Film Daten

Titel:
Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades
Originaltitel:
Kozure Okami: Shinikazeni mukau ubaguruma
Land & Jahr:
Japan 1972
Laufzeit ca.: ?
89 Min.
Regie:
Kenji Misumi
Darsteller:
Tomisaburo Wakayama
Akihiro Tomikawa
Go Kato
Yuko Hamada
Isao Yamagata
Michitaro Mizushima
Jun Hamamura
Saburo Date
Alternativtitel:
• Japango
• Okami 3 - Der Wind des Todes
• Baby Cart in Hades
• Lone Wolf and Cub: Perambulator Against the Winds of Death
• Sword of Vengeance, Part III
• Lightning Swords of Death
• Lupine Wolf
• Dans la terre de l'Ombre
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - AnimEigo
Label:
AnimEigo
Regionalcode / Norm:
1 / NTSC
Bild / Zeit:
2.35:1 (anamorph) / 88:53
Sprachen/Ton:
Japanisch - DD 1.0
Untertitel:
Englisch
Extras:
  • 14 Seiten Liner Notes
  • Trailer (Sword of Vengeance, Baby Cart in Peril, White Heaven in Hell, Zatoichi At Large)

DVD Daten

DVD Cover - Cine Club
Label:
Cine Club
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
2.35:1 / 82:31
Sprachen/Ton:
Deutsch - DD 2.0
Untertitel:
-
Extras:
  • Deleted Scenes (jap. OmU)
  • dt. Kinotrailer
  • amerik. Kinotrailer
  • Trailer "Die Nackten und die Bestien"
  • Bildergalerie

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades

Review

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Logo

(Ein Review von Frank Meyer)

Auch im dritten Teil der Lone Wolf-Reihe wandeln Ogami Itto und sein Sohn Daigoro auf dem Pfad der Rache und durchstreifen verfolgt vom finstren Yagyu-Clan das Land. Auf ihrem Weg begegnet ihnen eine verzweifelte junge Frau, die von ihrer armen Familie in die Prostitution verkauft worden ist und Schutz bei Ogami sucht, nachdem sie in Notwehr ihren Zuhälter getötet hat. Torizo, Oberhaupt der Boohachimono, einer Gruppe von Händlern, die sich auf "Erwachsenenunterhaltung" spezialisiert haben und denen die Verwaltung des Unterhaltungsbezirks obliegt, fordert vergebens die Herausgabe der Mörderin. Als sie aber erkennen muss, dass man sich über den einsamen Wolf auch nicht so ohne weiteres hinwegsetzen kann, unterbreitet sie folgenden Vorschlag: Das Mädchen könne seine Freiheit nach ihrer Einführung als Joro zurückerlangen (sprich ihre Jungfräulichkeit gegen Geld verlieren) oder ihre Schuld in Form einer Folter ableisten. Eine Lücke in den Gesetzen der Boohachimono ausnutzend bietet Ogami an, die Strafe an ihrer Stelle zu erdulden. Seine unglaubliche Willenskraft beeindruckt selbst Torizo und ihre Folterknechte. Und so langsam dämmert ihnen, wer der herrenlose Samurai ist, den sie hier vor sich haben. Schließlich unterbreitet man ihm ein Angebot. Falls er den Mordauftrag an Bezirksleiter Sawatari Genba übernähme, sei die Schuld des Mordes beglichen und das junge Mädchen frei.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Torizo stelt sich als Tochter von Miura Tatewaki vor, einem Mann der einst in der Position des oberster Vasallen am Hof des Kakegawa-Clans durch die Hand Ogamis einen Arm verloren hat. Doch hegt er keine Groll gegen den Henker des Shogun, sondern einzig gegen Sawatari, der als Verräter für die Zerschlagung des Clans verantwortlich gewesen sei. Ogami akzeptiert - allerdings nicht ohne seinen üblichen Preis von 500 Goldstücken zu fordern. Doch wie das Schicksal es will, verlangt es auch Sawatari nach den Diensten des einsamen Wolfes...

Eingerahmt wir die Geschichte von einer Nebenhandlung, in der Ogami Itto auf den gefallenen Samurai Kanbei trifft, der auf der Suche nach dem Weg des wahren Kriegers mit seinem Schicksal hadert. Ob er in der Klinge des einsamen Wolfes die Antwort finden wird?

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Wenn Baby Cart to Hades zum Teil als einer der schwächeren Filme der Lone Wolf-Reihe gehandelt wird, lässt sich dies vermutlich am ehesten damit begründen, dass er unmittelbar auf den absolut unglaublichen zweiten Teil Baby Cart at the River Styx folgt und somit zugegebenermaßen ein schweres Erbe anzutreten hat. Qualitativ steht der dritte Film in nichts nach und braucht sich auch in keinster Weise hinter den anderen Teilen zu verstecken. Vom Erzähltempo ähnelt er vielleicht etwas mehr dem Aufbau der TV-Serie Kozure Okami als den beiden Vorgängern, d.h. er fällt entsprechend insgesamt eine Spur ruhiger aus, aber dieser Eindruck relativiert sich spätestens mit dem furiosen Finale, in dem sich Vater und Sohn gleich einer ganzen Armee gegenüber sehen. Tamisaburo Wakayama ist in der Rolle des einsamen Wolfs gut wie immer und darf seinem dämonisch düsteren Blick hier sogar einige Facetten hinzufügen. So z.B. als er sich schützend vor das unschuldige Mädchen stellt und dies mit der Verbundenheit zu seinem eigenen Schicksal begründet.

Die im Grunde überschaubare Handlung spiegelt den episodenartigen Charakter der Manga-Vorlage von Kazuo Koike und Goseki Kojima wieder, in denen sich auch jede Geschichte um jeweils einen Auftrag des Duos dreht. Daher also der vermeintlich schlichte Aufbau.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Aber noch ein ganz anderer Einfluss, der zwar auch in Bezug auf die Vorgänger bereits im Ansatz diskutiert wurde, macht sich in Baby Cart to Hades endgültig und nachdrücklich bemerkbar, nämlich der des Italo-Westerns. Nicht nur, dass Schusswaffen eine dem Schwert ebenbürtige Rolle einnehmen, auch die Art, wie sie eingesetzt und präsentiert werden, weckt mehr als einmal deutliche Assoziationen an mediterrane Wildwest-Epen. Dies mag zum Teil an Kulissen und Protagonisten liegen, die ja nun so gar nichts mit amerikanischen Cowboys zu tun haben, aber insbesondere die trickreiche List in der finalen Auseinandersetzung mit der Übermacht kommt einem doch irgendwie recht bekannt vor und dürfte auch maßgeblich zur Vergabe des deutschen Kinotitels geführt haben...

Der dritte Teil der Lone Wolf-Reihe war der erste, der es Anfang 1974 auf die deutschen Leinwände schaffte, und zwar unter dem abenteuerlich-vielsagenden Namen Japango. Denn wie heißt es so schön im Off-Text? Er hat soviele Leute getötet, dass man ihn nur noch den japanischen Django nennt, den Japango. Ohwei! Da mag man sich ja fast nicht mehr entscheiden, ob das nun ein Gipfel kreativer Entgleisung ist oder wieder so rücksichtslos-konsequent, dass den Japango fast schon vom Hauch der Genialität umweht wird. Den Kinozuschauern scheint es auf alle Fälle ein bisschen zu viel des East-West-Crossovers gewesen zu sein, so dass der Film sich in den Kinos weder an den aktuellen Asien-Trend anhängen, noch auf der abebbenden Italowestern-Welle reiten konnte und recht sang- und klanglos wieder von den deutschen Leinwänden verschwand.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Aber nicht nur, was den Titel angeht, hat der deutsche Verleih mächtig hingelangt. Beim Vergleich des japanischen Originals mit der Japango-Fassung fallen neben einigen Einschnitten in die Handlung, mit denen der Film zeitlich heruntergekürzt und vereinfacht wurde, auch einige grundlegende Veränderungen der Synchronisation auf, bei denen man sich fragt, ob das nun Absicht war oder lediglich unwissentlich bei der Übersetzung geschlampt worden ist. Bspw. scheint es den aufwendig erstellten englischen Untertitel der AnimEigo-DVD entsprechend keinesfalls so zu sein, dass Ogami Itto dem Ronin Kanbei das Duell ausschlägt, weil er ihn für unwürdig erachtet, sondern ganz im Gegenteil den Kampf für "unentschieden" erklärt, da er in ihm einen im Grunde ehrenwerten Kämpfer sieht, der es verdient weiterzuleben. Und dies ist nicht die einzige Szene, die in dieser Art und Weise verfälscht wird. In der Originalversion gibt es hingegen dann auch wieder eine weitere Lektion in Sachen japanischer Geschichte, ganz nebenbei natürlich. Dieses Mal lernen wir u.a. etwas über die Watari-kashi, herrenlose Samurai, die je nach Bedarf auf Zeit von Clans angeheuert werden. Oder auch über die Organisation des Vergnügungswesens im alten Japan.

Die Optik von Baby Cart to Hades ist wiederum durchweg hervorragend. Insbesondere die strahlend blauen Himmel sorgen immer wieder für wunderbare Kontraste. Und was setzt sich dieses Mal an großen, erinnerungswürdigen Momenten im Kopf fest? Sicherlich das Ogamis Gang durch Massen von Gegnern, das Duell und der anschließende Ehrendienst an Kanbei, aber auch Daigoros Planschtrick, mit dem er den Waffenspezialist in eine - moralisch sicherlich fragwürdige - Falle lockt. Allerdings sind es ebenso die kleinen Gesten, die dem Film Klasse verleihen. Z.B. wenn der einsame Wolf mit einem Blick auf die Klingenreflektion schnorchelnde Ninjas ausmacht, mit einer kurzen, aber bestimmten Handbewegung das Mädchen vor ihren Verfolgern schützt, usw.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

An der Stammbesetzung hat sich auch in Teil 3 nichts verändert. Produziert von Shintaro Katsu und unter der Regie von Kenji Mitsumi sind einmal mehr Tomisaburo Wakayama (der dieses Mal höchstpersönlichen einen Song zum Besten gibt!) und Akihiro Tomikawa in den Rollen von Vater und Sohn zu sehen. Aber darüber hinaus wartet der dritte Teil mit der bis dato vielleicht interessantesten Besetzung der Reihe auf.

Go Kato, der hier den in Ungnade gefallenen Samurai Kanbei verkörpert, hatte seinen bei uns bekanntesten Auftritt wohl Ende der 80er in Kei Kumais Der Tod eines Teemeisters (Sen no Rikyu, 1989), in dem er neben dem legendären Toshiro Mifune zu sehen war. Yuko Hamada (Torizo) hatte in Baby Cart to Hades ihren letzten Kinoauftritt, hatte zuvor mit Auftritten in der Zatoichi-Reihe (Zatoichi Royaburi, 1967) und den Sleepy Eyes of Death-Filmen (Nemuri Kyoshiro 2+3, 1964) sowie dem Gamera-Streifen Gamera vs. Guiron (Gamera tai daiakuju Giron, 1969) schon einschlägige Genre-Erfahrungen sammeln können.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Isao Yamagata (Endo Genba) hat gleich zu Beginn seiner Karriere eine Nebenrolle in Akira Kurosawas Meisterwerk Die sieben Samurai (Shichinin no samurai, 1954) und eine Hauptrolle in dem Oscar-gekönten Japan-Klassiker Das Höllentor (Jigokumon, 1953) ergatten können. Mitte der 60er war auch er zu Gast in der Zatoichi-Serie (Zatoichi umi o wataru, 1966). Seinen letzten größeren Auftritt hatte der in London geborene Yamagata 1983 in Joseph Loseys Eine Frau wie ein Fisch (La Truite, 1982) mit Isabelle Huppert und Jeanne Moreau. Hiroshi Nawa bekleidete in Kinji Fukasakus Yakuza-Klassiker Battles Withour Honor and Humanity (Jingi naki tatakaim 1973) wie auch im Sequel eine Nebenrolle. Auf die deutschen Leinwände hat er es u.a. mit dem Monster-Trash Giganten der Vorzeit (Kyoryuu: Kaicho no densetsu, 1977) geschafft.

In weiteren Rollen zu sehen: Ichiro Nakaya (Yojimbo - Der Leibwächter), Jun Hamamura (Zatoichi's Revenge, Sleepy Eyes of Death 4), Toshia Wazaki & Saburo Date (beide auch in Sword of Vengeance mit von der Partie) und Daigo Kusano (Zatoichi vs. Yojimbo, King Kong gegen Godzilla). Letzterer durfte übrigens auch im letzten Teil der Lone Wolf-Reihe ein weiteres mal vorbeischauen.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Die AnimEigo-DVD reiht sich qualitativ in die übrigen Veröffentlichungen der Reihe ein. D.h. von der Bildqualität her wird Baby Cart to Hades wohl nie besser ausgesehen haben. Die Neuabtastung hat sich wirklich gelohnt und eine längst verloren geglaubte Leuchtkraft der Farben zu Tage gefördert. Die Tonqualität bewegt sich für DD 1.0 auf angenehm verständlichen Niveau - wenn man denn Japanisch beherrscht. Für alle anderen ist auch dieser Teil wieder mit einer sehr guten und um einige Erläuterungen zu historischen Begriffen ergänzte Untertitelung ausgestattet, die auch dem englischsprachigen Zuschauer die Tür ins alte Japan öffnet. In der mir vorliegenden DVD gab es hier allerdings einen ganz kleinen Fehler. An einer Stelle blendet sich eine Dialog-Tafel über einen längeren Zeitraum, in dem nicht gesprochen wird, nicht von selbst aus, und verschwindet erst mit der nächsten Aktualisierung. Sicher zu verschmerzen.

Die Menüführung ist zwar weiterhin eher schlicht gehalten, wurde dieses Mal jedoch auf effektive Weise mit einer kleinen Bildanimation aufgepeppt, die dem Ganzen einen wesentlich edleren Look verleiht. Im Bonus-Bereich finden sich die Trailer zu den Lone Wolf-Filmen #1, #3 und #6 (Sword of Vengeance, Baby Cart in Peril, White Heaven in Hell) sowie der Promoclip zu Zatoichi at Large. Anmerkungen und Erläuterungen gibt es für Teil 3 auf 14 Texttafeln. Hier findet man bspw. eine aufschlussreiche Erklärung, was es mit den geschwärzten Szenen einer der beiden Frauen in der Überfallszene auf sich hat. Denn hier handelt es sich nicht um ein trauriges Opfer der Zahnfäule, sondern um eine modische Eigenart der Tokugawa Ära, die zeitweise nicht nur bei Frauen, sondern auch unter Männern recht populär war, später aber auch von verheirateten Frauen eingesetzt wurde, um ihren Status anzuzeigen.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Für Video-Nostalgiker oder notorische Untertitel-Hasser besteht im Falle des dritten Teils der Lone Wolf-Reihe aber auch noch die Möglichkeit auf eine DVD des Klein-Labels CineClub zurückzugreifen, die die alte deutsche Japango-Version unter dem Titel Japango - Henker des Shogun II veröffentlicht haben. Die Bildqualität kann sich natürlich bei weitem nicht mit der aufpolierten Fassung von AnimEigo messen und bewegt sich eher auf besserem VHS-Niveau. Schärfe und Kontrast lassen insbesondere im direkten Vergleich eben doch sehr zu wünschen übrig. Zumindest der Ton ist aber recht gut verständlich und liegt sogar im Gegensatz zur US-DVD in DD 2.0 vor.

Mit dieser Fassung nimmt man natürlich auch die bereits erwähnten Kürzungen (> 5 Minuten) und inhaltlichen Verfälschungen in Kauf. Dankenswerter Weise hat man sich allerdings die Mühe gemacht, die wichtigsten der herausgenommenen Szenen im Original mit Untertiteln als Bonusmaterial mit auf die Scheibe zu packen. Neben dem sehenswerten Trailer zum Eastern Die Nackten und die Bestien, finden sich als weitere nette Extras der deutsche und amerikanische Kino-Trailer (unter dem Titel Japango bzw. Lightning Swords of Death) - auch wenn letzterer durch einen plötzlichen Abbruch irgendwie unvollständig wirkt, und die Qualität beider Werbeclips erwartungsgemäß ziemlich dürftig ausfällt. Trotzdem eine erfreuliche Dreingabe dieser recht raren Appetithappen. Abgerundet wird das Bonusmaterial durch eine 13-teilige Bildergalerie, in der sich neben den deutschen Aushangfotos auch einige internationale Motive finden.

Lone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - ScreenshotLone Wolf and Cub - Baby Cart to Hades - Screenshot

Was wiederum einen recht unerfreulichen, weil absolut vermeidbaren Makel darstellt, ist die dürftige Qualität des DVD-Covers, das ein wenig aussieht, als hätte jemand ohne jedes Wissen um Bildauflösungen sich zum ersten Mal an der Gestaltung eines Covers versucht. Anders mag man sich die unschöne Blockbildung beim Titelschriftzug und One-World-Logo wohl nicht erklären! Und eigentlich wäre es doch sowieso viel passender gewesen, direkt das alte Videocover zu verwenden, das es aber zumindest als Frontmotiv des Einlegers in die Veröffentlichung geschafft hat.

Autor: Frank Meyer
Film online seit: 02.07.2005
Letzte Textänderung: 02.08.2005

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