderen Filmen in einer auf 2000 Stück limitierten Box. Die Box ist allerdings auch nur ein Pappschuber, in dem sich 4 Doppel-DVD Hüllen befinden, deren Rückencover ein zusammenhängendes Godzilla-Bild ergeben. Auf dem Cover dieser DVD befindet sich zudem ein Fehler, denn versehentlich wurden die Credits und das Copyright-Jahr mit denen von Godzilla - Die Rückkehr des Monsters vertauscht.

Quellennachweis

[1] Detlef Claus, Rolf Giesen: Godzilla, Gamera, Gappa.
[2] Jörg Buttgereit (& Freunde): Monster aus Japan greifen an. Godzilla, Gamera & Co.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 14.09.2004
Letzte Textänderung: 02.11.2004

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