Film Daten

Titel:
Terminator 2
Originaltitel:
Terminator 2 - Judgement Day
Land & Jahr:
USA 1991
Laufzeit ca.: ?
130 Min.
Regie:
James Cameron
Darsteller:
Arnold Schwarzenegger
Linda Hamilton
Edward Furlong
Robert Patrick
Joe Morton
Earl Boen
S. Epatha Merkerson
Castulo Guerra
Danny Cooksey
Jenette Goldstein
Xander Berkeley
Leslie Hamilton Gearren
Ken Gibbel
Robert Winley
Peter Schrum
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Terminator 2

Review

Terminator 2

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Nachdem der erste Terminator versagt hat (in Terminator), wird eine zweite Killermaschine (ein T1000) in die Gegenwart gesandt, um den inzwischen geborenen Revolutionsführer John Connor zu töten. Gleichzeitig taucht ein von den Rebellen umprogrammierter Terminator (T800) auf, der den Jungen schützen soll. Dies erweist sich als schwieriges Unterfangen, da der Killerandroid aus einer Flüssigmetalllegierung besteht und somit jede Form und Gestalt annehmen kann. Zudem muß der T800 erst das Vertrauen des Jungen und seiner Mutter erlangen, da ein solcher Terminator mit dem gleichen Aussehen im ersten Teil die Mutter töten wollte...

Der zweite Teil um den scheinbar unbesiegbaren Superroboter besteht fast nur aus Action-Szenen und eindrucksvollen Special-FX, das einem kaum Zeit bleibt Luft zu holen. Hier wird wie z. B. in den Stirb langsam Filmen, alles abgeschossen, zerstört und in die Luft gesprengt was im Wege steht. Vor allem die Morphingszenen des T1000 hat man vorher noch nie gesehen. Die deutsche Fassung ist leicht cut. Es gibt auch noch einen 10 Minuten längeren Director´s Cut.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 21.01.1999

Leser-Kommentare

08.01.2006, 00:01:50 Willi2000

Ich finde James Cameron und seine Filme einfach nur Grandios!
Ab Aliens Die Rückkehr hat er auch nur Top Filme abgeliefert!
Sei es: Gefährliche Brandung (als ausführender Produzent), Terminator
1 und vor allem 2, True Lies oder Titanic!
Es waren nicht viele Filme, aber jeder Film war wegweisend!
Sowas haben zuvor eigentlich nur George Lucas und Steven Spielberg
geschafft, oder die Macher vom alten King Kong von 1933!

Was soll man noch groß schreiben? Seit 1997 hat Cameron kein Kino-Film
mehr gemacht. James Cameron zeichnet sich dadurch aus, der er nicht jede
Idee oder jede Action Szene 10x neu auflegen muss! Wenn Cameron nichts
neues einfällt, setzt er sich eben hin und macht nichts mehr, so schätze
ich ihn jedenfalls ein!
Aber Cameron ist ab 2006 zurück. Er scheint was neues in der Mache
zu haben. Ob es gelingt? Das werden wir sehen! Auch ein Cameron kann
natürlich mal ein Klogriff landen!

Cameron zeichnet sich auch dadurch aus, das er die Schauspieler ganz
schön fordert! Er soll angeblich wie ein kleiner Diktator am Set sein :-D
Aber es geht um den Film und dieser MUSS ein Meisterwerk werden, da ist
es egal wie er mit Schauspieler rumspringt! Irgendwann werden sie es
dem Cameron höchstens Danken, das sie was gelernt haben, nicht wahr
Leo Di Caprio ?! ;-)

Cameron ist auch ein Filmemacher, der seine Filme nicht für alle
Altersgruppen macht! Manche Filmemacher schnitzen ihre Filme zurecht
oder machen sie von vorne rein so, das auch Kinder den Film sehen
können. Cameron zeigt das, was er zeigen will! Wenn er brutal
sein will, zeigt er brutale Sachen, wenn er lustige Sachen hat, zeigt
er eben lustige Sachen. Aber so wie ich seine Filme gesehen haben,
schnitzt er sie nie so zurecht, das auch Kinder ins Kino gehen sollen!
Und auch das zeichnet ihn aus, denn in letzter Zeit gibt es meiner
Meinung nach viel zu viele Filme, die auch und vor allem, für Kinder
ausgelegt werden.

08.07.2005, 07:34:13 Evil Wraith

Terminator 2 - Ein Klassiker des Actionkinos. Der Film bietet (auch aus heutiger Sicht noch) viel für's Auge, hammerharte (und für einen ab 16 freigegebenen Film teils ganz schön brutale) Action, eine düstere Endzeitatmosphäre und einen verdammt grimmigen, aber stets unterschwelligen Humor. Pflicht für Actionfans!

08.08.2004, 15:51:52 Dietmar Kesten ( Email schreiben )

TERMINATOR 3 - REBELLION DER MASCHINEN

KATASTROPHISCHE ZUSTÄNDE

von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 8. AUGUST 2004.


Im letzten Teil der ?Terminator? Trilogie stehen sich zwei
Robotermaschinen gegenüber: eine gute, die sich in Gestalt
eines muskulösen Kämpfers offenbart, und eine böse, mitunter
auch schönen Frau, die aus der Zukunft entsandt werden, um
in der Gegenwart über die Herrschaft in der Zukunft zu kämpfen.
Am Ende steht das Schicksal eines jungen Mannes und einer
jungen Frau, die als zukünftige Menschheitsretter auserkoren
sind.
Der ?Terminator? (Arnold SCHWARZENEGGER) lässt gleich
zum Anfang des Films die Katze aus dem Sack: ?Die
Zukunft ist noch nicht geschrieben. Es gibt kein Schicksal, außer
dem, was wir aus uns selbst machen.? SCHWARZENEGGER nutzt
in den kommenden 120 Filmminuten diesen Film zu seiner letzten
großen Show. Und er widerlegt sich und seine Sätze selbst.
Er relativiert sie, und die Hoffnung auf die Zukunft, die noch in
?Terminator 2? (Regie: James CAMERON, 1991) offen war.
?Der Tag der Abrechnung? wird deutlich in ?Rebellion der
Maschinen? dementiert und in nahezu katastrophische Zustände
hineingeführt. Gemeinsam ist beiden Filmen, dass die
Katastrophe als aufbereitete Orgie der Vernichtung zelebriert
wird. Und in ?Terminator 3? geht sie in dieser Hinsicht noch über
jene, die man von dem Vorgängerteil kennt, deutlich hinaus.

Der T-500, der ein ?Auslaufmodell? ist, lebt von seiner eigenen
Imagination. Die Handlung steuert konsequent der Vernichtung
und der hereinbrechenden Katastrophen entgegen; denn der
T-X (Kristanna LOKEN), ist nicht von Pappe. Die auftauchenden
Komplikationen, die an der Seite von John Connor (Nick STAHL)
zur Auflösung drängen, verlangen letztendliche Rettung für einige
wenige.
Dabei gibt es eine Reihe von ethischen und politisch fragwürdigen
Botschaften, die in allen ?Terminator? Filmen den Weg wiesen.
Denn ?Terminator 3? ist ein Film darüber, welche Macht die
Zukunft über die Gegenwart ausübt. Er ist auch ein Film darüber,
wie Macht der Vergangenheit auf die Gegenwart Einfluss
haben kann.
Die Brutalität der Kriegsführung ist dabei die eigentliche Vision.
Die klaren lokalisierten Ängste kann man hier in der ganzen
Ambivalenz ungestraft ausleben. Das lustvolle Grauen, mit dem
das Eiweißmonopol SCHWARZENEGGER antritt, nimmt einem
jeglichen Mut für den eigenen täglichen Überlebenskampf; denn
der Hollywoodstar, der vielleicht nur vorübergehend alle Sorgen
vergessen machen lässt, ist nur deutlich ein Beispiel für
Invasionsängste und geballter Waffentechnik.
Das Arsenal der 70er Jahre reichte schon hier längst nicht mehr
aus. Es musste auf einen neuen technologischen Stand gebracht
werden. Ganz im Sinne Amerikas, das fortlaufend in die
Rüstung mehr investierte als in die Wirtschaft.
Die lebensbedrohende Rüstung, die komplette Militarisierung
der amerikanischen Wirtschaft, die katastrophale Einmischung
in die Belange fremder Staaten konnte gerade in der
?Terminator? Reihe eine fulminante Entsprechung finden.

Dem ?Terminator? haftet der unübersehbare Beigeschmack
an, mit dem vorläufigen Entkommen auch der eigentliche
Apokalypse davongelaufen zu sein; denn das filmische Ende der
?Rebellion der Maschinen?, das Jonathan MOSTOW (2003)
inszenierte, ist düster und präsentiert Bedrohungsvisionen, die
offenbar bereits längst Realität geworden sind.
Vor diesem Hintergrund wurde ein gewisser Erfolg des Films
vielleicht als bewusste Aktualisierung des ?American Dreams?
gefeiert; denn sein Hauptdarsteller war wie ?Rocky?
(Sylvester STALLONE) nur eine reine funktionale Instanz.
Ihnen haftete der Beigeschmack der integeren Helden an, die
unter Aufbietung all ihrer Kräfte mit dem deutlichen Hinweis
auf den nächsten Film versus nächste Katastrophe, den
Zuseher ins Land der eigenen Träume schickte: Hoffnung ist
immer vorhanden, auch in den ausweglosesten Situationen.
Wenn man sich nicht blind dem Schicksal ergibt, nicht
verzagt, sondern handelt, dann geht der Wunschtraum in
Erfüllung, der nur heißen kann: mit der Gewalt umzugehen.

Der ?Terminator? stand der Gewalt nicht kritisch gegenüber.
Er verherrlichte sie sogar. Und wer meinte, dass hier nun
auch die Überlebenschancen kommender menschlicher
Generationen durch diese Spezialeinsätze erhöht wurden,
dem kann man nur sagen: das markante Gewaltereignis
SCHWARZENEGGER gipfelt in der Philosophie des
Untergangs. Man fühlt sich quasi an den deutschen
Philosophen Friedrich NIETZSCHE erinnert:
?Nun verurteilt ihn zum Tode. Und verhöhnt ihn: alles
was du tust und ersehnst, ist sinnlos. Nachdem du
die Liebe getötet hast, gibt es für dich nichts mehr
zu lieben.? (?Also sprach Zarathustra?, Salzburg 1985).
Der moderne Kreuzzug des ?Terminator? ist als Vater
des Katastrophen- und Actionsfilms mystifiziert.
Er ist legitimiert und sein Amoklauf lebt für den
Wunschtraum einer Einheitsformation von Sieg und
Niederlage, Gut und Böse, Leben und Überleben.
Wenn erst der Untergang zur Voraussetzung eines
Sieges wird, wie vom ?Terminator? angekündigt, dann
ist die Zeit der geschichtlichen Widersprüche angebrochen.
Und die Harmonisierungsbotschaften, mit denen
der T-500 auftritt, diesmal nicht zum töten anzutreten,
sondern zum retten, ist von dem Verhältnis geprägt,
die rauschenden Gewaltorgien schmackhaft zu machen.
Denn es nützt niemandem den Widerspruch aufzulösen.
Er bleibt der Antagonismus.

Die Gesellschaffsgeschichte trägt etwas Subversives
in sich.
Der ?Terminator? mit seiner Postkartenästhetik
unterwirft sich völlig dem Prinzip der kapitalistischen Ideologie
und widersetzt sich eindeutig einer etwaigen Auflösung.
Er streut den Mythos vom kleinen Glück, in dem der
mittelständische Homo technicus seine Zivilisationsschäden
in die Hände dieser makaberen und markanten vertechnisierten
Stuntmännern legt und darauf wartet, dass die gebrochene
Wehmut mit der eigenen Lernfähigkeit in ein neues Stadium
eintritt.
Der amerikanische Fortschrittsglaube bricht sich Bahn: die
reinigende gesellschaftliche Kraft durch den Granitblock.
Die Beschleunigung der Geschichte, die in ständigen Variationen
auftritt, gipfelt in der Vollendung der apokalyptischen Schau.
Jeder weiß, dass das Opfer mit sich bringt.
Ein Krieg ohne Opfer ist wie ein Friede im Waffenstillstand: wenn
die Zeit abgelaufen ist, wird die Apokalypse vollstreckt.
Das Ende aller Freiheit/en ist die Vernichtung. Hierauf folgt
dann keine Alternative mehr. Wenn die Schlacht beginnt, beginnt
sie. ?Hört nie auf, zu kämpfen? ist eine sehr reaktionäre
Botschaft, die selbst in der Schönheit der Bildgestaltung des
apokalyptischen Untergangs im Kino wie eine abgetrennte
Hand wirkt: sie ist nicht mehr gebrauchsfähig, selbst wenn sie
wieder implantiert werden kann.

Der ?Terminator? ist mit seine revisionistischen Geschichtlichkeit
tatsächlich ein ?Auslaufmodell?. Die brisante Action wird nur
zum Vorwand genommen, um in der Zeit der Ängste und
des Terrors noch mehr Ängste zu schüren und zur Selbstjustiz
aufzurufen. Was für ein Kino!!
Dass SCHWARZENEGGER auf Gewalt und Mord setzt,
ist auch nicht neu.
Bereits in ?Conan der Barbar? (Regie: John MILIUS, 1982)
zeigte sich der Muskelprotz lächerlich und verstaubt.
Zudem setzte er auf aggressive Arterhaltung, die die
Katastrophenschilderungen in seinen kommenden Filmen
vorwegnahm, die hier nur mit den entsprechenden
Mitteln des mutigen Einschreitens gelöst werden konnten.
Der Film schwelgte geradezu in Bildern der Zerstörung.
Im ?Terminator? sind sie dann die intensive Schilderung
der Katastrophe: herabstürzende Gebäudeteile,
Feuer, zermalmende Maschinen, Explosionen.
Der Maschinenmensch ?Terminator? lässt die
Weltuntergansszenarien neu aufleben, ohne dass die
Story aus Folge 2 irgendwie hinterfragt wird.
SCHWARZENEGGER ist nicht nur als T-500 ein
Wrack, sondern auch als Schauspieler. Er dient eben
nur der Exekution.

Fazit: Der ?Terminator? ist das Resultat
einer brutalen, gewalttätigen und damit letztlich
tragischen Wirklichkeit, in der sich wieder die
Bipolarität von Gut und Böse etabliert und
letztendlich zum Sieg des Bösen weiterentwickelt
wird.
Er ist kein Vorzeigeprojekt. Er will Mainstream
sein, ist jedoch nur ein B-Movie. Seine simplen
Dispositionen der Welt spiegeln die Atmosphäre des
kalten Krieges, wo sich auch jene Figur des
Superhelden James Bond wiederfindet, die als
faschistoide Ausgeburt eben jener
kleinbürgerlichen Konsum- und Techniksehnsüchte
begriffen werden sollten.

04.02.2004, 07:02:29 Itchy ( Email schreiben )

Setzen..., anschnallen..., festhalten... Dieser Film bietet einfach alles, was das Actionherz begehrt und vergisst zudem unter all den Schrappnells, Splittern und Explosionen nicht eine Handlung. die ist zwar nicht weltbewegend, trägt aber den Film über die gesamte Länge gut hinweg. T2 ist definitiv Schwarzeneggers bester Film und gilt zurecht auch nach vierzehn Jahren noch als eine der erfolgreichsten Produktionen überhaupt. Der Film bietet (zumindest für damalige Verhältnisse) ein Superlativ nach dem anderen und läst dem Zuschauer kaum Zeit zum Atmen. Ein wirkliches Meisterwerk, welches auch heute noch begeistert. Auf DVD sollte man nur zur "Ultimate Edition" greifen!

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