Film Daten

Titel:
Horror Express
Originaltitel:
Horror Express
Land & Jahr:
Spanien, England 1972
Laufzeit ca.: ?
88 Min.
Regie:
Eugenio Martin
Darsteller:
Christopher Lee
Peter Cushing
Alberto De Mendoza
Silvia Tortosa
Telly Savalas
Julio Pena
Ángel del Pozo
Helga Line
Georges Rigaud
Alice Reinheart
José Jaspe
Víctor Israel
Faith Clift
Juan Olaguivel
Vicente Roca
Alternativtitel:
• Panic in the Trans-Siberian Train
• Panico en el Transiberiano
Weitere Infos:
IMDB  OFDB

DVD Daten

DVD Cover - Image Entertainment
Label:
Image Entertainment
Regionalcode / Norm:
0 / NTSC
Bild / Zeit:
1.66:1 / k.A.
Sprachen/Ton:
Englisch - DD 1.0
Spanisch - DD 1.0
Untertitel:
-
Extras:
  • Filmografien von Cushing und Lee
  • Trailer

Horror Express

Review

Horror Express

(Ein Review von Carsten Henkelmann)

1906: Der Wissenschaftler Prof. Saxton (Christopher Lee) findet einer asiatischen Berggegend den eingefrorenen Leichnam eines Urmenschen. Er läßt ihn mit dem Transsibirien-Express transportieren. Auf dem Bahnhof trifft er auf seinen, von ihm wenig geschätzten Kollegen Dr. Wells (Peter Cushing). Nebenbei ereignet sich zudem ein mysteriöser Todesfall auf dem Bahnhof, denn ein Dieb mit erblindeten Augen wird neben der Kiste mit dem Urmenschen gefunden. Der Priester Pujardov (Alberto de Mendoza) meint in der Kiste befinde sich etwas teuflisches, was Saxton als Blödsinn abwimmelt.

Horror Express - ScreenshotHorror Express - Screenshot

Nachdem der Zug losgefahren ist, schaut der Gepäckarbeiter in einem unbeobachteten Moment im Auftrag von Dr. Wells in Saxtons Kiste. Das Wesen, das sich darin befindet, ist aber inzwischen wieder zum Leben erwacht und tötet den Arbeiter. Der Arbeiter wird am nächsten Tage vermißt und der mitreisende Inspektor Mirov (Julio Pena) untersucht den Fall. Gegen Saxtons Willen läßt er die Kiste aufbrechen und findet darin den toten Arbeiter. Von dem Wesen gibt es keine Spur...

Dieser größtenteils in Spanien gedrehte Gruselstreifen scheint auf den ersten Blick wie ein Klassiker zu wirken, ohne das man ihn gesehen hat. Mit Christopher Lee und Peter Cushing in den Hauptrollen und Telly Savalas in einer Nebenrolle erhofft man sich von dem Film einiges. Wenn man sich den Film dann anschaut, ist man auch durchaus zuerst recht angetan. Die Atmosphäre verbeitet ein gewisses Gruselfeeling wie bessere Hammerfilme und die Dekors und Schauplätze sind gut ausgesucht und detailreich aufgebaut. Leider wird nach dem Tod des Monsters ziemlich schnell klar, wer der neue Träger des Energiewesens ist und damit verfliegt ein großer Teil der Spannung.

Horror Express - ScreenshotHorror Express - Screenshot

Danach bleibt es einem nur noch übrig zuzusehen, wie Lee und Cushing versuchen hinter das Geheimnis zu kommen. Als sie es dann herausfinden und das Morden richtig abgeht, ist es lediglich noch die Atmosphäre des Films, die ihn über andere Filme hinwegheben. Durch die Fähigkeiten des Wesens, von ihm getötete Menschen durch Gedankenkraft wieder auferstehen zu lassen, bekommt der Film noch einen Hauch Zombiefilm ab, allerdings passiert dies erst kurz vor Schluß.

Das soll jetzt nicht heißen, daß der Film schlecht oder langweilig wäre. Er verschießt sein Potential leider nur recht früh. Christopher Lee gibt aber den steifen englischen Edelmann zum besten, während Cushing ein wenig hinter seinen Leistungen bleibt. Telly Savalas als leicht durchgeknallter sibirischer General ist ein äußerst amüsanter Charakter, der dafür leider viel zu kurz an der Handlung beteiligt ist. Besonders erwähnenswert ist Alberto de Mendoza als verrückter Priester. Der Paul-Naschy-Lookalike bietet eine sehr exzentrische Darstellung und neigt fast zum Overacting, was dem Charakter aber sehr gut bekommt.

Horror Express - ScreenshotHorror Express - Screenshot

Die Idee zu Horror Express entstand eigentlich aus der Not heraus, das Produzent Bernard Gordon von einem vorherigen spanischen Western (Pancho Villa) noch zwei Modelleisenbahnen sowie fast 1.000 Meter an Gleisen zur Verfügung hatte und nicht genau wußte, was damit nun eigentlich geschehen sollte. Er wollte sie für einen weiteren Film verwenden und ihm fiel der Titel Horror Express ein, danach wurde erst die eigentliche Geschichte geschrieben. Als erster bekannter Schauspieler war Telly Savalas engagiert, der damit einen Vertrag über drei Filme bei der Produktionsfirma erfüllte. Peter Cushing, der erst kurz zuvor seine Frau verloren hatte, reiste zwar in der zweiten Drehwoche nach Spanien, war aber mit dem Drehbuch nicht mehr einverstanden und wollte nicht mehr mitspielen. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Cushing und Gordon erzählte Lee dann eine Anekdote und witzige Ereignisse von ihren vorherigen gemeinsamen Drehs, was Cushing dann dermaßen auflockerte, daß er am nächsten Tag pünktlich zu Drehbeginn am Start war.

Die US-DVD von Image Entertainment hat neben der englischen Tonspur sogar die spanische Sprachfassung und als besonderes Bonbon noch eine dritte Spur ohne jeglichen Dialog, so daß man sich ganz dem fantastischen Soundtrack widmen kann. Das Bild ist eigentlich recht gut, nur ab und zu läßt sich ein wenig Rauschen ausmachen und das Ursprungsmaterial besaß auch diverse kleinere Macken, die nicht digital entfernt wurden. Nichtsdestotrotz ist die DVD durchaus ihr Geld wert. Allerdings müßt ihr aufpassen, auch wirklich die DVD von Image Entertainment zu bekommen. Zwei Jahre vorher gab es schon mal eine von Simitar, die soll aber ziemlich übel sein.

Horror Express - ScreenshotHorror Express - Screenshot
Autor: Carsten Henkelmann
Film online seit: 29.12.2000
Letzte Textänderung: 22.01.2004

Leser-Kommentare

01.10.2004, 13:21:12 Ich,TomHorn ( Email schreiben )

Dürfte wohl der erste Horrorfilm gewesen sein, den ich als Kind im TV gesehen habe und hat natürlich dementsprechend Eindruck hinterlassen. Habe ihn dann bei weiteren Ausstrahlungen acuh nie verpasst. Kein Meisterwerk, aber ein guter Film mit hohem Unterhaltungswert. Für Cushing/Lee/Savalas-Fans Pflichtprogramm!

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