Film Daten

Titel:
Shock
Originaltitel:
Shock
Land & Jahr:
Italien 1977
Laufzeit ca.: ?
95 Min.
Regie:
Mario Bava
Darsteller:
Daria Nicolodi
John Steiner
David Colin Jr.
Ivan Rassimov
Paul Costello
Nicola Salerno
Alternativtitel:
• Shock (Transfer Suspense Hypnos)
• Al 33 di Via Orologio fa Sempre Freddo
• Beyond the Door II
• Suspense
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Anchor Bay Entertainment
Label:
Anchor Bay Entertainment
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.85:1 (anamorph) / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Französisch - DD 1.0
Italienisch - DD 1.0
Untertitel:
-
Extras:
  • Interview mit Lamberto Bava
  • Biographien
  • US TV-Spot
  • Trailer

Shock

Review

Shock - Logo

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Dora (Daria Nicolodi) zieht mit ihrem Freund Bruno (John Steiner) und ihrem Sohn Marco (David Colin jr.) in ein Haus ein, in dem sie schon vor einigen Jahren gelebt hatte. Marco ist der Sohn ihres ersten Mannes, der damals Selbstmord beging. Dieses Ereignis hat sie damals so sehr mitgenommen, das sie sogar vorübergehend in einem Sanatorium leben mußte. Schon bald ereignen sich mysteriösen Dinge im Haus. Marco ändert sein Verhalten, er redet mit Leuten, die gar nicht da sind, entwickelt sexuelle Gelüste gegenüber seiner Mutter und scheint eifersüchtig auf Bruno zu sein. Er übt sich sogar im Amateurvoodoo, wovon Dora aber nichts mitbekommt.

Shock - ScreenshotShock - Screenshot

Seine "Glanzleistung" legt er hin, als er ein Foto von Bruno an die Schaukel draußen im Garten befestigt und die Schaukel heftig schwingt. Bruno, in seinem Berufsleben Pilot, kommt da mächtig ins Schwitzen, als sein Flugzeug plötzlich ohne ersichtliche Gründe anfängt zu trudeln. Dora rettet ihrem Freund unbewußt das Leben, indem sie auf der Suche nach Marco die Schaukel anhält. Aber auch das Haus scheint von einem Geist bewohnt zu sein. Immer gemeinere Attacken muß Dora hinter sich bringen, und ist bald davon überzeugt, daß ihr Sohn besessen ist. Die Vergangenheit holt sie immer mehr ein und schon bald hat sie Wahnvorstellungen. Bruno schiebt das natürlich alles als Neurosen, hervorgerufen durch ihre früheren Erlebnisse, ab. Marco holt aber zum letzten Schlag aus und als die Lösung präsentiert wird, ist es für alle zu spät...

Was sich hier wie ein italienischer Rip-off-Mix aus Poltergeist und Der Exorzist liest, ist einer der gruseligsten Horrorfilme die je gemacht wurde. Die Spannung wird jede Minute gesteigert und die alptraumhaften Wahnvorstellungen Doras jagen einem eine Gänsehaut über den Rücken. Aber vor allem die kleinen fiesen Attacken auf Dora haben es in sich, so zum Beispiel die versteckte Rasierklinge zwischen den Klaviertasten. Inszeniert wurde dieser Horror von Mario Bava, der ja für einige schöne Italo-Schocker bekannt ist. Unterstützt wurde er dabei von seinem eigenen Sohn Lamberto Bava, der auch schon einige Erfahrungen in dem Genre vorzuweisen hat. Der Soundtrack tut sein übriges dazu bei, die Stimmung des Films noch zu verstärken. So hört man immer eine verträumte Kinderliedmelodie, wie von einer Spieluhr, die allerdings nur das Böse überdeckt. Denn auch hinter der Fassade des kleinen fröhlichen Jungen steckt ein unheimlicher Geist, der nichts Gutes will.

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Dieses Rezept hatte ja auch schon bei dem US-Film The Omen hervorragend funktioniert. Die Veränderung eines eigentlich Vertrauten, die zuerst nur im Unterbewußtsein wahrgenommen wird, bis sie sich gewaltig an die Oberfläche arbeitet. Nur zu empfehlen! Aber in Deutschland wurde der Film meines Wissens nach nicht veröffentlicht und das offizielle englische Tape soll angeblich gekürzt sein. Die US-DVD von Anchor Bay ist deren typische Qualitätsarbeit. Eine gute Bildqualität und natürlich die ungekürzte Fassung verhelfen jede existierende Videokassette zu einem Tritt in die Tonne. Diesmal wurden sogar noch neben der englischen Synchronfassung die italienische Originalspur sowie eine französische Synchronspur mit auf die DVD gepackt, allerdings keine Untertitel, was ich sehr schade finde.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 09.07.2000

Leser-Kommentare

16.08.2004, 15:49:42 jogiwan ( Email schreiben Homepage )

Spannender Gruselschocker mit tollen Einfällen und einer grandiosen Daria Nicolodi, die anscheinend in den 80er nicht viel zu Essen bekommen hat. Beginnt recht ruhig und bietet zum Schluss doch einige sehr drastische Momente. Jedenfalls empfehlenswert!
Anzumerken gilt jedoch, dass es mittlerweile eine spottbillige, englische DVD aus dem Hause Hollywood-DVD gibt, von welcher dringenst abzuraten ist. Das (Voll-)Bild ist wirklich unbeschreiblich mies und der Ton lässt Erinnerungen an alte Vinyl-Zeiten aufleben. Da lieber ein bisschen mehr ausgeben und sich die Anchor-Bay-Scheibe sichern.

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