Film Daten

Titel:
I Drink Your Blood
Originaltitel:
I Drink Your Blood
Land & Jahr:
USA 1970
NTSC-Laufzeit:
82:53
Regie:
David E. Durston
Darsteller:
Bhaskar
Rhonda Fultz
Arlene Farber
George Patterson
Riley Mills
John McCook
Alex Mann
Elizabeth Marner-Brooks
Richard Bowler
Jadine Wong
Tyde Kierney
Iris Brooks
Bruno Damon
Mike Gentry
Lynn Lowry
Alternativtitel:
• Die Satansbande
• Die Tollwütigen
• Blood Suckers
• Phobia
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Box Office Spectaculars
Label:
Box Office Spectaculars
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.33:1 / 82:53
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Untertitel:
-
Extras:
  • Audiokommentar während des Films von David E. Durston und Bhaskar
  • Audiokommentar während der Fotogalerie von David E. Durston
  • "The I Drink Your Blood Show" - Interviews mit Lynn Lowry, Barney Cohen, Tyde Kierney, Jack Damon
  • 4 Deleted Scenes
  • 3 Fotogalerien
  • Outtakes
  • Trailer
  • Radio Spots
  • Radio Spot zu "Stigma"
  • Biographien von David E. Durston, Bhaskar, Lynn Lowry
  • Kurzfilm: "The Evil King Cobra Dance"
  • Aufnahmen von den "Cult Movie Awards 2002"
  • Booklet mit Liner Notes von David Szulkin
  • Trailer: The Beyond / A Cat in the Brain / Cannibal Ferox / Cannibal Holocaust / Mad Ron´s Prevues From Hell / An American Hippie in Israel / Copkillers / The Tough Ones / Massacre Mafia Style / The Crazies
  • Hidden Feature: Vorspann zu "I Eat Your Skin"
  • Hidden Feature: Regisseur Durston singt ein Lied über das "Low Budget Filmmaking"
  • Hidden Feature: Menüspielerei im Bonusmenü

I Drink Your Blood

Review

I Drink Your Blood - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

In einem Wald hält eine Gruppe von Hippies unter der Leitung von Horace (Bhaskar) eine satanische Messe ab. Sylvia (Arlene Farber), ein Mädchen aus dem nahegelegenen Ort Valley Hills wird Zeuge dieser Messe, aber von den Hippies entdeckt und vergewaltigt. Am nächsten Morgen kann sie noch nach Hause taumeln, bricht aber bewußtlos zusammen. Später kommen auch die Hippies nach Valley Hills, weil ihr Auto den Geist aufgegeben hat. Sie lassen sich in dem Ort in einem verlassenen Haus nieder und fröhnen dort weiter ihren sadistischen Gelüsten. Derweil hat Sylvia das Bewußtsein wiedererlangt und erzählt ihrem Großvater was passiert ist. Der will Vergeltung üben, kann sich aber gegen die acht jungen Leute nicht zur Wehr setzen und bekommt stattdessen eine Dosis LSD verabreicht. In der gleichen Nacht erschießt Pete (Riley Mills), Sylvias jüngerer Bruder, einen tollwütigen streunenden Hund und zapft ihm Blut ab, was er in die Fleischpasteten spritzt, die die Hippies im einzigen Bäckergeschäft des Ortes kaufen. Es dauert nur ein paar Stunden, bis die Wirkung sich fatal bemerkbar macht. Im Wahn attackieren sie sich gegenseitig und Rollo (George Patterson) ist der erste, der ein anderes Mitglied aus der Gruppe brutal ermordet. Ab da gibt es kein Halten mehr und die Hippies machen Jagd auf alles und selbst die Bauarbeiter einer nahegelegenen Baustelle sind nicht davon verschont. Am nächsten Tag sind die gesunden Menschen deutlich in der Unterzahl und müssen sich irgendwie gegen die animalischen Bestien zur Wehr setzen...

I Drink Your Blood - ScreenshotI Drink Your Blood - Screenshot

Also wer auf die chaotischen Splatterorgien der Troma Studios abfährt, der braucht gar nicht weiter zu lesen, der kann sich den Film sofort besorgen. Mit diesem Hinweis dürfte auch klar sein, mit welcher Art von Film es man hier zu tun hat. I Drink Your Blood ist Trash, derbster Trash. Das der Film nur ein extrem niedrigen Budget zur Verfügung hatte, ist ihm jede Minute anzusehen. Auch die Schauspieler würde ich nach diesem Film nicht gerade für Stücke von Shakespeare einsetzen, obwohl die meisten vom Theater kamen, und der Film weist diese typische schmierig-dreckige Atmosphäre von US Low-Budget Trash-Filmen der 70er Jahre auf. Allerdings macht er auf eine gewisse Art und Weise trotzdem Spaß. Klar, die Story ist hinrissig und mit Logik braucht man hier auch nicht ankommen (Sylvia liebbandelt am Schluß mit Andy, obwohl der sie Anfangs ja überhaupt erst in die erniedrigende Lage gebracht hat). Aber trotzdem hat der Film etwas, was ihn durchaus unterhaltsam macht und er langweilt auch zu keiner Sekunde. Zudem ist er, was Kamera- und Schnittechnik angeht, auch gar nicht mal so schlecht gemacht, da wirkten Menschen mit, die was von ihrem Handwerk verstanden.

Zitat

Andy: Hey Horace, it's okay, she's with me. She's a local kid, she's from around here.
Horace: You invited her here?
Andy: Yeah.
Horace: How many times I've got to say: no strangers on the scene. LOCAL GIRL MY ASS!

Aber wenn man einen Schauspieler herausheben müsste, dann Bhaskar, der als Anführer Horace eine so überzogene Leistung abliefert, dass es schon wieder kultig ist. Was der so an zitierungswürdigen Sprüchen losläßt ist schon eine Wonne, vor allem wenn er es mit seinem harten Akzent ausspricht. Ansonsten ist die Gruppe von Hippies der übliche zusammengewürfelte Haufen von Extremcharakteren: die fette und schwangere Molly (Rhonda Fultz), die stets eine Lockenperücke trägt (wozu überhaupt?), die notgeile Sylvia (Iris Brooks), der leicht tuntige Quotenschwarze Rollo, der eigentlich recht nette aber unselbstständige Andy (Tyde Kierney), der Nervfaktor Shelley (Alex Mann), die Asiatin Sue-Lin (Jadine Wong) und die hübsche, aber stumme Carrie (Lynn Lowry). Alle zusammen bilden ein Kollektiv von Exzentrikern, gegen die man als Alleinstehender nicht ankommen könnte. Bhaskar spielte sein Rolle im übrigen so überzeugend, dass sich Riley Mills, der Junge, auch außerhalb der Kamera vor ihm fürchtete.

I Drink Your Blood - ScreenshotI Drink Your Blood - Screenshot

Richtig splatterig wird es eigentlich erst in der zweiten Hälfte des Films, dafür dann aber teilweise auch richtig heftig. Allerdings wirkt das durch die comichafte Handlung eher belustigend als ekelhaft, obwohl da wahrlich mit direkter Gewalt nicht gespart wird. I Drink Your Blood war im übrigen der allererste Film in den USA, der nur aufgrund seiner Gewalt ein X-Rating verpaßt bekam. Die Einstufung kam ausgerechnet zwei Wochen vor dem offiziellen Release, was natürlich dazu führte, dass die meisten Kinos den Film nicht mehr zeigen wollten. Da die Zeit nicht mehr ausreichte eine offizielle R-rated Fassung von dem Film zu erstellen, griffen die Produzenten zu einer recht außergewöhnlichen Methode. Sie überließen es den einzelnen Kinos, den Film nach ihren Vorstellungen zu schneiden, damit er für sie vorzeigefähig wird. So existieren also rein theoretisch an die 200 verschiedenen Schnittfassungen des Films, je nachdem wo er gezeigt wurde!

Regisseur Durston, der zuvor noch keinen Horrorfilm gedreht hatte, bekam von den Produzenten die Aufgabe gestellt, einen Horrorfilm zu drehen, der alle anderen übertreffen sollte. Nur dürften in seinem Film nicht die üblichen Monster wie Vampire oder Werwölfe vorkommen. Die Story entwickelte sich, nachdem er von der Geschichte eines Bergdorfes erfahren hatte, dass von wilden Hunden heimgesucht wurde und viele Kinder an der Tollwut erkrankten. Dazu schmiss er noch die Geschichten um Charles Manson und seinem Gefolge und fertig war das Drehbuch. Der Arbeitstitel des Films lautete Phobia, wegen der Angst vor Wasser bei Tollwütigen, aber die Produzenten wollten lieber den reißerischen Titel I Drink Your Blood, damit sie den Film als Double Feature zu dem schwarz-weiß-Voodoohorror I Eat Your Skin laufen lassen konnten. Höchst ironisch, da Durston von dem Titel Phobia so begeistert war, dass er den Film unter dem Arbeitstitel State Farm machen ließ, damit ihm niemand zuvorkommt und den Titel Phobia verwendet. Die satanischen Rituale der Hippiegruppe waren übrigens nicht Durstons Phantasie entsprungen, sondern basieren auf Berichten einer Bekannten von Durston, die selber einer okkulten Sekte angehört hatte. Der Film wurde oft wegen seiner Gewalt gegen Tiere kritisiert, dabei wurden fast ausschließlich bereits tote Tiere für die entsprechenden Szenen verwendet. Eine der im Film auftauchenden Ratten hatte übrigens als Ben eine eigene Filmkarriere.

I Drink Your Blood - ScreenshotI Drink Your Blood - Screenshot

Mit der Wahl des Drehortes hatten sie Glück. Der verlassene Ort in dem sie drehten, sollte ohnehin platt gemacht werden und so durften sie nach Herzenslust die Gebäude nutzen und demolieren wie sie wollten. Lediglich ein Sheriff und seine Kollegen waren noch anwesend, die tauchen sogar ganz am Schluß einmal auf und dürfen ein wenig rumballern. Die Bauarbeiter waren größtenteils Studenten von einem nahegelegenen College und David Durston hat ebenfalls einen kleinen Auftritt, weil ein Schauspieler ausfiel. Alle Schauspieler die auch Dialoge haben, kamen vom Theater oder vom Film, alle anderen waren nur für diesen Film eingesetzte Laiendarsteller. Lynn Lowry wurde für den Film engagiert, nachdem David E. Durston mit seinem Casting eigentlich längst fertig war. Er war von der hübschen jungen Frau aber so begeistert, dass er für sie kurzerhand die Rolle der stummen Carrie erfand. So musste er wenigstens keine Dialoge mehr für sie im Drehbuch unterbringen. Ihr Name wurde allerdings auf ihren Wunsch hin aus den Credits entfernt, da sie sich für eine Soap-Opera eines großen Fernsehsenders bewarb und befürchtete, dass ihr Auftreten in einem Low-Budget Horrorfilm ihrem Engagement schaden könnte.

Außer I Drink Your Blood kam aber nicht viel an weiteren Filmen von David E. Durston. Nach diesem Film kamen noch die mir völlig unbekannten Titel Blue Sextet und Stigma, letzterer glänzt durch die sagenhafte Durchschnittsnote von 1.0 (von 10) bei der Internet Movie Database. Auch über die Schauspieler kann ich irgendwie nicht viel erzählen, da viele entweder vom Theater kamen und später auch dort geblieben sind, nur in 2 oder 3 Filmen mitgewirkt haben oder in den Tiefen unbedeutender B-Movies und TV-Produktionen verschollen sind. Tyde Kierney spielte in der Nightmare on Elm Street Fernsehserie mit und über Arlene Faber läßt sich berichten, dass sie in dem Thriller-Klassiker French Connection eine etwas größere Nebenrolle hatte. Dem Genrefan wird Lynn Lowry dagegen sicherlich eher ein Begriff sein. Nach I Drink Your Blood, ihr Schauspieldebüt, war sie unter anderem in Radley Metzgers Score und in George A. Romeros The Crazies zu sehen, spielte in Cronenbergs Shivers mit und der international bekannteste Film in dem sie mitgespielt hat ist Paul Schraders Cat People (Katzenmenschen). Heutzutage spielt sie Theater.

I Drink Your Blood - ScreenshotI Drink Your Blood - Screenshot

Bei der limitierten US-DVD merkt man deutlich, dass Fans des Films an der Produktion der Scheibe beteiligt waren. Das Menü ist liebevoll animiert und mit Zitaten aus dem Film unterlegt worden, so dass man beim ersten eingelegen der Scheibe erstmal damit beschäftigt ist, was wo bei welchem Menüpunkt passiert. Aber erstmal zum wichtigsten, die Bild- und Tonqualität. Die DVD entstand zwar unter Zusammenarbeit mit Grindhouse, erscheint mir aber eher ein reines Fan-Produkt zu sein. Das, in Verbindung mit dem B-Movie Charakter des Films, lässt natürlich nicht auf eine Wahnsinnsqualität Marke Anchor Bay oder Blue Underground hoffen. Allerdings kann man mit dem Endergebnis durchaus zufrieden sein. Das Bild ist zwar gerade in dunklen Szenen sehr körnig, das hängt aber wohl mit dem verwendeten Filmmaterial zusammen. Die Schärfe geht auch in Ordnung, es gibt aber des öfteren mehrere Szenen, wo einfach die Filmkamera selber nicht auf die optimalste Schärfe eingestellt war. Die Farben wirken auch etwas blass, und in dunklen Szenen geht das eine oder andere Detail verloren. Aber in Anbetracht des Alters des Filmes und das er wahrscheinlich über die Jahre nicht so gepflegt wurde wie ein Hollywood-Blockbuster, ist der Transfer durchaus in Ordnung. Eine digitale Reparatur von Filmschäden wurden allerdings nicht durchgeführt. Der Ton liegt in seinem Original Monoformat vor und bietet keinen Anlass zur Kritik. Den Film kann man sich auf zweierlei Arten anschauen. Einmal den "Original X-Rated Theatrical Cut", also der Schnittfassung die von den Produzenten an die Kinos geliefert wurde, und einmal den Director's Cut, der die auch einzeln abrufbaren Deleted Scenes in den Film integriert. Allerdings nicht als Seamless Branching, sondern der Player muss zu den einzelnen Szenen hinspringen und von dort wieder zurück zu dem Film, was sich in kleinen Pausen bemerkbar macht. Ganz egal, für welche Fassung man sich entscheidet, zu jeder läßt sich noch ein interessanter Audiokommentar von David E. Durston und Bhaskar hinzuschalten. Und der hat schon einen gewissen Wert, denn vor kurzem verstarb Bhaskar.

Komme ich nun zum Bonusbereich und spätestens dort merkt man, dass man es mit einem Fanprodukt zu tun hat. Der erste Punkt sind die eben schon angesprochenen Deleted Scenes. Zwar nur ganze 4 Stück an der Zahl, aber teilweise nicht uninteressant. Die erste stellt deutlicher dar, dass sich zwischen Andy und Sylvia etwas mehr tut als man im Film sonst so mitbekommt, die zweite Szene ist eine Verlängerung der Szene, als Pete und sein Großvater von den Hippies zurückkehren und sich die Auswirkungen des LSD beim Großvater deutlich bemerkbar machen. Interessant sind aber die letzten beiden Szenen. Bei der einen handelt es sich um ein alternatives Ende und die vierte und letzte Deleted Scene ist eine amüsante Szene mit Pete, die normalerweise ganz ans Ende des Films gehört. Optional kann man sich die Szenen auch mit einem Audiokommentar von David E. Durston und Bhaskar anschauen. Die Outtakes sind nichts besonderes, nur diverses Filmmaterial, die laut Beschreibung "so gezeigt werden, wie sie auf dem Boden des Schneideraumes gefunden wurden". Teilweise haben die auch gar keinen Ton.

I Drink Your Blood - ScreenshotI Drink Your Blood - Screenshot

Die "I Drink Your Blood Show" ist neben dem Audiokommentar wohl das Feature, was dem interessierten Zuschauer die meisten Informationen vermittelt. Moderiert wird diese 29-minütige Interviewshow von Durston persönlich, der Lynn Lowry, Barney Cohen, Tyde Kierney und John McCook (im Film als Jack Damon ausgewiesen) nacheinander zu einem gemütlichen Plausch einlädt. Barney Cohen hat zwar mit dem Film an sich nicht viel zu tun, allerdings war er es, dem die Titel I Drink Your Blood und I Eat Your Skin einfielen. Dummerweise dachte er nicht ernsthaft an die Titel, sondern meinte das nur als blöden Scherz. Aber bereits eine Woche später bekam er die Plakate für die Filme mit eben diesen Namen zu sehen. Alle vier Personen reden frei von der Seele weg, auch wenn Durston ihnen manchmal zuvorkommt und von sich aus einiges erzählt. Die Fotogalerie ist in die Abschnitte "Production Stills", "Cast" und "Advertising" aufgeteilt. Die Bilder kann man sich entweder mit dem Soundtrack im Hintergrund anhören, oder mit einer Art Audiokommentar, in dem Durston sich über die Zusammenarbeit mit dem damaligen Produzenten Jerry Gross auslässt.

Der Kinotrailer, der das Double Feature mit I Eat Your Skin ankündigt, ist ganz amüsant, die Bildqualität liegt aber bei VHS-Niveau. Ebenso regt der Radio Spot mit seiner reißerischen Art zum Schmunzeln an. Darauf folgen die umfangreichen Biographien und Filmographien von David E. Durston, Bhaskar und Lynn Lowry, sowie eine Ansammlung von Trailern von Filmen aus dem Grindhouse Programm: The Beyond, A Cat in the Brain, Cannibal Ferox, Cannibal Holocaust, Mad Ron's Prevues From Hell, An American Hippie in Israel, Copkillers, The Tough Ones und Massacre Mafia Style. Abgeschlossen wird die DVD selber von den DVD-Credits. Außerdem gibt es noch ein Falt-Booklet mit guten und auf den Punkt gebrachten Liner Notes von David Szulkin, auf der Rückseite befindet sich ein Abdruck des original Double-Feature Kinoposters mit der reißerischen Tagline: "2 great blood-horrors to rip out your guts!"

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Etwas versteckt in der Biographie von David E. Durston findet man noch eine Aufnahme von den "Cult Movie Awards 2002". In den mitgeschnitten 9 Minuten erlebt man, wie David E. Durston 32 Jahre nach dem Dreh des Films noch dafür geehrt wird. Dabei erzählt er den paar Anwesenden noch ein wenig über den Hintergrund des Films. Eine Seite in der Biographie weiter stecken Radio Spots zu Durstons später entstandenem Film Stigma. In den Biographien von Bhaskar befindet sich ein gar obskures Stück Film. Das nennt sich The Evil King Cobra Dance und ist eine 6-minütige Tanzperformance von Bhaskar, der ein ausgebildeter Tänzer ist und hier seine Kunst zum besten gibt. Und auch die Informationen über Lynn Lowry sind nicht ohne ein kleines verstecktes Goodie. In ihrer Filmographie wurde der Trailer zu George A. Romeros The Crazies versteckt, in dem sie auch eine etwas größere Rolle hat.

Und gleich drei Hidden Features wurden auf der DVD versteckt. Das erste ist noch recht einfach zu finden, indem man im Hauptmenü, ausgehend von "Play" einmal nach links geht und den Kopf auf dem Auto aktiviert. Dann bekommt man den Prolog und die Anfangscredits von I Eat Your Skin präsentiert, bei dem es sich scheinbar um einen trashigen Voodoo-Streifen in schwarz-weiß handelt. Das zweite versteckte Osterei ist eine kleine Menüspielerei im Bonus-Menü. Geht einfach mit dem Cursor auf die Axt links und schaut was passiert. Und das wahrlich Unglaublichste befindet sich auf der letzten Seite der DVD-Credits. Dort den Kopf selektieren und man bekommt von David E. Durston ein Liedchen über das Low-Budget Filmmaking vortragen! Kein Scheiß, der Kerl singt wirklich! Und achtet dabei auf den Songtext, der voll mit Anspielungen ist und das produzieren von billigen Filmchen mit einem Augenzwinkern dokumentiert.

I Drink Your Blood - ScreenshotI Drink Your Blood - Screenshot

Wer sich ernsthaft für die DVD interessiert, der sollte schleunigst die Homepage http://www.necrophagia.com/idrink.html aufrufen und sich dort informieren, ob die nur in einer streng limitierten Auflage erhältlichen DVD noch zu haben ist. Die ersten 500 Stück waren übrigens noch von David E. Durston, Bhaskar, Lynn Lowry und Jack Damon signiert worden und gehen mittlerweile bei Ebay.com für horrende Summen weg, vor allem da Bhaskar mittlerweile verstorben ist. Direkt über die Seite kosteten die DVDs damals 30$, danach wurden noch einige unsignierte DVDs für 5$ weniger verkauft, die sind aber scheinbar auch schon ausverkauft. Ich hatte noch das Glück eine zu erwischen, die Lieferzeit betrug knapp über eine Woche und kam gut verpackt bei mir an. Viel Glück beim Suchen, wenn es die wirklich nicht mehr geben sollte... Scheinbar scheint es eine gleichwertig ausgestattete DVD aus Japan zu geben, aber ob das wirklich eine offizielle Pressung ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Kleine Ergänzung: auf der oben genannte Webseite wird die DVD als ausverkauft gekennzeichnet. Wohl dem, der noch eine bekommen konnte.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 15.10.2003

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