Film Daten

Titel:
Bubba Ho-Tep
Originaltitel:
Bubba Ho-Tep
Land & Jahr:
USA 2002
Laufzeit ca.: ?
92 Min.
Regie:
Don Coscarelli
Darsteller:
Bruce Campbell
Ossie Davis
Ella Joyce
Heidi Marnhout
Bob Ivy
Edith Jefferson
Larry Pennell
Reggie Bannister
Daniel Roebuck
Daniel Schweiger
Harrison Young
Linda Flammer
Cean Okada
Solange Morand
Karen Placencia
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - MGM
Label:
MGM
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / 91:51
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 5.1
Untertitel:
Englisch, Französisch, Spanisch
Extras:
  • Audiokommentar von Don Coscarelli und Bruce Campbell
  • Audiokommentar von The King
  • "Joe R. Landsdale reads from Bubba Ho-Tep"
  • Deleted Scenes
  • Making Bubba Ho-Tep
  • Musikvideo
  • Trailer
  • TV Spots
  • Trailer: Osama
  • Trailer: Barbershop 2
  • Trailer: Touching the Void
  • Trailer: Jeepers Creepers
  • Trailer: Jeepers Creepers 2
  • Scrapbook (Booklet)

DVD Daten

DVD Cover - Anchor Bay Entertainment
Label:
Anchor Bay Entertainment
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / 88:10
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 2.0
Englisch - DD 5.1
Englisch - DTS
Untertitel:
Englisch
Extras:
  • Audiokommentar von Don Coscarelli und Bruce Campbell
  • Audiokommentar von The King
  • Deleted Scenes
  • "Joe R. Landsdale reads from Bubba Ho-Tep"
  • Making of
  • Featurette "To Make A Mummy"
  • Featurette "Fit For A King"
  • Featurette "Rock Like An Egyptian"
  • Interview "The King And I"
  • Interview "Bruce Talks Bubba"
  • UK Premiere Q&A
  • Biographien
  • Trailer
  • Bildergalerie
  • Musikvideo
  • Booklet mit Liner Notes

DVD Daten

DVD Cover - EMS
Label:
EMS
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / 88:18
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 5.1
Deutsch - DTS
Englisch - DD 5.1
Untertitel:
Deutsch
Extras:
  • Vorwort von Bruce Campbell
  • Audiokommentar von Don Coscarelli und Bruce Campbell
  • Audiokommentar von The King
  • Making of
  • Featurette "To Make A Mummy"
  • Featurette "Fit For A King"
  • Featurette "Rock Like An Egyptian"
  • Behind the Scenes
  • Interview "The King And I"
  • Interview "Bruce Talks Bubba"
  • Interview mit Bruce Campbell
  • Aufnahmen von der US-Premiere
  • Aufnahmen von der UK-Premiere
  • Deleted Scenes
  • "Joe R. Landsdale reads from Bubba Ho-Tep"
  • Musikvideo
  • 3 Trailer
  • Bildergalerie
  • Biographien
  • Weitere Trailer: Sympathy for Lady Vengeance / Attentat auf Richard Nixon / The Big White / Goldene Zeiten / Ein Ferpektes Verbrechen / Drowning Ghost
  • Booklet mit Liner Notes

Bubba Ho-Tep

Review

Bubba Ho-Tep - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

In einem kleinen Altersheim in Texas dämmert Elvis (Bruce Campbell) eigentlich nur noch vor sich hin. Als er am Höhepunkt seiner Karriere war, machte er einen Deal mit Sebastian Haff (Bruce Campbell), dem besten Elvis-Imitator des Landes aus, der für ihn auf den großen Bühnen der Welt auftrat, während er ein ganz normales Leben beginnen konnte. Zu dumm nur, dass der damals aufgesetzte Vertrag in Flammen aufging und ihm nun niemand mehr glaubt, dass er der wirkliche King des Rock'n'Roll ist. In dem Altersheim lebt außerdem noch Jack (Ossie Davis), der sich trotz seiner dunklen Hautfarbe für John F. Kennedy hält. Durch Jack wird Elvis auf ägyptische Schriftzeichen auf einer Toilette aufmerksam gemacht und in der darauf folgenden Nacht muss er einen schweißtreibenden Kampf gegen einen riesigen Skarabäus ausfechten. Zusammen entdecken sie, dass eine alte Mumie (Bob Ivy) ihr Unwesen im Altersheim treibt und einen Rentner nach dem anderen zu seinem frühzeitigen Schicksal verhilft. Gemeinsam rüsten sie sich zum Kampf, um den altägyptischen Geist aus dem Heim zu vertreiben...

Bubba Ho-Tep - ScreenshotBubba Ho-Tep - Screenshot

Allein schon die Idee macht schon enorm neugierig auf diesen Film: Bruce Campbell als Elvis Presley kämpft zusammen mit jemandem, der sich für JFK hält, im Altersheim gegen eine Mumie. Wenn das keinen Originalitätspreis verdient hat... Oberflächlich betrachtet bekommt man auch das geboten, was man anhand dieses Storyumrisses erwartet: eine kurzweilige und mit vielen amüsanten Ideen gespickte Horrorkomödie, die eine Menge von dem auf die Schippe nimmt, was man im Allgemeinen mit Altersheimen in Verbindung bringt: überfürsorgliche Schwestern, senile bis komplett durchgedrehte alte Herrschaften, fast täglich vorbeikommende und etwas trottelige Leichenbestatter sowie Heimleiter, die sich nur unzureichend um ihre Patienten kümmern. Die alte Mumie, adrett gekleidet mit übergroßen Cowboyhut und -stiefeln, sieht in den Patienten des Heimes leicht zu erbeutende Opfer, denn zum weiteren Überleben benötigt sie menschliche Seelen. Da sich die alten Menschen kaum wehren können, ist es für die Mumie natürlich ein leichtes Spiel. Außer Elvis und JFK bemerkt aber niemand, was sich nachts in dem Heim abspielt, und so ist es allein an ihnen, für Recht und Ordnung und das weitere Überleben der Rentner zu sorgen.

Zitat

Elvis: Ask not what your rest home can do for you, but what you can do for your rest home!

Betrachtet man aber mal die eher ruhigen Töne und Nuancen im Film, so bietet sich ein sehr vielschichtigeres Bild. Denn unter der Oberfläche verbirgt sich vielmehr ein Plädoyer auf ein Leben im Alter in Anstand und Würde. Wie man anhand des Zeitraffer-Effekts zu Beginn sehr schön sehen kann, bekommt Elvis von seiner Umwelt nur noch Fetzen und Fragmente mit. Die Zeit läuft an ihm vorbei, ohne das er aktiv daran teilhaben kann. Er liegt ständig im Bett und wird von einer Schwester mehr wie ein kleines Baby denn wie ein Mann behandelt. Sein Leben im Rampenlicht der Bühnen ist schon lange vorbei, sein Sexualleben schon vor langer Zeit eingeschlafen. Seit er im Altersheim ist, vegetiert er nur vor sich hin und leidet an Prostatakrebs. Erst als er bemerkt, dass etwas seltsames im Heim vor sich geht, wird er wieder etwas aktiver. Er beginnt wieder zu leben, auf Eigeninitiative hin etwas zu unternehmen und findet in Jack/JFK einen Freund, mit dem er zusammen kämpfen wird. Seine Erinnerungen an die Vergangenheit sind getrübt von Wehmut und dem Wissen, einige Dinge vollkommen versäumt zu haben. In dem Kampf gegen die Mumie sieht er seine letzte Chance, noch einmal in seinem Leben etwas großes zu leisten.

Bubba Ho-Tep - ScreenshotBubba Ho-Tep - Screenshot

Kritisch betrachtet bietet der Nebenplot mit der Mumie nur wenig Substanz, ist viel zu dünn und zu vorhersehbar ausgefallen, als das im finalen Kampf gegen die Mumie mit wahren Überraschungen zu rechnen ist. Aber das ist auch nicht das Hauptthema des Films. Es ist vielmehr ein Aufhänger dafür, dass zwei alte Männer, die nichts mehr vom Leben zu erwarten haben, sich anfreunden und gemeinsam noch einmal eine letzte große Tat vollbringen können. Auch wenn man den Film leicht unter dem Begriff "Horrorkomödie" einordnen kann, so ist er stellenweise sehr nachdenklich und ernst ausgefallen, auch wenn dies vielleicht nicht sofort auffällt. Die Hinzunahme von reinen Fantasy-/Horrorelemente bringt dies Thema allerdings auf eine leichte, zugänglichere ja fast schon spielerische Art dem Zuschauer näher, gerade im Horrorgenre, aber auch den meisten anderen Bereichen des Films, wird man mit der Altersthematik so gut wie nie konfrontiert. Aber ähnlich wie in The Straight Story sind dem Zuschauer die beiden älteren Herren am Ende des Films sehr ans Herz gewachsen. Dieser Film verbreitet einfach den Flair eines zunächst völlig verrückten, aber dann doch schwer unterhaltsamen Werkes mit einem hohen Potential zum absoluten Kultfilm. Auch wenn der Mumien-Anteil vielleicht unpassend ist oder nur unzureichend behandelt wird, so reißen allein die beiden Hauptdarsteller dieses Manko wieder heraus. Hier kann nur eine klare Empfehlung ausgesprochen werden!

Dabei hatte es Don Coscarelli gar nicht so einfach, den Film überhaupt drehen zu können. Durch die Lektüre der gleichnamigen Kurzgeschichte von Joe R. Landsdale kam ihm die Idee sie zu verfilmen. Auf der Suche nach Geldgebern erteilten ihm aber alle großen Hollywood-Studios eine Absage, da sie nicht an einen Erfolg eines Films glaubten, der 90 Minuten lang von zwei Männern in einem Altersheim handelt. Das Budget des Films betrug schließlich nur einen Bruchteil dessen einer durchschnittlichen Hollywood-Produktion. Hier liegt auch die Begründung, warum es im ganzen Film keinen einzigen Song von Elvis zu hören gibt, weil sie sich die Lizenzen einfach nicht leisten konnten. Gedreht wurde innerhalb von 30 Tagen etwas außerhalb von Los Angeles. Das Heim wurde in Wirklichkeit früher mal als solches genutzt, war aber schon lange verlassen worden und die Crew konnte so frei über das Gebäude und das umliegende Gelände verfügen. Da Bob Ivy, der hier den Bubba Ho-Tep spielte, normalerweise als Stuntman arbeitet, konnte er alle Stunts auch selber ausführen, es musste also kein Double für ihn engagiert werden.

Bubba Ho-Tep - ScreenshotBubba Ho-Tep - Screenshot

Don Coscarelli ist unter Genre-Fans vor allem wegen seiner Phantasm (Das Böse) Filme beliebt, hat allerdings auch Filme gedreht wie der doch etwas eher schlechtere Beastmaster. Über Bruce Campbell noch Worte zu verlieren, dürfte verschwendete Energie sein, ist der charismatische Darsteller doch durch seine Auftritte in den Splatter-Klassikern Evil Dead, Evil Dead 2 (Tanz der Teufel 1&2) und dem komödiantischen dritten Teil Army of Darkness (Armee der Finsternis) hinreichend bekannt. Ossie Davis dagegen ist speziell in den USA eine kleine Legende. Der Schauspieler drehte nicht nur Kinofilme, sondern stand auch auf Theaterbühnen und engagierte sich politisch, am Grabe von Malcolm X sprach er die Lobesrede für den Verstorbenen.

Zitat

Elvis: No offense, Jack, but President Kennedy was a white man.
Jack: They dyed me this color! That's how clever they are!

Leider ging der Film selbst in den USA an den Kinokassen unter. Er wurde nur schlecht beworben und ging auch nur mit relativ wenigen Kopien an den Start. In manchen Städten der USA lief der Film nur eine Woche - wenn überhaupt. Hier in Deutschland gab es nur einmal während des Fantasy Filmfests 2003 die Gelegenheit den Film zu sehen. Dies nutzten die Fans, denn die Vorstellungen waren generell sehr gut besucht. MGM hat Bubba Ho-Tep schließlich auf DVD veröffentlicht und das sogar in Form einer sogenannten "Collector's Edition", womit man nach dem mageren Kinoerfolg nicht unbedingt gerechnet hat. Die Erstauflage der DVD ist noch zusätzlich mit einem Pappschuber versehen worden, auf dem das Covermotiv als Prägung gedruckt wurde. Außerdem gibt es noch ein Booklet, das sogenannte "Scrapbook", in dem neben einem Brief von Bruce Campbell noch einige Fotoaufnahmen und dazugehörige Kommentare von den Dreharbeiten zu sehen sind.

Bubba Ho-Tep - ScreenshotBubba Ho-Tep - Screenshot

DVD-Veröffentlichungen USA

Das Bild der US-DVD von MGM ist relativ gut, mit nur kleineren Mängeln. Es bleibt zu berücksichtigen, dass der Film eine reine Low Budget Produktion war, aber er nach mehr aussieht! Das einzige wirkliche Problem ist die leichte Körnigkeit des Bildes, ansonsten gibt es über Farben, Kontrast und Schärfe nicht viel zu bemängeln, auch die Kompression macht sich kaum negativ bemerkbar. Und das obwohl ein großer Teil des Films nur über eine eingeschränkte Farbpalette verfügt bzw. nachts spielt. Analoge Defekte kann man zwar ausmachen, aber die erscheinen so selten, dass es nun wirklich gar nicht weiter stört. Der englische Ton liegt nur in einer Dolby Digital 5.1 Spur vor, weitere Surround-Abmischungen gibt es nicht. Dafür aber Untertitel in Englisch, Französisch und Spanisch.

An Bonusmaterial gibt gerade wegen des schlechten Erfolgs an den Kinokassen überraschend viel. Da wäre zunächst der Audiokommentar von Don Coscarelli und Bruce Campbell. Dieser bietet genau die richtige Mischung aus Informationsvermittlung und Spaß am Film. Wer bereits den einen oder anderen Audiokommentar von Bruce Campbell gehört hat, dürfte wissen, dass dieser Mann der geborene Entertainer ist. So auch hier, denn neben den Hintergrundinformationen, die zum größten Teil von Don Coscarelli geliefert werden, sorgt Campbell mit seinem Humor und flotter Stimme für kurzweiliges Vergnügen. Zusammen erfährt man von ihnen so einiges über die Dreharbeiten und auch einige Details zur Story und zur Kurzgeschichte, die als Vorlage für den Film diente. Coscarelli liefert nebenbei auch noch die eine oder andere Anekdote, wie z.B. das die Frau in der Eisernen Lunge zu Anfang des Films die Großmutter des ausführenden Produzenten war oder das der Leichenwagen bereits in den Phantasm Filmen zum Einsatz kam. Den Vogel schießt Bruce Campbell aber endgültig mit dem zweiten Audiokommentar ab, der vom "King" persönlich gesprochen wird. Ja, richtig gelesen. Campbell schlüpft ein weiteres Mal in die Rolle des Rock'n'Roll Königs und kommentiert aus dessen Perspektive den Film. Auch wenn der vorgetragene Humor vielleicht nicht jedermanns Sache ist, läßt man sich einmal darauf ein, so gibt es immer noch genug zu lachen. An Informationen über den Film bekommt man natürlich nichts zu hören und als richtiger Audiokommentar ist dies nicht wirklich ernst zu nehmen. Aber wie Campbell seinen Vortrag improvisiert ist schon bemerkenswert. So manche Filmemacher wissen in Audiokommentaren über ihre eigenen Filme kaum etwas zu berichten und er schüttelt hier locker-flockig einfach was aus dem Ärmel, und das sogar aus einer fiktiven Perspektive heraus. So nebenbei telefoniert er noch über Handy, futtert Popcorn, schlürft Kaffee und versucht sogar ein-zwei Liedchen an der Gitarre anzustimmen. Das er dann auch noch stellenweise den Film auf die Schippe nimmt ("...this movie Hubba Bo-Tep") ist da nur noch das Sahnehäubchen.

Bubba Ho-Tep - ScreenshotBubba Ho-Tep - Screenshot

Das Bonusmaterial geht dann weiter mit "Joe R. Landsdale reads from Bubba Ho-Tep". Hier liest Joe R. Landsdale einen Auszug aus seiner Kurzgeschichte vor, dazu werden grafisch verfremdet die passenden Bilder aus dem Bild gezeigt. Landsdale kann man mit fortgeschrittenen Englischkenntnissen eigentlich gut verstehen, Untertitel gibt es hier aber nicht. An Deleted Scenes gibt es nur zwei Stück: "Hallway" und "The Lady's Room", die auch beide mit einem optionalen Audiokommentar von Don Coscarelli und Bruce Campbell betrachtet werden können. "Hallway" hat eine Länge von fast zweieinhalb Minuten, zeigt allerdings nur Elvis, wie er die Gänge des Altersheims entlangspaziert und mit sich selber im Konflikt ist, ob er wirklich Elvis, oder doch Sebastian Haff ist. "The Lady's Room" geht ca. 45 Sekunden und zeigt eine weitere Szene mit der kleptomanischen Rentnerin, die der Frau in der Eisernen Lunge die Brille geklaut hat und das erste Opfer der Mumie wird. Hier sieht man, dass sie ihre Raubzüge schon seit einiger Zeit betreibt. Die zwei Minuten an "Footage from the Temple Room Floor" zeigen die Szenen im alten Ägypten in einer etwas rohen, aber weitaus längeren Form. Die sind im Film selber nur kurz als Flashbacks auf die Zeit der Mumie, als sie noch ein Pharao war, zu sehen.

Das dreiviertelstündige Making-Of ist in vier Bereiche aufgeteilt. Während der erste Teil allgemein auf den Film, die Dreharbeiten und die Schauspieler eingeht, so sind die nachfolgenden Beiträge speziellen Themen gewidmet. "To make a Mummy" widmet sich dem Mumienkostüm, "Fit for the King" um die Kostüme für Bruce Campbell aka The King, "Rock like an Egyptian" der Musik des Films, hierbei interviewt Don Coscarelli persönlich Brian Tyler, auf den er durch seine Musik für den Film Six String Samurai aufmerksam wurde. Dieser Teil schließt mit dem Musikvideo ab, dass genau wie alle Einzelfeatures nochmals separat über das Menü der DVD aufgerufen werden kann. Die Bildergalerie zeigt viele Aufnahmen von den Kostümen und den Dreharbeiten, außerdem gibt es noch den Kinotrailer, einen TV Spot sowie Trailer zu weiteren MGM DVDs.

DVD Veröffentlichungen Großbritannien

Etwa ein Jahr später als die US-DVD erschien in England der Film in einer noch etwas umfangreicheren Special Edition von Anchor Bay Entertainment auf DVD. In den technischen Daten unterscheidet sie sich nur insofern, dass hier das Bild natürlich in PAL vorliegt und neben der bekannten Dolby Digital 5.1 Tonspur noch eine weitere in 2.0 Stereo und DTS hinzugekommen ist. Die beiden Audiokommentare von Don Coscarelli und Bruce Campbell sowie dem "King" sind ebenfalls übernommen worden. Beim Bild gibt es keine großen qualitativen Unterschiede gegenüber der US-DVD. Nur die Schärfe ist bei der britschen DVD nicht ganz so gut, da hier wohl das Bild wegen den zusätzlichen Tonspuren etwas mehr komprimiert werden musste.

Alle weiteren Extras befinden sich auf der zweiten DVD. Los geht es mit den Deleted Scenes plus dazugehörigem Audiokommentar von Don Coscarelli und Bruce Campbell. Dieser läßt sich aber seltsamerweise nur aktivieren, wenn man in dem Menü einmal nach rechts geht und die agyptische Zeichnung aktiviert, danach werden erst die Menüoptionen zum an- oder abschalten des Audiokommentars angeboten. Hinter dem Punkt "Featurettes" befinden sich die von der US-DVD schon bekannten Beiträge "Joe R. Lansdale reads from Bubba Ho-Tep", das "Making-of" und die als separate Featurettes ausgelagerten "To Make A Mummy", "Fit For A King" und "Rock Like An Egyptian". Bei den "Interviews" gibt es hier mit "The King And I" ein neues Interview mit Regisseur Don Coscarelli, das ca. 20 Minuten lang ist und in dem er erzählt, wie es überhaupt zur Idee des Films und zur Zusammenarbeit mit Bruce Campbell kam und einige andere Aspekte bei der Entstehung des Films wiedergibt. Außerdem zeigt er sich sehr positiv, was eine Fortsetzung zu dem Film angeht. Die "UK Premiere Q&A" sind Aufnahmen von der Premiere in Großbritannien, bei der Don Coscarelli nach dem Film für Fragen des Publikums zur Verfügung stand. "Bruce Talks Bubba" ist ein 12-minütiges Interview mit Bruce Campbell, der ebenfalls etwas über die Entstehung und Produktion des Films erzählt.

Des weiteren gibt es noch Biographien über Don Coscarelli, Bruce Campbell und Ossi Davis, den Trailer zum Film, eine umfangreiche Bildergalerie mit vielen, wenn auch etwas klein geratenen Aufnahmen von den Dreharbeiten und noch das ebenfalls von der US-DVD bekannte Musikvideo. Als weiteres zusätzliches Gimmick liegt der britischen DVD noch ein 12-seitiges Booklet bei, in dem neben einigen Bildern von der Produktion auch noch Liner Notes von Bruce Campbell abgedruckt sind.

DVD Veröffentlichungen Deutschland

Gut drei Jahre nachdem der Film in Deutschland auf dem Fantasy Filmfest lief und in den USA auf DVD veröffentlicht wurde, bietet EMS auch endlich im deutschsprachigen Raum eine umfangreiche Special Edition an, die den Veröffentlichungen aus den USA und Großbritannien in nichts nachsteht. Die größte Frage die man sich aber natürlich zuerst stellt: wie ist die deutsche Synchronisation ausgefallen? Und da kann man EMS durchaus ein Lob aussprechen. Zwar geht naturgemäß mancher Wortwitz etwas verloren, aber insgesamt merkt man doch, dass man sich hier viel Mühe mit der Auswahl der Synchronsprecher gemacht hat, die ihre Arbeit auch sehr gut machen. Vor allem die Synchronstimme für Ossie Davis passt perfekt. Aber auch sonst wird qualitativ gute Ware abgeliefert. Das Bild weist keinerlei Mängel auf und entspricht ziemlich genau dem, was auch die US und UK DVD bieten. Die drei Tonspuren (Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 und nochmal Deutsch in DTS) bieten einen druckvollen Surroundsound. Eingeleitet wird der Film auf der EMS DVD von einem kurzen Vorwort von Bruce Campbell, was eigentlich für die Premiere in Großbritannien aufgenommen wurde und in dem er sich nachdrücklich bei den Fans dieses Films für die Unterstützung bedankt. Ansonsten gibt es auch hier die beiden Audiokommentare von Don Coscarelli plus Bruce Campbell und dem "King", den deutschen Trailer zum Film sowie weitere Trailer aus dem EMS Programm.

Die zweite DVD ist dann mit dem Bonusmaterial vollgepackt und bietet die komplette Kombination aller Extras von der amerikanischen und britischen DVD plus drei neuer Featurettes. Eingeteilt sind die Extras in "Room 1", "Room 2", "Room 3" und "Hallway". In "Room 1" findet man das "Making of Bubba Ho-Tep" und die auch hier separat anwählbaren Featurettes "To Make A Mummy" (Gestaltung und Special Effects der Mumie), "Fit For A King" (die Kleidung für den "King") und "Rock like an Egyptian" (Musik des Films). Neu sind hier nur die ca. 3 Minuten an unkommentierten "Behind the Scenes" Aufnahmen.

"Room 2" bietet zunächst das 20-minütige Don Coscarelli Interview "The King And I". (Den Untertitel-Schreiber sollte man aber für den "Boris Carlow" Fauxpas hauen, als Coscarelli von Boris Karloff spricht...) "Bruce über Bubba" ist das 12-minütiges Interview mit Bruce Campbell, darauf folgt noch ein zweites Interview mit ihm, dass beim San Francisco Independent Film Festival 2003 aufgenommen wurde und mehr auf seine Karriere allgemein eingeht. Vom gleichen Festival stammen dann auch noch die 25 Minuten an Aufnahmen, als der Film dort seine Premiere feierte und besteht vor allem aus dem Gespräch mit den Besuchern nach der Vorführung mit Coscarelli und Campbell. Gerade Bruce Campbell zeigt sich bestens gelaunt und reißt unzählige Witze. Ebenfalls gibt es noch die Aufnahmen von der Premiere in Großbritannien mit der anschließenden Fragerunde mit Don Coscarelli.

Im "Room 3" gibt es dann die Deleted Scenes, die man sich auch optional mit einem Audiokommentar von Don Coscarelli und Bruce Campbell anschauen kann. Außerdem noch "Footage from the Temple Room Floor", was im Endeffekt die komplette Ägpten-Flashback-Szene ist, die im Film nur in Form von schnellen Schnitten zu sehen ist (dies war bei den anderen DVDs Bestandteil der Deleted Scenes). Und in der "Hallway" gibt dann noch die "Joe R. Landsdale reads from Bubba Ho-Tep" Featurette, das Musikvideo, zwei US-Trailer, eine Bildergalerie und Bio-/Filmographien zu Don Coscarelli, Bruce Campbell und Ossi Davis.

Von der britschen DVD wurden ebenfalls die Inhalte des Booklets übernommen, dass bei EMS eine Seite mehr spendiert bekam, um das Poster-Artwork in der Mitte abdrucken zu können.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 11.06.2004
Letzte Textänderung: 28.05.2007

Leser-Kommentare

12.03.2007, 11:57:47 Tor7ten ( Email schreiben )

Ich habe den Film per Zufall mal bei Amazon entdeckt und hatte nicht recht Lust, die Original-Version zu kaufen, daher kam es mir gelegen, dass es "Bubba Ho-Tep" ab dem dem 05. März 2007 in einer - allerdings weniger prachtvoll mit Extras ausgestatteten - deutsch synchronisierten Version über e-m-s im Handel gibt.

Habe den Film jetzt gesehen und kann mich der Meinung des Vor-Kommentators und der Aussage Deiner Rezension nur anschließen. Ich denke, ich werde mir beizeiten auch mal die Romanvorlage besorgen.

Positiv Erwähnenswert finde ich auch die stimmungsvollen Lieder des Soundtrack.

24.10.2005, 13:29:24 tetsu ( Email schreiben )

Ein wunderbarer Film! Bruce Campbell als Elvis-The-Pelvis, der anstatt die Hüften seine Gehhilfe kreisen lässt und ein schwarzer JFK im gemeinsamen Kampf gegen eine im Altersheim vor sich hin marodierende Hobo-Mumie. Perfekt!
Schön auch, dass der Film, entgegen aller Erwartung, eben kein abgedrehter Party-Splatter alla "Bad Taste" (nichts gegen B.T., lässiger Film) ist, sondern sich als liebenswert schrullige Komödie inkl. unaufdringlichen sozialkritischen Untertönen entpuppt.
Stellenweise erinnern mich Elvis und JFK an Walter Matthau und Jack Lemon ? und das kann ja nix schlechtes sein.
Hat mir sehr gut gefallen.
"All shook up!", hätte der King zu diesem einigermaßen abgedrehten Film wohl gesagt.

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