Film Daten

Titel:
Torso
Originaltitel:
Corpi presentano Tracce di Violenza Carnale, I
Land & Jahr:
Italien 1973
Laufzeit ca.: ?
92 Min.
Regie:
Sergio Martino
Darsteller:
Suzy Kendall
Tina Aumont
Luc Merenda
John Richardson
Roberto Bisacco
Ernesto Colli
Angela Covello
Carla Brait
Conchita Airoldi
Patrizia Adiutori
Luciano Bartoli
Gianni Greco
Luciano De Ambrosis
Enrico DiMarco
Giorgio Dolfin
Alternativtitel:
• Bodies Bear Traces of Carnal Violence
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Anchor Bay Entertainment
Label:
Anchor Bay Entertainment
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Italienisch - DD 1.0
Untertitel:
Englisch
Extras:
  • 2 Trailer

Torso

Review

Torso - Logo

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

Die Studenten und vor allem Studentinnen der Kunstgeschichte sind die bevorzugten Opfer eines unbekannten Killers. Er hat schon mehrere Menschen auf dem Gewissen, die er alle mit einem rot-schwarzen Halsband stranguliert. Jane (Suzy Kendall) und drei weitere Freundinnen suchen vorübergehend Schutz in einem Ferienhaus. Sie kannten alle die ersten Opfer und haben Angst, die nächsten zu sein, die in die Hände des Killers geraten. Sie fühlen sich auch vorerst sicher in dem Anwesen und benehmen sich bald so, als ob es ein Urlaub wäre.

Torso - ScreenshotTorso - Screenshot

Getrübt wird die Stimmung nur von einem kleinen Unfall, der Jane passiert. Sie verstaucht sich den Knöchel und wird von einem Arzt für die Nacht zur Bettruhe verdonnert. Er gibt ihr noch Schlaftabletten, falls sie wegen der Schmerzen nicht schlafen kann. Diese nimmt sie auch ein. Dadurch bekommt sie nichts davon mit, daß der Killer sie in dem Haus aufgestöbert hat und ihre drei Freundinnen tötet. Am nächsten Morgen ist sie zunächst etwas verwirrt, weil sich keine ihrer Freundinnen blicken läßt, aber dann entdeckt sie die Leichen.

In dem Moment kehrt der Killer zurück. Sie kann sich noch rechtzeitig verstecken und muß mit ansehen, wie der Killer die Leichen ihrer Freundinnen mit einer Säge zerstückelt und in einen Sack packt, um den Sack dann zu vergraben. Es gelingt ihr, sich vor dem Täter weiter zu verstecken und sämtliche Hinweise auf ihre Anwesenheit zu entfernen. Durch ein Geräusch aufmerksam geworden, kommt der Mörder ihr in ihrem Versteck sehr nahe, entdeckt sie aber trotzdem nicht. Dafür schließt er sie in einem Zimmer ein, aus dem es sonst keinen Ausweg gibt, da das Fenster zum einen vergittert und zum anderen mehrere Meter über dem Erdboden ist. Durch einen dummen Zufall erfährt er aber, daß sich in dem Haus noch eine vierte Person aufhält und kehrt zu dem Haus zurück...

Torso - ScreenshotTorso - Screenshot

Torso ist mit Sicherheit nach Mario Bava's Bay of Blood eines der Vorbilder für den erfolgreichen ersten Teil von Freitag der 13. Schon in diesem 1973 gedrehten Film ist ein psychopathischer Mörder hinter jungen Frauen her und tötet eine nach der anderen. Die Handlung will ich damit sicherlich nicht als originel hervorheben, aber Regisseur Sergio Martino gelang ein handwerklich sehr gut gemachter Slasher, der im Gegensatz zu vielen anderen Filmen mit sehr wenig Splattereffekten auskommt. Am besten gefielen mir die Szenen, wo der Killer in einem nebelverhangenen Sumpfgebiet auf eines seiner Opfer lauert und die sehr spannende Schlußsequenz, als Jane versucht sich vor dem Mörder zu verstecken. Dabei ist es schon fast selbstverständlich, daß alle weiblichen Darstellerinnen (bis auf Suzy Kendall) mindestens einmal ihre Hüllen fallen lassen...

Diese Perle italienischen Giallo-Kinos hat auch wieder Anchor Bay auf einer qualitativ guten DVD herausgebracht. Bei der finalen Schlußszene hat man nicht das Gefühl, es mit einem über 25 Jahre alten Film zu tun zu haben, sondern die sieht aus, als wäre der Film erst letztes Jahr gedreht worden. Aber genau wie bei Autopsy gab es zu dem Film keine durchgehende englische Synchronisation, da der Film bisher nur in einer geschnitten Fassung zu haben war. Die bislang fehlenden Szenen wurden mit dem italienischen Ton und englischen Untertiteln eingesetzt und auch hier gibt es wieder keine durchgehenden Untertitel, falls man sich den Film mit dem italienischen Originalsoundtrack anschauen möchte. Aber man kann sich damit trösten, daß der Film wahrscheinlich nie in einer besseren Fassung zu sehen sein wird. Die deutsche Fassung ist, der Titel deutet es eigentlich schon an, heftig geschnitten.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 21.04.2000

Leser-Kommentare

14.01.2004, 22:03:01 claudio

sergio martino hat einen handwerklich soliden giallo abgeliefert mit akzeptablen schauspielern, der zwar in den ersten zwei drittel einige längen hat, die mit sexszenen und nichtssagenden Blicken der Protagonisten aufgefüllt werden, macht aber dies im lezten drittel mit einem äusserst spannenden, nervenauftreibenden schlussteil wieder wett. Nicht zu vergessen, die unheimliche sumpfszene.

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