Film Daten

Titel:
Irrgarten des Schreckens
Originaltitel:
Asylum
Land & Jahr:
England 1972
Laufzeit ca.: ?
76 Min.
Regie:
Roy Ward Baker
Darsteller:
Peter Cushing
Britt Ekland
Herbert Lom
Patrick Magee
Barry Morse
Barbara Parkins
Robert Powell
Charlotte Rampling
Sylvia Syms
Richard Todd
James Villiers
Geoffrey Bayldon
Anne Firbank
Megs Jenkins
John Franklyn-Robbins
Alternativtitel:
• House of Crazies
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

Irrgarten des Schreckens

Review

Irrgarten des Schreckens

(Ein Kurzreview von Carsten Henkelmann)

Dr. Martin (Robert Powell) bewirbt sich in einer Nervenheilanstalt für eine freie Stelle. Die wird eigentlich von den Ärzten Dr. Rutherford (Patrick Magee) und Dr. Starr geleitet. Dr. Rutherford sitzt aber nach einer Attacke seines Kollegen im Rollstuhl. Dr. Starr ist deswegen mittlerweile selber ein Patient seiner eigenen Anstalt geworden. Dr. Martins Aufgabe, praktisch der Einstellungstest, besteht nun darin, von vier verschiedenen Wahnsinnigen, die ihm der Reihe nach vorgestellt werden und ihm eine Geschichte erzählen, Dr. Starr zu erkennen. Wenn er das schafft, dann hat er die Stelle sicher. Auf zur ersten Patientin...

Bonnie: Sie war die Geliebte eines verheirateten Mannes. Da seine Frau partout nicht auf eine Scheidung eingeht, haben sie den Plan sie umzubringen. Der Ehemann schlägt sie im Keller seines Hauses nieder und zerstückelt sie. Die einzelnen Körperteile werden in eine Gefriertruhe gepackt. Durch eine fremde Kraft leben die Körperteile alleridngs immer noch und bringen den Mann um. Als Bonnie die Leiche ihres Freundes im Keller entdeckt ist auch sie das Ziel der Attacken...

Bruno: Bruno war ein einfacher Schneider, dem die Schulden über den Kopf wuchsen. Eines Tages kommt der geheimnisvolle Mr. Smith (Peter Cushing) in sein Laden, der ihn beauftragt, aus einem ganz speziellen Stoff nach genau vorgegebenen Mustern einen Anzug für seinen Sohn zu schneidern. Der Anzug darf auch nur in den Stunden zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen genäht werden. Bruno nimmt den Auftrag sofort an, als er hört, welche Summe Mr. Smith zu zahlen bereit ist. Nach Fertigstellung bringt er ihn zu Mr. Smith. Dort findet er heraus, daß der Sohn schon längst verstorben ist. Weil Mr. Smith ihn um seine Bezahlung prellen will, geraten die beiden aneinander und Bruno flüchtet mit dem Anzug und einem geheimnisvollen Buch. Den Anzug hängt seine Frau um eine Schaufensterpuppe, die daraufhin zu unheilvollem Leben erwacht...

Barbara: Barbara (Charlotte Rampling) zieht zur Kur ihrer Tablettensucht zu ihrem Bruder ins Haus. Dort taucht auch plötzlich Barbaras langjährige Freundin Lucy (Britt Ekland) auf, die nach der Meinung von Barbaras Bruder einen schlechten Einfluß auf Barbara ausübt. Die beiden beschließen zu fliehen und in der entscheidenden Nacht entdeckt sie, dass ihr Bruder nicht durch Schlaftabletten tief und fest schläft, sondern mit einer Schere ermordet wurde...

Dr. Byron: Dr. Byron (Herbert Lom) hat keine besondere Geschichte zu erzählen, sondern erzählt Dr. Martin von seinem Hobby: das Herstellen von Puppen, deren Innenleben aus menschlichen Organen besteht und die sich durch Gedankenkraft kontrollieren lassen. Das erscheint Dr. Martin natürlich gleichermaßen verrückt, wie auch die anderen Geschichten...

Dieser nette Episondenfilm aus Amicus-Produktion (Filmgesellschaft, die sich zur gleichen Zeit wie Hammer mit ähnlichen Filmen einen Namen machte) unter der Regie von Roy Ward Baker (Die Sieben goldenen Vampire) verbindet ähnlich wie der atmosphärisch etwas dichtere Die Todeskarten des Dr. Schreck, kleine Gruselgeschichten mit einer Rahmenhandlung. Die Episoden sind dabei gut und solide gespielt und verbreiten angenehme Gruselstimmung und kommen dabei weitestgehend ohne Blut aus. Schön ist es auch, Herbert Lom mal in einer anderen Rolle zu sehen. Ich kenne den eigentlich fast nur als fiesen Bösewicht aus Karl May Western (ja, lacht nur... jeder war mal klein...). Mir persönlich hat Barbaras Episode am besten gefallen, da sie einen netten Abschlußtwist bietet. Peter Cushing ist hier natürlich wieder souverän wie man es von ihm gewohnt ist. Das Drehbuch schrieb übrigens Robert Bloch, der auch das Drehbuch zu Hitchcocks Meisterwerk Psycho schrieb.

Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 09.07.2000

Leser-Kommentare

04.03.2004, 00:18:47 Uwe Sommerlad ( Email schreiben )

Nur eine kurze Anmerkung: Bloch schrieb keinesfalls das Drehbuch zu PSYCHO, sondern den Roman, der Hitchcock so begeistert hat, daß er ein Skript in Auftrag gab. Der Job ging allerdings nicht an Bloch (den sich Hitch erbeten hatte), sondern Joseph Stefano ...
Cheers,
Uwe

Ja, da hast Du Recht, habs gerade mal in der IMDB nachgeschaut. Vielen Dank für den Hinweis!

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