Film Daten

Titel:
The Locals
Originaltitel:
The Locals
Land & Jahr:
Neuseeland 2003
Laufzeit ca.: ?
84 Min.
Regie:
Greg Page
Darsteller:
John Barker
Dwayne Cameron
Kate Elliott
Aidee Walker
Paul Glover
Glen Levy
Dave Gibson
Peter McCauley
Kayte Ferguson
Greg Page
Alternativtitel:
Dead People
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Sunfilm Entertainment
Label:
Sunfilm Entertainment
Regionalcode / Norm:
2 / PAL
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / 84:17
Sprachen/Ton:
Deutsch - Dolby Surround
Deutsch - DD 5.1
Deutsch - DTS
Englisch - DD 5.1
Untertitel:
Deutsch
Extras:
  • Audiokommentar von Regisseur Greg Page
  • Interviewsausschnitte
  • Behind the Scenes
  • Kinotrailer
  • Trailer: Cabin Fever, The Third Wave, Dead Bodies, Haus der 1000
  • Leichen, The Alzheimer Case, Bully

The Locals

Review

The Locals - Logo

(Ein Review von Frank Meyer)

Mit einem kleinen Ausflug ans Meer will Paul seinem Freund Grant über die Trennung von seiner Freundin hinweg helfen. Aber wie das Leben so spielt, einmal die falsche Abkürzung genommen, landen sie mitten in der Nacht irgendwo in der neuseeländischen Pampa. An einer einsamen Brücke treffen die beiden zufällig auf zwei äußerst flirtwillige Damen, und prompt liefert man sich von Hormonen getrieben ein nächtliches Autorennen, an deren Ende Pauls Wagen im Graben landet, während die Mädels recht rücksichtslos weiter zur vermeintlichen Party brettern. Auf der Suche nach einem Abschlepphelfer werden sie unfreiwillig Zeugen eines Mordes. Viel schlimmer ist aber, dass ihre Anwesenheit nicht unbemerkt geblieben ist und sie fortan ganz oben auf der Fahndungsliste einer Gruppe finster dreinblickender Hinterwäldler stehen. Eine Hatz durch die Nacht beginnt...

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Dass Hinterwäldler ein wenig gastfreundliches Völkchen sind, das Fremden schon mal gerne mit Schrottflinte und Hackebeil nachstellt, weiß der kluge Kinogänger nicht erst seit Boormans Beim Sterben ist jeder der Erste (Deliverance, 1972) oder Hoopers Blutgericht in Texas (Texas Chainsaw Massacre, 1974). Aus welchem Grund sollte dies also in Neuseeland anders sein? Aber Vorsicht, der Schein trügt! Diese kleine Kiwi-Produktion entpuppt sich nicht als simpler Backwood-Slasher, und die Locals haben doch einiges mehr zu bieten als gemein-gewöhnliche Einheimische.

Schon die Eingangssequenz ist ein echtes Highlight und präsentiert uns die Credits eingebettet in die beeindruckende neuseeländische Landschaft. Während die Kamera Baumwipfel streift und aus der Vogelperspektive einem Flusslauf folgt, lässt jedoch der unheilschwangere Soundtrack bei aller territorialen Schönheit keinen Zweifel aufkommen, in welchem Genre hier gewildert wird. Meiner Meinung eine der effektivsten Einleitungen, die einem seit langem in einem Film dieser Größenordnung untergekommen ist. Wirklich gelungen.

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Bei The Locals handelt es sich um das Spielfilmdebüt von Greg Page, der hier zudem sein eigenes Script verfilmte und auch noch gleich selbst in einer kleinen Rolle auftaucht. Was nach Fankino klingt, bedient sich in der Tat reichlich bei großen Vorbildern: die Abkürzung durch verbotenes Territorium (Hügel der blutigen Augen), die Autopanne als Aufhänger (Texas Chainsaw Massacre), die Brücke & Hütte (Tanz der Teufel), der Sturz am Abhang (Bad Taste), usw. Bei aller Zitierfreude bewahrt sich Page aber stets genug kreative Eigenständigkeit und belässt es nie bei einer bloßen Ansammlung von Zitaten. So weiß die Handlung durchaus mit einigen Wendungen zu überraschen, die das Rad zwar auch nicht neu erfinden, aber den geneigten Zuschauer doch problemlos die vollen 85 Minuten bei der Stange halten. Page selbst beschreibt seinen Film übrigens mit den Worten "The Evil Dead meets Deliverance meets The Sixth Sense - Kaboom!"

Abseits dieser recht eindeutigen Bezüge hat The Locals bei mir auch Erinnerungen an eine ganz andere, eher unbekannte Produktion namens The Third Hand - Nacht der Teufel (1988) geweckt, die zwar kaum einen Einfluss auf die Entstehung gehabt haben dürfte, aber trotzdem gewisse Parallelen aufweist. Auch dort bringen sich zwei junge Männer durch das Überschreiten von Gebietsgrenzen sprichwörtlich in Teufels Küche, und insbesondere die nächtlichen Verfolgungen besitzen eine nicht unähnliche Grundstimmung. Außerdem spielen beide Filme mit der, wenn man so will, modernen Variation eines klassischen Themas (das ich aus spoilertechnischen Gründen an dieser Stelle lieber für mich behalte!), weshalb Produzent Sachs im Falle von The Locals auch recht treffend von "Gothic Horror for the 21st Century" spricht.

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Überhaupt zeichnet sich die Inszenierung von Page durch ein gutes Gespür für Timing und Tempo aus - natürlich nicht in der Art wie man sie von Corey Yuen und den asiatischen Choreographie-Kollegen kennt. Wenn bspw. Grant durch die Nacht hetzt, über Zäune springt und sich immer wieder in die Böschung wirft, dann greift zwar auch überzufällig eins ins andere, aber der Ablauf wirkt nicht durchgeplant, sondern strahlt genau jene Spontaneität aus, die man von überstürztem Fluchtverhalten erwarten würde. Wer sich in Kindertagen jemals beim nächtlichen Kirschenklau in Nachbarsgarten hat erwischen lassen und dann die Beine in die Hand nehmen musste, wird das bestätigen können. Dass sogar die Autoverfolgungsjagden, welche sich bei kleinen Produktion gerne mal als Pferdefuss erweisen, überzeugen können, verdient umso mehr Respekt angesichts des Umstands, dass der Crew für die aufwendigeren Szenen jeweils nur ein Take zur Verfügung stand.

Die Story selbst wird relativ gradlinig erzählt und versteht es erfreulicherweise unnötige Längen zu vermeiden. Lediglich in einer Szene (wer den Film sieht, wird sofort wissen, welche ich meine) behilft sich Page mit einem ziemlich unmotivierten Monolog, in dem der bis dahin hübsch undurchsichtige Farmer Martin (Paul Glover) einfach so vor sich hinquasselt, um uns über die historischen Hintergründe und Motive seiner Figur aufzuklären. Diese Erklärung für Dummies wirkt offen gesagt ziemlich deplaziert und unnötig. Mut zur Lücke! Ein bisschen mehr Hirn darf und sollte man seinen Zuschauern durchaus zutrauen.

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Wenden wir uns nun der vielleicht größten Schwäche des Films zu: die Ausleuchtung der Nightshots. Lauscht man den Kommentaren von Regisseur Page und Produzent Steve Sachs, dann lobpreisen beide ihr Bestreben, den Nachtaufnahmen einen neuen, eigenen Look zu verpassen. Statt sich um rationale Erklärungen für Lichtquellen zu scheren, sollte die Szenerie ruhig aussehen, als sei der Ort des Geschehens umringt vom Scheinwerferlicht etlicher Autos. Wirklich neu ist diese Denkweise indes nicht, und dass ein solcher Ansatz durchaus effektvoll umgesetzt werden kann, haben bspw. Sam Raimi und Joel Schumacher (The Lost Boys, 1987) in der Vergangenheit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es mag zwar letztlich Geschmacksache sein, aber vielleicht hätten Page und Sachs diesbezüglich ihre Vorbilder noch ein bisschen genauer studieren sollen. So gelingt es ihnen zwar in einigen Momenten durch den massiven Lichteinsatz die gewünschte geheimnisvoll-unwirkliche Atmosphäre zu erzeugen, aber in anderen schadet die übermäßige Helligkeit meinem Empfinden nach schlicht dem Spannungsaufbau. Muss z.B. das Innere der kleinen Holzhütte wirklich aussehen als wäre es Sonntagnachmittag? In gewisser Weise wirkt dies wie das Gegenstück zum exzessiven Nebeleinsatz vergangener Kinotage.

So bleibt man am Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück, weil es einerseits natürlich immer wieder schön ist, einen netten, kleinen Debütfilm entdecken zu dürfen, aber sich andererseits auch der Gedanke aufdrängt, dass hier mit ein wenig Feinarbeit an Drehbuch und Umsetzung aus The Locals ein richtiger Knaller hätte werden können. Aus meiner Sicht überwiegt aber der positive Eindruck. Und ganz nebenbei leistet Page sogar noch einen Beitrag zur nationalen Kulturrevolution, in dem er seinen Grant-Charakter einen Kommentar zu Lord of the Rings abgeben läßt, der auf selbstironische Weise die Post-HdR-Ära Neuseelands einläutet. Der tollste Dialog im ganzen Film!

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Klar, nicht erst seit der Lord of the Rings-Trilogie hat Neuseeland mit Peter Jackson seinen Mega-Exportschlager, aber abgesehen vom Herrn der Ringe himself bleibt Neuseeland weiterhin ein ziemlicher Winzling im internationalen Filmgeschäft. Fans von Post-Apocalypse-Streifen werden sich vielleicht noch an Der Kampfkoloss (Warlords of the 21st Century, 1982) von Harley Cokeliss erinnern. So spontan fällt mir aus den 80ern auch wirklich kein anderer neuseeländischer Film ein.

Wem The Locals Lust auf mehr Genrekino Made in New Zealand machen sollte, dem sei Loaded (1994) empfohlen, mit dem Anna Campion, die große Schwester von Oscarpreisträgerin Jane (Das Piano, 1993), schon vor 10 Jahren bewiesen hat, dass es auf der anderen Seite der Welt durchaus Menschen gibt, die sich auf kleine, abgründige Filme verstehen. Leider steht eine deutsche DVD-Veröffentlichung dieses sehenswerten Streifens, den der WDR mal unter dem irreführenden Namen Bloody Weekend gezeigt hat, bislang noch aus. Eine andere Kiwi-Produktion, die den weiten Weg bis in hiesige Videoregale geschafft hat, ist Die unwiderlegbare Wahrheit über Dämonen (The Irrefutable Truth about Demons, 2000) von Glen Standring. Der derzeit wohl bedeutendste Regisseur des neuen neuseeländischen Spannungskinos dürfte aber Scott Reynolds (Heaven, Highway Psychos) sein, der direkt mit seinem Debütfilm The Ugly (1997) einen ziemlich nachhaltigen Eindruck bei Genre-Liebhabern hinterlassen konnte.

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Für sein von der New Zealand Film Comission gefördertes Debüt griff Regisseur Page auf eine weitestgehend unbekannte und entsprechend unverbrauchte Darstellerriege zurück, deren schauspielerische Leistungen in The Locals man unter'm Strich als solide bezeichnen kann; denn Totalausfälle gibt es ebenso wenig zu brandmarken wie Oscarverdächtiges zu bestaunen.

Der renommierteste unter ihnen dürfte noch Peter McCauley sein, der hier in der Rolle des diabolischen Bill zu sehen ist und Fernguckern als Professor aus der Serien-Neuauflage von Die verlorene Welt bekannt vorkommen könnte. Genau genommen ist The Locals sogar schon sein zweiter Kontakt mit einer Schicksalsbrücke ins neuseeländische Hinterland, auch wenn in Bridge to Nowhere (1986) nicht er, sondern Bruno Lawrence (Quiet Earth) den fremdenfeindlichen Einsiedler geben durfte. Außerdem hat er eine Reihe von Gastauftritte in den von Raimis Renaissance Pictures produzierten Serien Herkules und Xena (aka Griechisch-römische Mythologie für Amis Teil I + II) auf dem Kerbholz - ein Schicksal, das er allerdings mit einem Großteil seiner schauspielernden Landsmänner teilt.

Einer von ihnen ist Paul Glover (Martin), der sein Schauspieldebüt 1997 im bereits erwähnten Neuseeland-Schocker The Ugly von Scott Reynolds gegeben hat. Zuletzt war Glover in einem TV-Actioner mit Caspar van Dien (Starship Troopers) zu sehen. Naja...

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Die beiden jungen männlichen Hauptdarsteller kennt man in Neuseeland aus dem Fernsehen, wobei Dwayne Cameron (Paul) hierzulande vermutlich am ehesten in deutschen Grundschulen erkannt werden würde. Spielte er doch eine Hauptrolle in der Kika-Serie The Tribe - Welt ohne Erwachsene. Ansonsten haben er und John Barker (Grant) sich bislang vor allem in NZ-Soaps wie Mercy Peak und Shortland Street herumgetrieben haben (wohin es übrigens zwischenzeitlich auch Braindead-Muttersöhnchen Timothy Balme verschlagen hat!).

Für Aidee Walker (Lisa), die Regisseur Page nach eigenen Angaben direkt aus der Schauspielschule geholt hat, war es die erste Rolle überhaupt. Ihre Filmfreundin Kate Eliott (Kelly) verfügt hingegen über einschlägige Kameraerfahrung durch diverse Xena-Gastauftritte und Fernsehserien, in denen sie auch schon mit Dwayne Cameron zusammengearbeitet hat. Mit Paul Glover drehte sie im Anschluss an The Locals das Krimidrama Fracture (2004).

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Die mancherorts geäußerte Vermutung, dass der ungewöhnliche Look des Films ein Zufallsprodukt amteurhafter Filmemacher sei, lässt sich schnell entkräften, wenn man sich die Crew mal ein wenig genauer ansieht. Produziert wurde der Film u.a. von dem sicher alles andere als unerfahrenen Chris Brown, der schon in den 80ern Projekte von Neil Jordon (Die Zeit der Wölfe, Mona Lisa) betreut hat. Für den musikalischen Score holte man Scott Reynolds Hauskomponistin Victoria Kelly, und mit Wayne Cook (Schnitt) und Gary Mackay (Szenenbild) gleich noch zwei weitere Crewmitglieder von The Ugly mit an Bord. Letzterer war nebenbei bemerkt auch an der Ausstattung von Jacksons Lord of the Rings beteiligt. Tonmann Tim Trebble hat an Peter Jacksons The Frighteners (1996) mitgearbeitet, sein Kollege Dave Whitehead an allen drei Herr der Ringe-Filmen, den bereits erwähnten Streifen von Scott Reynolds und war zwischendurch sogar noch Mitglied der Soundcrew von Fluch der Karibik (Pirates of the Caribbean, 2003). Von Amateuren kann man da nun wirklich nicht sprechen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass die Locals zum Teil von wirklichen Einheimischen gespielt wurden, die sich den finsteren Gesichtsausdruck anscheinend nicht erst für die Kamera antrainieren mussten. Für den Non-Original Soundtrack konnte Greg Page auf Bands zurückgreifen, mit denen er zuvor bereits als Videoclip-Regisseur zusammengearbeitet hat. Darunter NZ-Rockgrößen wie 8ft. Sativa, Blindspott oder Betchadupa, die man als Europäer nicht unbedingt kennen muss, aber mit The Datsuns auch eine namhafte Truppe. Besonders schön: der Blindspott-Song über den Schluss-Credits.

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Qualitativ kann sich die Sunfilm-DVD sehen lassen. Die Bildqualität ist wie für einen Film von 2003 nicht anders zu erwarten ohne Abstriche sehr gut, und da wie oben beschrieben auch in den Nachtszenen nicht mit Licht gegeizt wurde, kommt die Schärfe entsprechend gut zur Geltung. Nichts zu meckern, alles klar und deutlich. Das gleiche kann man von den deutschen und englischen Tonspuren behaupten. Insgesamt zeichnet sich The Locals passend zum Film durch keinen besonders aggressiven Sound aus. Die 5.1 Abmischung weiß die Stereofront gut zu nutzen, während die Rears abgesehen von ein paar Effekten meist nur für die Musik Verwendung finden.

Die deutsche Synchronisation wirkt zwar im ersten Moment vielleicht etwas steril in die Klanglandschaft geknallt, aber im direkten Vergleich stellt man fest, dass dies im Original kaum anders ist. So kommen einige Szenen im Original besser (Bsp.: "Shit, it's a fuckin' Possé!" vs. "Das ist ein Suchtrupp!"), während andere in der deutschen Synchronisation ohne den seit Bad Taste bestens bekannten breiten neuseeländischen Akzent sogar gewinnen können. Geschmackssache eben.

The Locals - ScreenshotThe Locals - Screenshot

Die Ausstattung der DVD ist für einen Film dieser Größenordnung durchaus erfreulich. Es gibt Interviewsausschnitte mit John Barker, Dwayne Cameron, Kate Eliott und Aidee Walker sowie Regisseur Greg Page und Produzent Steve Sachs, in denen sie sich kurz zu verschiedenen Aspekten des Films äußern. Wer mehr erfahren will, dem sei der informative Audiokommentar des völlig enthusiastischen Regisseurs empfohlen. Hinzu kommen noch einige ausgewählte B-Roll-Aufnahmen, die einen guten Eindruck von den Dreharbeiten vermitteln, und natürlich der obligatorische Kinotrailer.

Als Dreingabe enthält die Scheibe sechs Trailer für weitere Sunfilm-Veröffentlichungen (Cabin Fever, The Third Wave, Dead Bodies, Haus der 1000 Leichen, The Alzheimer Case und Bully), wobei aber mal jemand darauf hinweisen sollte, dass die deutsche Off-Stimme, die die Werbezeilen von Cabin Fever und Rob Zombies Haus der 1000 Leichen vorträgt, nun wirklich gar nicht geht. Da hätten sich ein paar Euro für nen Profi durchaus gelohnt.

Autor: Frank Meyer
Film online seit: 30.01.2005
Letzte Textänderung: 31.01.2005

Die Meinungen der Redaktion

Carsten Henkelmann 11.04.2005

Der neuseeländische "The Locals" erfindet das Rad im Teenie-Horror-Genre sicherlich nicht neu. Es gibt die üblichen Zutaten wie zwei pupertäre Jungs und finstere Backwood-Bösewichte, die ihnen ans Leder wollen. Aber irgendwo schafft der Film es doch noch eine kleine besondere Note in sich aufzunehmen, was man aber nur schwer erklären kann, ohne gleich die entscheidenden Plot-Twists preiszugeben. Jedenfalls ist nicht alles so wie es auf den ersten Blick erscheint, soviel darf zumindestens schon mal verraten werden. Im positiven Sinne hat mich dann überrascht, dass der Film in einer Szene sogar gute alte, handgemachte Stop-Motion-Effekte einsetzte und sich nicht auf Kollege Computer verließ. Das machte mir den Film noch irgendwie sympathischer.

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