Film Daten

Titel:
Das Haus an der Friedhofsmauer
Originaltitel:
Quella Villa Accanto al Cimitero
Land & Jahr:
Italien 1981
Laufzeit ca.: ?
87 Min.
Regie:
Lucio Fulci
Darsteller:
Catriona MacColl
Paolo Malco
Ania Pieroni
Giovanni Frezza
Silvia Collatina
Dagmar Lassander
Giovanni De Nava
Daniela Doria
Gianpaolo Saccarola
Carlo de Mejo
John Olson
Elmer Johnsson
Ranieri Ferrara
Teresa Rossi Passante
Anita Strindberg
Alternativtitel:
• La Casa Accanto al Cimitero
• House by the Cemetary
• The House outside the Cemetary
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Das Haus an der Friedhofsmauer

Review

Das Haus an der Friedhofsmauer

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Dr. Norman Boyle reist mit seiner Familie zu dem alten Landsitz des Professors Dr. Freudstein. Er will sich dort mit den Forschungen des schon vor längerer Zeit verstorbenen Mannes beschäftigen. Schon bei der Anreise geschehen seltsame Dinge. Sein Sohn Bob sieht Personen, die (so wie es scheint) gar nicht existieren. Trotz allem versucht die Familie sich in dem Haus einzuleben. Unterstützt werden sie dabei von Ann, einem Kindermädchen, daß auch einiges zu wissen scheint, aber nichts sagt. Es dauert nicht lange, und unheimliche Dinge tragen sich im Hause zu. Geheimnisvolle Geräusche dringen durch das ganze Hause, und der Keller scheint dabei ein zentraler Punkt zu sein. Bob hat mittlerweile die Freundschaft zu einem gleichaltrigen Mädchen gefunden, die ihn immer wieder davor warnt, das Haus zu betreten. Bei seinen Ermittlungen über Freudsteins Forschungsergebnisse erfährt Norman immer mehr über das schreckliche Geheimnis, das in seinem Hause liegt. Allerdings ist es schon fast zu spät, denn seine Frau und sein Sohn befinden sich bereits in Lebensgefahr...

Leider muß man sagen, daß dieser Film zu den (meiner Meinung nach) schwächeren Splatter-Filmen Fulcis zählt. Obwohl ihm doch einige gute Gruseleffekte gelungen sind (wie z.B. die unheimlichen Augen im Dunkel des Kellers), bleibt zu vieles unerklärt, bzw. wird einfach als übernatürliches Phänomen hingestellt. Das soll nicht heißen, daß der Film schlecht ist. Aber kennt man seine anderen Werke, so ist man von Haus an der Friedhofsmauer etwas enttäuscht. Was natürlich wieder typisch Fulci ist, sind die heftigen Splattereffekte. Besonders ekelhaft ist die Szene, wo dem verletzten Freudstein aus der Wunde ein riesiges Bündel von Würmers herausquillt. Überraschenderweise ist der Film in Detuschland "nur" auf dem Index. Astro brachten eine (etwas dunkle) Uncut-Fassung auf den Markt. Wer sich der englischen Sprache mächtig fühlt, der sollte mal die Fassung von EC Entertainment anchecken. Digital Remasterd im original Kinoformat mit einer brillianten Bildqualität. Sowas sieht man gerne.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 12.06.1999

Leser-Kommentare

09.03.2006, 09:20:31 Horrorist ( Email schreiben )

Fulci halt! Anfangs etwas low, dann aber gummi geben! So mag ich Ihn!
Geschichte ist gut und absolut toll umgesetzt!
Meine Mama kann sich den Film nicht ansehen, obwohl sie Horror sehr mag, aber bei Diesem Film hat Sie doch Angst! Sie fühlt sich dann so Unbehaglich wie in unserem Urlaubshaus in unserer Heimat Italien. Nur was Sie spürt wenn wir dort sind, kann Sie keinem Beschreiben.

30.08.2005, 21:24:39 Heisel Prell ( Email schreiben )

Meines Erachtens einer ,der sich aus den Machwerken desitalo-spanischen heraushebt.
Die Effekte sind zeitgemäß,und wer seinerzeit heimlich sowas auf Elterns Videorecorder(Ich soll mal ´n Film für meinen Vater ausleihen!)sich reingezogen hat,der wird auch heute noch bei Chips und kaltem Dosenbier sich gehörig gruseln.
Also guckt mal auf Trödelmärkten,da liegen noch ´ne Menge dieser Dinger rum.Auch Caritas und Diakonieläden sind nicht zu verschmähen!

24.02.2005, 20:05:27 Savini ( Email schreiben )

Wiedermal ein sehr umstrittener Horrorfilm aus der Fulci Serie. Zum ersten mal gesichtet im Autokino Wuppertal/Schwelm wie soviele Horrorfilme dieser Zeit natürlich nicht im Auto sondern in den Brennesseln an der Bahnstrecke dahinter denn man war ja erst 15 und wer bleibt schon die ganze Nacht im Zelt :P

Da ja viele nicht verstehn was man an Fulci Filmen findet was macht eigentlich diesen Mythos aus. Ein Olli Krekel widmet seinen ersten Amateurfilm Fulci. Ein Dreamteam soll Mitte der 90er entstehen. Argento/Fulci bei Wax Mask doch leider stirbt er kurz vor Drehbeginn und Argentos Effekthascher Stivaletti übernimmt den Job.

Komischerweise erlebte das arg gebeutelte Italo Horror Kino mitte der 90er Jahre eine regelrechte Renaissance auf diversen FilmFestivals überall auf der Welt. Berühmtheiten wie Tarantino persönlich sichten Material in Rom und bringen Filme wie The Beyond technisch aufgewertet erneut in die Kinos. Das Label Anchorbay gibt sich viel Mühe bei der Digitalisierung des EuroHorrors der 80er. Nur warum ?

Liegt es an der Verbotswelle dieser Zeit als Videotheken einen Grossteil ihrer Ewachsenenabteilung verschrotten durften oder liegt es an einem eigenen Stil der Fulci oder Argento auszeichnet.

Vom Budget betrachtet hat so mancher Amerikanischer Fimemacher mehr Geld in einem Flop vergeigt als das filmische Lebenswerk dieses kleinen Mannes mit dicker Hornbrille gekostet hat.

Auch John Carpenter hat bei mir diesen Kultstatus, der hat aber leider bewiesen das ein grösseres Budget auf keinen Fall einen besseren Film ausmachen muss.

Zu den Effekten die für manche soooo schlecht erscheinen sollen. Warum ist dieser Mann so berühmt/berüchtigt geworden. Wegen seinen achso schlechten Effekten...ja ne is klar...

Man kann handhergestellte Effekte nicht mit heutigen Digitaleffekten vergleichen wo man jeden millionsten Bildpunkt verfälschen kann. Ich halte grad de Rossi oder eben Savini für Künstler die uns wirklich das Fürchten lehrten und was sie machten war zeitgemäss erste Klasse.

Trotzdem fehlen heute gute Horrorfilme und warum kommen grad Remakes eben dieser achso schlechten Klassiker in Mode die zwar ganz gut sind aber eben einen gewissen "Ich hab viele Musikvideos gedreht und daraus mach ich mal ein ganz langes" Charakter haben.

Zum Haus an der Friedhofsmauer zurück es ist ein klasse Film mit einem Wiedersehn vieler Schauspieler aus den anderen Fulci Filmen. Einzig die Musik macht diesmal ein Rizatti die aber sehr zum Fim passt.

Die Handlung...hm erinnerte mich kurz an Amtyville...diesmal bestimmt gruseliger mit zugegeben voll übertriebenen Soundeffekten aber sehr spannend gedreht obwohl es nur ein Monster im Keller gibt.

An alle Fulci Gegner...zieht euch eure Klassiker rein...ich heb ja auch nicht jeden Italo Müll in den Himmel zb Amato/Lenzi sind nicht so mein Fall.

9/10 und wer den Film kauft nehmt die ASTRO Fassung und Finger weg von der schlechten LASER PARADIES oder direkt Anchorbay.

PS. Wäre mal für eine Diskussion was wirklich an diesem Fulci Mythos dran ist da auch in meinem Bekanntenkreis entweder übergeil oder was ein scheiss zu hören ist vllt im Forum oder so^^

28.12.2004, 19:20:08 benni ( Email schreiben )

naja,den film kann man einmal sich ansehen.die geräusche sind so übertrieben(holztreppe klingt wie aus stahl usw) und die story.typisch italiener.die horrorfilme ausdiesem land sind ein lacher

05.09.2004, 17:31:24 BALOR?

Ein ganz guter und "normaler" Horrorfilm. Also nichts besonderes. Das einzige was mich an diesen Film aufregt ist die Story! Diese ist nämlich nicht vorhanden.
Splatterefekte recht gut gelungen aber nicht übertrieben.
Geb im 7 von 10 Punkten.

20.07.2004, 01:21:46 Schlamperich ( Email schreiben )

kann mir einer sagen wer den soundtrack zum film -Haus an der Friedhofsmauer- gemacht hat???

Walter Rizzati

05.03.2004, 19:12:13 mister tenebrarum

Ich gebe zu, dass der Filme im Vergleich zu seinen direkten Vorgängern "Paura..." und "L'aldilà..." weniger spetakulär daherkommt. Die Story ist geradeliniger und die Splattereffekte etwas zurückhaltender. Was bleibt ist dennoch ein stetig subtil steigende Spannung und die für Fulci typische bizarre Gänsehaut-Atmosphäre. Ob er zu den schwächeren Werken von Fulci zählt, kann ich nicht sagen, da ich nicht alle gesehen habe. Aber ich würde trotzdem behaupten, dass es ein sehr guter Horrorfilm ist.

© 1998 - 2014: Sense of View / Carsten Henkelmann