Film Daten

Titel:
Die Tollen Abenteuer des Monsieur L.
Originaltitel:
Les Tribulations d'un chinois en Chine
Land & Jahr:
Frankreich 1965
Laufzeit ca.: ?
106 Min.
Regie:
Philippe De Broca
Darsteller:
Jean-Paul Belmondo
Ursula Andress
Maria Pacome
Valérie Lagrange
Valery Inkijinoff
Joe Saïd
Mario David
Paul Preboist
Jess Hahn
Jean Rochefort
Darry Cowl
Alternativtitel:
• Chinese Adventures in China
• Uomo di Hong Kong
• Up to his Ears
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Die Tollen Abenteuer des Monsieur L.

Review

Die Tollen Abenteuer des Monsieur L.

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Der Millionär Arthur (Jean-Paul Belmondo) kann sich alles leisten, ist aber vom Leben so dermaßen gelangweilt, daß er ständig versucht sich das Leben zu nehmen, aber nicht einmal das klappt. Als er gerade in Hongkong mit seiner Yacht vor Anker geht, erreicht ihn die Nachricht, daß er durch unglückliche Spekulationen vor dem Bankrott steht. Das bringt ihn schon fast zum nächsten Selbstmord, aber sein Freund und Mentor Mr. Goh (Valery Inkijinoff) verspricht ihm, ihn umzubringen. Zeitpunkt und -ort will er aber nicht verraten. Als "Anreiz" schließt Arthur für einen Monat eine Lebensversicherung über 2 Millionen Francs ab, die jeweils zur Hälfte an Mr. Goh und seine Verlobte Alice Ponchabert (Valerie Lagrange) im Todesfall gehen würden. Allerdings erfolgt keine Zahlung im Falle eines Selbstmordes, so daß für Arthur dieser Weg versperrt bleibt.

Schon gleich nach Abschließung des Vertrages fühlt Arthur sich verfolgt. Ständig tauchen in seiner Nähe dubiose Männer auf, die ihn beobachten. Lediglich seinem Diener kann er noch vertrauen. Gemeinsam flüchten sie in eine Bar, wo ihm die rassige Stripperin Alexandrine (Ursula Andress) seinen Verstand raubt. Er "flüchtet" sich in ihre Umkleidekabine. Nach anfänglichem Zögern hilft sie ihm schließlich und gewährt ihm und seinem Diener bei ihr Unterschlupf. Arthur verliebt sich über beide Ohren in die Frau und sieht jetzt endlich einen Sinn in seinem Leben und will weiterleben. Zu dumm nur, daß Mr. Goh nirgendswo mehr aufzufinden ist, um ihm seine Aufgabe auszureden...

Dieser nach einem Roman von Jules Verne entstandene Abeneuterfilm ist ein Heidenspaß. Teilweise driftet der Film schon in Slapstick-Bereich ab, kann aber immer noch rechtzeitig die Kurve kriegen, bevor es zu albern wird. Die Verfolgungsjagden sind originell inszeniert. Ob Arthur nun durch ein Hafengelände gejagt wird oder quer durch ein Baugerüst, Stunts ohne Ende und immer mit einer großen Prise Humor versehen.

Beim Anschauen des Films kommt einem aber manches tierisch bekannt vor. Ich wurde das Gefühl nicht los, daß der Film eine große Inspiration für Steven Spielbergs Indiana Jones und der Tempel des Todes war. Einige Gemeinsamkeiten gibt es. Hier die Stripperin Alexandrine, bei Indy die Nachtclubsingern Willie. Als Diener ist bei Indy der kleine Junge tätig und der Verlauf der Handlung ist ähnlich. Nicht zu vergessen die große Anzahl an außergewöhnlichen Stunts, die natürlich beim fast 20 Jahre später entstandenen Indy Film etwas größer und rasanter rüberkommen.

Alles in allem sind die Abenteuer des Monsieur L. ein durch und durch rasantes und witziges Unternehmen und zur gemütlichen Unterhaltung bestens geeignet. Kann ich empfehlen.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 29.12.2000

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